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RUBENS 137

1. November 2009


Frühe Unabhängigkeit

Die Ruhr-Uni richtet neue Nachwuchsforschergruppen ein



Mit sechs neuen Nachwuchsforschergruppen kann die Ruhr-Uni ihre Spitzenposition in diesem Bereich erheblich ausbauen. Insgesamt werden auf dem Campus nun 18 Forschergruppen in fast allen Fachbereichen von herausragenden PostDocs oder Juniorprofessor/innen geleitet. Die interdisziplinären und internationalen Gruppen tragen erheblich zum Profil der RUB bei, erhöhen gleichzeitig die Attraktivität des Forschungsstandorts und ziehen somit weitere Spitzenkräfte an.


Sie analysieren die „Zwillingsbildung in strukturellen und funktionellen Ingenieurwerkstoffen” oder sie erforschen das Thema „Der unendliche Gott und die endliche Welt im Spannungsfeld zwischen Theologie, Philosophie und Naturwissenschaften” – das Spektrum von Nachwuchsforschergruppen ist fast so groß wie das von Forschergruppen ohne den Zusatz „Nachwuchs”. Die Zahl dieser Gruppen an der RUB wächst kontinuierlich, und sie erweisen sich mehr und mehr als Aushängeschild einer erfolgreichen Forschungspolitik der Hochschulleitung. Zu den bekanntesten Nachwuchsforschergruppen zählen die des Emmy-Noether-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Allein acht dieser Gruppen existieren an der RUB (http://www.rub.de/forschung/emmy_noether.htm). Neben der DFG fördern in größerem Maße auch die Landes- und Bundesforschungsministerien MIFWT und BMBF sowie die Volkswagen-Stiftung diese Gruppen. Alle genannten Förderer sind auch an der RUB mit mindestens einer Nachwuchsgruppe vertreten (http://www.rub.de/forschung/nachwuchsgruppen.htm).

Fünf vom Land

Mit einem neuen Programm zur Förderung junger Spitzenwissenschaftler verstärkt die Landesregierung nun ihr Engagement in diesem Bereich. Es nennt sich schlicht „Nachwuchsforschergruppen” und bescherte der RUB gleich zum Start einen herausragenden Erfolg: Alle fünf beantragten Nachwuchsgruppen wurden bewilligt – so viele wie an keinem anderen Standort in NRW; landesweit entstehen an acht Hochschulen 17 Nachwuchsgruppen. Die RUB erhält insgesamt 2,2 Mio. Euro Fördermittel vom Land, die gleiche Summe steuert sie aus eigenen Mitteln hinzu. Mit ihren interdisziplinären Projekten erhalten nun fünf hervorragende Nachwuchswissenschaftler die Möglichkeit, frühzeitig eigenverantwortlich zu forschen und eine Forschergruppe zu leiten.
Dabei handelt es sich um Projekte aus der Religionswissenschaft („Religion vernetzt – Zivilgesellschaftliche und wirtschaftliche Potentiale religiöser Vergemeinschaftung”, Leitung: Dr. Alexander-Kenneth Nagel); aus der Philosophie („Stufentheorie der Intentionalität”, Dr. Tobias Schlicht); aus den Kognitiven Neurowissenschaften („Neurokognitive Grundlagen der Entscheidungsfindung”, Dr. Christian Bellebaum); aus der Anorganischen Chemie („Anorganische Nanomaterialien und Photokatalyse”, die Leitung der Gruppe wird international ausgeschrieben) und aus der Medizinethik („Medizinethik am Lebensende”, Dr. Jan Schildmann).

Mercator-Forschungsgruppe

Mitte Oktober hat Rektor Prof. Elmar Weiler außerdem die drei Professor/innen der ersten Mercator Forschergruppe ernannt: Dr. Magdalena Sauvage (Boston), Dr. Sen Cheng (San Francisco) und Dr. Markus Werning (Düsseldorf) werden ab dem 1.1.2010 an der RUB mit Hilfe der Stiftung Mercator eine eigenständige Forschergruppe aufbauen, die unterschiedliche Aspekte zum Thema „Gedächtnis” bearbeitet. Die drei Wissenschaftler/innen wurden in einem mehrstufigen Auswahlverfahren aus 52 internationalen Bewerbern ausgewählt.
Zentrale Fragen der Mercator Research Group „Strukturen des Gedächtnisses” sind zum Beispiel: Welche Gehirnstrukturen tragen zu Gedächtnisinhalten bei? Wie wird ausgewählt, was wird behalten und was wird vergessen? Wie interagieren die verschiedenen Gedächtnis-relevanten Areale? Gibt es Aspekte des Gedächtnisses, die nur Menschen besitzen und die somit wesentliche Teile der Evolution des Menschen markieren?
Die drei jungen Forscher/innen werden eigenständige Arbeitsgruppen aufbauen (s. Bildzeilen) und interdisziplinär wie international vernetzt arbeiten. Dabei steht ihnen ein selbst gewählter Seniorprofessor als Berater zur Seite, der einerseits die internationale Vernetzung stärken und andererseits die eigene reiche Erfahrung einbringen soll. Gemeinsam werden junge und erfahrene Forscher neue Experimente, Konzepte und Theorien entwickeln, die auf höchstem internationalem Niveau konkurrenzfähig sein werden.

Kein Ende in Sicht

Mit den fünf geförderten Projekten der Landesregierung und der Mercator Research Group festigt die Ruhr-Universität ihre bundesweite Spitzenposition als forschungsstarker Standort, der dem wissenschaftlichen Nachwuchs besonders gute Bedingungen bietet. „Frühe Unabhängigkeit herausragender PostDocs und Juniorprofessoren und die Möglichkeit, mit eigenen Budgets selbstständig wissenschaftlich zu arbeiten, erweist sich als Erfolgsmodell für die Unterstützung der wissenschaftlichen Karrieren junger Forscherinnen und Forscher”, so Rektor Prof. Elmar Weiler. „Kein Zufall also, dass Nachwuchswissenschaftler der Ruhr-Uni auch im Jungen Kolleg der NRW-Akademie der Wissenschaften die größte Gruppe stellen.”
Und ein Ende dieser positiven Entwicklung ist nicht abzusehen. Schließlich wird gerade eine weitere Mercator Research Group zum Thema „Räume anthropologischen Wissens” an der RUB vorbereitet. Die beiden Gruppen, deren Gründung die RUB und die Stiftung Mercator 2008 beschlossen haben, werden mit insgesamt zehn Mio. Euro für sechs Jahre durch die Stiftung Mercator gefördert.

jw/md/ad
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Letzte Änderung: 30.10.2009| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik