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RUBENS 130

5. Januar 2009

Campusmeldungen


Neues aus Forschung, Lehre, Kultur ...

Millionen für Mobiltelefone
Mehr Leistung bei geringerem Stromverbrauch versprechen sog. Multi-Core-Lösungen für Mobiltelefone. Dank mehrerer separater Cores innerhalb des Prozessors, die nur bei Bedarf zugeschaltet werden, lässt sich die Leistung an aktuelle Anforderungen anpassen. Auch können problemlos verschiedene Softwares und Protokolle nebeneinander betrieben werden. Im Projekt eMuCo (Embedded Multi-Core Procession for Mobile Communication) wird ein Forscherteam um Prof. Attila Bilgic (Lehrstuhl für Integrierte Systeme) solche Lösungen weiterentwickeln. Das Projekt, dessen Budget 4,6 Mio. Euro beträgt, wird mit 2,9 Mio. Euro aus dem 7. Forschungsrahmenprogramm der EU unterstützt.
Um den enormen Leistungsgewinn durch die Multi-Core-Technologie, der in PCs längst genutzt wird, auch in Mobiltelefonen nutzen zu können, bedienen sich die Forscher der Virtualisierung. „So schaffen wir eine flexible und skalierbare Software-Architektur“, beschreibt Prof. Bilgic. Die Virtualisierung erlaubt die räumliche und zeitliche Trennung der Ressourcen. Das ermöglicht eine nahtlose und sichere Integration verschiedener Software-Umgebungen wie Anwendungen, die in verschiedenen Betriebssystemen laufen oder verschiedene Protokolle nutzen.
Das Projekt wird von einem internationalen Konsortium wissenschaftlicher und industrieller Partner bearbeitet: Beteiligt sind die RUB und die TU Dresden, Infineon, GWT-TUD (alle Deutschland), Telelogic (Schweden), ARM, University of York (beide Großbritannien), und die „Politehnica“ Universität Timisoara (Rumänien).


Preise & Ausschreibungen
Mit sage und schreibe 4,5 Mio. norwegischen Kronen (rund 570.000 Euro) ist der internationale Holberg-Gedenkpreis dotiert. Er wird an Wissenschaftler/innen vergeben, die herausragende Beiträge zur humanistischen, sozialwissenschaftlichen, juristischen und/oder theologischen Forschung geleistet haben. Die Nominierungsfrist endet am 20. Januar 2009. Infos: http://www.holbergprisen.no.
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Der Cartellverband der katholischen Studentenverbindungen Ruhrgau schreibt den mit 2.000 Euro dotierten CV-Förderpreises 2009 aus. Zugelassen sind Diplom- und Magisterarbeiten aller Fachrichtungen. Einsendeschluss: 31. Januar 2009; Infos: http://www.cartellverband.de.
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Norbert Lammert, Schirmherr des Deutschen Studienpreises, hat die Ausschreibung für 2009 gestartet. Mit diesem Preis zeichnet die Körber-Stiftung jährlich junge Wissenschaftler/innen für Forschungsarbeiten von besonderem gesellschaftlichem Wert aus. Teilnehmen können Nachwuchswissenschaftler/innen, die 2008 eine Dissertation mit exzellentem Ergebnis abgeschlossen haben. Einsendeschluss ist der 1. März 2009. Der Wettbewerb zählt mit drei Spitzenpreisen von je 30.000 Euro zu den höchstdotierten deutschen Nachwuchspreisen; Infos: http://www.koerber-stiftung.de.
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Zum 30. Mal schreibt die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung den mit 1 Mio. Euro ausgestatteten „Alfried Krupp-Förderpreis für junge Hochschullehrer“ aus. Mit ihm werden junge Hochschullehrer/innen der Natur- und Ingenieurwissenschaften gefördert, die trotz hervorragender fachlicher und persönlicher Qualifikation aufgrund bestehender Stellenengpässe noch keinen Ruf auf eine voll ausgestattete Professur erhalten konnten. Das Förderangebot richtet sich an Nachwuchswissenschaftler/innen, die ihre Befähigung zu Forschung und Lehre durch die Berufung auf eine unbefristete oder befristete Professur an einer wissenschaftlichen Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland nachgewiesen haben. Die Bewerber/innen sollen nicht älter als 38 Jahre sein. Kandidatenvorschläge werden von Einzelpersonen, von wissenschaftlichen Hochschulen und von Forschungseinrichtungen in Deutschland erbeten. Bewerbungsschluss ist der 27. Februar 2009; Infos: http://www.krupp-stiftung.de
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Mit dem Klaus Tschira Preis wird die verständliche Darstellung von herausragenden Ergebnissen naturwissenschaftlicher Forschung ausgezeichnet. Bewerben können sich Promovierte der Fächer Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik, Neurowissenschaften und Physik, die ihre Dissertation in einem Artikel allgemeinverständlich darstellen. Vergeben werden sechs Preise zu je 5.000 Euro; Einsendeschluss: 28. Februar 2009. Infos: http://www.klaus-tschira-preis.info.
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Die DFG vergibt 2009 erneut den mit 2.000 Euro dotierten Bernd-Rendel-Preis für junge, (noch) nicht promovierte Diplom-Geowissenschaftler/innen. Einsendeschluss ist der 31. Januar 2009; Infos: http://www.dfg.de/aktuelles_presse/preise/.


Hightech NRW

Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart hat Anfang Dezember den Startschuss für die zweite Runde des Spitzentechnologiewettbewerbs „Hightech.NRW“ gegeben. Der Wettbewerb fördert branchenübergreifend neue Hightech-Projekte – vorausgesetzt, diese bauen auf international herausragender Spitzenforschung auf und schlagen eine Innovationsbrücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Bis 2013 stellt das Innovationsministerium dafür bis zu 170 Mio. Euro in drei Wettbewerbsrunden zur Verfügung. Der Wettbewerb richtet sich an Hochschulen, Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen in NRW.
Pinkwart sagte: „Die hohe Qualität der Projektanträge aus der ersten Runde des Wettbewerbs hat uns gezeigt, wie viel Innovationskraft in der Spitzentechnologieforschung in Nordrhein-Westfalen steckt. Darauf wollen wir in der zweiten Runde aufbauen und die Projekte zwischen Wirtschaft und Wissenschaft gezielt weiter fördern. Denn innovative Ideen sind unsere Visitenkarte im globalen Technologiewettbewerb.“ Das Bewerbungsverfahren verläuft zweistufig: In der ersten Stufe müssen die Bewerber ihre Idee in einer Projektskizze darstellen, die von einer unabhängigen Jury bewertet wird. Die positiv begutachteten Skizzen erhalten in der zweiten Stufe einen Aufruf zu einem konkreten Forschungsantrag. Die Bewerbungsfrist endet am 27. Februar 2009. Die Jury entscheidet voraussichtlich bis Mai 2009 über die Bewerbungen.
In der ersten Runde des Wettbewerbs im Frühjahr 2008 hatten sich 100 Partner aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen beworben. Zwölf Projektteams hatten Erfolg. Sie setzen ihre Konzepte gemeinsam mit Partnern aus der Industrie um. Infos: http://www.innovation.nrw.de/wettbewerbe

68 Positionen
Ein Leckerbissen für Kunstkenner ist der im Dezember erschienene Sammlungsband „Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum. Sammlung Moderne”. Anhand von 68 ausgewählten künstlerischen Positionen wird darin veranschaulicht, welche bedeutenden Werke sich in der universitären Sammlung befinden.
Dass kurz nach Gründung der Ruhr-Uni ein Kunstmuseum auf dem Campus entstehen konnte, verdankt sich einer glücklichen Konstellation. Der Kunstkritiker Albert Schulze Vellinghausen vermachte der Uni seine private Kunstsammlung. Seine Bedingung: Es bedarf eines adäquaten Ortes der Präsentation. Wenige Jahre später, 1975, wurde ein Museum auf dem Campus eröffnet. Weitere Schenkungen machten es zu einem Ort der Begegnung von antiker und moderner Kunst.
Der Sammlungsband führt durch die Modernesammlung des Campusmuseums. Die 68 Beispiele zeigen entscheidende Entwicklungstendenzen in der Kunst seit 1945. Kurze Texte von Lehrenden sowie fortgeschrittenen Studierenden des Kunstgeschichtlichen Instituts (KGI) bieten Hintergrundinformationen zu den Künstler/innen und ihren Werken. Zwei Aufsätze zeichnen zudem die Geschichte der Sammlung nach. Ein weiteres Kapitel ist den Kunst-am-Bau-Projekten gewidmet, die sich auf dem Campus befinden. Sammlung und Sammlungsband dienen nicht allein der Lehre und Forschung; sie richten sich zugleich an eine breite Öffentlichkeit. Info: „Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum. Sammlung Moderne”. Hg. von Friederike Wappler und Richard Hoppe-Sailer, Kunstgeschichtliches Institut der RUB, Richter Verlag, Düsseldorf 2008, 120 S., 103 vierfarbige Abb., 10 s/w Abb., 29 Euro (Buchhandel); 25 Euro (im Museum).
Kunstsammlungen der RUB, Sammlung Moderne, Öffz. Di-Fr. 11-17 h, Sa/So/feiertags 11-18 h, Eintritt frei.

Brücken
Da das Institut für soziale Bewegungen der RUB mitten in Bochum liegt, zwischen Schauspielhaus und Bermudadreieck, wird es oft als Brücke der RUB in die Stadt bezeichnet. Wahrscheinlich werden die Herausgeber von „Brückenschläge” auch daran gedacht haben, als sie den Titel ihres Buches wählten.
Herausgeber sind das Institut für soziale Bewegungen und die Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets, die sich mit dem Haus der Geschichte des Ruhrgebiets in der Clemensstraße in Bochum ein Domizil teilen. Zugleich stehen beide Einrichtungen im Mittelpunkt der Ende November erschienenen Dokumentation „Brückenschläge”. Beleuchtet werden darin neben den Forschungsaktivitäten und Serviceangeboten beider Institutionen auch ihre Gründungsprozesse und Entwicklungslinien. Gezeigt wird auch, dass mit dem Brückenschlag (sic!) zwischen Stiftung und Institut eine Konstruktion geschaffen wurde, die ein ungewöhnliches Kapitel der deutschen Wissenschaftslandschaft darstellt, die zugleich aber auch beispielhaft für den strukturellen Wandel des Ruhrgebiets steht. Info: „Brückenschläge“ ist im Essener Klartext-Verlag erschienen, 84 Seiten, 12,95 Euro, ISBN 978-3-8375-0093-6


Jobsuchmaschine
Studium vorbei und noch nix gefunden? Auf der Suche nach einem Praktikum oder einem kleinen Nebenverdienst? Da hilft nun auch die kostenlose Suchmaschine jobsuma.de, eine Seite, die sich speziell an Uni-Absolventen richtet und an solche, die es werden wollen. jobsuma.de durchforstet alle deutschen Jobbörsen und zusätzlich die Angebote auf Firmen-Websites. Rund eine Million Anzeigen findet die Seite nach eigenen Angaben zurzeit – gesucht werden kann nach Einsteiger-Jobs, Neben-Jobs und Praktika, aber auch nach Diplomanden-Stellen. Damit nur solche Jobs angezeigt werden, die für die Studierenden auch wirklich in Frage kommen, wird vorher gefiltert. Angebote, die zum Beispiel mehrere Jahre Berufserfahrung voraussetzen, tauchen so gar nicht erst auf. Info: http://www.jobsuma.de

AIDS hat viele Farben
Noch bis Ende Januar sind in der Fachbereichsbibliothek Chemie und Biochemie Exponate zu sehen, die in der Malgruppe HIV-ART von Regine Merz entstanden sind. Regine Merz ist Kunsttherapeutin, für ihre Dissertation führte sie mit Unterstützung des Kompetenznetzes HIV/Aids, das von der RUB-Klinik für Dermatologie koordiniert wird, eine Studie zur Kunsttherapie bei HIV-Patienten durch (RUBENS 122). Über dem Projekt steht die Frage: Unterscheiden sich die von HIV-positiven gemalten Bilder von denen gesunder Probanden? Die Ausstellung „AIDS hat viele Farben” wurde am Weltaidstag (1. Dezember 2008) eröffnet, die Werke stammen von HIV-Positiven aus dem gesamten Ruhrgebiet. Infos: Die Ausstellung „AIDS hat viele Farben” ist in der Fachbereichsbibliothek der Fakultät für Chemie und Biochemie zu sehen, NC 03-498 (Tel. -23419 o. -24439). Die Bibliothek hat montags bis donnerstags von 8-18 und freitags von 8-16 h geöffnet; weitere Infos zu HIV-ART: Regine Merz, E-Mail: merz@hiv-art.de.

33 Gedichte
Mitte der neunziger Jahre gehörte Katrin Atienza zu den ersten Studierenden im sog. Magister-Reformmodell (dem Vorläufer der gestuften Studiengänge) der Ruhr-Universität. Sie studierte Amerika-Studien, Germanistik, Politikwissenschaft und BWL. Nach Studienabschluss zog es die gebürtige Dortmunderin in die USA. In New York arbeitet sie als Marketing Direktorin und betreibt ein Grafikdesignstudio.
Katrin Atienza hat seit ihrer Jugend Gedichte geschrieben; in den ersten Jahren auf Deutsch und seit 1995 vorwiegend auf Englisch. Ende November 2008 ist ihr erster Gedichtband erschienen: „33 – A Collection of 33 Poems”. Die Gedichte entführen den Leser auf eine Reise vom nachdenklich Meditativen zum aufwühlend Ergreifenden, vom trübsinnig Kritischen zum Lebensbejahenden, von Beobachtungen zum Spirituellen und von Liebe zum Herzschmerz. Katrin Atienza hat dabei ihren eigenen Schreibstil entwickelt, mit dem sie die Dinge des alltäglichen Lebens interpretiert und reflektiert. Die Gedichte sind genauso zwiegespalten und facettiert wie das Leben selbst: Nichts ist einfach nur schwarz und weiß. Info: Katrin Atienza: „33 – A Collection of 33 Poems”, Lulu Press, 88 Seiten, $16.95, ISBN 978-0-557-01894-9, erhältlich auf http://www.lulu.com.

Lernhilfe für Tandem-Paare
Wer am Zentrum für Fremdsprachenausbildung (ZFA) eine Fremdsprache lernt, wird nicht allein gelassen. Über eine begleitende Lernberatung können in jedem Semester rund 4.500 Studierende ihr Lernen reflektieren. Gemeinsam mit dem Lernberater wird zunächst die individuelle Lernbiografie erstellt, d.h. Erfahrungen beim Lernen thematisiert und konkrete Bedingungen für das Lernen in den Blick genommen. Ausgehend davon unterstützt der Berater den Lernenden dabei, auf dem Weg zu einem konkreten Lernziel mögliche Lernbarrieren und deren Ursachen zu identifizieren oder ganz einfach lieb gewonnene Lernroutinen auf ihre Effizienz hin zu hinterfragen.
Derzeit lassen sich vor allem Tandem-Lernende beraten. Knapp 200 Tandem-Paare benötigen Hilfe, das Potenzial des Lernens mit einem Muttersprachler zu erkennen und effektiv zu nutzen. Jeder Tandem-Partner durchläuft im Laufe eines Semesters drei individuelle Lernberatungen und dokumentiert seine Arbeit in einem Logbuch.
Den steigenden Bedarf an individueller Lernberatung kann das ZFA durch die angehenden Sprachlernberater aus der Sprachlehrforschung bedienen: Im Master-Studiengang der Sprachlehrforschung ist ein Ausbildungsmodul „Sprachlernberatung“ integriert.
Die RUB ist Vorreiterin in der konzeptuellen Entwicklung von Sprachlernberatung. Mittlerweile sind die Kooperationspartner in einem internationalen Netzwerk verknüpft. Jährlich treffen sie sich zu einer Tagung, zuletzt im November in Bochum; 2009 wird die Uni Luxemburg Gastgeberin sein.

74 Skizzen für lehrreich
Als äußerst kreativ haben sich die Studierenden und Lehrenden der RUB erwiesen: 74 Projektskizzen gingen im Wettbewerb „lehrreich” ein, den das Rektorat zur Förderung neuer Ideen für die Lehre ausgerufen hatte. Zur Umsetzung der Konzepte, an denen Studierende beteiligt sein müssen, stehen 400.000 Euro aus Studienbeiträgen bereit.
Interdisziplinäre Vernetzung und Berufsbezug standen bei vielen der ausgewählten Projekte im Mittelpunkt. So planen einige Arbeitsgruppen, sich unter verschiedenen Blickwinkeln im Austausch mit anderen Fachrichtungen oder Universitäten mit disziplinübergreifenden Fragen zu befassen. Andere wollen potenzielle berufliche Situationen oder Handlungsfelder so in den Lehralltag integrieren, dass professionelles Handeln bereits an der Uni geübt werden kann. Für den Vollantrag wählte die siebenköpfige Jury – darunter vier Studierende – Mitte Dezember 21 der 74 Projekte aus: 13 aus den Geisteswissenschaften, fünf aus den Naturwissenschaften, zwei aus der Medizin und eine aus dem Schreibzentrum. Kriterien für die Auswahl waren u. a. Innovation, Nachhaltigkeit und Studierendenbeteiligung. Außerdem legte die Jury Wert auf die Übertragbarkeit der Ideen.
Bis zum 26. Januar haben die Antragsteller Zeit, ihr Projekt genauer zu beschreiben. Dann trifft sich die Jury erneut, um diejenigen auszuwählen, die eine Förderung erhalten. Wie viele Projekte gefördert werden, steht noch nicht fest. Starten werden die Projekte, abhängig von ihrem Vorbereitungsaufwand, im nächsten Sommer- oder im darauffolgenden Wintersemester. Um die Ideen in die Uni hinein zu verbreiten ist eine Tagung geplant, auf der die geförderten Gruppen ihre Lehrkonzepte vorstellen und diskutieren. Der Wettbewerb soll im nächsten Jahr wiederholt werden. Infos zum Wettbewerb: http://www.rub.de/lehrreich

Klein, kleiner, mini
Die Beatles saßen am Steuer, Michael Caine sowieso und auch Mr. Bean konnte sich dem Charme des Kleinen nicht erwehren. Gemeint sein kann an dieser Stelle nur der Mini – das britische Kultauto der Sechziger. In diesem Jahr feiert der es seinen 50. Geburtstag.
Kulturwissenschaftler aus Bochum und Dortmund veranstalten zu seinen Ehren ein Mini-Event im Endstation Kino. Doch es soll nicht allein der fahrende Mini im Mittelpunkt stehen. Auch der tragbare Mini, den einst die britische Modeschöpferin Mary Quaint etablierte, hat die Sechziger und die Briten entscheidend geprägt.
„Mini meets mini” daher der Name des Events, das nicht nur der Feierlaune, sondern auch der Wissenschaft dienen soll. Das Phänomen Mini wird von allen Seiten beleuchtet: Warum waren beide Minis in den Sechzigern so revolutionär und wie beeinflussten sie das Leben einer ganzen Generation?
Neben Fragenstellen ist auch Mitmachen unbedingt erwünscht. Während die Kreativen ihre Fantasie beim Puppenrock-Design mit Stoffresten und Nadel ausleben können, kann der Autofan beim Mini-Rennen Gas geben. Echte Minis kommen da natürlich nicht zum Einsatz. Die Mini-Miniaturausgaben rasen über die Carrera-Bahn.
Live-Musik aus den Sechzigern, Vorführungen und zwei Filmklassiker sollen das Programm abrunden. Und da werden auch die Beatles und der Mini wieder vereint werden – in ihrem legendären Film „Magical Mistery Tour”.
Info: „Mini meets Mini”, 23. und 24. Januar 2009, Endstation Kino (Bahnhof Langendreer); los geht’s am Freitag um 12 h, samstags schon um 9.30 h. Der Eintritt (außer für die Filmvorführungen) ist frei.

Mediziner kooperieren
Spitzenmedizin im Ruhrgebiet: Dafür stehen die Medizinischen Fakultäten der Ruhr-Uni und der Uni Duisburg-Essen. Künftig will man noch stärker an einem Strang ziehen und die beiden Fachbereiche enger miteinander verzahnen. Bei einem Treffen im Universitätsklinikum Essen verabredeten die Dekane und Prodekane beider Fakultäten eine intensivere Zusammenarbeit. So sollen die Forschungskooperationen beider Unis künftig weiter ausgebaut werden. Neben groß angelegten Verbundprojekten wird ein Augenmerk auf Gemeinschaftsprojekte von Nachwuchswissenschaftlern gelegt, die an den Forschungsförderprogrammen der jeweiligen Hochschule teilnehmen. Die dabei entstehenden Synergieeffekte sollen beide Standorte im Ruhrgebiet stärken – und der medizinischen Forschung zu Gute kommen. Die Erfolge der Zusammenarbeit werden in Zukunft durch einen jährlichen Bericht dokumentiert.



Richtig gewickelt
Fünf klappbare Wickeltische gibt es seit Anfang 2008 an der RUB: in der Bibliothek, im HZO, im Audimax, im FNO (Erdgeschoss) und in GB (02 Süd), jeweils in der Damen- und in der Herrentoilette. Seit Dezember gehört nun auch ein Still- und Wickelraum zur Ausstattung der familienfreundlichen Ruhr-Uni. Untergebracht ist er im zentral gelegenen FNO (Raum 01/147). Zusätzlich zur Wickelkommode mit Auflage gibt es hier auch einen Fläschchenwärmer, einen Wasserkocher, eine Spüle mit extra gelegtem Wasseranschluss und ein Sofa – ideal fürs Stillen mit oder ohne Flasche. Die Kleinkinder der RUB-Mitglieder dürften sich allerdings noch mehr über die Krabbeldecke und das Spielzeug freuen. So können sie in Ruhe spielen, während die Eltern mal kurz am PC sitzen. Denn auch ein Computer-Arbeitsplatz gehört zur Einrichtung.
Der Still- und Wickelraum bietet Studierenden und Beschäftigten der RUB einen Ort, an den sie sich mit ihren Säuglingen zum Stillen bzw. Füttern, zum Wickeln und/oder für einen Moment der Zweisamkeit zurückziehen können. Der Raum ist sowohl funktional als auch gemütlich und vor allem kindgemäß. Gerade Kinder sollen sich ja darin wohlfühlen.
Die Ruhr-Uni trägt seit Mai 2006 das Zertifikat „Familiengerechte Hochschule” der gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Im Zuge des Auditierungsprozesses wurde von einer RUB-internen Projektgruppe eine Liste mit familienorientierten Zielen und Maßnahmen entwickelt. Diese wurden in einer verbindlichen Zielvereinbarung mit der Hertie-Stiftung festgeschrieben. Um eine familiengerechte Infrastruktur an der RUB zu schaffen, wurde u. a. vereinbart, für ausreichende und gut zugängliche Still- und Wickelräumlichkeiten zu sorgen. Infos: Theresa Schramke, Stabsstelle Organisation – Entwicklung – Beratung, Tel. -27655, Internet: http://www.uv.rub.de/oe

ad, md
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Letzte Änderung: 5.1.2009| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik