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Personalmeldungen
Neu berufen
Seit November 2008 verstärkt Prof. Dr.
Laurenz Wiskott das Institut für Neuroinformatik.
Die grundlegende Frage, die ihn interessiert, ist die
der Selbstorganisation intelligenter Informationsverarbeitung:
Welche Prinzipien ermöglichen es einem System, von
Erfahrung zu lernen und in neuen Situationen angemessen
zu handeln? Laurenz Wiskott (Jahrgang 1964) studierte
Physik in Göttingen und Osnabrück. Nach seinem
Diplom (1990) war er wissenschaftlicher Mitarbeiter bei
Prof. Christoph von der Malsburg ans Institut für
Neuroinformatik der RUB und am Deptartment of Computer
Science der University of Southern California in Los Angeles.
1995 wurde er promoviert und ging für drei Jahre
an das Salk Institute for Biological Studies in San Diego.
1998/99 arbeitete er als Fellow am Wissenschaftskolleg
zu Berlin, anschließend wechselte Laurenz Wiskott
an die Humboldt-Universität. Hier war er zunächst
(2000-2006) Nachwuchsgruppenleiter und zuletzt W2-Professor
am Fachinstitut für Theoretische Biologie.
Rufe und Ehre
Prof. Dr. Ralf Poscher (Juristische
Fakultät) hat einen Ruf auf eine Professur für
„Staats- und Verwaltungsrecht“ an der Universität
Freiburg erhalten.
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Prof. Dr. Tatjana Hörnle
(Juristische Fakultät) hat einen Ruf auf eine Professur
für „Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie“
an der Humboldt-Universität Berlin erhalten.
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Die frühere Prorektorin für Lehre, Weiterbildung
und Medien, Prof. Notburga Ott
(Fakultät für Sozialwissenschaft), wurde in
den Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten berufen;
mehr dazu in der nächsten RUBENS.
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Einen neuen Ansatz, das menschliche Selbstbewusstsein
zu erklären, entwirft Dr. Gottfried
Vosgerau (Institut für Philosophie)
in seiner Dissertation „Mental Representation
and Self-Consciousness“. Er entwickelt eine weiterführende
Theorie des Selbstbewusstseins und geht damit einer
Grundfrage der Philosophie des Geistes nach. Diese Theorie
löst klassische Entwürfe ab, die die empirischen
Wissenschaften nicht berücksichtigen, indem sie
zentrale Grundbegriffe detailliert analysiert und aktuelle
Forschungsergebnisse mit einbezieht. Damit trägt
Vosgerau zu einem tieferen Verständnis des menschlichen
Geistes bei und bietet konkrete Anknüpfungspunkte
zu psychologischen und psychiatrischen Problemen –
bis hin zu einer fundierten Analyse bestimmter Störungen
wie Schizophrenie. Für seine Arbeit und die allgemein
verständliche Darstellung der Ergebnisse kam er
in die engere Auswahl beim diesjährigen Studienpreis
der Körber-Stiftung und erhielt Ende 2008 eine
mit 3.000 Euro dotierte Anerkennung. Zudem bekam Vosgerau
einen der „Preise an Studierende“ der RUB,
die auf der Akademischen Jahresfeier am 28.11. verliehen
wurden.
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Für seelische Erkrankungen gilt dasselbe wie für
die des Körpers: Je früher man sie behandelt,
desto weniger schlimm verlaufen sie. Ein Konzept für
die Früherkennung und Behandlung von Schizophrenie,
das schon bei den ersten Vorzeichen der Erkrankung greift,
entwickeln Forscher der RUB-Klinik für Psychiatrie
um Prof. Dr. Martin Brüne.
Für ihr Projekt wurden sie im November bei der
FORUM-Tagung der Medizinischen Fakultät der RUB
mit dem erstmals vergebenen Förderpreis der Lieselotte
und Rolf Bayer-Stiftung ausgezeichnet; er ist mit 20.000
Euro dotiert.
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Langsam aber sicher versagen die Muskeln bei Filaminopathie-Patienten
ihren Dienst – oft mit tödlichem Ausgang.
Die Ursache der Krankheit, eine Genmutation, haben Bochumer
Forscher vor drei Jahren herausgefunden und der Krankheit
ihren Namen gegeben. Jetzt arbeiten sie sich an die
Charakteristika heran, auch in der Hoffnung, eine wirksame
Therapie entwickeln zu können. Der nächste
Schritt ist die Analyse der Proteine, die sich bei Patienten
in den Muskelzellen krankhaft ansammeln. Für dieses
Projekt wurde Dr. Rudolf A. Kley
(Neurologische Universitätsklinik Bergmannsheil)
ebenfalls bei der o. g. FORUM-Tagung mit dem mit 15.000
Euro dotierten Förderpreis der Sophia und Fritz
Heinemann Stiftung ausgezeichnet.
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Die Taiwan-Forschungsstelle
der Fakultät für Ostasienwissenschaften ist
mit dem mit 25.000 Euro dotierten Preis der Académie
des sciences morales et politiques Paris ausgezeichnet
worden. In der Laudatio heißt es: „Die Forschungsstelle
… spielt seit mehreren Jahren in der universitären
Taiwan-Forschung in Europa eine herausragende Rolle.
Die Forschungsstelle veröffentlicht wissenschaftliche
Studien aus so unterschiedlichen Bereichen wie der Linguistik,
der Geopolitik, der Literaturwissenschaft und der Soziologie.
In dieser Eigenschaft gibt sie die Buchreihe Studia
Formosiana heraus. Darüber hinaus gewährleistet
sie dank einer Sammlung von rund 5000 Titeln, die größtenteils
über Internet zugänglich sind, eine weite
Verbreitung von Kenntnissen über Taiwan. Schließlich
veranstaltet sie internationale Konferenzen und Tagungen,
die sich mit Taiwan beschäftigen.“
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Für seine herausragende Diplomarbeit am Lehrstuhl
für Energietechnik und Leistungselektronik erhielt
der Bochumer E-Technik-Absolvent Moritz
Spichartz im Dezember einen mit 500 Euro
dotierten Preis vom VDE Rhein-Ruhr (Verband der Elektrotechnik,
Elektronik und Informationstechnik).
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Prof. Doris Koesling ist neues
Mitglied in der Deutschen Akademie der Naturforscher
Leopoldina.
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