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RUBENS 136

1. Oktober 2009

Meldungen


Neues vom Campus

10 Jahre Akademie
Mit einer festlichen Tagung wird am 2. November das zehnjährige Bestehen der Akademie der RUB gefeiert. Die Tagung wird gemeinsam von der Akademie und ihren beiden Gesellschaftern – RUB und Gesellschaft der Freunde – durchgeführt. Es gibt Vorträge zur Entwicklung der Akademie, zur wissenschaftlichen Weiterbildung als Aufgabe der Hochschulen und zum künftigen Engagement der Ruhr-Uni in diesem Bildungssektor. Zudem werden die Preisträger des „Wettbewerbes Wissenschaftliche Weiterbildung 2009“ geehrt. Abgerundet wird das Programm mit Musik und einem Imbiss.
Wissenschaftliche Weiterbildung wird für Berufstätige zunehmend zu einem wichtigen Baustein ihrer Bildungsbiographie. Die RUB hat diese Herausforderung sehr früh erkannt und als eine der ersten deutschen Hochschulen berufsbegleitende Weiterbildungsangebote für Fach- und Führungskräfte entwickelt. Mit der Gründung der Akademie der Ruhr-Universität gGmbH wurde 1999 die systematische Entwicklung und Durchführung dieser Angebote institutionalisiert.
Info: Tagung „Wissenschaftliche Weiterbildung an der Ruhr-Universität“, 2.11.09, 9 h, Veranstaltungszentrum, Saal 1, Programm: http://www.akademie.rub.de

Fotowettbewerb
Die Jury tagte – und kam zu einem (noch geheimen) Ergebnis. Am 16. September setzten sich die fünf Expert/innen um Rektor Prof. Elmar Weiler für viele Stunden zusammen und sichteten über 300 Fotos von 40 Teilnehmer/innen (aus allen Statusgruppen der Ruhr-Uni) am Fotowettbewerb „Unsere RUB”. Die zehn besten Bilder werden auf der Akademischen Jahresfeier am 13. November erstmals öffentlich gezeigt und prämiert; die Gewinner werden rechtzeitig schriftlich benachrichtigt. Doch (voraussichtlich) schon am 23. Oktober wird im Musischen Zentrum eine Ausstellung mit diesen zehn und 70 weiteren herausragenden Fotos des Wettbewerbs eröffnet. Diese 80 Bilder sind automatisch im Rennen um den Publikumspreis. Alles zum Wettbewerb unter http://www.rub.de/fotowettbewerb/.



290 Mio. bis 2014

Die Landesregierung, der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) und die Hochschulen an der Ruhr haben am 17.9. eine Vereinbarung über konkrete Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen getroffen. Mit 290 Mio. Euro erhält die RUB einen bedeutenden Anteil des Gesamtvolumens. Die Vereinbarungen mit den NRW-Hochschulen umfassen insgesamt rund 2 Mrd. Euro: Das ist die erste Stufe eines 8-Mrd.-Programms für Hochschulmodernisierung in den kommenden Jahren.
An der RUB sind die Schritte der Campusmodernisierung bis Mitte 2014 festgelegt. Priorität hat der Neubau eines Gebäudes GD, damit parallel zu den laufenden Arbeiten in der I-Reihe auch die Sanierung der G-Reihe in Angriff genommen werden kann. „In den Geisteswissenschaften haben wir den größten Raumbedarf“, sagt Kanzler Gerhard Möller, „Dort sind zwei Drittel unserer Studierenden eingeschrieben.“ Noch bis Ende 2009 legt die RUB ein Raumprogramm für GD vor, d.h. eine detaillierte Aufstellung der benötigten Räume, etwa Büro- und Seminarräume und Bibliotheken. Anschließend plant der BLB das Gebäude. Baubeginn soll im Juni 2011 sein, fertig wird das Gebäude voraussichtlich zum WS 2013/14. Der genaue Standort steht noch nicht fest. „GD ist zunächst nur eine Chiffre“, so Möller. „Das Gebäude kann die bisherige Reihe von GA bis GC im Westen fortsetzen, kann aber zum Beispiel auch im Süden liegen.“
Die zweite, schriftlich fixierte Priorität: Die Sanierung der I-Reihe wird wie geplant fortgesetzt und bis Mitte 2014 abgeschlossen. Ist der Neubau ID 2010 fertig, geht es mit der Modernisierung von IC weiter, es folgen IB und IA. Entscheidend für die RUB sei, so Möller, dass sich die Baumaßnahmen in der I- und G-Reihe überlappen, um an der „anspruchsvollen“ Zeitplanung der Gesamtsanierung festhalten zu können. Ziel ist es, bis 2020 den Campus im Wesentlichen saniert zu haben.

ScieCon
Deutschlands älteste Firmenkontaktmesse der Life Sciences kehrt nach Bochum zurück. Die Biotechnologische Studenteninitiative (btS) hatte die Zeichen der Zeit früh erkannt und organisierte bereits 1999 in Bochum die erste branchenspezifische Firmenkontaktmesse ScieCon (Science Contact Fair) in Deutschland. Pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum kehrt sie (nach einigen Ausflügen in andere Städte) am 28. Oktober zurück an die RUB (10-17 h, Tutorien-Zentrum). Gespräche mit Vertretern aus der Industrie bieten Einblicke, Inspiration und Orientierung für das weitere Studium sowie einen Ansatzpunkt für die persönliche Karriere in den Lebenswissenschaften. Hinzu kommt ein Rahmenprogramm mit Unternehmenspräsentationen, Bewerbungsmappen-Check und professionellem Bewerbungsfoto-Shooting.
Infos: http://www.sciecon.info

Ferienkinder
Zu einem echten Renner hat sich die Ferienbetreuung von Prokids entwickelt. In den Sommerferien füllten 45 Kinder zwischen sechs und 13 zwei Wochen lang die beiden Gruppenräume im NA; auch für die Herbstferien haben sich wieder viele Kinder angemeldet. Die beiden NA-Räume dienen allerdings nur als Basislager. Hier wird morgens gemeinsam gefrühstückt und bei richtig schlechtem Wetter wird individuell oder in der Gruppe gespielt, gemalt, gebastelt. Ansonsten sind Kinder und Erzieherinnen den lieben langen Tag unterwegs: im Botanischen und Chinesischen Garten, auf Expedition im Waldstück südlich der Hochschule, im Schwimmbad, in der Turnhalle und wo auch immer es auf dem oder in der Nähe des Campus etwas zu entdecken gibt.
Erstmals zählte im Sommer auch ein Selbstbehauptungskurs zur Betreuung. Helmut Isken von der Sportschule Isken in Hemer lud die Kinder gruppenweise ins Audimaxfoyer. Er bereitete sie dort jeweils einen Vormittag lang auf typische Alltagsgefahren vor: Was mache ich, wenn ich in eine Schulhofrauferei gerate, wenn Jugendliche mich auf dem Spielplatz belästigen oder wenn Erwachsene mich im Park bzw. auf der Straße ansprechen? Erste Option ist natürlich stets die Konfliktlösung ohne Gewalt, z.B. das nachdrückliche „Nein!”, doch Isken brachte den Mädchen und Jungen auch ein paar Handgriffe und Tritte zur Selbstverteidigung bei. Dabei und bei den kleinen Rollenspielen hatten die Kinder erkennbar großen Spaß. Genau wie beim täglichen gemeinsamen Besuch in der Mensa.
Infos: http://www.ruhr-uni-bochum.de/prokids/

Ab ins Museum
Oft spricht die Abrissbirne das letzte Wort über Gebäude, die 40 Jahre und jünger sind. Sie werden häufig als hässlich empfunden und stehen für Reizworte wie „Betonwüste”. Dass es sich dennoch oder gerade deswegen lohnt, sie genauer zu betrachten, zeigt das Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW (M:AI): Es wirft einen differenzierteren Blick auf die Architektur der 60er-Jahre. Mittendrin als Objekt und Ort: die Ruhr-Uni.
Es ist ein Museum ohne Haus: Das Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW (M:AI) ist ständig unterwegs. Bauwerke lassen sich eben nicht ausstellen, sondern am besten im Original erleben. Deshalb bewegt sich das mobile Museum von seinem Sitz in Gelsenkirchen aus immer dorthin, wo Architektur und Ingenieurkunst zum Thema werden sollen: wo ein Gebäude als Bereicherung für die Stadt empfunden wird und Menschen sich darin wohl fühlen. Wo Architekten, Ingenieure oder Stadtplaner Wegweisendes hinterlassen haben oder wo Bau- und Kulturdenkmäler vom Abriss bedroht sind und heftig diskutiert werden. Mit Ausstellungen, Vorträgen, Aktionen und Publikationen macht das M:AI Qualitäten und Möglichkeiten eines Bauwerks sichtbar – auch um zu zeigen, über welche baulichen Schätze NRW verfügt.
Zurzeit widmet sich das M:AI den 60er-Jahren. Die Ausstellung „Architektur im Aufbruch” zeigt typische Bauten aus diesem Jahrzehnt in NRW und beleuchtet sie im Zusammenhang mit ihrer Entstehungszeit. Die Ausstellung ist in charakteristischen Bauwerken der Zeit zu sehen, erweitert jeweils um einen ortsspezifischen Bezug. Neben der Liebfrauenkirche Duisburg (als erstem Ausstellungsort) steht die Ruhr-Uni im Mittelpunkt. Immerhin war der Campus damals die größte Baustelle Europas und der gesamte Komplex steht sinnbildlich für die Bauphilosophie der 60er. Darum sind im Audimax Modelle, Fotos und Zeichnungen zu sehen, vor allem aber dient die RUB selbst als Ausstellungsobjekt.
Info: „Architektur im Aufbruch. Planen und Bauen in den 1960ern”, 23.10.-29.11.09, Audimax, mehr unter http://www.mai.nrw.de.

Auswärtsspiel
Mit zwei Auswärtsauftritten startet die Theatersaison im Musischen Zentrum (MZ): Beide Ensembles der Studiobühne treten in Osteuropa auf. Unter Leitung von Christian Quitschke spielt das eine Ensemble beim Internationalen Studententheater-Festival am 1.10. in Minsk „Hotel Arkham”. Zeitgleich ist Studiobühnenleiterin Karin Freymeyer mit dem anderen Ensemble unterwegs. Es nimmt an einer Koproduktion mit der Uni Krakau teil. Aufgeführt werden Nikolaj Erdmanns „Selbstmörder”, Premiere ist am 3.10. in Krakau; im November wird die Produktion im MZ gezeigt.
Zum Vorlesungsbeginn (11./12.10., 19.30 h) startet das Programm auf der MZ-Bühne mit der Wiederaufnahme von „Fausto”. Das Musical der Gruppe „Rubicals” vereint Schauspiel, Gesang und Film, geschrieben von RUB-Student Alexander Czechowicz, unterlegt mit Musik von Falco; Eintritt frei.
14 Tage später (24./25.10., 19.30 h) gastiert das Theater des Lotmann Instituts im MZ, unter Leitung von Elena Resch und frei nach Michail Bulgakov heißt es „Meister und Margarita”. Der zugrundeliegende Kult-Roman vereint Fantasy, Action, Satire, Romantik und Philosophie; Eintritt: 5 bzw. erm. 3 Euro.
Infos: http://www.rub.de/mz-theater, http://www.fausto.de.gg/


ad/jw
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Letzte Änderung: 30.9.2009| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik