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RUBENS 135

1. Juli 2009

Lernen im virtuellen Seminarraum


RuhrCampusOnline – Ein Selbstversuch im Kurs „Literaturverfilmungen"


Gemeinsam studieren mit Kommilitonen der Unis Duisburg-Essen, Dortmund und natürlich der RUB, und das alles ganz bequem von zu Hause aus: Via Internet bietet die Universitätsallianz Metropole Ruhr auf dem RuhrCampusOnline universitätsübergreifende Seminare an. Eine neue Form der Lehre, die man ausprobieren sollte.


Ein Klick und schon ist es soweit: meine Anmeldung zum E-Learning-Kurs „Literaturverfilmungen" ist erfolgreich. Mein erstes Seminar, das uniübergreifend angeboten wird. Zu der ersten Vorbesprechung an der RUB finden sich ca. 80 Studierende der Unis Duisburg-Essen und Bochum ein. Obwohl es sich bei der Veranstaltung um ein Seminar handelt, bleibt es bei dieser einmaligen Begegnung zwischen Dozenten und Studierenden. Das Besondere an diesem Kurs ist, dass er komplett via Internet abläuft. Die Bedingungen erklärt Jan Boelmann, einer der Kursleiter: „Während des Semesters müssen zwei Bücher gelesen und die dazugehörigen Verfilmungen angeschaut werden. Wo Ihre Interessen liegen und für was Sie sich entscheiden, ist natürlich Ihnen überlassen."

„Crazy"

Zur Auswahl stehen u.a. die Bücher/Filme „Crazy", „Effie Briest" und „Der Tod in Venedig". Natürlich geht es nicht nur darum, die Filme zu sehen und die Bücher zu lesen. Es müssen verschiedene Aufgaben zu den einzelnen Bereichen erledigt werden. Die Texte, die dabei anzufertigen sind, bilden gemeinsam mit der am Ende des Kurses zu erstellenden Power Point Präsentation die Basis für die Note der Teilnehmer/innen. Die Bearbeitung der einzelnen Bücher und Filme wird jeweils von einer Hilfskraft des Germanistischen Instituts begleitet. Genauso wie in einem herkömmlichen Seminar hat man also auch hier einen festen Ansprechpartner.
Zuletzt appelliert Boelmann an die Studierenden, die Aufgaben trotz mangelnder Kontrolle während des Semesters ernst zu nehmen. „Wir applaudieren hier nicht für Mist, das sollte Ihnen klar sein." Da nun die Fronten und Bedingungen für die erfolgreiche Teilnahme geklärt sind, werden die Studierenden ins Semester entlassen.
Wieder zu Hause, wird der Gedanke an den Kurs erst mal weit weg geschoben. Zwei Wochen später, und so langsam im Trott des Semesters angekommen, will ich nun doch einen ersten Schritt in den virtuellen Seminarraum wagen. Zuvor habe ich das Buch „Crazy" von Benjamin Lebert gelesen und den Film angeschaut. Mein erster Schritt im Onlinekurs wird ein Test sein, der Kenntnisse von Buch und Film abfragt.
Auf den Seiten des Kurses fällt mir auf, dass es in diesem Online-Kurs sog. Presenter gibt, in denen der Dozent via Webcam die einzelnen Aufgaben erklärt. Man hat also immer, wenn auch auf eine eigentümliche Weise, das Gefühl, betreut zu werden. So gibt es beispielsweise auch Filme, u.a. zu Theoriebegriffen der Filmanalyse, die wie kleine Vorlesungen gestaltet sind. Jede Aufgabe, jeder Schritt wird erklärt. Auch die Sekundärtexte, die man zum Erledigen der schriftlichen Aufgaben braucht, werden im Blackboard bereitgestellt – umfassender Service also.

Kontakt fehlt

Nach ungefähr zwei Wochen Erfahrung mit dieser Art der Lehre stelle ich fest, dass es nützlich ist, sich einen eigenen Zeitplan aufzustellen. Denn so praktisch freie Zeiteinteilung und Flexibilität auch sein mögen, so sind sie auch eine Einladung zum Trödeln und Aufschieben.
Was mir fehlt, ist der Kontakt zu den anderen Studierenden. Denn ein Seminar dient ja eigentlich auch dem Austausch der Teilnehmer untereinander. Diskussionen sind im Online-Kurs unmöglich. Als positiv empfinde ich, dass man in diesem Kurs ein völlig neues Feld betritt. Es fühlt sich ein bisschen an wie ein Fernstudium. Man lernt dabei etwas über sich und die eigene Art zu arbeiten.

RuhrCampusOnline
RuhrCampusOnline (RCO) ist ein strategisches Projekt der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) zur Förderung hochschulübergreifender Lehre. Ziel ist es, die Vielfalt des Studienangebots der Allianz-Unis Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen per E-Learning allen Studierenden der UAMR besser zugänglich zu machen. Studierende einer UAMR-Uni können per Internet an bestimmten Veranstaltungen der Partnerhochschulen teilnehmen und Credit-Points anrechnen lassen. Gemeinsam mit der Stiftung Mercator, die das Vorhaben über drei Jahre finanziell unterstützt, hat die UAMR ein Förderprogramm zum Aufbau der organisatorischen und technischen Infrastruktur und für die Entwicklung von Lehrveranstaltungen aufgesetzt. Eine Übersicht der hochschulübergreifenden Kurse und weitere Infos finden sich unter http://www.ruhrcampusonline.de; Ansprechpartner für die Entwicklung hochschulübergreifender Lehrveranstaltungen an der RUB ist Leif Pullich, Stabsstelle eLearning, leif.pullich@rub.de, -28817.

Katja Bischof
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Letzte Änderung: 30.6.2009| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik