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RUBENS 136

1. Oktober 2009

Großer Container-Verkehr


Das soziale Netzwerk Rookai startet zum Wintersemester an der RUB



Rookai kann alles außer telefonieren – wobei es das auch könnte, wie Kai Piontek, der Erfinder, sich überlegt. Nach seinem Abi 2007 sah er sich mit dem Wunsch seiner Ex-Schulkameraden nach bleibendem, lebendigen Austausch konfrontiert, der bei MySpace, ICQ und den anderen üblichen Verdächtigen (sozialen Netzwerken) schnell an seine Grenzen stieß. Er wollte ein System, das alles kann, und entwickelte es kurzerhand selbst.
Heraus kam Rookai – der Name setzt sich zusammen aus seinen beiden Vornamen Robin und Kai -, das nach zweijähriger Entwicklungsarbeit ab dem WS 09/10 an der RUB in Betrieb geht. Anmelden kann sich jeder mittels RUB-Kennung und zugehörigem Passwort, und dann kann es sofort losgehen. Man füttert sein Profil mit seinen Daten, lädt ein Bild hoch, wenn man will, und ist bei Rookai für andere auffindbar. Wie viel man von sich preisgibt, legt man selbst fest, und auch, wen man zu seinen Freunden zählen will. Private Sofortnachrichten sind ebenso möglich wie öffentliche Kommentare zu den Inhalten. Der Clou sind aber die Rookai-Container: Als würde man mit all seinen Freunden in einem Netzwerk arbeiten, haben alle Befugten Zugriff auf gemeinsame Verzeichnisse, in denen sich alles Mögliche befinden kann: Fotos der letzten Party, Unterlagen zum gemeinsamen Referat, Mitschriften aus Vorlesungen, Videos, die man bei YouTube witzig fand und, und, und.
„Man kann ganz einfach zusammen an etwas arbeiten”, sagt Kai Piontek, der Angewandte Informatik studiert. „Für Erstsemester sind sogar schon gleich nützliche Infos im System, z.B. ein Lageplan, der Mensaplan, Tipps, was man in Bochum so machen kann und so weiter. Außerdem kann man ganz einfach ein Netzwerk aufbauen und Kommilitonen kennen lernen.”
Noch ein großer Vorteil gegenüber MySpace & Co.: Man ist nicht auf bestimmte Dateiformate festgelegt. Und dass der Platz einmal ausgeht, ist auch nicht zu befürchten: Da man auf Inhalte verweisen kann, die anderswo liegen, häuft sich nicht übermäßig viel an. Will man einen Inhalt ins eigene Profil übernehmen, zieht man den Container einfach herüber. „Sich selbst” kann man auch einfach woanders hinziehen, und sich so in bestimmte Gruppen einladen."

Absolut sicher

"Die Daten in Rookai sind absolut sicher und verschlüsselt”, unterstreicht Benjamin Meis, der Kai Piontek seit einem Jahr unterstützt. „Das haben wir mit dem Datenschutzbeauftragten der RUB abgeklärt"*. Weiteren Beistand haben die beiden von rubitec, der Transfergesellschaft der RUB, die finanziell, aber auch mit Know-how hilft. „Mit betriebswirtschaftlichen Dingen hatten wir bis jetzt noch nicht so viel Kontakt“, so Meis. Deshalb nahmen die beiden Informatikstudenten an der Summer-School der rubitec teil, um ihr Wissen auf diesem Gebiet zu erweitern.
Ein Marketingkonzept steht – nach dem Start von Rookai an der RUB wollen die beiden das System anderen Unis und vielleicht auch Firmen schmackhaft machen. Die Optik ist schick, die Benutzung weitgehend selbsterklärend. „Wir wollen, dass Rookai spielerisch ist”, sagt Kai Piontek. „Man entdeckt die Funktionen selbst und freut sich umso mehr!”

*Der Datenschutzbeauftragte der RUB distanziert sich von dieser Aussage, die nicht mit ihm abgestimmt wurde. Er weist darauf hin, dass es "absolut sicher" in IT-Zusammenhängen nicht geben kann.


md
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Letzte Änderung: 30.9.2009| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik