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RUBENS 132

1. April 2009

Nachrichten

Neuigkeiten vom Campus

ConRuhrMoskau
Die RUB ist zusammen mit ihren Partnern der Universitätsallianz Metropole Ruhr nun auch in Russland präsent. Mit einem Koordinationsbüro (dem zweiten nach New York) will die UAMR unter dem Label „ConRuhrMoskau“ auch in einem für die Hochschulkooperation zentralen Partnerland Flagge zeigen und damit zu einer größeren Sichtbarkeit der Ruhrgebietsunis in Russland und den GUS-Staaten mit Ausstrahlung nach Osteuropa beitragen. Das neue Büro wurde am 25. März von NRW-Innovationsminister Andreas Pinkwart und den drei UAMR-Rektoren eröffnet.
ConRuhrMoskau ist unter dem Dach des Russisch-Deutschen Instituts der Moskauer Staatlichen Hochschule für das Transportwesen (MIIT) angesiedelt, die zu den führenden technischen Universitäten Russlands zählt. Vielfältige Kooperationsprojekte verbinden das MIIT seit Ende der 80er-Jahre mit den Unis in NRW, vor allem mit der RUB.
Die Ziele und Aufgaben des neuen Koordinationsbüros sind: das Ruhrgebiet als exzellenten Forschungs- und Studienort in der Russischen Föderation und den GUS-Staaten zu positionieren und stärker bekannt zu machen; Forschungskontakte zwischen den UAMR-Unis und russischen Hochschulen anzubahnen; gemeinsame Studien- und Lehrprojekte (z.B. Sommerschulen, Studiengänge mit Doppelabschluss, Studierenden- und Dozentenaustausch) zu initiieren und zu begleiten; bei der Vorbereitung und Durchführung von Delegationsreisen und der Begegnung von Wissenschaftlern oder Administratoren organisatorische Unterstützung zu leisten; die akademische Mobilität zwischen beiden Ländern zu unterstützen und zur Qualifikation besonders begabter Studierender und Nachwuchswissenschaftler aus Ost und West beizutragen.
Mit der Eröffnung von ConRuhrMoskau beschließt die RUB zugleich ihr „Russland-Jahr“, in dessen Rahmen mit zahlreichen Veranstaltungen das besondere Russland-Profil der RUB erweitert und geschärft wurde.
Infos: http://www.conruhr.ru
PS: Nur eine Woche später (2. April) eröffnet die RUB eine weitere Außenstelle: Mit einem Koordinationsbüro in Kapstadt verstetigt das Institut für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik der RUB (IEE) die guten Beziehungen nach Südafrika (inkl. Export von Studiengängen). Das IEE betreibt das Büro zusammen mit der Humboldt-Uni, unterstützt vom DAAD.


Sprachpartnersuche
Sprachbegeisterte können über das neue Online Portal http://www.awali.de mit geringem Aufwand einen passenden Sprachpartner finden. Vor allem für Studierende mit einem internationalen Fokus dürfte das sehr interessant sein.
„Awali“ bedeutet auf Swahili „Beginn“. Auch jeder Austausch hat einen Beginn. Viele Menschen wissen jedoch nicht, dass vielleicht in derselben Stadt jemand wohnt, der sich für dieselbe Sprache begeistert. Awali bietet sprach- und kulturbegeisterten Menschen eine Plattform, um sich in einem gleichgesinnten und seriösen Umfeld auszutauschen und weiterzubilden. Portalgründer Eric Salbert hat u. a. an der RUB studiert.

Preise
Erstmals vergeben wird der „RWE Zukunftspreis”. Ausgezeichnet werden herausragende wissenschaftliche Arbeiten von Absolventen ingenieur- und naturwissenschaftlicher Studiengänge zum Thema „Technologien für die Energieversorgung der Zukunft”. Einsendeschluss: 30.4.09. Der Preis wird in zwei Kategorien vergeben: Die drei besten Diplom-, Master- oder Bachelor-Arbeiten werden mit 8.000, 4.000 bzw. 3.000 Euro ausgezeichnet, die beste Dissertation mit 20.000 Euro. Infos: http://www.rwe.com/zukunftspreis. +++
+++ Der Förderverein des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) schreibt erstmals den „Dissertationspreis Kulturwissenschaften” aus. Damit sollen exzellente Arbeiten von Nachwuchswissenschaftler/innen der Unis der UAMR – Universitätsallianz Metropole Ruhr (RUB, TU Dortmund, Uni Duisburg-Essen) in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften ausgezeichnet werden. Für den ersten Platz gibt es 3.000, für den zweiten Platz 1.500 Euro. Bewerbungsschluss: 15.4.09. Infos: http://www.kulturwissenschaften.de/home/foerderverein.html. +++
+++ Die Hochschulmesse Study World startet mit dem DAAD den Foto-Wettbewerb „Abenteuer Ausland – Dein Aufenthalt in einem Bild”. Er richtet sich u.a. an Studierende, die im Rahmen eines Auslandssemesters oder Praktikums längere Zeit im Ausland waren. Einsendeschluss: 30.4.09. Als Preise winken 300 Euro in bar, ein iPod, ein Software-Paket sowie ein Abo eines Sprachmagazins. Die besten zehn Fotos werden zudem auf der Study World (15./16.5., Berlin) präsentiert. Infos: http://www.studyworld2009.com/fotowettbewerb. +++
+++ Zum ersten Mal schreibt Zeit Campus einen Literaturwettbewerb für junge Autor/innen aus. „Ein Grund, nicht in die Vorlesung zu gehen”, lautet das Thema, zu dem passende Kurzgeschichten geschrieben werden sollen. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert und wird auf der Frankfurter Buchmesse verliehen. Zudem druckt das Magazin die besten drei Texte ab. Einsendeschluss: 30.6.09; Infos: http://www.zeit.de/campus/literaturwettbewerb. +++
+++ Das Studentenmagazin Unicum sucht zusammen mit dem Architektur-Online-Magazin Bau-Netz den schönsten Campus Deutschlands. Der Wettbewerb setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Architektur, Grünflächen, Infrastruktur etc. bewerten die, die sich auf dem Campus am besten auskennen (z.B. Architekturstudenten, Raumplaner oder Architekturjournalisten). Die Kategorie „Schönheit” bewerten Studierende im Sommersemester über Bildergalerien auf http://www.unicum.de. Die Fotos vom Campus (z.B. der RUB) kommen direkt von Studierenden. Wie das funktioniert, erfährt man auf der o.g. Webseite.

IDEMA bezieht Außenstelle
IDEMA, der Internet-Dienst für eine moderne Amtssprache, hat im Februar eine neue Außenstelle in Bochum bezogen. Das Büro in der RUB wurde zu klein. „Mit dem IDEMA-Netzwerk wächst auch das IDEMA-Team“, sagt Projektleiterin Michaela Blaha. Mittlerweile ist es auf zehn Mitarbeiter angewachsen, darunter Experten der Sprach- und Rechtswissenschaft. Dank der neuen Räumlichkeiten war es zudem möglich, eine Praktikantenstelle einzurichten. IDEMA unterstützt deutschlandweit Einrichtungen aus Bund, Ländern und Kommunen, indem es Amtsschreiben in eine verständliche, bürgerfreundliche Sprache übersetzt. Im August 2008 wurde IDEMA dafür von der Initiative „365 Orte im Land der Ideen“ der Bundesregierung als ein „ausgewählter Ort 2008“ ausgezeichnet.
Infos und Kontakt: NOVATEC GmbH/IDEMA, Westring 47, 44787 Bochum, Tel.: 0234-5883220, E-Mail: idema@rub.de, Internet: http://www.moderne-amtssprache.de

Impulse für die Gedächtnisforschung
Er gilt aus einer der innovativsten Köpfe auf seinem Gebiet und wird seinen Ideen fortan auch in Bochum nachgehen. Mit den 750.000 Euro des Max-Planck-Forschungspreises wird Prof. Karl Galinsky, Spezialist für Klassische Philologie in Austin, an der RUB eine Nachwuchsforschergruppe zu Gedächtnisforschung und Religionsgeschichte aufbauen. „Damit gelingt es uns, einen hochrangigen Forscher zeitweise und zugleich nachhaltig an zu binden”, sagt Prof. Dr. Reinhold F. Glei (Klassische Philologie), der Galinsky für die Nominierung vorgeschlagen hat.
Die Forschergruppe soll aus Doktoranden und Post-Doktoranden bestehen, die zu Fragen der Religions-, Sozial- und Kunstgeschichte in der gesamten griechisch-römischen Antike arbeiten werden. Galinsky trägt dabei zu einer entscheidenden Erweiterung des wissenschaftlichen Horizonts bei, denn seine Interpretation insbesondere der Augusteischen Kultur ist weit und breit der einzige Ansatz, der Erkenntnisse der Gedächtnisgeschichtsforschung konsequent und nachhaltig einbezieht.
Ab Herbst 2009 wird Galinsky, verteilt auf drei Jahre, für mehrere Aufenthalte nach Bochum kommen. Als Kenner der internationalen Forschungslandschaft und Betreuer von Forschungsarbeiten in den USA, Argentinien, Griechenland und Deutschland wird er die Interdisziplinarität und Internationalität der RUB nachhaltig stärken. Enge Kooperationen sind insbesondere mit dem interdisziplinären geisteswissenschaftlichen Kolleg „Dynamiken der Religionsgeschichte” und der Mercator Research Group „Structure of Memory” geplant.
Karl Galinsky (Jahrgang 1942) machte seinen Schulabschluss in Deutschland. Nach der Promotion 1966 in Princeton wechselte an die University of Texas, wo er seit 1972 Professor ist. 1993 wurde er mit dem Humboldt-Forschungspreis ausgezeichnet.


Internationale Schule
Ab dem kommenden Schuljahr wird in Bochum die Internationalisierung der „Kleinen” ganz groß geschrieben. Gerade mit Blick auf den Ausbau der eigenen Internationalisierungsbestrebungen hat die Ruhr-Uni die Entscheidung der Stadt Bochum begrüßt, die Eröffnung einer internationalen Schule in Bochum zu unterstützen.
Die staatlich anerkannte Privatschule „International School Bochum" nimmt maximal 300 Kinder und Jugendliche auf, zu je 50 Prozent deutsche und ausländische Schüler/innen, die bis zum internationalen Abitur geführt werden. Basierend auf den Erfahrungen des Pendants in Heiligenhaus arbeitet die Schule im Ganztagsbetrieb (8.30-15.30 h). Ein Großteil des Unterrichts wird in Englisch erteilt; zweite Fremdsprache ist Chinesisch. Innerschulische Angebote reichen von Musik über Sport und Computerclub bis hin zur Gartenarbeit.
Die Stadt Bochum fördert die Gründung der internationalen Schule und stellt ihr freistehende Räume der Hauptschule am Lennneplatz saniert zur Verfügung. Die Schule ist sowohl für Gäste der RUB als auch für die Bediensteten und Studierenden aus dem In- und Ausland höchst interessant. Vor allem im Zusammenhang mit dem geplanten Neubau einer akademischen Kita auf dem Campus würden ideale Rahmenbedingungen für das Studieren und Arbeiten an der RUB geschaffen werden, die auch die angestrebte Verdoppelung des ausländischen wissenschaftlichen Personals beschleunigen könnte.
Infos: Weitere Auskünfte zum Schulkonzept unter 0234/504420 oder http://www.internationalschoolbochum.com. Am 22. April (17.30 h) findet zudem ein Informationsabend in der International Lounge (Mensa) statt.

Noch jünger!
Beim Reden über Kunst gibt es weder „wahr” noch „unwahr”, sondern nur verschiedene Wahrnehmungen. Das gilt natürlich auch, wenn Jugendliche oder Kinder über Kunst sprechen. Hier setzt das Schulprojekt von Situation Kunst an. Seit August 2007 bietet das Museum im Schlosspark Weitmar neben den Führungen für Erwachsene auch Führungen für Schulklassen an. Initiiert und erarbeitet wurde das Projekt von Studierenden des Kunstgeschichtlichen Instituts (KGI).
Ab April wird das Programm erweitert. Zum einen werden die Kunstsammlungen auf dem Campus in die Führungen einbezogen (unverändert zum Preis von einem Euro pro Schüler und Führung). Zum anderen haben die KGI-Studierenden die Kunst-AG „Kinder sprechen über Kunst” entwickelt, die auf jüngere Schüler/innen zugeschnitten ist. Erstmals in den Osterferien können zehn- bis 14-Jährige die Arbeiten von François Morellet, Richard Serra, Jan Schoonhoven sowie die afrikanischen und asiatischen Exponate der Dauerausstellung betrachten und darüber reden. Es geht um Themen wie „Lichtkunst”, „Raum”, „Farbe” oder „Material”.
Die Kinder sollen sich der Kunst ganz unbefangen nähern. Sie bekommen einen Rahmen für den eigenen Umgang mit zeitgenössischer Kunst und können ein Gefühl für die Wahrnehmung von Kunst entwickeln, das vollkommen individuell und nicht zu bewerten oder zu benoten ist. Eingeübt wird auch, persönliche Eindrücke in eigene Worte zu fassen und sich mit anderen darüber auszutauschen.
Infos: http://www.situation-kunst.de

Rubens für Zuhause
Wer auf der Gehaltsliste der Ruhr-Uni steht, bekommt bekanntlich die Rubens automatisch per Hauspost an seinen Arbeitsplatz geschickt. Allerdings kann es durchaus passieren, dass man seinem Arbeitsplatz eine Zeitlang fernbleibt: beispielsweise durch Sabbatjahr, Forschungsfreisemester oder Elternzeit. Wer in diesen Monaten oder sogar Jahren nicht auf die Lektüre der Rubens verzichten mag (was wir sehr begrüßen würden!), kann sich in den externen Verteiler der Uni-Zeitung setzen lassen und bekommt sie per Post nach Hause geschickt. Das geht denkbar einfach: eine E-Mail an rubens@presse.rub.de genügt, darin bitte die voraussichtliche Dauer der Abwesenheit von der RUB angeben – und natürlich die Heimatadresse.
Von diesem kostenlosen Service machen übrigens schon jetzt viele Alumni, Emeriti und ehemalige Angestellte der Ruhr-Uni Gebrauch. Wer zu einer dieser Gruppen gehört, den Service noch nicht nutzt und diese Zeilen liest, möge sich ebenfalls animiert fühlen, die Rubens für daheim zu bestellen.



Sommersaison
Die Sommersaison im MZ-Theater wird von guten alten Bekannten eröffnet: der Gruppe „T-ater“ um Mareike Möller und Thorsten Sperzel. Die beiden liefern am 18./19. April (19.30 h) im Musischen Zentrum ihre zehnte Zusammenarbeit ab. Das vom Duo verfasste Stück „eigentlich.GUT“ stellt typische Fragen des Alltags, die jedermann in sich trägt. Basierend auf Interviews, die Möller und Sperzel geführt haben, kommen Menschen mit ihren Gefühlen und Schicksalen zu Wort. Es sind Geschichten voller Liebe, Familienglück und Erfolg, zugleich durchzogen von Leid, Depressionen und Tod; Eintritt: 6 bzw. 4 Euro ermäßigt (Infos: http://www.t-ater.de).
Am Wochenende drauf (25./26.4., 19.30 h) bringt die Studiobühne zusammen mit der Gruppe C2PQ drei Kurzstücke auf die Bühne, die dort bereits in den letzten beiden Semestern zu sehen waren. „Dahinter“, „Weltenbrand“ und „Hotel Arkham“. Alle drei Stücke wurden mittlerweile erheblich verändert. Das Projekt heißt „Haste schon gesehen“; es spielen Studierende unter Leitung von Karin Freymeyer, Christian Peitzmeier und Christian Quitschke; Eintritt frei (Infos: http://www.rub.de/mz-theater).
Zum Schluss ein Blick in den Mai, denn für die Aufführungen vom 1.-3.5. (19.30 h) kommt diese RUBENS zu spät. Zu sehen ist das Theater Phalanx mit der Wiederaufnahme von „Masters of the University“, einer Persiflage auf Comic-Helden der 80er-Jahre; Eintritt: 5 bzw. 3 Euro (Infos: thelegendcomestolife@t-online.de).

Gottesdienst
Zum Semesterbeginn lädt die Evangelische Theologie vor allem die Studienanfänger/innen zum Gottesdienst in die Apostelkirche (Kirchenforum im Uni-Center, 14.4., 18 h). Es predigt Prof. Franz-Heinrich Beyer (Johannes 20, 19-29), für Musik an der Orgel sorgen David Krusche und Ralf Damjantschitsch.
Infos: http://www.rub.de/ev-theol/

Expertentandems
Wie kann man neuen wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen den Einstieg in die Lehre erleichtern? Zu dieser Frage entwickeln, initiiert von der Stabsstelle Interne Fortbildung und Beratung (IFB), erfahrene Lehrende aus sechs Pilotfakultäten gemeinsam mit externen Trainer/innen im Expertentandem ein fakultätsspezifisches Angebot für neue Lehrende: „Lehren in der Fakultät – kompetent von Anfang an”.
Das Innovative dieses Ansatzes: Das Projekt ist in den Fakultäten verankert und die erfahrenen Lehrenden verfügen über das Expertenwissen darüber, was gute Lehre in ihrer Fakultät ausmacht und was neue Lehrende beim Einstieg wissen müssen – die externen Trainer/innen liefern die passenden Methoden und Formate. Die IFB unterstützt das Expertentandem organisatorisch und konzeptionell. Neben der Erprobung und Reflektion didaktischer Methoden haben neue Lehrende im Pilotprojekt Gelegenheit, mehr über die Gepflogenheiten ihrer Disziplin, über Lehrpraxis, Kultur, Strukturen, Organisation und Ansprechpartner zu erfahren. Erste Ideen sind z.B. eine Lehrsprechstunde für neue Lehrende, das Angebot eines Werkzeugkoffers Lehre oder die kollegiale Peer-Beratung neuer Lehrender untereinander. Beteiligt sind folgende Fakultäten: Geschichtswissenschaft, Rechtswissenschaft, Psychologie, Philologie, Geowissenschaften sowie Physik und Astronomie.
Infos: http://www.uv.rub.de/ifb/

ad, md
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