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RUBENS 131

1. Februar 2009

Starker Nachwuchs

Erneut drei RUB-Spitzenforscher ins Junge Kolleg berufen


Gleich drei junge Spitzenforscher der Ruhr-Universität waren unter den elf neuen Nachwuchswissenschaftler/innen, die Mitte Januar feierlich ins Junge Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste aufgenommen werden. Mit diesen drei (Christian Tapp, Gottfried Vosgerau und Cornel Zwierlein) stellt die Ruhr-Uni nun zehn der insgesamt 28 Kollegiaten.

Mit dem durch die Stiftung Mercator geförderten Jungen Kolleg strebt die Akademie eine umfassende Förderung der Spitzenforschung an. Das Kolleg unterstützt herausragende junge Forscher fachlich, finanziell und ideell. Sie erhalten zum Beispiel ein Forschungsstipendium in Höhe von 10.000 Euro pro Jahr und einen Zuschuss zur Finanzierung eines mehrmonatigen Forschungsaufenthalts im Ausland.
Die 28 Kollegiaten repräsentieren ein breites fachliches Spektrum von den Naturwissenschaften und der Medizin (13) über die Geisteswissenschaften (11) bis zu den Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften (4). An der Ruhr-Universität herrscht natürlich große Freude über die sehr gute Quote an Wissenschaftler/innen im Jungen Kolleg: „Nachdem die Ruhr-Uni im Kolleg bislang stark das naturwissenschaftliche Spektrum vertritt, freuen wir uns besonders über drei Spitzenforscher aus den klassischen Geisteswissenschaften in diesem dritten Jahrgang der Kollegiaten“, betont Rektor Prof. Elmar Weiler.

Die drei Neuen

Jun.-Prof. Dr. Dr. Christian Tapp, Jahrgang 1975, studierte Katholische Theologie, Philosophie und Mathematik in Bonn, Münster und Freiburg. Seit Mai 2008 hat er an der RUB eine Juniorprofessur für Philosophisch-Theologische Grenzfragen inne und leitet die Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe zum Thema „Infinitas Dei – Der unendliche Gott und die endliche Welt im Spannungsfeld zwischen Theologie, Philosophie, Mathematik und Naturwissenschaften“. Der Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaften sind Christian Tapp dabei ein besonderes Anliegen.
Dr. Gottfried Vosgerau, Jahrgang 1978, studierte Philosophie, Allgemeine Sprachwissenschaft und Kognitionswissenschaft an den Unis Freiburg und Bonn. Seine mehrfach prämierte Doktorarbeit schloss er an der Bochumer Fakultät für Philosophie und Erziehungswissenschaften ab. Seit 2007 ist Vosgerau Post-Doc am Lehrstuhl für Philosophie des Geistes der RUB. In interdisziplinären Projekten untersucht Gottfried Vosgerau derzeit u. a. kulturelle Unterschiede in Selbst-Repräsentationen sowie deren Auswirkungen auf das emotionale Erleben.
Jun.-Prof. Dr. Cornel Zwierlein, Jahrgang 1973, studierte Geschichte, Germanistik und Rechtswissenschaft in München und Tours und war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und des DAAD. Cornel Zwierlein kam im April 2008 an die RUB; hier ist er Juniorprofessor für Umweltgeschichte. Sein neues Forschungsprojekt behandelt die Gefahr der Stadtbrände im Übergang von Früher Neuzeit zur Moderne und die Entstehung und Bedeutung der Feuerversicherungen als ersten Institutionen der Naturkatastrophen-Beobachtung.

Barbara Kruse
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Letzte Änderung: 1.2.2009| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik