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RUBENS 132

1. April 2009

„Ich würde es wieder so machen!“


Dienstjubiläum: Angelika Balzer-Ferrai blickt auf 40 Jahre Ruhr-Uni zurück


„Als Sie hier angefangen haben, da wurde ich gerade eingeschult“. Biologie-Dekan Prof. Franz Narberhaus schmunzelt, als er Angelika Balzer-Ferrai die Ehrenurkunde zum Dienstjubiläum überreicht. 40 Jahre RUB hat die Technische Angestellte hinter sich, davon 31 Jahre in der Arbeitsgruppe Muskelphysiologie des mittlerweile pensionierten Prof. Helfried Glitsch. Seit rund fünf Jahren arbeitet die 61-Jährige in der AG Sinnesphysiologie von Prof. Klemens Störtkuhl. Arne Dessaul sprach mit Angelika Balzer-Ferrai über diese lange und meist schöne Zeit auf dem Campus.

Frau Balzer-Ferrai, lassen Sie uns vor dem Rückblick kurz in der Gegenwart bleiben. Als Prof. Narberhaus und Prof. Störtkuhl Sie mit Urkunde, Blumen und Sekt überraschten und das Team zur kleinen Feier kam, da schienen Sie sich sehr zu freuen?!
Abgesehen davon, dass ich nicht gerne im Mittelpunkt stehe, habe ich mich sehr gefreut.

Das Arbeitsklima in der AG scheint gut zu sein?
Sehr gut mit Sternchen! Ich fühle mich pudelwohl und komme jeden Tag gerne zur Arbeit.

Gilt das für Ihre gesamte Zeit an der Ruhr-Uni?
Das gilt auch für die 31 Jahre bei Prof. Glitsch. Mit meinen beiden Chefs hatte ich richtig Glück: sowohl menschlich als auch arbeitsmäßig.

Selbstverständlich gut betreut

Können Sie das genauer erläutern?
Ich glaube, dass sich die Atmosphäre an der Ruhr-Uni in den vergangenen 40 Jahren verändert hat. Der Leistungsdruck ist gestiegen: für Professoren, Angestellte und Studenten. Andererseits kann man diesem Druck ganz gut entgegenwirken. Allein durch Freundlichkeit und ein kollegiales Miteinander wird vieles einfacher, und die Arbeit lässt sich besser bewältigen. Auch den Studenten kann man beim Lernen und Arbeiten helfen: durch eine intensive und gute Betreuung. In unserer Arbeitsgruppe ist das selbstverständlich. Wenn die Studenten merken, dass man ihnen entgegenkommt und sich um sie bemüht, dann entsteht automatisch eine ganz tolle Atmosphäre, von der alle profitieren.

Wo hat sich die Ruhr-Uni seit Ihrem ersten Arbeitstag noch verändert, abgesehen vom Leistungsdruck?
Da fallen mir einige Einrichtungen und Angebote ein, die im Laufe der Zeit dazugekommen sind und die ich selbst gerne nutze, zum Beispiel das Musische Zentrum, die Konzerte im Audimax, der Botanische Garten oder die Frauenparkplätze.

Gibt es etwas, dass Sie vermissen?
Nein. Es ist so, wie es ist und so ist es gut.

Gab es ein Ereignis, das für Sie ein absoluter Höhepunkt war? Ebenso schön wäre natürlich eine Anekdote.
Natürlich war es Ende der 60er-Jahre ganz anders auf dem Campus. Das war eine riesige Baustelle. Wir saßen mit verschiedenen Arbeitsgruppen und Lehrstühlen in einem riesigen Labor in IC. Jeder hatte eine kleine Ecke für sich, es gab kaum Kontakt untereinander. Nach einem Jahr sind wir ins ND gezogen. Zu Anfang mussten wir noch rüber ins IC, beispielsweise um dort entsalztes Wasser zu holen. Aber das ist wohl weder ein Höhepunkt noch eine Anekdote. Irgendwie lief halt immer alles.

Kein Grund zu wechseln

Wie viele Jahre bleiben Ihnen noch an der Ruhr-Uni?
Spätestens zum 1. Oktober 2012 ist Schluss, denn im September 2012 werde ich 65. Also noch dreieinhalb Jahre.

Und die möchten Sie gern in der AG verbringen?
Auf alle Fälle! Zum einen würde mich sowieso kein Mensch nehmen, zum anderen gibt es überhaupt keinen Grund zu wechseln.

Letzte Frage: Stellen Sie sich vor, es wäre der 1. März 1969, ihr erster Arbeitstag an der Ruhr-Uni. Sie stehen vor dem IC und wüssten schon, was in den nächsten 40 Jahren auf Sie zukommt. Würden Sie hineingehen?
Immer! Wie gesagt: Ich habe viel Glück gehabt mit meinen Arbeitsstellen.

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