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RUBENS 136

1. Oktober 2009

Auge in Auge mit den Stars


Sechs RUB-Studierende trafen Nobelpreisträger



Auge in Auge mit 23 Nobelpreisträgern – da darf man schon mal ein bisschen aufgeregt sein. Julia Weiler, Promotionsstudentin in der Neuropsychologie, gehörte mit fünf weiteren Studierenden der RUB zum Kreis derer, die am Lindau Nobel Laureate Meeting Ende Juni am Bodensee teilnehmen durften. 600 Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt hatten sich unter mehr als 20.000 Bewerbern durchgesetzt.


„Wobei ich so genau nicht weiß, warum die Wahl auf mich gefallen ist”, sagt Julia Weiler. Die Research School der RUB hatte sie nominiert, dann kam eines Tages die Benachrichtigung, dass RWE sie sponsern wolle, und sie ihren Lebenslauf in ein Online-Formular eintragen solle. Dann wurde sie, wie Christina Richter, Alexander Witt, Matthias Heyden, Daniel Filchtinski und Gerd Kock, tatsächlich vom Tagungskomitee ausgewählt.
Richter und Kock wurden ebenfalls von RWE gesponsert und zu einem Essen eingeladen, um die anderen vom Energieversorger geförderten Tagungsteilnehmer aus Duisburg-Essen und Dortmund kennen zu lernen. Die anderen drei RUB-Teilnehmer, die von ihren Betreuern nominiert wurden, traf sie im Zug nach Lindau. Dort angekommen, fand jeder beim Willkommensabend schnell Anschluss. „Man hat so viele Leute kennen gelernt, das war toll”, schwärmt Julia Weiler.

Kaum Allüren

„Das Ganze war extrem gut organisiert, es wurde weder an Kosten noch an Mühen gespart, um den Aufenthalt für uns so perfekt wie möglich zu machen”, lobt auch Christine Richter. Auf dem Programm standen vormittags Vorträge der Nobelpreisträger. Ziemlich verschieden fielen die aus. Manche Referenten stellten ihre Forschung vor, andere ihr persönliches Engagement. „Einer hat Fotos vom Alaska-Urlaub gezeigt“, berichtet Weiler, „davon waren die Leute begeistert.“ Manchen, vor allem den Älteren, habe man zwar angemerkt, dass sie der Vortrag sehr anstrengt, aber ein Gewinn seien sie alle gewesen. „Fachlich hat man von kleinen Symposium wahrscheinlich mehr – als Neuropsychologie-Expertin hatte ich mit dem Hauptthema Klimaschutz nur wenige Berührungspunkte – aber es hat unheimlich motiviert. Da übertrug sich eine große Begeisterung für die Wissenschaft.” Auch Christine Richter war begeistert: „Es war beeindruckend, die Nobelpreisträger nicht nur zu sehen und zu hören, sondern auch persönlichen Kontakt mit ihnen aufzunehmen. So hatte man die Chance, auch außerwissenschaftliche Informationen zu erlangen und nicht nur den Wissenschaftler zu sehen, sondern zu erkennen, dass es auch nur Menschen sind.“
Nur wenige Nobelpreisträger hätten Starallüren an den Tag gelegt, die meisten hätten versucht, Einblicke zu vermitteln. Manche stellten ihre preisgekrönten Ergebnisse als zufällige Funde dar. Trotzdem freuten sie sich, wenn Hunderte junger Forscher an ihren Lippen hingen. Einige Nachwuchsforscher sind auch auf Autogrammjagd gegangen. „Die hatten jeden Tag ein siebeneinhalb Kilo schweres Buch dabei, das wir alle am ersten Tag geschenkt bekommen hatten, und in dem alle bisherigen Nobelpreisträger vorgestellt waren”, wundert sich Julia Weiler. „Die Tagung hat sich auf jeden Fall gelohnt.”, so ihr Fazit.

md
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Letzte Änderung: 30.9.2009| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik