Meldungen
Neues vom Campus
10 Jahre Akademie
Mit einer festlichen Tagung wird am 2. November das
zehnjährige Bestehen der Akademie der RUB gefeiert.
Die Tagung wird gemeinsam von der Akademie und ihren
beiden Gesellschaftern – RUB und Gesellschaft
der Freunde – durchgeführt. Es gibt Vorträge
zur Entwicklung der Akademie, zur wissenschaftlichen
Weiterbildung als Aufgabe der Hochschulen und zum künftigen
Engagement der Ruhr-Uni in diesem Bildungssektor. Zudem
werden die Preisträger des „Wettbewerbes
Wissenschaftliche Weiterbildung 2009“ geehrt.
Abgerundet wird das Programm mit Musik und einem Imbiss.
Wissenschaftliche Weiterbildung wird für Berufstätige
zunehmend zu einem wichtigen Baustein ihrer Bildungsbiographie.
Die RUB hat diese Herausforderung sehr früh erkannt
und als eine der ersten deutschen Hochschulen berufsbegleitende
Weiterbildungsangebote für Fach- und Führungskräfte
entwickelt. Mit der Gründung der Akademie der Ruhr-Universität
gGmbH wurde 1999 die systematische Entwicklung und Durchführung
dieser Angebote institutionalisiert.
Info: Tagung „Wissenschaftliche
Weiterbildung an der Ruhr-Universität“, 2.11.09,
9 h, Veranstaltungszentrum, Saal 1, Programm: http://www.akademie.rub.de
Fotowettbewerb
Die Jury tagte – und kam zu einem (noch geheimen)
Ergebnis. Am 16. September setzten sich die fünf
Expert/innen um Rektor Prof. Elmar Weiler für viele
Stunden zusammen und sichteten über 300 Fotos von
40 Teilnehmer/innen (aus allen Statusgruppen der Ruhr-Uni)
am Fotowettbewerb „Unsere RUB”. Die zehn
besten Bilder werden auf der Akademischen Jahresfeier
am 13. November erstmals öffentlich gezeigt und
prämiert; die Gewinner werden rechtzeitig schriftlich
benachrichtigt. Doch (voraussichtlich) schon am 23.
Oktober wird im Musischen Zentrum eine Ausstellung mit
diesen zehn und 70 weiteren herausragenden Fotos des
Wettbewerbs eröffnet. Diese 80 Bilder sind automatisch
im Rennen um den Publikumspreis. Alles zum Wettbewerb
unter http://www.rub.de/fotowettbewerb/.
290 Mio. bis 2014
Die Landesregierung, der Bau- und Liegenschaftsbetrieb
NRW (BLB) und die Hochschulen an der Ruhr haben am 17.9.
eine Vereinbarung über konkrete Modernisierungs-
und Sanierungsmaßnahmen getroffen. Mit 290 Mio.
Euro erhält die RUB einen bedeutenden Anteil des
Gesamtvolumens. Die Vereinbarungen mit den NRW-Hochschulen
umfassen insgesamt rund 2 Mrd. Euro: Das ist die erste
Stufe eines 8-Mrd.-Programms für Hochschulmodernisierung
in den kommenden Jahren.
An der RUB sind die Schritte der Campusmodernisierung
bis Mitte 2014 festgelegt. Priorität hat der Neubau
eines Gebäudes GD, damit parallel zu den laufenden
Arbeiten in der I-Reihe auch die Sanierung der G-Reihe
in Angriff genommen werden kann. „In den Geisteswissenschaften
haben wir den größten Raumbedarf“,
sagt Kanzler Gerhard Möller, „Dort sind zwei
Drittel unserer Studierenden eingeschrieben.“
Noch bis Ende 2009 legt die RUB ein Raumprogramm für
GD vor, d.h. eine detaillierte Aufstellung der benötigten
Räume, etwa Büro- und Seminarräume und
Bibliotheken. Anschließend plant der BLB das Gebäude.
