Personalia
Leute an der RUB
Rufe & Ehre
Prof. Johannes Bergemann (Geschichtswissenschaft)
hat einen Ruf auf eine Professur für Klassische
Archäologie an der Uni Göttingen erhalten.
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Prof. Georg Borges (Jura)
hat einen Ruf auf eine Professur für Bürgerliches
Recht, Informationstechnologierecht und Rechtsinformatik
an der Uni Passau erhalten.
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Prof. Christof Wöll (Chemie)
hat einen Ruf an die Uni Karlsruhe erhalten und soll
die Leitung des Instituts für Funktionelle Grenzflächen
am Forschungszentrum Karlsruhe übernehmen.
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Prof. Hartmut Ruhl (Physik)
hat Anfang 2009 den an ihn ergangenen Ruf an die Uni
München (LMU) angenommen.
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Prof. Sumit Chakraborty (Geowissenschaften)
ist neuer Geochemistry Fellow der führenden Vereinigungen
der Geochemiker: der Geochemical Society und der
European Association of Geochemistry.
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Prof. Manfred Depenbrock (Elektrotechnik
u. Informationstechnik) ist seit Jahresbeginn Fellow
des renommierten Institute of Electrical and Electronics
Engineers (IEEE).
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Der RUB-Wirtschaftswissenschaftler und Präsident
des Rheinisch-Westfälischen Instituts für
Wirtschaftsforschung Prof. Christoph
M. Schmidt ist im März zum neuen
Mitglied des „Sachverständigenrates zur
Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung” („Wirtschaftsweisen”)
ernannt worden.
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Neue Ehre für den sog. Vater der Zweitwohnsteuer
und emeritierten Juristen der RUB: Prof.
em. Hermann-Wilfried Bayers Archiv
zur Zweitwohnsteuer wurde in die Historische Bibliothek
der Finanzgeschichtlichen Sammlung in der Bundesfinanzakademie
(Deutsches Steuermuseum) aufgenommen. Dadurch wird
die fast 40-jährige Geschichte der Zweitwohnsteuer
der Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht.
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Bei der 52. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft
für Endokrinologie wurde Prof. em.
Helmut Schatz für drei Jahre in
den Vorstand gewählt. Er wird das Amt des Mediensprechers
wahrnehmen. Prof. Schatz war 1989-2003 Direktor
der Medizinischen Universitätsklinik Bergmannsheil
der RUB und 2003-2009 Präsident der Zentraleuropäischen
Diabetesgesellschaft.
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Gleich drei Auszeichnungen erhielt Prof.Padma
Kant Shukla (Physik & Astronomie)
zu Beginn des Jahres: Die Royal Society of Edinburgh
ernannte ihn zum „Corresponding Fellow“,
die TU Lissabon verlieh ihm die Ehrendoktorwürde
und die Iranian Research Organization for Science
and Technology kürte ihn zum Träger des
22. Khwarizmi International Award. Begründet
wurden die Ehrungen mit Prof. Shuklas herausragenden
Arbeiten in der Plasmaphysik und seinem Engagement
für die weltweite Vernetzung
der Physik und für die Förderung von Nachwuchswissenschaftlern.
Schwerpunkt seiner Arbeit sind u.a. staubige Plasmen,
in denen Shukla die sog. Dust Acoustic Waves entdeckt
hat: elektrostatische Wellen in komplexen Plasmen,
die mit bloßem Auge sichtbar sind. Zudem gelang
es Shukla zusammen mit Wissenschaftlern aus Schweden,
theoretisch zu berechnen, wie sich kleine Wellen im
Ozean unter bestimmten Voraussetzungen zur sog. Monsterwelle
aufschaukeln.
Nachrufe
Die Ruhr-Universität trauert um Prof.
Ewald Georg Welp, der am 1. Februar
gestorben ist. Prof. Welp hat sich mit großer
Begeisterung und unermüdlichem Engagement für
den Strukturwandel der Fakultät für Maschinenbau
sowie für
die Verbesserung der Lehre eingesetzt. Er war eine
international anerkannte Autorität in der Produktentwicklung.
Ewald Georg Welp (Jahrgang 1944) studierte und promovierte
in Darmstadt. Während seiner Industrietätigkeit
in leitenden Funktionen der Produktentwicklung und
Konstruktion von Investitionsgütern für
den Maschinen- und Anlagenbau übernahm er bereits
Lehraufträge
an der FH Niederrhein und der TU Darmstadt. Seit 1994
leitete er den Lehrstuhl für Maschinenelemente
und Konstruktionslehre der RUB, arbeitete in diversen
universitären Gremien und war 1999-2001 Dekan.
Im Oktober 2002 wurde er zum Professor und im Juli
2008 zum Fachkoordinator des Chinesisch-Deutschen
Hochschulkollegs der Tongji-Universität Shanghai
ernannt.
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Die Ruhr-Universität trauert ebenfalls um den
Plasmaforscher
Prof. em. Hans Schlüter,
der am 27. Januar gestorben ist. Schlüter arbeitete
theoretisch und experimentell im Bereich der technisch
relevanten Hochfrequenzplasmen und insbesondere auf
dem Gebiet der wellenerzeugten Plasmen. Daraus entstand
u.a. eine langjährige Zusammenarbeit mit der
Uni Sofia. Dort half Schlüter beim Aufbau eines
Plasmalabors und erhielt im Januar 2008 die Ehrendoktorwürde.
Hans Schlüter, geboren 1930 in Wattenscheid, studierte
Physik in Göttingen, Mainz und München.
Nach seiner Promotion bei Prof. Werner Heisenberg,
in der er die Existenz der Lower-Hybrid Resonanz
in Plasmen experimentell nachwies, ging er 1961 an
die University of Texas, wo er den Bereich Plasmaphysik
aufbaute. 1968 wurde er an den Lehrstuhl für
Experimentalphysik II der RUB berufen. Er gehörte
zur Gründergeneration
der Fakultät für Physik und hat die Bochumer
Plasmaforschung maßgeblich geprägt. Bis
zu seiner Emeritierung 1995 untersuchte er verschiedene
Phänomene der Plasmadynamik. Prof. Schlüter
war langjähriger Vorsitzender des Wissenschaftlichen
Beirats des Max-Planck-Instituts für Plasmaforschung
in Garching.
Ad,
Md, Jw
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