Karrierewege ebnen
Dezentrale
Gleichstellungsbeauftragte an Fakultäten und Einrichtungen
Es hat sich an deutschen Universitäten in den vergangenen
Jahren herumgesprochen: Die Chancengerechtigkeit von
Frauen und Männern ist ein wichtiger Standortfaktor.
Angesichts des demographischen Wandels und einer Neuorientierung
in der Wissenschaftspolitik verbessern sich die Karrierechancen
von Frauen in den Hochschulen zwar langsam, aber stetig.
An der RUB beträgt der Anteil von Professorinnen
immerhin 15 Prozent, bei den Juniorprofessorinnen gar
35 Prozent.
Die Frauen, die sich am 29. Januar im Senatssitzungssaal
versammelten, kennen nicht nur diese Zahlen. Als dezentrale
Gleichstellungsbeauftragte an Fakultäten und Einrichtungen
der RUB engagieren sie sich für mehr Chancengerechtigkeit,
eine Aufgabe, die die Hochschulleitung an diesem Tag
würdigen wollte. Deshalb waren die Prorektorin
für Lehre, Weiterbildung und Medien, Prof. Dr.
Uta Wilkens, sowie die hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte
der RUB, Dr. Masha Gerding, gekommen. Sie überreichten
den dezentralen Gleichstellungsbeauftragten Zertifikate,
die ihr breites Aufgabenfeld dokumentieren.
Auch Dr. Susanne Winter war gekommen. Die Medizinerin
arbeitet als Gruppenleiterin am Institut für Neuroinformatik
und ist seit einem Jahr als dezentrale Gleichstellungsbeauftragte
im Amt. „Es soll ganz selbstverständlich
werden, dass Frauen Positionen in allen Qualifikationsstufen
übernehmen”, lautet ihr gleichstellungspolitisches
Ziel. Daher hat sie das Thema Chancengerechtigkeit in
den vergangenen Monaten im Institutsalltag immer wieder
auf die Tagesordnung gesetzt. „Das trägt
zur Normalisierung des Themas bei und hilft, den Karriereweg
von Frauen in Forschung und Lehre bis in Spitzenpositionen
zu ebnen”, sagt sie.
Auf diesen Effekt setzt auch das NRW-Innovationsministerium
(MIWFT). Es hat deshalb die Wahl von dezentralen Gleichstellungsbeauftragten
im Hochschulgesetz festgeschrieben. Als Vorbild dient
dabei auch das Modell der dezentralen Gleichstellungsbeauftragten
an der RUB – neben dem im vergangenen Jahr prämierten
Gleichstellungskonzept ein weiteres Beispiel für
die innovative Gleichstellungspolitik, die die Ruhr-Uni
verfolgt.
Beate
von Miquel
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