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RUBENS 138

1. Dezember 2009

B1 & B2 am Dreizehnten


Das ZFA bietet erstmals standardisierte Spanisch-Prüfungen an



Ausgerechnet am Freitag den 13. schlug für 18 Prüflinge die Stunde der Wahrheit. Drei Stunden Klausur plus einer mündlichen Prüfung in Spanisch standen an, und es ging wirklich um alles oder nichts: bestehen oder nicht bestehen. Alle traten freiwillig an, denn wer besteht, hat was in der Hand: das Diploma de Espanol como Lengua Extranjera (DELE) des Instituto Cervantes, das weltweit anerkannt ist und dem Inhaber Spanisch-Kenntnisse auf standardisierten Niveaus bescheinigt.


Mit so einem Zertifikat kann man sich z.B. um ein Praktikum oder einen Job bewerben, in dem es auf Kompetenzen im Spanischen ankommt. Natürlich im spanisch-sprachigen Ausland – aber auch in den USA – sind sie unverzichtbar. Die standardisierte Prüfung hat das Zentrum für Fremdsprachenausbildung (ZFA) der RUB im November zum ersten Mal angeboten, seit kurzem ist das ZFA vom Instituto Cervantes (der spanischen Entsprechung des Goethe-Instituts) akkreditiert. „Da muss man eine Menge Auflagen erfüllen“, erklärt Astrid Reich, Bereichsleiterin für Prüfen, Testen, Zertifizieren im ZFA. „Wir mussten Fragebögen ausfüllen, dann gab es eine Begehung, bei der auch die Räume begutachtet wurden. Die müssen unter anderem Fenster haben und eine gute Akustik.“ Letzteres ist notwendig, weil es in den Prüfungen auch ums Hörverstehen geht. Zudem werden Leseverstehen, schriftliche Sprachproduktion sowie Lexik und Grammatik in der Klausur geprüft. In der mündlichen Prüfung steht die sprachliche Ausdrucksfähigkeit im Vordergrund. Wer auf einem Gebiet Schwächen hat, kann sie zum Teil in anderen wieder wettmachen. Was genau den Prüfling erwartet, können Interessierte in Vorbereitungskursen erfahren, die die Spanisch-Lektorin Lidia Santiso Saco anbietet. „Wir nennen das eine Formatschulung“, erklärt sie, „denn es ist kein Sprachkurs, es geht nur um die Art der Aufgaben in der Prüfung.“

Weltweit am selben Tag

Geprüft werden an der RUB die Niveaus B1 und B2. Diese Bezeichnungen beziehen sich auf den sog. Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GeR), der sprachliche Kompetenzen beschreibt und anhand dessen sie gemessen werden können. Die Niveaustufen des Referenzrahmens reichen vom Bereich A der „elementaren“ Sprachverwendung über den Bereich B der „selbstständigen“ bis zum Bereich C der „kompetenten“ Sprachverwendung. Während A1 etwa ein Absolvent eines VHS-Einführungskurses erreichen kann, kommt C2 dem sprachlichen Können eines Muttersprachlers nahe. Ob auch das ZFA demnächst Prüfungen anderer Stufen anbieten wird, muss sich zeigen: „Wir orientieren uns natürlich an der Nachfrage“, sagt Astrid Reich. Die nach B1 und B2 lässt nicht zu wünschen übrig: Nur eine Woche lang wurden Anmeldungen entgegengenommen, und bewusst haben die Organisatorinnen nur wenig und sehr gezielt Werbung gemacht. Zudem ist die Prüfung kostenpflichtig, wobei RUB-Mitglieder Rabatt erhalten. Dass sich immerhin 18 angemeldet haben, wertet das ZFA als deutliches Zeichen fürs starke Interesse am Zertifikat. Künftig will das ZFA mehr Prüfungen abnehmen; immer im Mai und November finden sie weltweit am selben Tag statt.
Allerdings steckt die Raumsituation des ZFA dem Angebot enge Grenzen, denn für die Prüfung müssen Räume den ganzen Tag lang blockiert werden. Doch ist es schon schwierig, die ca. 180 ZFA-Kurse pro Semester auf dem Campus unterzubringen. Ferner kann man wegen der Anforderungen des Instituto Cervantes nicht jeden Raum nutzen. Trotzdem liebäugelt Astrid Reich mit standardisierten Prüfungen in weiteren Sprachen. Schon im Angebot sind Prüfungen für Deutsch als Fremdsprache (TestDaF), Niederländisch (CNAvT) und Schwedisch (Swedex). Spanisch findet natürlich sehr viel Interesse. Dem Bedarf nach Englisch-Prüfungen zu entsprechen, ist außerdem ein großer Wunsch. „Aber dazu muss sich zumindest an der räumlichen Situation des ZFA noch einiges tun.“



Nico für Mexiko


Nico Zech hatte in der Schule drei Jahre lang Spanisch und hat zweieinhalb Monate in Spanien verbracht. Er hat die B1-Prüfung abgelegt und kommt gegen halb drei glücklich aus der Prüfung.

Hallo Herr Zech, wie war‘s?
Ich fand es nicht so schlimm zu schreiben und dann die mündliche Prüfung zu machen, aber das Warten zwischendurch, da macht man sich natürlich schon etwas nervös. Aber alle waren sehr nett und es war auch sehr vertraut mit Lidia und Bea, das ist was ganz anderes als mit Wildfremden.

Wann gibt es das Ergebnis?
In drei Monaten kann man auf einer Webseite nachschauen. Alle Prüfungen werden in Madrid ausgewertet, deswegen dauert das so lange.

Warum haben Sie sich für die Prüfung entschieden?

Ich will mich im nächsten Jahr an einer Uni im Mexiko bewerben, da braucht man natürlich Spanisch-Kenntnisse. Da ist es besser, wenn man etwas vorweisen kann. Die Unizertifikate werden oft nicht anerkannt, DELE ist aber weltweit anerkannt wie der englische TOEFL.



Spanisch per Zufall


Maike Norpoth hat sich für das Niveau B2 prüfen lassen. Um kurz nach vier ist sie fertig.


Wie ist es gelaufen?

Ich war ganz schön nervös – mündliche Prüfungen stehen auf der Hitliste der Dinge, die ich gerne mache, nicht so weit oben … aber ich gehe davon aus, dass der Test bestanden ist.

Warum haben Sie den DELE-Test gemacht – er kostet ja auch Geld?
Ich habe mal Spanisch studiert, dann das Studium abgebrochen und studiere jetzt Geografie. Die Spanisch-Kenntnisse möchte ich aber nicht verlieren. Ich bin auch nur noch ein Jahr hier in Bochum, dann halte ich mir die Option offen, für den Master vielleicht ins spanisch-sprachige Ausland zu gehen.
Spanisch haben Sie aber nicht erst in der Uni gelernt, oder?
Doch! Ich bin vor vier Jahren durch Zufall ins Spanisch-Studium geraten, das war eine völlig neue Welt für mich. Dann habe ich zwei Jahre studiert und bin zwei Jahre im spanisch-sprachigen Ausland gewesen. Dort habe ich mich dann aber auf Geografie konzentriert.

Hätten Sie dann nicht auch ein höheres Niveau absolvieren können?
C2 hätte ich mir nicht zugetraut – das ist fast was für Muttersprachler. Ich hätte vielleicht C1 geschafft, das wird aber hier nicht angeboten. Es ist etwas ganz anderes, ob man die Sprache jeden Tag benutzt oder sie auch studiert, inklusive der Grammatik.

md
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Letzte Änderung: 30.11.2009| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik