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RUBENS 136

1. Oktober 2009

SPS-Labor


Maschinenbaustudierende lernen mit modernster Technik


An sieben SPS-Stationen (SPS=Speicherprogrammierbare Steuerung) und 14 Rechnern können Maschinenbaustudierende fortan sehr anschaulich und schon zu Studienbeginn in die Automatisierungstechnik eintauchen. Mit erheblicher finanzieller Unterstützung der Firma Schneider Electric hat der Lehrstuhl für Produktionssysteme auf der 4. Etage von Gebäude IB ein SPS-Labor eingerichtet. Hier können die Studierenden der Vorlesung „Grundlagen der Automatisierungstechnik” Programmierübungen absolvieren, die die Vorlesung begleiten. Der Clou daran: Alles was sie am Rechner programmieren, können sie nebenan an der SPS-Station direkt sehen und überprüfen: sei es eine Ampel, ein analoger Abstandsmesser, ein Antriebsmotor oder ein Touchscreen. Das heißt konkret: Nur bei korrekter Programmierung wechselt die an der SPS-Station angebrachte Mini-Ampel nach fünf Sekunden tatsächlich von Grün auf Gelb und weiter auf Rot.
„Eine bessere und praxisnähere Vorbereitung auf das Berufsleben während des Studiums kann man sich kaum vorstellen”, schwärmt Holger Flick vom Lehrstuhl für Produktionssysteme. Der Diplominformatiker betreut das Labor. Er verweist auf die neueste Technik und Software, die hinter den SPS-Stationen des Typs Modicon M 340 steckt, auf die – im Gegensatz zum früheren Labor – normkonformen und in der Lehre verwendeten Programmiermöglichkeiten und vor allem auf die Standortlizenz für die Software. Dank dieser Lizenz, die für die gesamte Fakultät gilt, können Studierende nicht nur die 14 Labor-Arbeitsplätze nutzen, sondern auch an den Rechnern in den CIP-Pools der Fakultät oder zu Hause mit der Software arbeiten. Das ist insbesondere für Studierende wichtig, die auch losgelöst von den Gruppenübungen mit SPS arbeiten möchten: für Haus-, Bachelor- oder Masterarbeiten. „Nach Absprache mit dem Lehrstuhl können Studierende gerne das Labor für ihre Projekte nutzen”, erklärt Holger Flick.

Komplexe Szenarien

Dann kann es auch um komplexere Programmierszenarien gehen: Ethernet, Web-Anwendungen, Web Services und das CANopen Kommunikationsprotokoll können in die Programmierung mit einbezogen werden, da die Stationen im Labor miteinander vernetzt sind. Die Kooperation zwischen Schneider Electric und der Fakultät Maschinenbau wurde 2008 ins Leben gerufen. Hilfreich dabei waren die guten Kontakte von Schneider-SPS Produktmanager Dr.-Ing. Hasan Smajic zu seinem Doktorvater, dem Leiter des Lehrstuhls für Produktionssysteme Prof. Dr.-Ing. Horst Meier. Neben dem Aufbau des SPS-Labors und der damit verbundenen Verbesserung der Lehre beinhaltet die Kooperation auch Praktikumsplätze für die Maschinenbaustudierenden bei Schneider Electric; sie können dort auch Bachelor- und Masterarbeiten schreiben. Die Gestaltung des Labors erfolgte in enger Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen und dem Lehrstuhl. „Nicht vergessen darf man den enormen Einsatz der Mitarbeiter der Elektrowerkstatt unseres Lehrstuhls, die die SPS-Stationen letztlich aufgebaut und konfektioniert haben”, sagt Holger Flick.

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Letzte Änderung: 30.9.2009| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik