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RUBENS 133

30. April 2009


Auf Nummer Sicher

Die RUB bietet ihren Mitgliedern vier neue Mietfahrzeuge für Dienstreisen



Die Außenwirkung ist vielleicht nicht ganz so groß wie bei der Einführung der gestuften Studiengänge, doch wieder einmal übernimmt die Ruhr-Uni eine Vorreiterrolle. Als erste deutsche Hochschule kooperiert sie mit der Firma DB Rent und bietet ihren Mitgliedern Mietfahrzeuge für Dienstreisen. Die Zusammenarbeit bringt der Uni und den Beschäftigten ausschließlich Vorteile in Sachen Handhabung, Sicherheit und Kosten.

Wahrscheinlich sind vielen Mitgliedern der Uni schon die vier silbernen bzw. schwarzen Autos mit Frankfurter Kennzeichen am Besucherparkplatz unter dem Verwaltungsgebäude aufgefallen. Der sog. Carpool ist ja auch kaum zu übersehen. Ein Ford Fusion steht dort, ein Opel Astra Kombi sowie zwei Seat Altera Minivans. Das heißt: Grundsätzlich stehen sie dort, meist sind die Fahrzeuge unterwegs. Das ist auch der Sinn der Sache bzw. des Vertrages zwischen der RUB und der Autovermietung DB Rent: Die Beschäftigten der RUB sollen mit diesen Fahrzeugen einen Teil ihrer Dienstreisen erledigen.
Dazu muss man wissen, dass an der RUB pro Jahr bis zu 20.000 Dienstreisen genehmigt werden. Mal geht’s mit dem Flieger nach China, mal mit der Bahn nach München und mal mit dem Pkw quer durch Europa – bisweilen mit viel Gepäck und an Orte jenseits der Bahnlinien.
Da die Uni bislang ganze zwei Dienstfahrzeuge anbieten konnte, wurde ein Teil dieser Fahrten mit dem privaten Pkw erledigt. „Wenn triftige Gründe für den eigenen Pkw sprechen, dann genehmigen wir das auch, obwohl der Privat-Pkw in der Genehmigungshierarchie ganz unten steht, weit hinter Bahn, Dienstwagen oder Mietwagen”, erklärt Peter Sack, Abteilungsleiter im Personaldezernat und u.a. verantwortlich für die Reisekosten. „So richtig wohl in unserer Haut fühlen wir uns dabei allerdings nicht”, ergänzt seine Stellvertreterin Waltraud Falkowski. „Wenn bei der Dienstfahrt ein Schaden am Privat-Pkw entsteht, können wir dafür maximal 300 Euro Ausgleich gewähren, und das auch nur, wenn der Schaden unverschuldet oder durch leichte Fahrlässigkeit entstanden ist.”
Unfallschäden können natürlich weitaus kostspieliger sein, hinzu kommen die Prämienerhöhung bei der Kfz-Versicherung und die Wertminderung des Autos. Ganz klar: Die Nutzung des Privat-Pkw bei Dienstfahrten birgt zu viele Risiken für die Mitglieder der RUB. Eine Alternative musste her. Auf der Suche danach hörten sich Peter Sack und Waltraud Falkowski bei verschiedenen Autovermietungen um. Ziel dabei war, einen Partner zu finden, der seine Autos direkt auf dem Campus zur Verfügung stellt und mit den einzelnen Nutzern auf möglichst unbürokratischem Wege Verträge schließt.

Ausschließlich Vorteile

„Letztlich blieb nur DB Rent übrig”, sagt Peter Sack und zählt anschließend alle Vorteile auf, die sich durch die seit Anfang Februar laufende Kooperation ergeben: kein Schadensrisiko für den Nutzer, Schadensregulierung durch DB Rent (auch bei Vandalismus), Minuten- und Kilometergenaue Abrechnung, kostenloses Tanken mit Tankkarte, Zugang und Rückgabe rund um die Uhr mittels Kundenkarte (keine Übergabe erforderlich), Fahrzeuge werden ständig auf Verkehrssicherheit geprüft und gereinigt, Ersatzfahrzeuge werden kurzfristig bereitgestellt, usw.
Hinzu kommt die einfache und schnelle Abwicklung, die größtenteils online erfolgt: „Man schließt einmal den Vertrag, erhält die Kundekarte, mit der man auch das Fahrzeug öffnet und startet, und schon geht’s los”, so Waltraud Falkowski, „inklusive Prüfung der notwendigen Papiere wie Führerschein und Personalausweis sowie einer kurzen Einweisung hier bei uns dauert das für Neunutzer maximal eine Viertelstunde. Wenn ich sonst irgendwo zum ersten Mal ein Auto miete, dauert das wesentlich länger.” Ist man erst im Besitz der Kundenkarte, bucht man sein Auto online direkt bei DB Rent. Das dauert nur noch wenige Minuten.
Bleibt die Frage nach dem Geld – und ihr folgt die einfache Botschaft, dass das Projekt Mietwagen bzw. „Carsharing”, wie es offiziell heißt, für alle Beteiligten Preisvorteile bringt. Kein Wunder, dass die Ruhr-Uni hier zugegriffen hat – mal wieder als erste Hochschule im Lande.
Andererseits dürfte klar sein, dass vier Autos für rund 4.000 potenzielle Nutzer (sprich: Beschäftigte) auf Dauer nicht reichen werden. In den ersten Wochen war die Nachfrage „schon ganz erfreulich” (so Peter Sack); es war allerdings vorlesungsfreie Zeit und das Projekt noch nicht überall bekannt. Das dürfte sich bald ändern. „Wenn der Bedarf deutlich über dem Angebot liegt, kann DB Rent den Carpool sehr kurzfristig aufstocken”, verspricht Peter Sack schon jetzt.

Infos zum Carsharing an der RUB: Reisekostenstelle, Tel. -27835, oder: http://www.dbcarsharing.de

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