Neue Prämienprogramme des Rektorats
Editorial: RUB-interne Forschungsförderung
Der Zeitplan für die nächste Runde der Exzellenzinitiative
steht fest. Sie beginnt mit der neuen Ausschreibung
im März 2010. Bis dahin und darüber hinaus
wollen wir unser Zukunftskonzept „Research
Campus RUB“ weiterentwickeln und stärken.
Das soll durch bewährte und neue Maßnahmen
geschehen. Das Rektorat setzt die 2008 eingeführten
Rektoratsprogramme für Nachwuchs und Verbundforschung
fort und schreibt das Spitzenprogramm „Cutting
Edge“ zum 30.11.2009
letztmalig aus, da spätere Maßnahmen in
dieser Förderlinie für eine Exzellenzbewerbung
unserer Universität nicht mehr wirksam werden
können.
Als neue Förderinstrumente bringen wir drei zielgerichtete
Prämienprogramme auf den Weg. Wir wollen den Erfolg
des wissenschaftlichen Nachwuchses anerkennen, um seine
wissenschaftliche Selbständigkeit zu stärken,
und wir wollen Erfolgsanreize für hervorragende
Forschung und Forschungskontakte im internationalen
Rahmen bieten, um die internationale Sichtbarkeit und
Attraktivität der Ruhr-Universität zu erhöhen.
Eine „Novizenprämie“ erhalten Nachwuchswissenschaftlerinnen
und Nachwuchswissenschaftler bei Bewilligung ihres Erstantrags
bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Die einmalige
Prämie in Höhe von 5.000 Euro soll die Selbständigkeit
und Unabhängigkeit im ersten eigenen DFG-Forschungsprojekt
fördern und wird als Verstärkung der Grundausstattung
direkt an die Projektleiter ausgezahlt. Zusammen mit
den zwei bereits bestehenden Maßnahmen, dem „Programm
zur Anschubfinanzierung von Forschungsprojekten des
wissenschaftlichen Nachwuchses“ und dem „Programm
zur Unterstützung besonderer Aktivitäten von
Doktorandinnen und Doktoranden“, akzentuieren
wir die Förderung der Leistungsträger von
morgen.
Mit „AvH-Prämien“ sollen diejenigen
Bereiche unterstützt werden, die Gastwissenschaftlerinnen
und Gastwissenschaftler der Alexander von Humboldt-Stiftung
aufnehmen. Gastgeber von international renommierten
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erhöhen
die internationale Attraktivität und stärken
den internationalen Ruf unserer Universität, sie
haben aber auch zusätzliche Kosten. Das soll durch
einmalige Prämien zur Unterstützung der gastgebenden
Institutionen anerkannt werden – in Höhe
von 7.500 Euro bei AvH-Stipendiaten und 15.000 Euro
bei AvH-Forschungspreisträgern.
Die „Prämien für ERC-Grant-Empfänger“
des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms sollen auf EU-Ebene
erfolgreiche Forscherinnen und Forscher (ERC-Starting-Grant
und ERC-Advanced-Grant) auszeichnen. Wir wollen die
Grundausstattung der Gewinner in diesen hochkompetitiven
Europäischen Verfahren, die sich zur Forschung
an der Ruhr-Universität entscheiden, mit Prämien
in Höhe von zehn Prozent der jeweiligen Fördersumme
verstärken.
Die Veränderungen in der Zusammensetzung der Rektoratsprogramme
zielen auf Kernelemente unserer Zukunftsstrategie wie
Nachwuchsförderung und Internationalisierung und
berücksichtigen den Zeitrahmen im Vorfeld der nächsten
Runde der Exzellenzinitiative. Zugleich wird der Bedeutung
neuer Sonderforschungsbereiche und anderer Verbundforschungsinitiativen
weiterhin durch zwei Anschubprogramme Rechnung getragen.
Die Leitfäden und Formulare zur Beantragung finden
Sie auf der Internetseite der RUB unter „Forschung,
Forschungsfonds des Rektorats“.
Ulf Eysel, Prorektor für Forschung und Wissenstransfer
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