Startschuss zu neuen Runden
Editorial: RUB-interne Forschungsförderung
Im August 2008 wurden fünf Rektoratsprogramme als
Instrument der internen Forschungsförderung an
der RUB ausgeschrieben. Vier Mio. Euro aus Overhead-Geldern
der zentralen Universitätsreserve und der Medizin
sollen bis Ende 2010 herausragende Forschung auf den
unterschiedlichen Sprossen der wissenschaftlichen Karriereleiter
unterstützen und unter anderem anregen zum Generieren
neuer Forschungsthemen, zur Antragstellung für
Verbundprojekte und zu qualitätsfördernden
Sonderprojekten im Rahmen von Doktorarbeiten.
Nun liegen Erfahrungen aus zwei Antragsrunden vor, und
knapp ein Viertel der Fördermittel ist verausgabt.
Die ersten Ergebnisse geben Anlass zur Freude bezüglich
der universitätsweiten Antragstellung und Förderung
in allen Programmen. Unterstützt wurden 20 Aktivitäten
von Doktorandinnen und Doktoranden aus neun Fakultäten
gleichverteilt über die Geistes-, Natur- und Ingenieurwissenschaften.
26 Anschubfinanzierungen für den wissenschaftlichen
Nachwuchs gingen an Mitglieder von elf Fakultäten
in allen vier Hauptbereichen der Universität. Weitere
Anschubfinanzierungen wurden bewilligt für zwei
SFB-Initiativen in den Ingenieurwissenschaften und fünf
weitere Verbundprojekte in den Geistes- und Naturwissenschaften.
Aus diesen drei Bereichen stammen auch die fünf
im höchst-dotierten Programm für High-Risk-Projekte
ausgewählten Anträge. Bei aller positiven
Bilanz ergab das Evaluierungsverfahren aber auch klare
Hinweise, wie die Programme zu präzisieren und
hinsichtlich der Zielgruppen und erwünschten Wirkungen
feiner zu justieren seien.
Die Überarbeitung der Programme ist jetzt erfolgt
und im Internet (http://www.ruhr-uni-bochum.de/rektorat/themen/rektoratsprogramme/)
finden Sie die in der Zielsetzung präzisierten
Ausschreibungen und einfacher strukturierte Antragsformulare.
Insbesondere das bisherige High-Risk-Programm wurde
nachjustiert, was sich auch in einem neuen Namen ausdrückt.
Mit dem Programm für „Cutting-Edge“-Forschungsprojekte
möchten wir nicht wie bisher ausschließlich
hoch-risikobehaftete Projekte ansprechen, sondern wir
wollen alle herausragenden Forscherinnen und Forscher
unserer Universität zur Entwicklung innovativer
und an vorderster Front wegbereitender Projekte anregen.
Beginnend mit der nächsten Antragsfrist am 31.5.2009
gehen alle Antragsverfahren in einen viermonatigen Turnus
über. Wir rufen alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
der Hochschule auf, Anträge zur Unterstützung
ihrer neuen Forschungsideen in den Rektoratsprogrammen
auf den Weg zu bringen. Der Fördertopf enthält
noch gute drei Mio. Euro für Anträge, die
bis Ende 2010 gestellt werden.
Das Ziel ist klar: Die RUB strebt nach weiteren, nachweisbaren
Äquivalenten der Exzellenz. Nur so können
wir das erreichen, was wir zuletzt knapp verfehlt haben.
Für die Forschung heißt das: Leistungsreserven
entdecken und fördern, bewährte und neue Wege
beschreiten und nachhaltige Anreize schaffen –
in diesem Sinne arbeitet das Rektorat jetzt an der Ausgestaltung
eines zusätzlichen Prämienprogramms, das materielle
Anerkennung bei erfolgreicher Einwerbung von profilstärkenden
Projekten für unsere Universität bieten und
auch die Attraktivität unserer Universität
für Forschungsaufenthalte ausländischer Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler stärken soll.
Prof.
Dr. Ulf Eysel, Prorektor für Forschung und Wissenstransfer
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