Ruhr-Universität Bochum zur Navigation zum Inhalt Startseite der RUB pix
Startseite UniStartseite
Überblick UniÜberblick
A-Z UniA-Z
Suche UniSuche
Kontakt UniKontakt

pix
 
Das Siegel
Naturwissenschaften Ingenieurwissenschaften Geisteswissenschaften Medizinische Einrichtungen Zentrale Einrichtungen
pix
RUBENS - Zeitschrift der RUB
RUBENS- Startseite

Lesen
Aktuelle Ausgabe
Archiv
¤Ausgabe Nr. 137
  ¤Artikel
pdf-Dateien

Service & Kontakt
Mediadaten
Redaktion
E-Mail Service
Kontakt

Volltextsuche
pix RUBENS - Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
 
 
 
    
pix
Artikel » Ausgabe 137 »Archiv » RUBENS » Pressestelle » Ruhr-Universität
pix pix
RUBENS 137

1. November 2009


ESA + ISS = LSI

Astronauten lernen Russisch an der RUB


Der Weltraum – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2009, und im Gegensatz zu den Weiten ist die sprachliche Vielfalt im All beschränkt. Weltraumprojekte sind zwar international besetzt. Zur Kommunikation der Astronauten untereinander und mit den Mitarbeitern der Raumfahrtprogramme wird neben Englisch aber nur noch Russisch gesprochen. Zwecks Erwerb entsprechender Sprachkenntnisse belegen sechs neue Mitglieder des europäischen Astronauten-Teams einen Intensivkurs Russisch am Landesspracheninstitut (LSI) der RUB. Er ist Teil des 18-monatigen Basistrainings der European Space Agency (ESA) zur Vorbereitung auf künftige Raumflüge zur Internationalen Raumstation ISS.
Das Sprachtraining besteht aus drei intensiven vierwöchigen Abschnitten. Im Oktober sowie ab Ende November erlern(t)en die sechs zunächst grundlegende Russischkenntnisse am LSI in Bochum. Im Februar 2010 folgt ein Aufenthalt in St. Petersburg, der Hörverständnis und Sprechfertigkeiten weiter verbessern soll. Zwischen den Studienabschnitten bietet das LSI Lerneinheiten per Videokonferenz an, um das eigenständige Weiterlernen zu unterstützen. Ziel des Kurses sind Sprachfähigkeiten vergleichbar mit dem internationalen B2-Niveau des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen.

Acht Stunden täglich

Um dieses hohe Niveau in so kurzer Zeit zu erreichen, haben die Astronauten sechs Stunden Unterricht pro Tag, plus mindestens zwei Stunden eigenständiges Lernen. „Vermutlich wird das nicht immer ausreichen, wir haben ein wirklich anspruchsvolles Programm zusammengestellt“, erklärt der Leiter des LSI, Dr. Jochen Pleines. Um den unterschiedlichen Vorkenntnissen der Teilnehmer gerecht zu werden, ist der Kurs in zwei Gruppen eingeteilt: Die Italienerin Samantha Cristoforetti verfügt nach einen Studienaufenthalt in Moskau bereits über fundierte Russischkenntnisse. Sie wird am LSI allein von zwei Muttersprachlern unterrichtet. Ihre männlichen Kollegen Alexander Gerst (Deutschland), Andreas Mogensen (Dänemark), Luca Parmitano (Italien), Timothy Peake (Großbritannien) und Thomas Pesquet (Frankreich) arbeiten mit einem deutschen Dozenten und einem Muttersprachler zusammen. Nach dem offiziellen Unterricht stehen für alle Astronauten russische Muttersprachler bereit, die sie bei einem umfangreichen Freizeitprogramm begleiten und dabei das Sprach- und Hörverständnis trainieren.
Das Vermitteln von praktisch einsetzbaren Sprachfertigkeiten (vor allem in Arabisch, Chinesisch, Japanisch, Russisch) in einem möglichst kurzen Zeitraum ist seit über 30 Jahren die Kernkompetenz des LSI. Dazu gehört ein expliziter Bezug zur kulturellen, politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Realität der Zielgesellschaft.

 

Eike Strunk
pfeil  voriger Artikel Themenübersicht nächster Artikel   pfeil
 
 
Zum Seitenanfang  Seitenanfang | Druckfassung dieser Seite
Letzte Änderung: 30.10.2009| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik