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RUBENS
- Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
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| RUBENS 131 |
1. Februar 2009
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Editorial:
Research Departments
Eckpfeiler der Forschungsförderung
Wissenschaftliche Kooperationen über Fächergrenzen
hinweg sind eine der besonderen Stärken der Ruhr-Universität
– und dies seit vielen Jahren. Deutlich wird das
u. a. an der hohen Anzahl von DFG-geförderten Sonderforschungsbereichen.
Mit bis zu zehn dieser großen, themenzentrierten
Forschungsverbünde liegt die Ruhr-Universität
seit jeher in der Spitzengruppe der deutschen Universitäten
weit vorne! Was lag näher, als die guten Erfahrungen
mit den Sonderforschungsbereichen und ihren schlanken,
effektiven Organisationsformen zum Schwerpunkt des „Forschungscampus
Ruhr-Universität“ – so der deutsche Titel
unseres Wettbewerbsbeitrags in der dritten Förderlinie
(Zukunftskonzepte) der Exzellenzinitiative – zu
machen?
Sowohl unser „RUB Research Campus“ Konzept
als solches als auch die meisten der – jeweils von
einer größeren Gruppe von sehr erfahrenen Wissenschaftler/innen
vorgeschlagenen – Themen fanden in den Augen der
internationalen Gutachtergruppe Mitte 2007 viel Lob und
Zustimmung, was uns in unserer Überzeugung bestärkt
hat, auf dem eingeschlagenen Weg fortzuschreiten.
Dank der maßgeblichen Unterstützung des Ministeriums
für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie
(MIWFT), das für die Jahre 2008 bis 2010 der Ruhr-Universität
insgesamt 20 Mio. Euro zweckgebunden zum Aufbau von insgesamt
fünf Forschungsabteilungen zur Verfügung gestellt
hat, konnten soeben die ersten drei „Research Departments“
gegründet werden – hierzu wurden am 12.1.2009
Zielvereinbarungen mit den Sprechern dieser Research Departments
unterzeichnet. Es handelt sich dabei um Forschungsabteilungen
in den Bereichen Proteinforschung, Systemchemie und Materialforschung,
die jetzt die Arbeit aufnehmen.
Insgesamt könnten bei Vorliegen der – sehr
ambitionierten – Kriterien bis 2010 zwei weitere
Forschungsabteilungen in den Bereichen Plasmaforschung
und Neurowissenschaften mit den Mitteln des MIWFT gegründet
werden. Die Forschungsabteilungen sollen sich im Rahmen
der Fördermaßnahme wiederum zu zwei thematisch
übergeordneten Clustern vernetzen (s.
Beitrag auf S. 2).
Neben den bereits erwähnten Forschungsabteilungen
wird – möglicherweise schon sehr bald –
ein religionswissenschaftliches Research Department gegründet
werden. Das „Centrum für Religionswissenschaftliche
Studien (CERES)“ wird als Verbundforschungs-Projekt
bereits u. a. vom Bundesministerium für Forschung
und Technologie und der Deutschen Forschungsgemeinschaft
(DFG) gefördert.
Die Ruhr-Universität erhält damit in allen ihren
Wissenschaftsbereichen herausragende Forschungs-, aber
dadurch eben auch Lehrschwerpunkte. Sie wird so noch attraktiver
für Studierende und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
– auch aus dem Ausland.
Besonders wichtig: Die Forschungsabteilungen, wie übrigens
die Sonderforschungsbereiche auch, verkörpern in
idealer Weise den Gedanken der „universitas“,
des kollegialen Miteinanders von erfahrenen Wissenschaftler/innen
und Nachwuchsforscher/innen. Forschungsabteilungen sind
wissenschaftliche Großprojekte, sie ersetzen somit
keineswegs die in unserer Grundordnung verankerten Fakultäten,
sondern sie sind mit der verfassten Struktur unserer Universität
in denkbar bester Weise vereinbar. Die Forschungsabteilungen
mit ihrer durch die Mittelzuweisung des Ministeriums themengebundenen
Ausrichtung einerseits und das Paket der Rektoratsprogramme
zur Forschungsförderung auf breiter Basis andererseits
bilden zusammen zwei wichtige und sich in hervorragender
Weise ergänzende Eckpfeiler der Forschungsförderung
der Ruhr-Universität.
Prof.
Dr. Elmar Weiler, Rektor
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