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RUBENS 130

5. Januar 2009

SFB 491 in die 4. Förderperiode


Magnetische Heteroschichten erreichen Höchstlaufzeit


„Magnetische Heteroschichten”: Unter diesem Titel erforscht der SFB 491 die Grundlagen für zukünftige Informations- und Kommunikationstechnologien – und schlägt die Brücke zwischen Halbleitern, Supraleitern und Ferromagneten. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den Sonderforschungsbereich von Januar an für drei Jahre mit rund 6 Mio. Euro weiter. Im SFB kooperieren die RUB und die Uni Duisburg-Essen, Sprecher ist der Bochumer Experimentalphysiker Prof. Hartmut Zabel.
Durch eine exzellente Vernetzung der Arbeitsgruppen an den beiden Unis – die beteiligten rund 50 Wissenschaftler sind in den Fakultäten für Physik und für Elektrotechnik angesiedelt – sei in den letzten Jahren hervorragende Arbeit auf einem technologisch zukunftsweisenden und anspruchsvollen Forschungsgebiet geleistet worden, heißt es in der Begutachtung eines internationales Gremiums, die der Weiterbewilligung vorangegangen war. Aus den neuen Fördermitteln werden allein 25 Stellen von Wissenschaftler/innen finanziert. In der vierten und damit letzten Förderperiode bis Ende 2011 wollen die Partner vor allem die Kooperation mit dem Forschungszentrum Jülich verstärken.

Steuerung per Spin?

Die heutige Elektronik basiert auf dem Transport und der Steuerung von Ladungsträgern in Halbleitern, wobei die Informationsträger negative oder positive Ladungen sind. Metalle liefern über ihre Zuleitungen den notwendigen Strom. In Zukunft wird sich die Elektronik neben der Ladung zusätzlich den Eigendrehimpuls (Spin) zunutze machen, den jedes Elektron grundsätzlich trägt und daher magnetisch ist. In der herkömmlichen Halbleiterelektronik kann man den Spin noch nicht zur Steuerung verwenden, da gleich viele Elektronen jeder Spinrichtung vorkommen. Schickt man jedoch einen Strom durch eine ferromagnetische Schicht, dann werden die Spins ausgerichtet bzw. polarisiert.
Mit Hilfe des spinpolarisierten Stroms kann in neuartigen Bauelementen Information mit hoher Dichte gespeichert werden. Die Physiker stellen neuartige Schichtkombinationen mit aufwändigen Wachstumsmethoden unter ultrareinen Bedingungen her. Dabei geht es um den Transport und die Manipulation von Elektronenspins, die zu neuen physikalischen Phänomenen führen. Die magnetischen Heteroschichten könnten besonders bei der Datenspeicherung, der Magnetfeldsensorik und bei der Steuerung von Datenträgern eingesetzt werden. Die Forscher des SFB 491 suchen zudem nach neuen Wegen, den Spinstrom mit elektrischen Feldern zu steuern, was eine weitere Verkleinerung der Bauelemente ermöglichen würde.
SFB 491 angeklickt: http://www.ep4.ruhr-uni-bochum.de/sfb/

md
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Letzte Änderung: 5.1.2009| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik