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RUBENS 133

30. April 2009


Mond über NA


RUB-Aktionen zum Astronomie-Jahr




Mitte April entstanden diese gestochen scharfen Bilder des Mondes, aufgenommen mit dem Teleskop auf dem Dach des NA. Dorthin lädt zurzeit das Astronomische Institut in schöner Regelmäßigkeit die interessierte Öffentlichkeit, um gemeinsam das unendliche Universum zu beobachten. Die RUB-Astronomen bieten aber noch einiges mehr zum „Astronomie-Jahr“.

Vor 400 Jahren war es, dass Galileo Galilei als erster Forscher der Menschheitsgeschichte ein Fernrohr gen Himmel richtete und damit sofort Entdeckungen machte, die das damalige Weltbild in seinen Grundfesten erschütterten. Im selben Jahr 1609 brachte der nicht weniger bekannte Johannes Kepler sein Meisterwerk „Astronomia nova“ heraus, in dem er die noch heute gültigen Keplerschen Gesetze der Planetenbewegung einführte und so dem heliozentrischen Weltbild endgültig zum Durchbruch verhalf.
Um dieser bedeutsamen Ereignisse zu gedenken und die Astronomie den Menschen als entscheidendes Kulturgut näher zu bringen, bieten astronomische Institute und Sternwarten auf der ganzen Welt in diesem Jahr, das von der UNESCO zum „Astronomie-Jahr“ erklärt wurde, viele Veranstaltungen an. Natürlich ist auch das Astronomische Institut der Ruhr-Uni (AIRUB) mit von der Partie: „Das Interesse der Menschen für die fundamentalen Fragen der Natur ist nach wie vor groß, sie müssen nur richtig vermittelt werden“, ist sich Prof. Dr. Ralf-Jürgen Dettmar, Lehrstuhl für Astronomie, sicher.
Unlängst sehen konnte man dieses Interesse bei den öffentlichen Beobachtungsabenden, die das AIRUB im Rahmen der weltweiten Veranstaltung „100 Stunden Astronomie“ im April anbot. An drei Abenden strömten fast 400 Menschen auf das Dach des NA, wo die Teleskope des Instituts beheimatet sind. Neben einem optischen Teleskop, mit dem faszinierende Bilder der Mondoberfläche oder der Ringe und Monde des Saturn gemacht werden können, befindet sich dort auch ein Radioteleskop, das die Beobachtungsabende wetterunabhängig macht, denn Radiowellen durchdringen spielend leicht jede Wolkenschicht. „Schon mit diesem vergleichsweise kleinen Teleskop können wir Hinweise auf Dunkle Materie in unserer Milchstraße gewinnen“, erklärt Dr. Enno Middelberg den neugierigen Besuchern. Was Dunkle Materie, die den weitaus größten Teil der gesamten Materie des Universums ausmacht, aber wirklich ist, weiß bis heute niemand.
Zumindest die aktuellen Vermutungen in dieser Richtung und vielen weiteren Forschungsfeldern der modernen Astrophysik sollen im Rahmen der Ringvorlesung „Kosmische Zusammenhänge – vom Urknall zur Entstehung der Erde und des Lebens“ dienstags um 16 Uhr geklärt werden. Natürlich auf einem Niveau, das auch naturwissenschaftlich interessierten Laien Lust auf astronomische Entdeckungen macht.

Infos zur Ringvorlesung, zu weiteren Beobachtungsabenden und anderen Aktionen des Astronomie-Jahres findet man, laufend aktualisiert, auf der Webseite des Astronomischen Instituts oder der Fakultät für Physik und Astronomie: http://www.astro.rub.de bzw. http://www.physik.rub.de/dekanat/veranstaltungen/index.html.
PS: Schöne Bilder und höchst interessante Infos zur Astronomie liefert auch die aktuelle Ausstellung im Gasometer Oberhausen. „Sternstunden – Wunder des Sonnensystems“ ist noch bis Januar 2010 zu sehen; mehr unter http://www.gasometer.de.

 

Peter Zinn
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Letzte Änderung: 29.4.2009| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik