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RUBENS 131

1. Februar 2009

Nachrichten



Neues vom Campus

Graspollentablette
Die tägliche Einnahme einer Graspollentablette kann bei Kindern Heuschnupfen und Asthma lindern. Zu diesem Ergebnis kommt einer Studie von Medizinern der RUB um Prof. Albrecht Bufe (Experimentelle Pneumologie), die sie gemeinsam mit nationalen Kollegen an 253 Kindern durchgeführt haben.
10 bis 50 Prozent aller kindlichen Patienten mit unbehandeltem Heuschnupfen entwickeln später Asthma. Um das zu verhindern, setzt die Medizin auf Immuntherapien; sie sollen das Immunsystem langsam an die allergieauslösenden Pollen gewöhnen, so dass es nicht mehr überreagiert. Dieses Ziel hat auch die Graspollentablette, die die Patienten einmal täglich unter der Zunge zergehen lassen mussten. Die Studienteilnehmer zwischen 5 und 16 Jahren wurden zufällig zu einer der beiden Studiengruppen zugeordnet, die entweder echte Tabletten mit Wirkstoff oder wirkstofffreie Placebos bekamen. Die Einnahme begann zwischen zwei und sechs Monaten vor der Pollenflugsaison und wurde fortgesetzt, bis die Saison zu Ende war.
Die Ergebnisse bestätigen die Wirkung der Graspollentabletten: Die Heuschnupfensymptome waren bei der Wirkstoffgruppe um 24 Prozent geringer ausgeprägt als bei der Placebo-Gruppe. Entsprechend benötigte die Gruppe 34 Prozent weniger Medikamente. Asthmasymptome traten sogar zu 64 Prozent weniger auf. Die immunologischen Blutuntersuchungen bestätigten die Wirkung der Tablette. Die Graspollentabletten wurden im Allgemeinen gut vertragen; lediglich Juckreiz im Mund trat vorübergehend auf. Ob sich die Allergie auch langfristig bessert, müssen weitere Studien zeigen: „Sollte sich zeigen, dass die Graspollentabletten eine ähnlich effektive und langfristige Wirkung zeigen, kann in vielen Fällen in Zukunft die Spritzentherapie ersetzt werden, und das jetzt auch bei Kindern”, bilanziert Prof. Albrecht Bufe.

Preise
Die Universität Lüneburg schreibt einen deutschlandweiten Essaywettbewerb aus. Angesprochen sind Studierende im ersten Semester, die Preisfrage lautet: „Was ist der Bildungsauftrag der Universität?” Die Arbeiten sollen einen Umfang von ca. 1.000 Wörtern haben und bis zum 15. Februar 2009 eingereicht werden an die E-Mail-Adresse: essay2009@leuphana.de. Zu gewinnen sind – neben der Veröffentlichung der Arbeit – Buchgutscheine.
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Zum 10. Mal wird der mit 100.000 Euro dotierten Medida-Prix ausgeschrieben. Ausgezeichnet werden Projekte, die auf besonders innovative Weise den Einsatz digitaler Medien mit fortschrittlichen Lehrmethoden verbinden. Es können didaktisch motivierte Projekte ebenso wie strategische Initiativen zur nachhaltigen Verankerung moderner Lehr-/Lernszenarien mittels neuer Medien eingereicht werden. Seit dem Jahr 2008 wird zudem ein Schwerpunkt auf Initiativen zur Förderung und nachhaltigen Verankerung freier Bildungsressourcen gelegt. Einreichberechtigt sind Lehrende, Mitarbeiter/innen und Studierende von Hochschulen (Teams oder Einzelpersonen) aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Einsendeschluss ist der 31. März 2009. Infos: http://www.medidaprix.org.
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Die sog. Schmalblättrige Wasserpest macht sich in Deutschlands Seen und Flüssen breit. Da sie sich rasant vermehrt, sind Flachwasserbereiche von Seen und die langsam fließenden oder rückgestauten Bereiche der Flüsse in kurzer Zeit vollkommen zugewachsen. Die für Schwimmer und Boote fast unpassierbaren Pflanzenteppiche schmälern deutlich das Freizeitvergnügen im und auf dem Wasser und können auch weitere Nutzungen einschränken. Gesucht wird deshalb eine Vorrichtung oder ein Verfahren zur Ernte von Unterwasserpflanzen, insbesondere der Schmalblättrigen Wasserpest. Zu diesem Thema schreiben das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) Leipzig und der Ruhrverband Essen einen mit insgesamt 5.000 Euro dotierten Ideenwettbewerb für Studierende aus. Einsendeschluss ist der 30. April 2009; Infos: http://www.ufz.de/wasserpest oder http://www.Ruhrverband.de.
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„Wir sind ein Volk …” – dieser Ruf begleitete vor 20 Jahren den Prozess der Wiedervereinigung Deutschlands. Zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung schreibt das Bundesministerium des Innern einen Wettbewerb für Studierende aller Fachrichtungen aus. Beiträge können in den Kategorien Essay/Reportage oder Fotografie eingereicht werden. In beiden Kategorien werden erste, zweite und dritte Preise in Höhe von 2.500, 1.500 und 1.000 Euro vergeben. Einsendeschluss ist der 15. Juni 2009. Infos: http://www.bmi.bund.de.

Mehr Stipendien
Die Studienstiftung des deutschen Volkes kann in Zukunft mehr Stipendien an Doktorandinnen und Doktoranden vergeben. Das größte und älteste Begabtenförderungswerk in Deutschland ermutigt alle Hochschullehrer, exzellente und motivierte Doktoranden für die Promotionsförderung der Studienstiftung vorzuschlagen. Das Dissertationsvorhaben sollte einen wichtigen Beitrag zur Wissenschaft erhoffen lassen.
Nach dem erfolgreichen Wachstum in der Studienförderung stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung ab 2009 nun auch für die Promotionsförderung der Studienstiftung deutlich mehr Finanzmittel zur Verfügung. Unter den insgesamt rund 9.500 Stipendiaten befinden sich zurzeit 900 Doktoranden; künftig sollen deutlich mehr exzellente Nachwuchswissenschaftler von der finanziellen und ideellen Förderung während der Dissertation profitieren. Die Promotionsstipendiaten können unbelastet von beruflichen Verpflichtungen an ihren Projekten arbeiten und zugleich das umfassende wissenschaftliche Netzwerk der Studienstiftung nutzen.
Die Promotionsförderung umfasst ein monatliches Stipendium von 1.150 Euro inkl. einer Forschungskostenpauschale. Doktoranden mit Kindern erhalten zusätzlich einen Familienzuschlag und eine Kinderbetreuungspauschale. Auch Forschungs- und Konferenzreisen werden bezuschusst. Parallel zur finanziellen Förderung bietet die Studienstiftung ihren Doktoranden ein hochwertiges wissenschaftliches Programm an, insbesondere Foren, auf denen die Stipendiaten ihre Projekte gemeinsam mit renommierten Wissenschaftlern diskutieren. Darüber hinaus stehen den Doktoranden die Sommerakademien und Sprachkurse der Studienstiftung offen. Vorschläge von Dissertationsbetreuern sind jederzeit möglich. Eine vorherige Förderung der Bewerber durch die Studienstiftung ist nicht notwendig. Der Auswahlprozess findet ganzjährig statt. Infos: http://www.studienstiftung.de/dissertationsbetreuer.html.


Bochum & Graz
Mit sog. Joint Degree Programmen soll der europäische Bildungsraum weiter vereinheitlicht und attraktiver gestaltet werden. Die Studienprogramme werden von mehreren Institutionen gemeinsam entwickelt und anerkannt. Die Studierenden der teilnehmenden Institutionen verbringen einen Teil ihrer Studienzeit an einer anderen Institution. Sie erhalten entweder nationale Abschlüsse der einzelnen Institutionen oder einen Abschluss, der gemeinsam verliehen wird. Gefördert werden die Programme aus Mitteln des „Zukunftsfonds Steiermark”, deshalb ist stets auch die Universität Graz beteiligt.
Nach diesem Prinzip funktioniert auch die Kooperation der RUB (Fakultät für Sozialwissenschaft) mit der Uni Graz beim Joint Degree Gender Studies. Das gemeinsame Master-Programm soll zum Wintersemester 2009/2010 starten und ab dann jährlich etwa 20 Studierende aufnehmen. Bewerben können sich Absolvent/innen eines Bachelor- oder Diplomstudiums in Geistes- und Kulturwissenschaften, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaften, Theologie oder Psychologie. Ihre vier Semester Studium absolvieren die Studierenden in Graz und Bochum und erwerben schließlich einen Master of Arts.
Den Kooperationsvertrag der beiden Hochschulen unterzeichneten Mitte Januar Rektor Prof. Dr. Elmar Weiler, Prof. Dr. Roberta Maierhofer (Vizerektorin für Internationale Beziehungen der Uni Graz) sowie Jun.-Prof. Dr. Katja Sabisch (Geschäftsführerin Gender Studies der RUB). Nun steht nur noch die Akkreditierung des Studiengangs aus. Infos: http://www.jointdegree.eu, Stichwort "Programmes".

Muth-Preis
Große Ehre für Prof. Dr. Jakob Muth: Der 1993 verstorbene Bochumer Erziehungswissenschaftler ist Namensgeber einer neuen Auszeichnung für vorbildliche Unterrichtskonzepte für behinderte und nicht-behinderte Kinder. Der mit 9.000 Euro dotierte „Jakob-Muth-Preis für inklusive Schule” wird 2009 erstmals ausgeschrieben. Dabei kooperieren die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Karin Evers-Meyer, die Bertelsmann Stiftung und die Deutsche UNESCO-Kommission.
Jakob Muth wurde 1927 in Gimbsheim (Rheinhessen) geboren, 1943 wurde er zur Wehrmacht einberufen und geriet 1944 in Kriegsgefangenschaft. Nach dem Krieg begann er eine Maurerlehre und war Gelegenheitsarbeiter, bis er 1948 sein Abitur machte und danach eine Ausbildung zum Volksschullehrer in Bad Neuenahr absolvierte. Ab 1958 studierte Muth Pädagogik an der Universität Mainz und wurde dort promoviert. Zwischen 1960 und 1970 war er Professor an der Pädagogischen Hochschule Kettwig/Duisburg. Von 1970 bis zu seiner Pensionierung im Juni 1992 forschte und lehrte er an der Ruhr-Uni und hatte hier den Lehrstuhl „Praktische Pädagogik” inne. Jakob Muth hat sich zeit seines Lebens intensiv für eine gemeinsame Erziehung behinderter und nicht-behinderter Kinder eingesetzt. Viele deutsche Behinderten- und Grundschulen tragen seinen Namen. Infos: Die Bewerbungsfrist für den „Jakob-Muth-Preis für inklusive Schule” läuft bis zum 13. März 2009; Infos: http://www.jakobmuthpreis.de


Gottesdienst
Am 3. Februar (18.15 h) findet in der Apostelkirche (Kirchenforum im Uni-Center) der Semesterabschlussgottesdienst mit Abendmahl statt. Den Gottesdienst gestalten Prof. Dr. Jürgen Ebach, Studierendenpfarrer Michael Drees sowie – musikalisch – Arno Hartmann und die Stadtkantorei; erstmals in einem Universitätsgottesdienst wird die Stadtkantorei singen; Predigttext ist Matthäus 20, 1-16 a. Infos: http://www.rub.de/ev-theol/

Schlag auf Schlag
Was Ende Januar begonnen, wird Anfang Februar nahtlos fortgesetzt. Wegen der zuletzt immer größeren Nachfrage plant das Ensemble der Studiobühne neuerdings von vornherein vier (statt drei) Aufführungstage für ihre Semesterproduktion ein. „Wie es Euch gefällt“ wird also auch am 1. und 2. Februar (wie gehabt um 19.30 h, Eintritt frei) im Musischen Zentrum gezeigt. Unter Leitung von Karin Freymeyer spielen Studierende aller Fachrichtungen Shakespeares Komödie um Celia, Rosalind, Orlando, Phoebe, Silvius, Probstein, Käthchen und Jacques und deren gemeinsame Flucht in den Wald. Zurück zur Natur, sozusagen, garniert mit viel Liebe und den üblichen Verwechslungen.
Gleich am nächsten Tag (3.2., 12 h mittags) ist der absolute Nachwuchs an der Reihe. Zu sehen ist die Abschlusspräsentation des Seminars „Hörspiel“: In einer Leseperformance erarbeiten Studierende die Möglichkeiten in der Sprachgestaltung am Beispiel von vier kurzen Hörspielen: Käpt‘n Blaubär, eine Frühstücksgeschichte, ein Treffen markanter Hörspielfiguren und eine Variation auf den Erlkönig. Am 5. Februar (ebenfalls 12 h) folgt die die Abschlusspräsentation des Seminars „Stimme präsentieren“: Diesmal erforschen Studierende unter professioneller Leitung ihre Klangfarbe und Dynamik beim Sprechen. Die Ergebnisse präsentieren sie in einer Aufführung lyrischer und prosaischer Texte; bei beiden Präsentationen ist der Eintritt frei.
Schlag auf Schlag geht’s gezwungenermaßen weiter, denn das Semester nähert sich dem Ende: Schon an den nächsten beiden Tagen (6./7.2., je 19.30 h, Eintritt: 5 Euro / 3 Euro ermäßigt) betreten die Mitglieder vom Theater Phalanx erstmals die Theaterbühne im Musischen Zentrum. Ihr selbstverfasstes Werk „Masters of the University“ ist eine turbulente Persiflage auf gängige Science Fiction à la „Star Wars“ oder „Star Trek“. Infos: http://www.rub.de/mz-theater

 

ad, md
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