Starker
Nachwuchs
Erneut
drei RUB-Spitzenforscher ins Junge Kolleg berufen
Gleich drei junge Spitzenforscher der Ruhr-Universität
waren unter den elf neuen Nachwuchswissenschaftler/innen,
die Mitte Januar feierlich ins Junge Kolleg der Nordrhein-Westfälischen
Akademie der Wissenschaften und der Künste aufgenommen
werden. Mit diesen drei (Christian Tapp, Gottfried Vosgerau
und Cornel Zwierlein) stellt die Ruhr-Uni nun zehn der
insgesamt 28 Kollegiaten.
Mit dem durch die Stiftung Mercator geförderten Jungen
Kolleg strebt die Akademie eine umfassende Förderung
der Spitzenforschung an. Das Kolleg unterstützt herausragende
junge Forscher fachlich, finanziell und ideell. Sie erhalten
zum Beispiel ein Forschungsstipendium in Höhe von
10.000 Euro pro Jahr und einen Zuschuss zur Finanzierung
eines mehrmonatigen Forschungsaufenthalts im Ausland.
Die 28 Kollegiaten repräsentieren ein breites fachliches
Spektrum von den Naturwissenschaften und der Medizin (13)
über die Geisteswissenschaften (11) bis zu den Ingenieur-
und Wirtschaftswissenschaften (4). An der Ruhr-Universität
herrscht natürlich große Freude über die
sehr gute Quote an Wissenschaftler/innen im Jungen Kolleg:
„Nachdem die Ruhr-Uni im Kolleg bislang stark das
naturwissenschaftliche Spektrum vertritt, freuen wir uns
besonders über drei Spitzenforscher aus den klassischen
Geisteswissenschaften in diesem dritten Jahrgang der Kollegiaten“,
betont Rektor Prof. Elmar Weiler.
Die drei Neuen
Jun.-Prof. Dr. Dr. Christian Tapp,
Jahrgang 1975, studierte Katholische Theologie, Philosophie
und Mathematik in Bonn, Münster und Freiburg. Seit
Mai 2008 hat er an der RUB eine Juniorprofessur für
Philosophisch-Theologische Grenzfragen inne und leitet
die Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe zum Thema „Infinitas
Dei – Der unendliche Gott und die endliche Welt
im Spannungsfeld zwischen Theologie, Philosophie, Mathematik
und Naturwissenschaften“. Der Dialog zwischen
Theologie und Naturwissenschaften sind Christian Tapp
dabei ein besonderes Anliegen.
Dr. Gottfried Vosgerau, Jahrgang 1978,
studierte Philosophie, Allgemeine Sprachwissenschaft
und Kognitionswissenschaft an den Unis Freiburg und
Bonn. Seine mehrfach prämierte Doktorarbeit schloss
er an der Bochumer Fakultät für Philosophie
und Erziehungswissenschaften ab. Seit 2007 ist Vosgerau
Post-Doc am Lehrstuhl für Philosophie des Geistes
der RUB. In interdisziplinären Projekten untersucht
Gottfried Vosgerau derzeit u. a. kulturelle Unterschiede
in Selbst-Repräsentationen sowie deren Auswirkungen
auf das emotionale Erleben.
Jun.-Prof. Dr. Cornel Zwierlein, Jahrgang
1973, studierte Geschichte, Germanistik und Rechtswissenschaft
in München und Tours und war Stipendiat der Studienstiftung
des Deutschen Volkes und des DAAD. Cornel Zwierlein
kam im April 2008 an die RUB; hier ist er Juniorprofessor
für Umweltgeschichte. Sein neues Forschungsprojekt
behandelt die Gefahr der Stadtbrände im Übergang
von Früher Neuzeit zur Moderne und die Entstehung
und Bedeutung der Feuerversicherungen als ersten Institutionen
der Naturkatastrophen-Beobachtung.
Barbara
Kruse
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