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RUBENS 132

1. April 2009

Karrierewege ebnen

Dezentrale Gleichstellungsbeauftragte an Fakultäten und Einrichtungen

Es hat sich an deutschen Universitäten in den vergangenen Jahren herumgesprochen: Die Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern ist ein wichtiger Standortfaktor. Angesichts des demographischen Wandels und einer Neuorientierung in der Wissenschaftspolitik verbessern sich die Karrierechancen von Frauen in den Hochschulen zwar langsam, aber stetig. An der RUB beträgt der Anteil von Professorinnen immerhin 15 Prozent, bei den Juniorprofessorinnen gar 35 Prozent.
Die Frauen, die sich am 29. Januar im Senatssitzungssaal versammelten, kennen nicht nur diese Zahlen. Als dezentrale Gleichstellungsbeauftragte an Fakultäten und Einrichtungen der RUB engagieren sie sich für mehr Chancengerechtigkeit, eine Aufgabe, die die Hochschulleitung an diesem Tag würdigen wollte. Deshalb waren die Prorektorin für Lehre, Weiterbildung und Medien, Prof. Dr. Uta Wilkens, sowie die hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte der RUB, Dr. Masha Gerding, gekommen. Sie überreichten den dezentralen Gleichstellungsbeauftragten Zertifikate, die ihr breites Aufgabenfeld dokumentieren.
Auch Dr. Susanne Winter war gekommen. Die Medizinerin arbeitet als Gruppenleiterin am Institut für Neuroinformatik und ist seit einem Jahr als dezentrale Gleichstellungsbeauftragte im Amt. „Es soll ganz selbstverständlich werden, dass Frauen Positionen in allen Qualifikationsstufen übernehmen”, lautet ihr gleichstellungspolitisches Ziel. Daher hat sie das Thema Chancengerechtigkeit in den vergangenen Monaten im Institutsalltag immer wieder auf die Tagesordnung gesetzt. „Das trägt zur Normalisierung des Themas bei und hilft, den Karriereweg von Frauen in Forschung und Lehre bis in Spitzenpositionen zu ebnen”, sagt sie.
Auf diesen Effekt setzt auch das NRW-Innovationsministerium (MIWFT). Es hat deshalb die Wahl von dezentralen Gleichstellungsbeauftragten im Hochschulgesetz festgeschrieben. Als Vorbild dient dabei auch das Modell der dezentralen Gleichstellungsbeauftragten an der RUB – neben dem im vergangenen Jahr prämierten Gleichstellungskonzept ein weiteres Beispiel für die innovative Gleichstellungspolitik, die die Ruhr-Uni verfolgt.

Beate von Miquel
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Letzte Änderung: 1.4.2009| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik