Weltweit sichtbar
Eine Bibliographie listet Veröffentlichungen aller
RUB-Wissenschaftler auf
Die Universitätsbibliothek (UB) entwickelt zurzeit
ein zentrales Instrument, um die Veröffentlichungen
aller Wissenschaftler/innen der RUB zu erfassen und zu
dokumentieren. Zugleich entsteht mit „RUB Bibliographie“
eine wichtige Datengrundlage für statistische Analysen,
beispielsweise im Rahmen der Exzellenzinitiative.
Vor einigen Wochen hat Rektor Elmar Weiler alle Wissenschaftler/innen
der RUB angeschrieben und gebeten, der UB ihre Publikationsdaten
für den Aufbau einer Hochschulbibliographie zur Verfügung
zu stellen. Noch liegen die Daten mehrerer tausend RUB-Angehöriger
verstreut auf vielen Webseiten oder in institutseigenen
Datenbanken in den unterschiedlichsten Formaten vor. Mit
Suchmaschinen ist das Finden konkreter Titel dennoch möglich,
nicht aber eine umfassende, gezielte Suche über einen
einheitlichen Datenbestand. Zudem sind Austausch und weitere
Verwendung der bibliographischen Daten schwierig oder
schlicht unmöglich. „RUB Bibliographie“
wird als zentraler Datenpool nicht nur Evaluationen vereinfachen,
sondern als Publikationsportal die Pflege und Präsentation
persönlicher oder lehrstuhleigener Veröffentlichungen
professionalisieren und wesentlich erleichtern.
Einfach verwalten
Die Meldung der bibliographischen Daten wird in Zukunft
über zwei Wege möglich sein: Wissenschaftler
können ihre Publikationen weiterhin als Massenlieferung
in bibliographischen Formaten, z.B. als Export aus Literaturverwaltungsprogrammen,
an die UB senden, demnächst aber auch nach einer
Anmeldung über die Eingabemaske der Hochschulbibliographie
einzeln schicken. Nach dem persönlichen Login haben
die Wissenschaftler Zugriff auf alle bereits vorhandenen
Publikationsdaten, die sie jederzeit bearbeiten und
mit Abstracts, Schlagwörtern, Covern oder Inhaltsverzeichnissen
anreichern können. Geplant ist ferner die Einbindung
einschlägiger Fachklassifikationen und Thesauri.
Diese stehen dann für die Schlagwortvergabe zur
Verfügung. Für ein Maximum an Interoperabilität
mit anderen Datenbanken wird ein internationales, standardisiertes
Datenformat verwendet. Dieses Datenmodell ist gleichzeitig
so flexibel, dass Datensätze bereits jetzt in der
Web-Oberfläche in zukunftsweisende Semantic Web-fähige
Strukturen überführt werden können, wodurch
sich die globale Nachnutzbarkeit der Daten gegenüber
herkömmlichen Kataloganwendungen extrem erhöht.
Über eine Schnittstelle können die Daten z.B.
in andere Literatur- und Informationsportale integriert
werden.
Zentraler Datenpool
„RUB Bibliographie“ basiert auf modernster
Suchmaschinentechnologie und stellt zahlreiche Recherchemöglichkeiten
bereit. Neben einer einfachen Suche à la Google
und einer erweiterten Suche gibt es unterschiedliche
Browsing-Einstiege zum intuitiven Erkunden der Daten.
Über die Organisationsstruktur der RUB wird man
durch die Fakultäten und zentralen Einrichtungen
bis hin zum einzelnen Lehrstuhl oder Institut navigieren
können. Einen weiteren Einstieg bieten sog. Tag-Clouds
zu Personennamen, Zeitschriften-/Reihentiteln und Schlagwörtern.
Diese werden von der Suchmaschine über Häufigkeiten
generiert. Standortangaben für auf dem Campus verfügbare
Bücher oder Zeitschriften und Volltexte sind eingebunden.
Publikationslisten für die eigene Website, CV oder
Projektbericht lassen sich auf Knopfdruck in allen gängigen
Zitationsstilen generieren. Es besteht zudem die Möglichkeit,
auf Web- oder Projektseiten über Newsfeeds mittels
individueller Suchprofile auf neue, in die „RUB
Bibliographie“ eingegangene Forschungsliteratur
aufmerksam zu machen. Interessante Publikationen lassen
sich über Merklisten sammeln und in vielen bibliographischen
Datenformaten z.B. für den Import in Literaturverwaltungsprogramme
(Citavi, EndNote, Reference Manager, BibDesk oder Zotero),
exportieren.
Momentan sind in der „RUB Bibliographie“
nur die bibliographischen Metadaten enthalten. In Zukunft
ist es auch möglich, Publikationen hochzuladen
und Open Access zu veröffentlichen. Den Anfang
machen die E-Dissertationen der RUB, die bald über
die Hochschulbibliographie abrufbar sein werden. Weitere
Dienste rund um das Thema Veröffentlichung sind,
bei entsprechenden Personalressourcen in der UB, denkbar:
z.B. Print on Demand-Publikationen oder das E-Publishing
von Zeitschriften und Reihen.
Info: Der Prototyp der „RUB-Bibliographie“
steht unter http://bibliographie.ub.rub.de
zur Verfügung. Auf das Rektoratsschreiben hat es
viel positives Feedback gegeben. Die UB dankt allen
Wissenschaftler/innen, die den neuen Service so schnell
angenommen haben, und erwartet gerne weitere Daten.
Kontakt: Veronika Josenhans,
bibliographie-ub@rub.de, -28560.
Veronika
Josenhans
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