Campusmeldungen
Neues aus Forschung, Lehre, Kultur ...
Millionen für Mobiltelefone
Mehr Leistung bei geringerem Stromverbrauch versprechen
sog. Multi-Core-Lösungen für Mobiltelefone.
Dank mehrerer separater Cores innerhalb des Prozessors,
die nur bei Bedarf zugeschaltet werden, lässt sich
die Leistung an aktuelle Anforderungen anpassen. Auch
können problemlos verschiedene Softwares und Protokolle
nebeneinander betrieben werden. Im Projekt eMuCo (Embedded
Multi-Core Procession for Mobile Communication) wird
ein Forscherteam um Prof. Attila Bilgic (Lehrstuhl für
Integrierte Systeme) solche Lösungen weiterentwickeln.
Das Projekt, dessen Budget 4,6 Mio. Euro beträgt,
wird mit 2,9 Mio. Euro aus dem 7. Forschungsrahmenprogramm
der EU unterstützt.
Um den enormen Leistungsgewinn durch die Multi-Core-Technologie,
der in PCs längst genutzt wird, auch in Mobiltelefonen
nutzen zu können, bedienen sich die Forscher der
Virtualisierung. „So schaffen wir eine flexible
und skalierbare Software-Architektur“, beschreibt
Prof. Bilgic. Die Virtualisierung erlaubt die räumliche
und zeitliche Trennung der Ressourcen. Das ermöglicht
eine nahtlose und sichere Integration verschiedener
Software-Umgebungen wie Anwendungen, die in verschiedenen
Betriebssystemen laufen oder verschiedene Protokolle
nutzen.
Das Projekt wird von einem internationalen Konsortium
wissenschaftlicher und industrieller Partner bearbeitet:
Beteiligt sind die RUB und die TU Dresden, Infineon,
GWT-TUD (alle Deutschland), Telelogic (Schweden), ARM,
University of York (beide Großbritannien), und
die „Politehnica“ Universität Timisoara
(Rumänien).
Preise & Ausschreibungen
Mit sage und schreibe 4,5 Mio. norwegischen Kronen (rund
570.000 Euro) ist der internationale Holberg-Gedenkpreis
dotiert. Er wird an Wissenschaftler/innen vergeben,
die herausragende Beiträge zur humanistischen,
sozialwissenschaftlichen, juristischen und/oder theologischen
Forschung geleistet haben. Die Nominierungsfrist endet
am 20. Januar 2009. Infos: http://www.holbergprisen.no.
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Der Cartellverband der katholischen Studentenverbindungen
Ruhrgau schreibt den mit 2.000 Euro dotierten CV-Förderpreises
2009 aus. Zugelassen sind Diplom- und Magisterarbeiten
aller Fachrichtungen. Einsendeschluss: 31. Januar 2009;
Infos: http://www.cartellverband.de.
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Norbert Lammert, Schirmherr des Deutschen Studienpreises,
hat die Ausschreibung für 2009 gestartet. Mit diesem
Preis zeichnet die Körber-Stiftung jährlich
junge Wissenschaftler/innen für Forschungsarbeiten
von besonderem gesellschaftlichem Wert aus. Teilnehmen
können Nachwuchswissenschaftler/innen, die 2008
eine Dissertation mit exzellentem Ergebnis abgeschlossen
haben. Einsendeschluss ist der 1. März 2009. Der
Wettbewerb zählt mit drei Spitzenpreisen von je
30.000 Euro zu den höchstdotierten deutschen Nachwuchspreisen;
Infos: http://www.koerber-stiftung.de.
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Zum 30. Mal schreibt die Alfried Krupp von Bohlen und
Halbach-Stiftung den mit 1 Mio. Euro ausgestatteten
„Alfried Krupp-Förderpreis für junge
Hochschullehrer“ aus. Mit ihm werden junge Hochschullehrer/innen
der Natur- und Ingenieurwissenschaften gefördert,
die trotz hervorragender fachlicher und persönlicher
Qualifikation aufgrund bestehender Stellenengpässe
noch keinen Ruf auf eine voll ausgestattete Professur
erhalten konnten. Das Förderangebot richtet sich
an Nachwuchswissenschaftler/innen, die ihre Befähigung
zu Forschung und Lehre durch die Berufung auf eine unbefristete
oder befristete Professur an einer wissenschaftlichen
Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland nachgewiesen
haben. Die Bewerber/innen sollen nicht älter als
38 Jahre sein. Kandidatenvorschläge werden von
Einzelpersonen, von wissenschaftlichen Hochschulen und
von Forschungseinrichtungen in Deutschland erbeten.
Bewerbungsschluss ist der 27. Februar 2009; Infos: http://www.krupp-stiftung.de
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Mit dem Klaus Tschira Preis wird die verständliche
Darstellung von herausragenden Ergebnissen naturwissenschaftlicher
Forschung ausgezeichnet. Bewerben können sich Promovierte
der Fächer Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik,
Neurowissenschaften und Physik, die ihre Dissertation
in einem Artikel allgemeinverständlich darstellen.
Vergeben werden sechs Preise zu je 5.000 Euro; Einsendeschluss:
28. Februar 2009. Infos: http://www.klaus-tschira-preis.info.
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Die DFG vergibt 2009 erneut den mit 2.000 Euro dotierten
Bernd-Rendel-Preis für junge, (noch) nicht promovierte
Diplom-Geowissenschaftler/innen. Einsendeschluss ist
der 31. Januar 2009; Infos: http://www.dfg.de/aktuelles_presse/preise/.
Hightech NRW
Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart hat Anfang
Dezember den Startschuss für die zweite Runde des
Spitzentechnologiewettbewerbs „Hightech.NRW“
gegeben. Der Wettbewerb fördert branchenübergreifend
neue Hightech-Projekte – vorausgesetzt, diese
bauen auf international herausragender Spitzenforschung
auf und schlagen eine Innovationsbrücke zwischen
Wissenschaft und Wirtschaft. Bis 2013 stellt das Innovationsministerium
dafür bis zu 170 Mio. Euro in drei Wettbewerbsrunden
zur Verfügung. Der Wettbewerb richtet sich an Hochschulen,
Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen in NRW.
Pinkwart sagte: „Die hohe Qualität der Projektanträge
aus der ersten Runde des Wettbewerbs hat uns gezeigt,
wie viel Innovationskraft in der Spitzentechnologieforschung
in Nordrhein-Westfalen steckt. Darauf wollen wir in
der zweiten Runde aufbauen und die Projekte zwischen
Wirtschaft und Wissenschaft gezielt weiter fördern.
Denn innovative Ideen sind unsere Visitenkarte im globalen
Technologiewettbewerb.“ Das Bewerbungsverfahren
verläuft zweistufig: In der ersten Stufe müssen
die Bewerber ihre Idee in einer Projektskizze darstellen,
die von einer unabhängigen Jury bewertet wird.
Die positiv begutachteten Skizzen erhalten in der zweiten
Stufe einen Aufruf zu einem konkreten Forschungsantrag.
Die Bewerbungsfrist endet am 27. Februar 2009. Die Jury
entscheidet voraussichtlich bis Mai 2009 über die
Bewerbungen.
In der ersten Runde des Wettbewerbs im Frühjahr
2008 hatten sich 100 Partner aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen
und Unternehmen beworben. Zwölf Projektteams hatten
Erfolg. Sie setzen ihre Konzepte gemeinsam mit Partnern
aus der Industrie um. Infos: http://www.innovation.nrw.de/wettbewerbe
68 Positionen
Ein Leckerbissen für Kunstkenner ist der im Dezember
erschienene Sammlungsband „Kunstsammlungen der
Ruhr-Universität Bochum. Sammlung Moderne”.
Anhand von 68 ausgewählten künstlerischen
Positionen wird darin veranschaulicht, welche bedeutenden
Werke sich in der universitären Sammlung befinden.
Dass kurz nach Gründung der Ruhr-Uni ein Kunstmuseum
auf dem Campus entstehen konnte, verdankt sich einer
glücklichen Konstellation. Der Kunstkritiker Albert
Schulze Vellinghausen vermachte der Uni seine private
Kunstsammlung. Seine Bedingung: Es bedarf eines adäquaten
Ortes der Präsentation. Wenige Jahre später,
1975, wurde ein Museum auf dem Campus eröffnet.
Weitere Schenkungen machten es zu einem Ort der Begegnung
von antiker und moderner Kunst.
Der Sammlungsband führt durch die Modernesammlung
des Campusmuseums. Die 68 Beispiele zeigen entscheidende
Entwicklungstendenzen in der Kunst seit 1945. Kurze
Texte von Lehrenden sowie fortgeschrittenen Studierenden
des Kunstgeschichtlichen Instituts (KGI) bieten Hintergrundinformationen
zu den Künstler/innen und ihren Werken. Zwei Aufsätze
zeichnen zudem die Geschichte der Sammlung nach. Ein
weiteres Kapitel ist den Kunst-am-Bau-Projekten gewidmet,
die sich auf dem Campus befinden. Sammlung und Sammlungsband
dienen nicht allein der Lehre und Forschung; sie richten
sich zugleich an eine breite Öffentlichkeit. Info:
„Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum.
Sammlung Moderne”. Hg. von Friederike Wappler
und Richard Hoppe-Sailer, Kunstgeschichtliches Institut
der RUB, Richter Verlag, Düsseldorf 2008, 120 S.,
103 vierfarbige Abb., 10 s/w Abb., 29 Euro (Buchhandel);
25 Euro (im Museum).
Kunstsammlungen der RUB, Sammlung Moderne, Öffz.
Di-Fr. 11-17 h, Sa/So/feiertags 11-18 h, Eintritt frei.
Brücken
Da das Institut für soziale Bewegungen der RUB
mitten in Bochum liegt, zwischen Schauspielhaus und
Bermudadreieck, wird es oft als Brücke der RUB
in die Stadt bezeichnet. Wahrscheinlich werden die Herausgeber
von „Brückenschläge” auch daran
gedacht haben, als sie den Titel ihres Buches wählten.
Herausgeber sind das Institut für soziale Bewegungen
und die Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets, die sich
mit dem Haus der Geschichte des Ruhrgebiets in der Clemensstraße
in Bochum ein Domizil teilen. Zugleich stehen beide
Einrichtungen im Mittelpunkt der Ende November erschienenen
Dokumentation „Brückenschläge”.
Beleuchtet werden darin neben den Forschungsaktivitäten
und Serviceangeboten beider Institutionen auch ihre
Gründungsprozesse und Entwicklungslinien. Gezeigt
wird auch, dass mit dem Brückenschlag (sic!) zwischen
Stiftung und Institut eine Konstruktion geschaffen wurde,
die ein ungewöhnliches Kapitel der deutschen Wissenschaftslandschaft
darstellt, die zugleich aber auch beispielhaft für
den strukturellen Wandel des Ruhrgebiets steht. Info:
„Brückenschläge“ ist im Essener
Klartext-Verlag erschienen, 84 Seiten, 12,95 Euro, ISBN
978-3-8375-0093-6
Jobsuchmaschine
Studium vorbei und noch nix gefunden? Auf der Suche
nach einem Praktikum oder einem kleinen Nebenverdienst?
Da hilft nun auch die kostenlose Suchmaschine jobsuma.de,
eine Seite, die sich speziell an Uni-Absolventen richtet
und an solche, die es werden wollen. jobsuma.de durchforstet
alle deutschen Jobbörsen und zusätzlich die
Angebote auf Firmen-Websites. Rund eine Million Anzeigen
findet die Seite nach eigenen Angaben zurzeit –
gesucht werden kann nach Einsteiger-Jobs, Neben-Jobs
und Praktika, aber auch nach Diplomanden-Stellen. Damit
nur solche Jobs angezeigt werden, die für die Studierenden
auch wirklich in Frage kommen, wird vorher gefiltert.
Angebote, die zum Beispiel mehrere Jahre Berufserfahrung
voraussetzen, tauchen so gar nicht erst auf. Info: http://www.jobsuma.de
AIDS hat viele Farben
Noch bis Ende Januar sind in der Fachbereichsbibliothek
Chemie und Biochemie Exponate zu sehen, die in der Malgruppe
HIV-ART von Regine Merz entstanden sind. Regine Merz
ist Kunsttherapeutin, für ihre Dissertation führte
sie mit Unterstützung des Kompetenznetzes HIV/Aids,
das von der RUB-Klinik für Dermatologie koordiniert
wird, eine Studie zur Kunsttherapie bei HIV-Patienten
durch (RUBENS
122). Über dem Projekt steht die Frage: Unterscheiden
sich die von HIV-positiven gemalten Bilder von denen
gesunder Probanden? Die Ausstellung „AIDS hat
viele Farben” wurde am Weltaidstag (1. Dezember
2008) eröffnet, die Werke stammen von HIV-Positiven
aus dem gesamten Ruhrgebiet. Infos: Die Ausstellung
„AIDS hat viele Farben” ist in der Fachbereichsbibliothek
der Fakultät für Chemie und Biochemie zu sehen,
NC 03-498 (Tel. -23419 o. -24439). Die Bibliothek hat
montags bis donnerstags von 8-18 und freitags von 8-16
h geöffnet; weitere Infos zu HIV-ART: Regine Merz,
E-Mail: merz@hiv-art.de.
33 Gedichte
Mitte der neunziger Jahre gehörte Katrin Atienza
zu den ersten Studierenden im sog. Magister-Reformmodell
(dem Vorläufer der gestuften Studiengänge)
der Ruhr-Universität. Sie studierte Amerika-Studien,
Germanistik, Politikwissenschaft und BWL. Nach Studienabschluss
zog es die gebürtige Dortmunderin in die USA. In
New York arbeitet sie als Marketing Direktorin und betreibt
ein Grafikdesignstudio.
Katrin Atienza hat seit ihrer Jugend Gedichte geschrieben;
in den ersten Jahren auf Deutsch und seit 1995 vorwiegend
auf Englisch. Ende November 2008 ist ihr erster Gedichtband
erschienen: „33 – A Collection of 33 Poems”.
Die Gedichte entführen den Leser auf eine Reise
vom nachdenklich Meditativen zum aufwühlend Ergreifenden,
vom trübsinnig Kritischen zum Lebensbejahenden,
von Beobachtungen zum Spirituellen und von Liebe zum
Herzschmerz. Katrin Atienza hat dabei ihren eigenen
Schreibstil entwickelt, mit dem sie die Dinge des alltäglichen
Lebens interpretiert und reflektiert. Die Gedichte sind
genauso zwiegespalten und facettiert wie das Leben selbst:
Nichts ist einfach nur schwarz und weiß. Info:
Katrin Atienza: „33 – A Collection of 33
Poems”, Lulu Press, 88 Seiten, $16.95, ISBN 978-0-557-01894-9,
erhältlich auf http://www.lulu.com.
Lernhilfe für Tandem-Paare
Wer am Zentrum für Fremdsprachenausbildung (ZFA)
eine Fremdsprache lernt, wird nicht allein gelassen.
Über eine begleitende Lernberatung können
in jedem Semester rund 4.500 Studierende ihr Lernen
reflektieren. Gemeinsam mit dem Lernberater wird zunächst
die individuelle Lernbiografie erstellt, d.h. Erfahrungen
beim Lernen thematisiert und konkrete Bedingungen für
das Lernen in den Blick genommen. Ausgehend davon unterstützt
der Berater den Lernenden dabei, auf dem Weg zu einem
konkreten Lernziel mögliche Lernbarrieren und deren
Ursachen zu identifizieren oder ganz einfach lieb gewonnene
Lernroutinen auf ihre Effizienz hin zu hinterfragen.
Derzeit lassen sich vor allem Tandem-Lernende beraten.
Knapp 200 Tandem-Paare benötigen Hilfe, das Potenzial
des Lernens mit einem Muttersprachler zu erkennen und
effektiv zu nutzen. Jeder Tandem-Partner durchläuft
im Laufe eines Semesters drei individuelle Lernberatungen
und dokumentiert seine Arbeit in einem Logbuch.
Den steigenden Bedarf an individueller Lernberatung
kann das ZFA durch die angehenden Sprachlernberater
aus der Sprachlehrforschung bedienen: Im Master-Studiengang
der Sprachlehrforschung ist ein Ausbildungsmodul „Sprachlernberatung“
integriert.
Die RUB ist Vorreiterin in der konzeptuellen Entwicklung
von Sprachlernberatung. Mittlerweile sind die Kooperationspartner
in einem internationalen Netzwerk verknüpft. Jährlich
treffen sie sich zu einer Tagung, zuletzt im November
in Bochum; 2009 wird die Uni Luxemburg Gastgeberin sein.
74 Skizzen für lehrreich
Als äußerst kreativ haben sich die Studierenden
und Lehrenden der RUB erwiesen: 74 Projektskizzen gingen
im Wettbewerb „lehrreich” ein, den das Rektorat
zur Förderung neuer Ideen für die Lehre ausgerufen
hatte. Zur Umsetzung der Konzepte, an denen Studierende
beteiligt sein müssen, stehen 400.000 Euro aus
Studienbeiträgen bereit.
Interdisziplinäre Vernetzung und Berufsbezug standen
bei vielen der ausgewählten Projekte im Mittelpunkt.
So planen einige Arbeitsgruppen, sich unter verschiedenen
Blickwinkeln im Austausch mit anderen Fachrichtungen
oder Universitäten mit disziplinübergreifenden
Fragen zu befassen. Andere wollen potenzielle berufliche
Situationen oder Handlungsfelder so in den Lehralltag
integrieren, dass professionelles Handeln bereits an
der Uni geübt werden kann. Für den Vollantrag
wählte die siebenköpfige Jury – darunter
vier Studierende – Mitte Dezember 21 der 74 Projekte
aus: 13 aus den Geisteswissenschaften, fünf aus
den Naturwissenschaften, zwei aus der Medizin und eine
aus dem Schreibzentrum. Kriterien für die Auswahl
waren u. a. Innovation, Nachhaltigkeit und Studierendenbeteiligung.
Außerdem legte die Jury Wert auf die Übertragbarkeit
der Ideen.
Bis zum 26. Januar haben die Antragsteller Zeit, ihr
Projekt genauer zu beschreiben. Dann trifft sich die
Jury erneut, um diejenigen auszuwählen, die eine
Förderung erhalten. Wie viele Projekte gefördert
werden, steht noch nicht fest. Starten werden die Projekte,
abhängig von ihrem Vorbereitungsaufwand, im nächsten
Sommer- oder im darauffolgenden Wintersemester. Um die
Ideen in die Uni hinein zu verbreiten ist eine Tagung
geplant, auf der die geförderten Gruppen ihre Lehrkonzepte
vorstellen und diskutieren. Der Wettbewerb soll im nächsten
Jahr wiederholt werden. Infos zum Wettbewerb: http://www.rub.de/lehrreich
Klein, kleiner, mini
Die Beatles saßen am Steuer, Michael Caine sowieso
und auch Mr. Bean konnte sich dem Charme des Kleinen
nicht erwehren. Gemeint sein kann an dieser Stelle nur
der Mini – das britische Kultauto der Sechziger.
In diesem Jahr feiert der es seinen 50. Geburtstag.
Kulturwissenschaftler aus Bochum und Dortmund veranstalten
zu seinen Ehren ein Mini-Event im Endstation Kino. Doch
es soll nicht allein der fahrende Mini im Mittelpunkt
stehen. Auch der tragbare Mini, den einst die britische
Modeschöpferin Mary Quaint etablierte, hat die
Sechziger und die Briten entscheidend geprägt.
„Mini meets mini” daher der Name des Events,
das nicht nur der Feierlaune, sondern auch der Wissenschaft
dienen soll. Das Phänomen Mini wird von allen Seiten
beleuchtet: Warum waren beide Minis in den Sechzigern
so revolutionär und wie beeinflussten sie das Leben
einer ganzen Generation?
Neben Fragenstellen ist auch Mitmachen unbedingt erwünscht.
Während die Kreativen ihre Fantasie beim Puppenrock-Design
mit Stoffresten und Nadel ausleben können, kann
der Autofan beim Mini-Rennen Gas geben. Echte Minis
kommen da natürlich nicht zum Einsatz. Die Mini-Miniaturausgaben
rasen über die Carrera-Bahn.
Live-Musik aus den Sechzigern, Vorführungen und
zwei Filmklassiker sollen das Programm abrunden. Und
da werden auch die Beatles und der Mini wieder vereint
werden – in ihrem legendären Film „Magical
Mistery Tour”.
Info: „Mini meets Mini”, 23. und 24. Januar
2009, Endstation Kino (Bahnhof Langendreer); los geht’s
am Freitag um 12 h, samstags schon um 9.30 h. Der Eintritt
(außer für die Filmvorführungen) ist
frei.
Mediziner kooperieren
Spitzenmedizin im Ruhrgebiet: Dafür stehen die
Medizinischen Fakultäten der Ruhr-Uni und der Uni
Duisburg-Essen. Künftig will man noch stärker
an einem Strang ziehen und die beiden Fachbereiche enger
miteinander verzahnen. Bei einem Treffen im Universitätsklinikum
Essen verabredeten die Dekane und Prodekane beider Fakultäten
eine intensivere Zusammenarbeit. So sollen die Forschungskooperationen
beider Unis künftig weiter ausgebaut werden. Neben
groß angelegten Verbundprojekten wird ein Augenmerk
auf Gemeinschaftsprojekte von Nachwuchswissenschaftlern
gelegt, die an den Forschungsförderprogrammen der
jeweiligen Hochschule teilnehmen. Die dabei entstehenden
Synergieeffekte sollen beide Standorte im Ruhrgebiet
stärken – und der medizinischen Forschung
zu Gute kommen. Die Erfolge der Zusammenarbeit werden
in Zukunft durch einen jährlichen Bericht dokumentiert.
Richtig gewickelt
Fünf klappbare Wickeltische gibt es seit Anfang
2008 an der RUB: in der Bibliothek, im HZO, im Audimax,
im FNO (Erdgeschoss) und in GB (02 Süd), jeweils
in der Damen- und in der Herrentoilette. Seit Dezember
gehört nun auch ein Still- und Wickelraum zur Ausstattung
der familienfreundlichen Ruhr-Uni. Untergebracht ist
er im zentral gelegenen FNO (Raum 01/147). Zusätzlich
zur Wickelkommode mit Auflage gibt es hier auch einen
Fläschchenwärmer, einen Wasserkocher, eine
Spüle mit extra gelegtem Wasseranschluss und ein
Sofa – ideal fürs Stillen mit oder ohne Flasche.
Die Kleinkinder der RUB-Mitglieder dürften sich
allerdings noch mehr über die Krabbeldecke und
das Spielzeug freuen. So können sie in Ruhe spielen,
während die Eltern mal kurz am PC sitzen. Denn
auch ein Computer-Arbeitsplatz gehört zur Einrichtung.
Der Still- und Wickelraum bietet Studierenden und Beschäftigten
der RUB einen Ort, an den sie sich mit ihren Säuglingen
zum Stillen bzw. Füttern, zum Wickeln und/oder
für einen Moment der Zweisamkeit zurückziehen
können. Der Raum ist sowohl funktional als auch
gemütlich und vor allem kindgemäß. Gerade
Kinder sollen sich ja darin wohlfühlen.
Die Ruhr-Uni trägt seit Mai 2006 das Zertifikat
„Familiengerechte Hochschule” der gemeinnützigen
Hertie-Stiftung. Im Zuge des Auditierungsprozesses wurde
von einer RUB-internen Projektgruppe eine Liste mit
familienorientierten Zielen und Maßnahmen entwickelt.
Diese wurden in einer verbindlichen Zielvereinbarung
mit der Hertie-Stiftung festgeschrieben. Um eine familiengerechte
Infrastruktur an der RUB zu schaffen, wurde u. a. vereinbart,
für ausreichende und gut zugängliche Still-
und Wickelräumlichkeiten zu sorgen. Infos: Theresa
Schramke, Stabsstelle Organisation – Entwicklung
– Beratung, Tel. -27655, Internet: http://www.uv.rub.de/oe
ad,
md
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