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RUBENS 135

1. Juli 2009

Wissenschaftskarriere hoch vier


Das Science Career Net Ruhr der Universitätsallianz geht an den Start


Wie wird aus der Leidenschaft für Forschung und Lehre ein Beruf? Schließlich sind viele Talente gefragt, will man die entscheidenden Stufen der akademischen Karriereleiter nehmen und den Ruf auf eine Professur erhalten: Führungs- und Managementkompetenzen, Networking sowie forschungsstrategisches Gespür und hohe – auch internationale – Mobilität. Dass exzellente Forschung und Lehre nur zwei der Karriere-Bausteine sind, haben deutsche Unis längst erkannt. Sie unterstützen junge Wissenschaftler/innen gezielt bei der individuellen Karriereplanung und bereiten sie auf den komplexen Arbeitsplatz Hochschule vor.


Besonders die drei Ruhrgebietsunis Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen haben zuletzt innovative Personalentwicklungsprogramme geschaffen, um den hochqualifizierten Nachwuchs zu fördern. Den Vorteil einer hochschulübergreifenden Kooperation haben die Unis dabei früh erkannt. Mit „mentoring3” existiert an den drei Standorten seit 2005 ein Programm, das bislang etwa 180 Frauen aus allen Fachbereichen Karrierewege in Wissenschaft und Wirtschaft gezeigt hat. Diese erfolgreiche Kooperation möchten die UAMR-Unis mit dem im Sommersemester 2009 gegründeten „Science Career Net Ruhr (SCNR)” ausbauen und profilieren.

Vier Programme

Kern des SCNR sind vier Veranstaltungsprogramme. Mit „CoachingPLUS” startet im August an allen Standorten ein speziell auf die Fachkulturen der Teilnehmer/innen zugeschnittenes Programm. Nach dem eintägigen Basisseminar bietet das vertiefende Coaching fortgeschrittenen Nachwuchswissenschaftler/innen die Möglichkeit, in Vieraugengesprächen mit erfahrenen Coaches aktuelle berufliche Herausforderungen zu reflektieren.
Zudem haben Postdocs auf dem erstmals am 28. Januar 2010 in Dortmund stattfindenden „Karriereforum” die Gelegenheit, Fragen zur Karriereentwicklung mit hochkarätigen Expert/innen aus Wissenschaft und Wirtschaft zu diskutieren sowie Kontakte zu knüpfen, um neue berufliche Perspektiven zu erschließen.
Die gezielte Vorbereitung von Wissenschaftlerinnen auf Führungs- und Managementaufgaben ermöglicht die im Herbst 2009 startende neue Linie für Postdoktorandinnen bei „mentoring3”. Das Programm wird künftig im jährlichen Wechsel für fortgeschrittene Promovendinnen bzw. Postdocs angeboten. Damit soll der Schwund junger Wissenschaftlerinnen zwischen Promotion und Professur verhindert werden, einem Kernproblem der Förderung von Frauen in der Wissenschaft.
Allen Promovierenden und Promotionsinteressierten der drei Standorte steht zudem die „Herbstakademie” im September 2009 in Duisburg offen. An vier Tagen können Fragen rund um den Promotionsprozess geklärt und fachübergreifende Kompetenzen für Führungspositionen in Wissenschaft und Wirtschaft erworben werden.

Infos: http://www.SCN-Ruhr.de

Beate von Miquel
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Letzte Änderung: 30.6.2009| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik