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RUBENS 130

5. Januar 2009

Leute

Personalmeldungen

Neu berufen
Seit November 2008 verstärkt Prof. Dr. Laurenz Wiskott das Institut für Neuroinformatik. Die grundlegende Frage, die ihn interessiert, ist die der Selbstorganisation intelligenter Informationsverarbeitung: Welche Prinzipien ermöglichen es einem System, von Erfahrung zu lernen und in neuen Situationen angemessen zu handeln? Laurenz Wiskott (Jahrgang 1964) studierte Physik in Göttingen und Osnabrück. Nach seinem Diplom (1990) war er wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Christoph von der Malsburg ans Institut für Neuroinformatik der RUB und am Deptartment of Computer Science der University of Southern California in Los Angeles. 1995 wurde er promoviert und ging für drei Jahre an das Salk Institute for Biological Studies in San Diego. 1998/99 arbeitete er als Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin, anschließend wechselte Laurenz Wiskott an die Humboldt-Universität. Hier war er zunächst (2000-2006) Nachwuchsgruppenleiter und zuletzt W2-Professor am Fachinstitut für Theoretische Biologie.

Rufe und Ehre
Prof. Dr. Ralf Poscher (Juristische Fakultät) hat einen Ruf auf eine Professur für „Staats- und Verwaltungsrecht“ an der Universität Freiburg erhalten.
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Prof. Dr. Tatjana Hörnle (Juristische Fakultät) hat einen Ruf auf eine Professur für „Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie“ an der Humboldt-Universität Berlin erhalten.
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Die frühere Prorektorin für Lehre, Weiterbildung und Medien, Prof. Notburga Ott (Fakultät für Sozialwissenschaft), wurde in den Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten berufen; mehr dazu in der nächsten RUBENS.
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Einen neuen Ansatz, das menschliche Selbstbewusstsein zu erklären, entwirft Dr. Gottfried Vosgerau (Institut für Philosophie) in seiner Dissertation „Mental Representation and Self-Consciousness“. Er entwickelt eine weiterführende Theorie des Selbstbewusstseins und geht damit einer Grundfrage der Philosophie des Geistes nach. Diese Theorie löst klassische Entwürfe ab, die die empirischen Wissenschaften nicht berücksichtigen, indem sie zentrale Grundbegriffe detailliert analysiert und aktuelle Forschungsergebnisse mit einbezieht. Damit trägt Vosgerau zu einem tieferen Verständnis des menschlichen Geistes bei und bietet konkrete Anknüpfungspunkte zu psychologischen und psychiatrischen Problemen – bis hin zu einer fundierten Analyse bestimmter Störungen wie Schizophrenie. Für seine Arbeit und die allgemein verständliche Darstellung der Ergebnisse kam er in die engere Auswahl beim diesjährigen Studienpreis der Körber-Stiftung und erhielt Ende 2008 eine mit 3.000 Euro dotierte Anerkennung. Zudem bekam Vosgerau einen der „Preise an Studierende“ der RUB, die auf der Akademischen Jahresfeier am 28.11. verliehen wurden.
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Für seelische Erkrankungen gilt dasselbe wie für die des Körpers: Je früher man sie behandelt, desto weniger schlimm verlaufen sie. Ein Konzept für die Früherkennung und Behandlung von Schizophrenie, das schon bei den ersten Vorzeichen der Erkrankung greift, entwickeln Forscher der RUB-Klinik für Psychiatrie um Prof. Dr. Martin Brüne. Für ihr Projekt wurden sie im November bei der FORUM-Tagung der Medizinischen Fakultät der RUB mit dem erstmals vergebenen Förderpreis der Lieselotte und Rolf Bayer-Stiftung ausgezeichnet; er ist mit 20.000 Euro dotiert.
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Langsam aber sicher versagen die Muskeln bei Filaminopathie-Patienten ihren Dienst – oft mit tödlichem Ausgang. Die Ursache der Krankheit, eine Genmutation, haben Bochumer Forscher vor drei Jahren herausgefunden und der Krankheit ihren Namen gegeben. Jetzt arbeiten sie sich an die Charakteristika heran, auch in der Hoffnung, eine wirksame Therapie entwickeln zu können. Der nächste Schritt ist die Analyse der Proteine, die sich bei Patienten in den Muskelzellen krankhaft ansammeln. Für dieses Projekt wurde Dr. Rudolf A. Kley (Neurologische Universitätsklinik Bergmannsheil) ebenfalls bei der o. g. FORUM-Tagung mit dem mit 15.000 Euro dotierten Förderpreis der Sophia und Fritz Heinemann Stiftung ausgezeichnet.
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Die Taiwan-Forschungsstelle der Fakultät für Ostasienwissenschaften ist mit dem mit 25.000 Euro dotierten Preis der Académie des sciences morales et politiques Paris ausgezeichnet worden. In der Laudatio heißt es: „Die Forschungsstelle … spielt seit mehreren Jahren in der universitären Taiwan-Forschung in Europa eine herausragende Rolle. Die Forschungsstelle veröffentlicht wissenschaftliche Studien aus so unterschiedlichen Bereichen wie der Linguistik, der Geopolitik, der Literaturwissenschaft und der Soziologie. In dieser Eigenschaft gibt sie die Buchreihe Studia Formosiana heraus. Darüber hinaus gewährleistet sie dank einer Sammlung von rund 5000 Titeln, die größtenteils über Internet zugänglich sind, eine weite Verbreitung von Kenntnissen über Taiwan. Schließlich veranstaltet sie internationale Konferenzen und Tagungen, die sich mit Taiwan beschäftigen.“
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Für seine herausragende Diplomarbeit am Lehrstuhl für Energietechnik und Leistungselektronik erhielt der Bochumer E-Technik-Absolvent Moritz Spichartz im Dezember einen mit 500 Euro dotierten Preis vom VDE Rhein-Ruhr (Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik).
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Prof. Doris Koesling ist neues Mitglied in der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.
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ad, md
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Letzte Änderung: 5.1.2009| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik