Meldungen
Nachrichten vom Campus der Ruhr-Uni
Medizin-Mentoring
Am 24. März sind zwölf junge Frauen mit „mQuadrat[at]RUB”
ins Mentoring gestartet. Ziel des Programms der Medizinischen
Fakultät ist es, Nachwuchswissenschaftlerinnen
in der entscheidenden Phase der Habilitation/Facharztausbildung
zu begleiten. Initiatorinnen sind die Dezentralen Gleichstellungsbeauftragten
der Fakultät, Prof. Dr. Katrin Marcus und Jun.-Prof.
Dr. Carola Meier, die zusammen mit der Stabstelle Interne
Fortbildung und Beratung das Konzept entwickelt haben
und das Programm gemeinsam durchführen. Die Mediziner
sind somit die ersten an der RUB, die ein One-to-One
Mentoring Programm gezielt zur Förderung der Wissenschaftskarriere
von promovierten Mitarbeiterinnen einsetzen.
Bei der offiziellen Eröffnung hob Dekan Prof. Dr.
Gert Muhr ausdrücklich die Wichtigkeit der Förderung
von Frauen in der Medizin hervor. In ihrem mit praktischen
Beispielen und neuesten Datenmaterial gefüllten
Vortrag zeichnete anschließend Prof. Dr. Gabriele
Kaczmarzyk, langjährige Gleichstellungsbeauftragte
der Charité und Leiterin des Masterstudiengangs
„Health and Society”, ein realistisches
Bild der Wissenschaftskarriere von Frauen in der medizinischen
Forschung.
Nach der gelungenen Eröffnung werden die jungen
Wissenschaftlerinnen nun innerhalb der nächsten
zwei Jahre die Möglichkeit haben, zusammen mit
ihren Mentor/innen die Karriereplanung aus unterschiedlichen
Perspektiven zu betrachten und sich in verschiedenen
Seminarangeboten gezielt weiter zu bilden.
Infos: http://www.rub.de/mentoring/mquadrat.html
Die Bands von morgen
Live vor Publikum zu spielen, gilt nach wie vor als
das wichtigste, was aufstrebende Bands tun sollten.
Das Bochumer Newcomer Festival bietet genau diese Chance:
Auftritte im Kulturcafé bzw. – für
die vier Finalisten – in der Bermudahalle Riff.
Im Mai ist es wieder soweit: Zehn Bands (deren Durchschnittsalter
unter 28 liegt und die mindestens zwei an einer Hochschule
des Ruhrgebiets eingeschriebene Mitglieder haben) bewerben
sich um den Titel „Bochumer Newcomer 2009“:
Broken Ballet, But Then The Self In The Tree Fell Asleep,
Dakota, Disruptive Minds, Emmy Shot A Unicorn, Flea
Market, Interstallla, Lozasfuel, Nizzla und Prisca Jones.
In den Vorrunden am 15. bzw. 16. Mai im Kulturcafé
bestimmt das Publikum, welche beiden Bands die jeweils
besten des Abends sind. Im Finale am 28. Mai spielen
die vier Vorrundengewinner im Riff zusammen mit arme
ritter, dem Vorjahresgewinner. Eine neunköpfige
Jury wählt schließlich die Siegerband.
1999 wurde das Festival vom Asta gegründet und
u.a. zusammen mit Boskop realisiert, um dem „Nachwuchs
abseits des Mainstream“ eine Förderungsmöglichkeit
zu geben, die die Kulturszene des Ruhrgebiets damals
nur vereinzelt zu bieten hatte. Wie groß der Bedarf
an einer solchen Auftrittsmöglichkeit gewesen ist,
dokumentieren die über 50 Einsendungen, die die
Veranstalter bereits zum ersten Festival erreichten.
Während die Vorrunden bislang immer im Kulturcafé
ausgetragen wurden, fanden die Endausscheidungen zunächst
auf dem Sommerfest der RUB statt. Seit 2004 wird das
Finale im Riff ausgetragen, was insgesamt einen Gewinn
an Interesse für das Festival sowie deutlich gesteigerte
Besucherzahlen bedeutete. 2009 findet das Newcomer Festival
zum elften Mal statt. Das Kulturbüro Boskop engagiert
sich erneut als Förderer, unterstützt wird
es u.a. von der Stadt Bochum (Kulturbüro), der
Veranstaltungsagentur Cooltour, dem Stadtmagazin Coolibri
sowie dem Asta und dem Campussender CT das radio.
Infos: http://www.akafoe.de/kultur/.
Heidenspaß
Auch im Mai wird die Theaterbühne im Musischen
Zentrum wieder eifrig genutzt. Über die Wiederaufnahme
von „Masters of the University“ (1.-3.5.)
haben wir schon im April berichtet. Doch auch die Truppe
the EDNA’s bringt ihr englisches Erfolgsstück
„Bed“ erneut auf die Bretter. In Jim Cartwright’s
Werk liegen sieben Menschen im Bett. Sie versuchen einzuschlafen,
sie träumen, sie erinnern sich. In ihren Träumen
und Albträumen denken sie an schmerzhafte Erlebnisse
und drücken ihre Sehnsüchte aus. Zu sehen
ist das Stück am 9. und 10. Mai, je 19.30 h, Eintritt:
5 bzw. 3 Euro.
