Personal
Leute an
der Ruhr-Uni
Neu ernannt
Prof. Dr.-Ing. Tom Schanz ist neuer Inhaber des
Lehrstuhls für Grundbau, Boden- und Felsmechanik
an der Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften.
Dort widmet er sich seinen zahlreichen Forschungsschwerpunkten,
z. B. Mechanik teilgesättigter Böden, Bodendynamik,
Anwendung numerischer Methoden in der Geotechnik, Theoretische
Untersuchungen zum Verhalten von Ton oder der Geotechnik.
Tom Schanz studierte zwischen 1982 und 1988 Bauingenieurwesen
an der Uni Stuttgart, ab 1986 zusätzlich Geologie.
An seiner Dissertation arbeitete er hauptsächlich
an der ETH Zürich, zum Teil auch an der Uni Stuttgart.
Promoviert wurde Schanz schließlich 1994 in Zürich.
Danach kehrte er nach Stuttgart zurück, um sich zu
habilitieren; seine venia legendi für das Fach Geotechnik
erhielt er 1998. Noch im selben Jahr übernahm er
eine Vertretungsprofessur an der Bauhaus-Universität
Weimar, die er ab 1999 ordentlich innehatte. Bis zu seinem
Ruf nach Bochum blieb Prof. Schanz an der Bauhaus-Universität.
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Zum Sommersemester wurde Jun.-Prof. Dr. Monika Salzbrunn
auf die Juniorprofessur für Soziologie der Entwicklung
und der Internationalisierung (Fakultät für
Sozialwissenschaft) berufen. Zu ihren Forschungsschwerpunkten
zählen u.a. transnationale religiöse und politische
Netzwerke im Globalisierungsprozess, vergleichende Migrationsforschung
(Muslime in Europa/USA/Westafrika), Ereignisforschung
(translokale Feste und Rituale im urbanen Raum) sowie
die vergleichende Analyse der Migrations- und Entwicklungspolitik
in der EU unter besonderer Berücksichtigung der Geschlechterverhältnisse.
Monika Salzbrunn wurde 2002 im grenzüberschreitenden
Promotionsverfahren an der Ecole des Hautes Etudes en
Sciences Sociales Paris in Sozialanthropologie und an
der Uni Bielefeld in Soziologie promoviert. Zuletzt leitete
sie das französische Team im EU-geförderten
Projekt „Gender und Migration”. Monika Salzbrunn
ist Sprecherin der Sektion für „Migration,
Internationalisierung, Alterität” im französischen
Soziologieverband und verantwortlich für Stadtsoziologie
im Weltverband der frankophonen Soziologen.
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Seit April besetzt Prof. Dr. Matthias Busse den
Lehrstuhl für VWL, insbesondere Internationale Wirtschaftsbeziehungen
(Fakultät für Wirtschaftswissenschaft). Als
vorrangige Forschungsinteressen nennt er beispielsweise:
Internationaler Handel, ausländische Direktinvestitionen
sowie regionale Integration. Matthias Busse studierte
zwischen 1988 und 1993 VWL an der Uni Hamburg; ein Jahr
lang studierte er dabei an der University of California
at Berkeley. Für seine Promotion (1993-97) blieb
er in Hamburg, verbrachte jedoch erneut ein halbes Jahr
in Berkeley. Im Oktober 2005 schloss Busse seine Habilitation
in Hamburg ab und erhielt im Februar 2006 die venia legendi
für VWL. Seit 2000 sammelte er zudem unterschiedliche
Praxiserfahrungen, u. a. als freiberuflicher Politik-
und Unternehmensberater, als Gastforscher in Australien
und sechs Jahre lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter
im Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archiv (HWWA). Seit
2006 und bis zu seinem Wechsel an die RUB war Busse Kompetenzbereichsleiter
Weltwirtschaft im Hamburgischen Welt Wirtschafts-Institut
(HWWI).
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Neuer Lehrstuhlname, neuer Inhaber: Der frühere Lehrstuhl
für Stahlbeton- und Spannbetonbau (Fakultät
für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften) heißt
seit April Lehrstuhl für Massivbau – Entwurf
und Konstruktion – und wird von Prof. Dr.-Ing.
Peter Mark geleitet. Zu seinen Forschungsaktivitäten
zählen beispielsweise Industrie-, Brücken- und
Kraftwerksbau, neuartige Berechnungs- und Bemessungsstrategien
im Massivbau, Betonbau für zukunftsorientierte Energieanlagen
sowie lebendauerorientiertes Entwerfen. Peter Mark studierte
von 1989 bis 1994 Bauingenieurwesen an der RUB. Direkt
im Anschluss (1994-97) promovierte er als Stipendiat des
Bochumer Graduiertenkollegs „Computational Structural
Dynamics”. Zwischen 1997 und 2002 sammelte er reichlich
Praxiserfahrungen: in der Technischen Abteilung der Dyckerhoff
& Widmann AG (Düsseldorf, München) sowie
im Düsseldorfer Ingenieurbüro Grassl (ab Mai
2007 als Geschäftsführender Gesellschafter).
Im Mai 2002 kehrte Mark an die RUB zurück und war
bis zu seiner Habilitation (2007) Wissenschaftlicher Mitarbeiter
am Lehrstuhl für Stahlbeton- und Spannbetonbau.
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Jun-Prof. Dr. Bärbel Morstadt verstärkt
als „Juniorprofessorin für die Archäologie
der Phönizischen Diaspora” das Institut für
Archäologische Wissenschaften der RUB. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten
gehören: Kulturkontakte im eisenzeitlichen Mittelmeerraum,
Phönizische Diaspora, Zypern im 2. und 1. Jahrtausend
vor Christus sowie Griechenland im frühen 1. Jahrtausend
vor Christus. Bärbel Morstadt studierte zwischen
1996 und 2002 Klassische Archäologie, Altorientalistik
und Kunstgeschichte an der Uni Würzburg, inkl. eines
Studienaufenthalts an der Uni Padua im Jahre 2000. 2002/2003
absolvierte sie ein Volontariat in der Redaktion der Zeitschrift
ANTIKE WELT (Verlag Philipp von Zabern, Mainz). 2007 wurde
sie an der Uni Erlangen-Nürnberg promoviert, das
Thema ihrer Dissertation lautete „Thymiateria –
Zeugnisse des Orientalisierungsprozesses im Mittelmeerraum”.
Zuletzt (2008/2009) vertrat Bärbel Morstadt eine
Oberassistenz an der Uni Erlangen-Nürnberg.
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Seit Mai ist Dr. Alexander Nagel Juniorprofessor
für „Sozialwissenschaftliche Religionsforschung”
am Centrum für Religionswissenschaftliche Studien
(CERES) und am Internationalen Kolleg für geisteswissenschaftliche
Forschung (IKGF) der RUB. Zu seinen Forschungsvorhaben
gehören Globalisierung und religiöser Pluralismus;
religiöse Unterstützungsnetzwerke von Migranten;
Religion und Sozialpolitik im Ländervergleich. Alexander
Nagel absolvierte zwischen 2000 und 2005 ein Doppelstudium
an der Uni Bremen: Religionswissenschaft und Soziologie.
Anschließend (und, mit Unterbrechungen, bis zu seinem
Wechsel nach Bochum) war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter
am Bremer Institut für Empirische und Angewandte
Soziologie (EMPAS) und im SFB „Staatlichkeit im
Wandel“. 2008 wurde er in Bremen im Fach Soziologie
promoviert. Zwischendurch nahm Nagel religionswissenschaftliche
Lehraufträge in Bremen und Heidelberg wahr.
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Ebenfalls neu am Centrum für Religionswissenschaftliche
Studien ist Prof. Dr. Elisabeth Hollender. Seit
April ist sie dort Professorin für die Religion des
Judentums in Geschichte und Gegenwart. Zwischen 1985 und
1989 studierte sie Judaistik, Geschichte, Semitistik und
Englische Philologie an der Uni Köln. Ebendort wurde
sie 1993 promoviert. Von 1992 bis 1997 war Elisabeth Hollender
wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kölner Martin-Buber-Institut
für Judaistik. In gleicher Funktion arbeitete sie
anschließend im Kulturwissenschaftlichen Forschungskolleg
„Medien und kulturelle Kommunikation“ (SFB
427) und nahm parallel Lehraufträge in Bonn (Katholische
Theologie) und Duisburg (Jüdische Studien bzw. Angewandte
Kommunikations- und Medienwissenschaften) wahr. Im Juni
2001 wurde Elisabeth Hollender in Duisburg die Lehrbefugnis
für Jüdische Studien erteilt. Über weitere
Stationen in Graz (Gastprofessur), Düsseldorf (Lehraufträge),
Mainz (Projektmitarbeit) und zuletzt Frankfurt/Main (Lehrstuhlvertretung)
kam sie schließlich nach Bochum.
Rufe, Ehre, Ämter
Prof. Dr. Xuewu Gu (Ostasienwissenschaft) hat
einen Ruf auf eine Professur für Politische Wissenschaft
an der Uni Bonn erhalten.
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Prof. Dr. Erich Kistler (Geschichtswissenschaft)
hat einen Ruf auf eine Professur für Klassische
Archäologie an der Uni Innsbruck erhalten.
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Prof. Dr. Peter Eichelsbacher (Mathematik)
hat einen Ruf auf eine Professur für Stochastik
an der Uni Wuppertal erhalten.
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Prof. Dr. Dietrich Erben (Geschichtswissenschaft)
hat einen Ruf auf eine Professur für Theorie und
Geschichte von Architektur, Kunst und Design an der
TU München erhalten.
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Prof. Dr. Christel Adick (Erziehungswissenschaft)
wurde im April vom Minister für Umwelt und Naturschutz,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Eckhard Uhlenberg in die Projektgruppe Globales Lernen
des Forums „Aktion Zukunft Lernen” berufen.
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Prof. Dr. Rüdiger Grotjahn (Seminar für
Sprachlehrforschung) wurde in den Beirat Sprache des
Goethe-Instituts berufen.
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Wie zuletzt üblich wurde auch 2009 der Ernst-Zander-Preis
geteilt. Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr der Wirtschaftswissenschaftler
Dr. Christian Goeke („Unternehmenskooperation
und Branchentransformation – eine Analyse aus
coevolutorischer Perspektive”, Betreuer: Prof.
Roland Gabriel) und der Maschinenbauer Dr.-Ing.
Tim Sadek („Ein modellorientierter Ansatz
zur Konzeptentwicklung industrieller Produkt-Service
Systeme”, Betreuer: Prof. Ewald Georg Welp†).
Beide Dissertationen wurden mit höchster Auszeichnung
bewertet. Die Preise wurden bei der Diplomfeier der
Fakultät für Wirtschaftswissenschaft am 18.
Mai im Audimax übergeben.
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Zwei Geschäftsideen aus der RUB waren bei der Prämierung
des Bochumer Gründungswettbewerbes „Senkrechtstarter”
unter den ersten zehn Plätzen – und erhielten
damit einen der ansehnlichen Geldpreise. Die Siegerehrung
fand nach der Gutachter-Bewertung Anfang Mai in der
rewirpower-Lounge des VfL Bochum statt. Platz zwei –
und damit 15.000 Euro – erhielten die Gründer
Carsten Heising, Roman Bartelt und Martin Oettmeier
(s. Foto mit OB Dr. Ottilie Scholz) mit ihrem Team SIMPowerELectronics
vom Lehrstuhl für Elektrische Energietechnik
und Leistungselektronik (Fakultät für Elektrotechnik
und Informationstechnik). Auf einem der weiteren prämierten
Plätze landete MetaSieve (s.
Rubens 131), eine Ausgründung aus dem Sprachwissenschaftlichen
Institut der RUB.
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Prof. Dr.-Ing. Hermann-Josef Wagner (Maschinenbau)
wurde zum Vorsitzenden der neu gegründeten Gesellschaft
„Energie und Umwelt” im Verein Deutscher
Ingenieure gewählt. Die VDI-GEU ist aus den beiden
Vorläufergesellschaften „Gesellschaft für
Energietechnik” und „Koordinierungsstelle
Umwelttechnik” entstanden. Zwischen 2000 und 2005
war Prof. Wagner bereits Vorsitzender der Gesellschaft
für Energietechnik; der VDI-GEU sitzt er zunächst
bis Dezember 2011 vor.
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Als einer der Pioniere der Terahertz (THz)-Laser-Technologie
sowie für seine Beiträge zur Entwicklung von
chemischen Nanoskopen wurde Dr. Erik Bründermann
(Physikalische Chemie) für zwei Jahre zum Honorable
Guest Professor der Shizuoka Universität, Hamamatsu,
Japan, ernannt.
ad,
md, jw
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