Stipendienprogramm der RUB
Editorial
„Gemeinsam Außergewöhnliches schaffen
– Für eine lebendige Stipendienkultur“
unter diesem Motto steht der Aufbau unseres neuen Stipendienprogramms
an der RUB. Wir wollen damit die Begabtenförderung
für Studierende unserer Uni vervollständigen
und Stipendien u. a. auch für Bachelor-Studierende
anbieten. Was im Ausland schon Gang und Gäbe ist,
befindet sich in Deutschland noch im Aufbau. Ausländische
Universitäten nutzen seit längerer Zeit Beihilfen,
um talentierte junge Menschen an ihre Uni zu holen und
dort zu halten. Stipendien zeichnen die besten Studierenden
aus und verstärken ihre Bindung zur Alma Mater.
Gespeist werden die Stipendien oftmals über Studienbeiträge.
Die RUB strebt dieselben Ziele an und möchte solchen
Studierenden Stipendien anbieten, die sich durch hervorragende
Studienleistungen auszeichnen und entweder gesellschaftliches
Engagement vorweisen können oder ein besonderes
Entwicklungspotential erkennen lassen. Bei der Finanzierung
schlägt die RUB mit Hilfe des Landes NRW jedoch
einen anderen Weg ein: Sie sammelt zurzeit finanzielle
Mittel für Stipendien bei Privatpersonen und Unternehmen;
das Land „belohnt“ die RUB, indem es jedes
eingeworbene Stipendium mit 150 Euro monatlich honoriert.
Wir haben im Rahmen dieser Initiative des Landes die
Möglichkeit, ab dem kommenden Wintersemester bis
zu 85 Stipendien an unsere besten Studierenden zu vergeben
und sie mindestens zwei Semester lang mit 300 Euro monatlich
zu unterstützen. Dadurch erhoffen wir uns, dass
sich die Studierneigung erhöht und dass hervorragende
junge Menschen die RUB und das mittlere Ruhrgebiet als
Lebens-, Lern- und Arbeitsort noch attraktiver finden.
Der Aufbau einer Stipendienkultur liegt vielen engagierten
Menschen in der Region am Herzen und ich freue mich,
dass das Stipendienprogramm eine so große Resonanz
erfährt. Das private Engagement von Bürgern
der Stadt, Ehemaligen unserer Uni und Unternehmen der
Region stärkt damit auch unsere Bürgergesellschaft.
In Zukunft wird es verstärkt darauf ankommen, private
Kräfte zu mobilisieren, um im Bildungsbereich zusätzliche
Handlungsspielräume zu erschließen. Hier
steht das Geldeinwerben nicht an erster Stelle, sondern
die Verbindung der Bedürfnisse unserer Universität
mit den Ideen der Förderer. Das Stipendienprogramm
der RUB ist ein erster Schritt in diese Richtung.
Elmar
Weiler, Rektor der Ruhr-Universität
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