Auf Nummer Sicher
Die RUB
bietet ihren Mitgliedern vier neue Mietfahrzeuge für
Dienstreisen
Die Außenwirkung ist vielleicht nicht ganz
so groß wie bei der Einführung der gestuften
Studiengänge, doch wieder einmal übernimmt die
Ruhr-Uni eine Vorreiterrolle. Als erste deutsche Hochschule
kooperiert sie mit der Firma DB Rent und bietet ihren
Mitgliedern Mietfahrzeuge für Dienstreisen. Die Zusammenarbeit
bringt der Uni und den Beschäftigten ausschließlich
Vorteile in Sachen Handhabung, Sicherheit und Kosten.
Wahrscheinlich sind vielen Mitgliedern der Uni schon die
vier silbernen bzw. schwarzen Autos mit Frankfurter Kennzeichen
am Besucherparkplatz unter dem Verwaltungsgebäude
aufgefallen. Der sog. Carpool ist ja auch kaum zu übersehen.
Ein Ford Fusion steht dort, ein Opel Astra Kombi sowie
zwei Seat Altera Minivans. Das heißt: Grundsätzlich
stehen sie dort, meist sind die Fahrzeuge unterwegs. Das
ist auch der Sinn der Sache bzw. des Vertrages zwischen
der RUB und der Autovermietung DB Rent: Die Beschäftigten
der RUB sollen mit diesen Fahrzeugen einen Teil ihrer
Dienstreisen erledigen.
Dazu muss man wissen, dass an der RUB pro Jahr bis zu
20.000 Dienstreisen genehmigt werden. Mal geht’s
mit dem Flieger nach China, mal mit der Bahn nach München
und mal mit dem Pkw quer durch Europa – bisweilen
mit viel Gepäck und an Orte jenseits der Bahnlinien.
Da die Uni bislang ganze zwei Dienstfahrzeuge anbieten
konnte, wurde ein Teil dieser Fahrten mit dem privaten
Pkw erledigt. „Wenn triftige Gründe für
den eigenen Pkw sprechen, dann genehmigen wir das auch,
obwohl der Privat-Pkw in der Genehmigungshierarchie ganz
unten steht, weit hinter Bahn, Dienstwagen oder Mietwagen”,
erklärt Peter Sack, Abteilungsleiter im Personaldezernat
und u.a. verantwortlich für die Reisekosten. „So
richtig wohl in unserer Haut fühlen wir uns dabei
allerdings nicht”, ergänzt seine Stellvertreterin
Waltraud Falkowski. „Wenn bei der Dienstfahrt ein
Schaden am Privat-Pkw entsteht, können wir dafür
maximal 300 Euro Ausgleich gewähren, und das auch
nur, wenn der Schaden unverschuldet oder durch leichte
Fahrlässigkeit entstanden ist.”
Unfallschäden können natürlich weitaus
kostspieliger sein, hinzu kommen die Prämienerhöhung
bei der Kfz-Versicherung und die Wertminderung des Autos.
Ganz klar: Die Nutzung des Privat-Pkw bei Dienstfahrten
birgt zu viele Risiken für die Mitglieder der RUB.
Eine Alternative musste her. Auf der Suche danach hörten
sich Peter Sack und Waltraud Falkowski bei verschiedenen
Autovermietungen um. Ziel dabei war, einen Partner zu
finden, der seine Autos direkt auf dem Campus zur Verfügung
stellt und mit den einzelnen Nutzern auf möglichst
unbürokratischem Wege Verträge schließt.
Ausschließlich Vorteile
„Letztlich blieb nur DB Rent übrig”,
sagt Peter Sack und zählt anschließend alle
Vorteile auf, die sich durch die seit Anfang Februar
laufende Kooperation ergeben: kein Schadensrisiko für
den Nutzer, Schadensregulierung durch DB Rent (auch
bei Vandalismus), Minuten- und Kilometergenaue Abrechnung,
kostenloses Tanken mit Tankkarte, Zugang und Rückgabe
rund um die Uhr mittels Kundenkarte (keine Übergabe
erforderlich), Fahrzeuge werden ständig auf Verkehrssicherheit
geprüft und gereinigt, Ersatzfahrzeuge werden kurzfristig
bereitgestellt, usw.
Hinzu kommt die einfache und schnelle Abwicklung, die
größtenteils online erfolgt: „Man schließt
einmal den Vertrag, erhält die Kundekarte, mit
der man auch das Fahrzeug öffnet und startet, und
schon geht’s los”, so Waltraud Falkowski,
„inklusive Prüfung der notwendigen Papiere
wie Führerschein und Personalausweis sowie einer
kurzen Einweisung hier bei uns dauert das für Neunutzer
maximal eine Viertelstunde. Wenn ich sonst irgendwo
zum ersten Mal ein Auto miete, dauert das wesentlich
länger.” Ist man erst im Besitz der Kundenkarte,
bucht man sein Auto online direkt bei DB Rent. Das dauert
nur noch wenige Minuten.
Bleibt die Frage nach dem Geld – und ihr folgt
die einfache Botschaft, dass das Projekt Mietwagen bzw.
„Carsharing”, wie es offiziell heißt,
für alle Beteiligten Preisvorteile bringt. Kein
Wunder, dass die Ruhr-Uni hier zugegriffen hat –
mal wieder als erste Hochschule im Lande.
Andererseits dürfte klar sein, dass vier Autos
für rund 4.000 potenzielle Nutzer (sprich: Beschäftigte)
auf Dauer nicht reichen werden. In den ersten Wochen
war die Nachfrage „schon ganz erfreulich”
(so Peter Sack); es war allerdings vorlesungsfreie Zeit
und das Projekt noch nicht überall bekannt. Das
dürfte sich bald ändern. „Wenn der Bedarf
deutlich über dem Angebot liegt, kann DB Rent den
Carpool sehr kurzfristig aufstocken”, verspricht
Peter Sack schon jetzt.
Infos zum Carsharing an der RUB: Reisekostenstelle,
Tel. -27835, oder: http://www.dbcarsharing.de
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