Am Wochenende drauf (16./17.5., je 19.30 h) präsentiert
die Gruppe undsoweiter ihre zweite Inszenierung. Diesmal
versuchen sich die Studierenden an einer selbstentwickelten
Komödie: „Damians letzte Stunde oder: Der
Tag, an dem der Papst stolperte“. Darin geht es
um den Papst, der das Fegefeuer abschaffen möchte,
und vor allem um den Playboy Damian, der mit dem Teufel
wettet. Wenn Damian es schafft, sich mit sieben Frauen
zu versöhnen, darf er in den Himmel, sonst geht’s
direkt ab in die Hölle; Eintritt: 5 bzw. 3 Euro.
Am 28. Mai (20 h) gastiert ausnahmsweise der MZ-Bereich
Musik auf der Theaterbühne im Musischen Zentrum.
Er lädt zu einem Rezitationsabend inklusive Musik,
mit dem sehr launigen Vorhaben, einen „Haydn-Spaß“
zu haben. Ganz klar: Im Mittelpunkt steht der berühmte
österreichische Komponist Joseph Haydn; Eintritt
frei.
Kurzeinsatz in Afghanistan
Afghanistan steht weit oben auf der Liste der internationalen
Partner der RUB. Gute Beziehungen zum Hindukusch pflegt
seit jeher das Institut für Entwicklungsforschung
und Entwicklungspolitik (IEE). Doch daneben gibt es
weitere Initiativen. Dazu zählt der Kurzzeiteinsatz
von Prof. Christel Adick (Vergleichende Erziehungswissenschaft)
in diesem Frühling in Jalalabad. Sie hielt als
Mitglied eines für drei Jahre (2008-2010) geförderten
EU-Asia Link Programms Lehrveranstaltungen an der Pädagogischen
Fakultät der Uni Nangarhar. Die Veranstaltungen
gehören zum Modul „Educational Development
with Comparative Perspectives“, ein Teil des englischsprachigen
Masterstudiums „Educational Development and Research“.
Der Studiengang ist an der Uni Karlstad (Schweden) angesiedelt,
die Lehre findet aber in Jalalabad statt. Zusätzlich
zu dieser Präsenzlehre besteht durchgängig
ein intensiver Internet-Austausch zwischen allen Lehrenden
und Studierenden, einschließlich der Korrektur
von Seminararbeiten. Neben Prof. Adick sind Lehrende
der Unis Karlstad, Stockholm, Tampere und Kathmandu
beteiligt. Die derzeit 21 afghanischen Teilnehmer –
darunter zwei Frauen – sind überwiegend als
Dozenten afghanischer Unis tätig, ferner in Ministerien
oder in internationalen Nichtregierungsorganisationen.
Aus über 60 Bewerbungen waren sie nach den Kriterien
Bachelorabschluss, Englischkenntnisse und Berufserfahrungen
ausgewählt worden. Ziel dieser internationalen
Hochschulkooperation ist die Förderung der empirischen
Bildungsforschung und Bildungsplanung in Afghanistan.
In Jalalabad traf Christel Adick auch Naeem Jan Sarwary,
einen in Bochum vom IEE ausgebildeten Wirtschaftsdozenten
(s. RUBENS
104). Sarwary arbeitet inzwischen als Dozent an
der Wirtschaftsfakultät in Nangarhar, fühlt
sich der Ruhr-Uni aber weiterhin sehr verbunden.
RUBIN im Astronomie-Jahr
Wenn es in der Physik im Stahlcontainer knallt, haben
die Forscher vielleicht gerade eine Sonneneruption ablaufen
lassen – en miniature, aber genau so schön
wie in der Realität. Den Vergleich mit den Satellitenaufnahmen
der Sonnenoberfläche müssen die Bilder der
Hochgeschwindigkeitskamera im Labor nicht scheuen. Und
Abgleiche mit theoretischen Berechnungen belegen, dass
die Physiker auf dem richtigen Weg sind, die Sonneneruptionen
zu ergründen.
Im Jahr der Astronomie 2009 lassen sich die Astronomen
und Physiker der Ruhr-Uni nicht lumpen: Im Schwerpunkt
der im Mai erscheinenden Ausgabe des RUB-Wissenschaftsmagazins
RUBIN gewähren sie ausführlich Einblick in
ihre Arbeit. Da geht es neben den Sonneneruptionen auch
um das „Weltraumwetter“, das uns in der
Milchstraße beschützt, und um die neusten
Entwicklungen auf dem Gebiet der Teleskope, die die
Geheimnisse des Weltalls lüften helfen sollen.
Außerdem bietet RUBIN natürlich den bewährten
spannenden Mix aus aktuellen Forschungsthemen aller
Fakultäten. Die Themen reichen diesmal von der
Berechnung der Windbelastung der Polarstation Neumayer
III über Migrationsphänomene bis hin zum neuen
Flüsterasphalt für Innenstädte.
Praktisch zeitgleich mit der aktuellen Ausgabe ist außerdem
ein RUBIN-Sonderheft zum Abschluss des Sonderforschungsbereichs
„Lebensdauerorientierte Entwurfskonzepte“
der Bauingenieure erschienen. In dem aufwändig
illustrierten Heft berichten die Forscher in sieben
Beiträgen und einem Interview über moderne
Methoden, die zum Beispiel Einstürze wie den des
Kölner Stadtarchivs verhindern helfen sollen. Die
Forscher haben unter anderem untersucht, wie Beton altert
und wie ein „Anti-Aging-Konzept“ für
gestresste Straßen aussehen könnte, wie lang
die Lebenserwartung von Windenergieanlagen auf hoher
See ist und vieles mehr. Das Sonderheft ist erhältlich
am Lehrstuhl für Entwurf und Konstruktion –
Massivbau der Ruhr-Universität, Sekretariat: Tel.
0234/32-25980. Alle Ausgaben stehen außerdem im
Internet.
Info: http://www.rub.de/rubin
UMD in Costa Rica
Als Veranstalter des Internationalen Chorfestivals Ruhr
pflegt Hans Jaskulsky, Universitätsmusikdirektor
(UMD) der RUB, seit Jahren Kontakt zu Chören in
aller Welt. So war bereits mehrfach der Chor El Café
Chorale aus Costa Rica zu Gast in Bochum. Maestro David
Ramirez, der Chorleiter, gestaltete zudem im letzten
Jahr einen Workshop über lateinamerikanische Chormusik
im Musischen Zentrum. Im März nun war Hans Jaskulsky
für einige Wochen in Mittelamerika, um mit dem
Chor und dem Symphonieorchester von San José
ein Programm mit deutscher romantischer Chormusik aufzuführen.
Dazu wählte er Werke von Franz Schubert („Messe
Nr. 6 Es-Dur”) und Johannes Brahms („Nänie”
und „Schicksalslied”) aus. Begleitet wurde
die Chorarbeit von mehreren Workshops an der Universität
von San Jose. Die Aufführung fand schließlich
– als Jubiläumskonzert des Chores, der mehrfacher
Nationalpreisträger in Costa Rica ist – im
ausverkauften Nationaltheater von San Jose statt. Die
Werke erklangen als Erstaufführungen in Costa Rica
und wurden von Mitwirkenden und Publikum begeistert
aufgenommen.
Die Fortsetzung der Zusammenarbeit ist für 2011
geplant. Dann will Hans Jaskusky mit dem Collegium vocale
und dem Collegium instrumentale Bochum nach Mittelamerika
reisen, um dort zusammen mit El Café Chorale
Werke von Johann Sebastian Bach zu präsentieren.
Der Deutsche Botschafter in Costa Rica, Dr. Wolf Daerr,
begrüßt als Alumnus der Ruhr-Uni diesen Austausch
ganz besonders.
Hochschulmanager
Im Rahmen seines Programms „Wissenschaftsmanagement”
vergibt der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
weitere 13 Stipendien (Bewerbungsschluss: 12.6.09).
Mit ihnen werden Personen gefördert, die sich für
Verwaltungsaufgaben z.B. in Hochschulen qualifizieren
wollen. Mit dem Stipendium kann ein Großteil der
Weiterbildungskosten finanziert werden. Bisher hat der
Stifterverband 53 Stipendien mit einem Umfang von 200.000
Euro vergeben. Gerade weil sich Hochschulen und andere
Forschungseinrichtungen immer schneller verändern,
steigt der Bedarf an gut vorbereiteten Wissenschaftsmanagern.
Insbesondere bei der Organisationsentwicklung und der
Leitung gibt es deutlich steigende Anforderungen an
die Verantwortlichen.
Infos: http://www.stifterverband.de/fellowship
20.000 Euro
Für hochschulübergreifende Veranstaltungen
im E-Learning-Verbund RuhrCampusOnline werden erneut
Förderungen bis zu 20.000 Euro pro Veranstaltung
ausgeschrieben. Hauptamtlich Lehrende können sich
bis zum 17. Mai bewerben. Gefördert werden Veranstaltungen,
an der Studierende mindestens einer anderen Hochschule
der Universitätsallianz Metropole Ruhr (RUB, TU
Dortmund, Uni Duisburg-Essen) teilnehmen und in der
sie an ihrer eigenen Uni anrechenbare Leistungen erwerben
können.
Infos: http://www.ruhrcampusonline.de/ausschreibung.
ad
|