Baubeginn soll im Juni 2011 sein, fertig wird das Gebäude
voraussichtlich zum WS 2013/14. Der genaue Standort
steht noch nicht fest. „GD ist zunächst nur
eine Chiffre“, so Möller. „Das Gebäude
kann die bisherige Reihe von GA bis GC im Westen fortsetzen,
kann aber zum Beispiel auch im Süden liegen.“
Die zweite, schriftlich fixierte Priorität: Die
Sanierung der I-Reihe wird wie geplant fortgesetzt und
bis Mitte 2014 abgeschlossen. Ist der Neubau ID 2010
fertig, geht es mit der Modernisierung von IC weiter,
es folgen IB und IA. Entscheidend für die RUB sei,
so Möller, dass sich die Baumaßnahmen in
der I- und G-Reihe überlappen, um an der „anspruchsvollen“
Zeitplanung der Gesamtsanierung festhalten zu können.
Ziel ist es, bis 2020 den Campus im Wesentlichen saniert
zu haben.
ScieCon
Deutschlands älteste Firmenkontaktmesse der Life
Sciences kehrt nach Bochum zurück. Die Biotechnologische
Studenteninitiative (btS) hatte die Zeichen der Zeit
früh erkannt und organisierte bereits 1999 in Bochum
die erste branchenspezifische Firmenkontaktmesse ScieCon
(Science Contact Fair) in Deutschland. Pünktlich
zum zehnjährigen Jubiläum kehrt sie (nach
einigen Ausflügen in andere Städte) am 28.
Oktober zurück an die RUB (10-17 h, Tutorien-Zentrum).
Gespräche mit Vertretern aus der Industrie bieten
Einblicke, Inspiration und Orientierung für das
weitere Studium sowie einen Ansatzpunkt für die
persönliche Karriere in den Lebenswissenschaften.
Hinzu kommt ein Rahmenprogramm mit Unternehmenspräsentationen,
Bewerbungsmappen-Check und professionellem Bewerbungsfoto-Shooting.
Infos: http://www.sciecon.info
Ferienkinder
Zu einem echten Renner hat sich die Ferienbetreuung
von Prokids entwickelt. In den Sommerferien füllten
45 Kinder zwischen sechs und 13 zwei Wochen lang die
beiden Gruppenräume im NA; auch für die Herbstferien
haben sich wieder viele Kinder angemeldet. Die beiden
NA-Räume dienen allerdings nur als Basislager.
Hier wird morgens gemeinsam gefrühstückt und
bei richtig schlechtem Wetter wird individuell oder
in der Gruppe gespielt, gemalt, gebastelt. Ansonsten
sind Kinder und Erzieherinnen den lieben langen Tag
unterwegs: im Botanischen und Chinesischen Garten, auf
Expedition im Waldstück südlich der Hochschule,
im Schwimmbad, in der Turnhalle und wo auch immer es
auf dem oder in der Nähe des Campus etwas zu entdecken
gibt.
Erstmals zählte im Sommer auch ein Selbstbehauptungskurs
zur Betreuung. Helmut Isken von der Sportschule Isken
in Hemer lud die Kinder gruppenweise ins Audimaxfoyer.
Er bereitete sie dort jeweils einen Vormittag lang auf
typische Alltagsgefahren vor: Was mache ich, wenn ich
in eine Schulhofrauferei gerate, wenn Jugendliche mich
auf dem Spielplatz belästigen oder wenn Erwachsene
mich im Park bzw. auf der Straße ansprechen? Erste
Option ist natürlich stets die Konfliktlösung
ohne Gewalt, z.B. das nachdrückliche „Nein!”,
doch Isken brachte den Mädchen und Jungen auch
ein paar Handgriffe und Tritte zur Selbstverteidigung
bei. Dabei und bei den kleinen Rollenspielen hatten
die Kinder erkennbar großen Spaß. Genau
wie beim täglichen gemeinsamen Besuch in der Mensa.
Infos: http://www.ruhr-uni-bochum.de/prokids/
Ab ins Museum
Oft spricht die Abrissbirne das letzte Wort über
Gebäude, die 40 Jahre und jünger sind. Sie
werden häufig als hässlich empfunden und stehen
für Reizworte wie „Betonwüste”.
Dass es sich dennoch oder gerade deswegen lohnt, sie
genauer zu betrachten, zeigt das Museum für Architektur
und Ingenieurkunst NRW (M:AI): Es wirft einen differenzierteren
Blick auf die Architektur der 60er-Jahre. Mittendrin
als Objekt und Ort: die Ruhr-Uni.
Es ist ein Museum ohne Haus: Das Museum für Architektur
und Ingenieurkunst NRW (M:AI) ist ständig unterwegs.
Bauwerke lassen sich eben nicht ausstellen, sondern
am besten im Original erleben. Deshalb bewegt sich das
mobile Museum von seinem Sitz in Gelsenkirchen aus immer
dorthin, wo Architektur und Ingenieurkunst zum Thema
werden sollen: wo ein Gebäude als Bereicherung
für die Stadt empfunden wird und Menschen sich
darin wohl fühlen. Wo Architekten, Ingenieure oder
Stadtplaner Wegweisendes hinterlassen haben oder wo
Bau- und Kulturdenkmäler vom Abriss bedroht sind
und heftig diskutiert werden. Mit Ausstellungen, Vorträgen,
Aktionen und Publikationen macht das M:AI Qualitäten
und Möglichkeiten eines Bauwerks sichtbar –
auch um zu zeigen, über welche baulichen Schätze
NRW verfügt.
Zurzeit widmet sich das M:AI den 60er-Jahren. Die Ausstellung
„Architektur im Aufbruch” zeigt typische
Bauten aus diesem Jahrzehnt in NRW und beleuchtet sie
im Zusammenhang mit ihrer Entstehungszeit. Die Ausstellung
ist in charakteristischen Bauwerken der Zeit zu sehen,
erweitert jeweils um einen ortsspezifischen Bezug. Neben
der Liebfrauenkirche Duisburg (als erstem Ausstellungsort)
steht die Ruhr-Uni im Mittelpunkt. Immerhin war der
Campus damals die größte Baustelle Europas
und der gesamte Komplex steht sinnbildlich für
die Bauphilosophie der 60er. Darum sind im Audimax Modelle,
Fotos und Zeichnungen zu sehen, vor allem aber dient
die RUB selbst als Ausstellungsobjekt.
Info: „Architektur im Aufbruch.
Planen und Bauen in den 1960ern”, 23.10.-29.11.09,
Audimax, mehr unter http://www.mai.nrw.de.
Auswärtsspiel
Mit zwei Auswärtsauftritten startet die Theatersaison
im Musischen Zentrum (MZ): Beide Ensembles der Studiobühne
treten in Osteuropa auf. Unter Leitung von Christian
Quitschke spielt das eine Ensemble beim Internationalen
Studententheater-Festival am 1.10. in Minsk „Hotel
Arkham”. Zeitgleich ist Studiobühnenleiterin
Karin Freymeyer mit dem anderen Ensemble unterwegs.
Es nimmt an einer Koproduktion mit der Uni Krakau teil.
Aufgeführt werden Nikolaj Erdmanns „Selbstmörder”,
Premiere ist am 3.10. in Krakau; im November wird die
Produktion im MZ gezeigt.
Zum Vorlesungsbeginn (11./12.10., 19.30 h) startet das
Programm auf der MZ-Bühne mit der Wiederaufnahme
von „Fausto”. Das Musical der Gruppe „Rubicals”
vereint Schauspiel, Gesang und Film, geschrieben von
RUB-Student Alexander Czechowicz, unterlegt mit Musik
von Falco; Eintritt frei.
14 Tage später (24./25.10., 19.30 h) gastiert das
Theater des Lotmann Instituts im MZ, unter Leitung von
Elena Resch und frei nach Michail Bulgakov heißt
es „Meister und Margarita”. Der zugrundeliegende
Kult-Roman vereint Fantasy, Action, Satire, Romantik
und Philosophie; Eintritt: 5 bzw. erm. 3 Euro.
Infos: http://www.rub.de/mz-theater,
http://www.fausto.de.gg/
ad/jw
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