Ruhr-Universität Bochum zur Navigation zum Inhalt Startseite der RUB pix
Startseite UniStartseite
Überblick UniÜberblick
A-Z UniA-Z
Suche UniSuche
Kontakt UniKontakt

pix
 
Das Siegel
Naturwissenschaften Ingenieurwissenschaften Geisteswissenschaften Medizinische Einrichtungen Zentrale Einrichtungen
pix
RUBENS - Zeitschrift der RUB
RUBENS- Startseite

Lesen
Aktuelle Ausgabe
Archiv
¤Ausgabe Nr. 133
  ¤Artikel
pdf-Dateien

Service & Kontakt
Mediadaten
Redaktion
E-Mail Service
Kontakt

Volltextsuche
pix RUBENS - Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
 
 
 
    
pix
Artikel » Ausgabe 133 »Archiv » RUBENS » Pressestelle » Ruhr-Universität
pix pix
RUBENS 133

30. April 2009


Offenes Ohr für alle Sorgen

Die Mentorin Véronique Sina hilft Studierenden der Medienwissenschaft



Wenn die Abschlussprüfung ihren drohenden Schatten vorauswirft und im Kopf noch alles durcheinander geht, können sich Studierende der Medienwissenschaft auf Véronique Sina verlassen. Die Mentorin, beschäftigt als wissenschaftliche Hilfskraft, hat selbst das Fach studiert, hört sich alle Sorgen an, lichtet den Fragen-Dschungel und gibt Tipps. Das Mentorenprogramm wurde im Jahre 2007 mit Hilfe von Studienbeiträgen eingerichtet. Mentorenprogramme in unterschiedlicher Form bieten viele Fakultäten an. Dennoch nimmt Véronique Sina als Einzelperson eine Sonderstellung ein. Mit ihr sprach Meike Drießen.


Frau Sina, zweimal pro Woche bieten Sie in Ihrem Büro Beratung an. Wer kommt zu Ihnen in die Sprechstunde?
Viele, die kommen, stehen als B.A.-Studierende das erste Mal vor einer wichtigen Prüfung. Weil die Studiengänge recht kurz sind, sammelt man nur wenig Erfahrung im wissenschaftlichen Schreiben, und gerade wenn die erste Hausarbeit nicht so gut gelungen ist, ist das Lampenfieber vor der B.A.-Arbeit groß. Die einzige mündliche Prüfung war oft die im Abi, und das ist lange her. Da beantworte ich oft elementare Fragen, zum Beispiel wie eine mündliche Prüfung eigentlich abläuft, wie ein Thesenpapier aussieht. Oder ich gebe Leitfäden heraus, in denen man nachlesen kann, wie eine Abschlussarbeit formatiert sein sollte, wie man richtig zitiert, eine geschlechtsneutrale Ausdrucksweise wählt und so weiter.
Es kommen aber auch viele Studierende im Masterstudium, die den Bachelor woanders gemacht haben und die Gepflogenheiten und Lehrenden hier noch nicht so gut kennen. Eine Weile kamen im letzten Jahr wegen des Auslaufens des Magisterstudiengangs auch viele zu mir, die noch ganz schnell nach der alten Studienordnung fertig werden wollten, aber seit Jahren nicht mehr in den Unibetrieb integriert waren. Das war schon eine turbulente Zeit.

Einfach nur reden

Wie viele Studierende betreuen Sie zurzeit?
Normalerweise habe ich immer zehn bis 20 Studierende, die ich berate. Viele lassen sich durch die komplette Prüfungsphase von Anmeldung über mündliche Prüfung bis zur Abschlussarbeit betreuen. Allerdings nutzen nicht alle das komplette Angebot. Manche kommen nur ein Mal oder fragen bloß mal per E-Mail an, wo sie ein bestimmtes Formular bekommen. Manche möchten auch einfach nur mit jemandem reden, der Zeit hat. Die meisten Gespräche dauern mindestens eine halbe Stunde.

Wie sieht dieses von Ihnen angesprochene Komplettangebot denn aus?
In meine Sprechstunde kann jeder kommen, der ein persönliches Gespräch möchte. Außerdem bin ich immer per E-Mail erreichbar. Das wird gerne angenommen, weil viele sich gerade in der Prüfungsphase gern jeden zeitraubenden Weg ersparen. E-Mails beantworte ich spätestens am nächsten Tag. Zusammen mit dem Prüfungsamt beantworte ich Fragen zu den Formalitäten, helfe bei der Themen- und Prüferauswahl und lese zum Beispiel auch Thesenpapiere gegen oder Teile einer Arbeit – natürlich nicht ganze Arbeiten, das wäre nicht zu schaffen. Für inhaltliche Fragen bin ich nicht die Richtige. Es wäre nicht sinnvoll, wenn ich die Studierenden berate und jemand anders sie dann benotet. Das mache ich auch immer sehr deutlich. Meine Beratung ersetzt nicht den Besuch der Sprechstunden der Lehrenden. Aber auch wenn ich nicht die finale Ansprechpartnerin für inhaltliche Fragen bin, berate ich dennoch beispielsweise bei Fragen zur Struktur einer Arbeit.
Ich biete auch Prüfungssimulationen an und gebe verschiedene Leitfäden heraus. Bei zwei Infoveranstaltungen pro Semester fasse ich alles Wissenswerte rund um die Abschlussprüfungen zusammen.

Nur positive Rückmeldungen

Mit welchen Fragen kommen Studierende zu Ihnen?
Die Themen reichen von „Wann soll ich mich prüfen lassen?” über „Wie und wo muss ich mich wann anmelden?” und „Wie werde ich rechtzeitig fertig, damit ich nicht noch ein Semester länger eingeschrieben bleiben und Beiträge zahlen muss?” bis hin zu „Bei wem soll ich mich prüfen lassen und über welches Thema?”

Fragen wie die letztgenannte sind doch sicher schwierig zu beantworten?
Die Entscheidung kann ich den Studierenden natürlich nicht abnehmen, aber ich kann sie durch gezielte Fragen hinführen. Ich frage, was für Seminare hast Du besucht? Was gefällt Dir? Manchmal ist die Prüfungspanik so groß, dass solche vermeintlich einfachen Überlegungen aus dem Blick geraten. Wenn sich dann Themen herausschälen, schaue ich, wer sich unter den Dozenten damit befasst und schicke die Studierenden da hin. Bei B.A.-Prüfungen ergeben sich auch schon mal Schnittstellen mit dem zweiten Fach, die man bei der Themenauswahl berücksichtigen kann. Manchmal ist auch jemand von einem bestimmten Dozenten so begeistert, dass er sich unbedingt von ihm prüfen lassen will. Dann gucken wir, welche Themen dieser Dozent bearbeitet.

Wenn man Ihnen so zuhört, hat man den Eindruck, dass Ihnen die Arbeit als Mentorin richtig Spaß macht …

Von dem Job bin ich wirklich begeistert, weil ich nur positive Rückmeldungen bekomme! Viele sind unheimlich dankbar für die Beratung, und ich weiß von keiner Prüfung von jemandem, den ich vorher beraten habe, die schlechter als mit zwei benotet wurde. Ich erleichtere den Lehrenden die Arbeit, weil ich Grundsatzfragen beantworte, die sie dann nicht mehr beantworten müssen. Und auch die Mitarbeiter des Prüfungsamts sind froh, wenn sie nicht immer dieselbe Frage gestellt bekommen.

Wie sind Sie an den Job gekommen?

Die Stelle habe ich bekommen, nachdem ich mich auf eine Ausschreibung beworben habe – dabei war sicher von Vorteil, dass ich vorher bei der Organisation des Joint Degree Masterstudiengang Gender Studies mit der Uni Graz (s. RUBENS 131, Anm. d. Red.) mitgearbeitet hatte und daher mit Prüfungsordnungen sehr vertraut war. Die Stelle wird immer für ein Semester befristet. Nebenbei schreibe ich meine Doktorarbeit, das lässt sich gut vereinbaren. Die Beratung macht zwar streckenweise viel Arbeit, vor allem, wenn ich selbst noch recherchieren muss, um eine Frage beantworten zu können, aber ich lerne dabei auch viel. Ich sehe den Studierendenkontakt und die Beratungstätigkeit auch als schöne Vorbereitung zum Einstieg in die Lehre, den ich später anpeile.

Info: Die Sprechstunde von Véronique Sina findet im Sommersemester 2009 dienstags 10-12 h und donnerstags 14-16 h (sowie nach Vereinbarung) in GA 1/36 statt. Die Infoveranstaltung zur mündlichen Prüfung gibt es am 5. Mai (12-14 h, GB 02/160); Internet: http://www.rub.de/ifm/studium/mentoring.html

md
pfeil  voriger Artikel Themenübersicht nächster Artikel   pfeil
 
 
Zum Seitenanfang  Seitenanfang | Druckfassung dieser Seite
Letzte Änderung: 29.4.2009| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik