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RUBENS 137

1. November 2009


Respektvolles Miteinander

Fairer Umgang am Arbeits- und Studienplatz


Anhaltender Streit unter Kolleg/innen; Vorgesetzte, die ihren Mitarbeiter/innen wiederholt mangelnde Wertschätzung entgegenbringen; Studierende, die über unfaire Behandlung durch Dozent/innen klagen: Über Schikanen und Intrigen am Arbeitsplatz wird unter dem Stichwort „Mobbing” viel diskutiert. Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat ermittelt, dass 1,5 Mio. Menschen in Deutschland darunter leiden.
Auch an der RUB hat das Thema große Relevanz. Seit Juni 2008 gilt, ganz dem Leitbild der „menschlichen” Universität folgend, die Richtlinie „Fairer Umgang am Arbeits- und Studienplatz”. Darin spricht sich die Hochschulleitung entschieden für ein respektvolles Miteinander aus und wendet sich gegen jede Form von Benachteiligung, Diskriminierung, sexualisierter Gewalt und Mobbing auf dem Campus. Die Richtlinie ist für alle Uni-Mitglieder – ob Mitarbeiter/in in Technik und Verwaltung, Wissenschaftler/in oder Studierende – gleichermaßen gültig. Hintergrund ist neben den Beratungserfahrungen unterschiedlicher hochschulinterner Institutionen auch die Einführung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes von 2006, das in seinen Handlungsempfehlungen eine solche interne Vereinbarung nachdrücklich empfiehlt.
Doch wie kann das sensible Thema in die breite Hochschulöffentlichkeit transportiert werden? Um Mitarbeiter/innen und Studierende dafür zu sensibilisieren und zu seiner Enttabuisierung des Themas beizutragen, hat sich im Sommersemester 2009 auf Grundlage der o.g. Richtlinie der Arbeitskreis „Fairer Umgang am Arbeits- und Studienplatz” gegründet. Ihm gehören Mitglieder verschiedener Statusgruppen an, darunter Vertreter/innen der Personalräte, des Personaldezernats, der Schwerbehindertenvertretung und des Asta. Der Arbeitskreis soll zudem die Richtlinie und die darin enthaltenen Instrumente in ihrer Wirksamkeit kritisch überprüfen und eventuell neue Vorschläge zur Ausgestaltung der Richtlinie erarbeiten.
Die Vorsitzende des Arbeitskreises, die Gleichstellungsbeauftragte Dr. Masha Gerding, sieht das wesentliche Ziel der Arbeit darin, „die Richtlinie bekannt zu machen und sie zur Grundlage eines respektvollen Umgangs in den Arbeitsbeziehungen auf dem Campus werden zu lassen”. Das wird nicht immer einfach sein. „Schließlich haben wir in der Richtlinie Themen bekannt gemacht, die die Kehrseite des Campuslebens betreffen. Das stößt nicht nur auf offene und wohlwollende Ohren”, so Gerding. Sie regt an, im Konfliktfall möglichst früh an den Arbeitskreis heranzutreten und nicht zu lange zu warten, denn benachteiligte und ausgegrenzte Mitarbeiter/innen und Studierenden fehlt es häufig an Motivation – oder sie werden krank. So schadet jede Form von Benachteiligung, Diskriminierung, sexualisierter Gewalt und Mobbing auf dem Campus auch der Uni selbst.

Infos: http://www.rub.de/gleichstellungsbuero/Faires_Verhalten.htm

Beate von Miquel
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Letzte Änderung: 30.10.2009| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik