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RUBENS 130

5. Januar 2009

Editorial

Ausblick auf das Jahr 2009


Zu Beginn eines Jahres stellt sich sicher jeder vor, wie es wohl werden wird, dieses neue Jahr. Erwartungen, Hoffnungen, aber auch Ungewissheiten bestimmen den Jahreswechsel – angesichts einer globalen Finanz- und Wirtschaftskrise mit unsicheren Perspektiven für die Arbeitsmärkte ist ein gewisses Maß an Nachdenklichkeit durchaus auch angebracht.
Die Ruhr-Universität geht gut gerüstet in das Jahr 2009. Die Campusmodernisierung hat begonnen, und wir werden im Laufe des Jahres das Heranwachsen des neuen Gebäudes ID mit verfolgen können, das, mit hochmoderner Geothermietechnik versorgt, hinsichtlich seiner Wirtschaftlichkeit und Nutzerfreundlichkeit Maßstäbe für den gesamten weiteren Prozess der Campusmodernisierung setzen wird. Für die danach erfolgende Sanierung der Altgebäude wird bereits eine Leitlinie entwickelt, bei der das Thema „Campus als Lebensraum“ eine wichtige Rolle spielen wird.
Nach verlustreichen Jahren in der sog. leistungsorientierten Mittelverteilung des Landes hat sich die Ruhr-Uni, bedingt durch die sich sehr gut entwickelnden Absolventenzahlen und das hohe und steigende Drittmittelaufkommen in die Gewinnzone zurückgearbeitet. War der Zuwachs 2008 noch bescheiden, so sind wir für 2009 sogar erstmals nach oben über die sog. Kappungsgrenze hinausgeschossen, die verhindert, dass Verluste einen gewissen existenzgefährdenden Umfang überschreiten, die andererseits aber auch Zuwächse „deckelt“. So dürfen wir zwar feststellen, dass unser Gewinn eigentlich höher liegen müsste, als der tatsächlich ausgeschüttete, aber wir wollen nicht vergessen, dass die Kappungsgrenze uns vor wenigen Jahren vor einem noch tieferen Absturz bewahrt hat. Dennoch: Wir können heute mit sehr guten Ergebnissen wirtschaften, und ich danke allen, die an diesem Erfolg mitgewirkt haben und dafür arbeiten, dass es auch so bleibt!
Zur guten Lage der Ruhr-Uni trägt auch der im letzten Jahr einhellig verabschiedete Hochschulentwicklungsplan und das darin enthaltene Zukunftskonzept („Research Campus“) bei, das international begutachtet und sehr positiv bewertet worden war. Dieses Zukunftskonzept werden wir ab 2009 Zug um Zug umsetzen, unterstützt durch Landesmittel, Stiftungsmittel und den neuen Forschungsfonds des Rektorates, der sich bereits in der ersten Antragsrunde großer Beliebtheit erfreute. Der Forschungsfonds steht ausschließlich für Projekte zur Verfügung, die nicht aus dem Landes- und Stiftungsprogramm bereits gefördert werden. Damit soll jede gute Idee, jedes innovative Projekt eine Förderung erfahren können.
Zugleich wird 2009 im Zeichen einer verstärkten Qualitätsoffensive für die Lehre stehen. Ein Baustein dazu ist der Wettbewerb „lehrreich“, an dem ausdrücklich auch Studierende, alleine, in Gruppen oder zusammen mit Lehrenden, zur Teilnahme aufgerufen sind. Hierin drückt sich der „universitas“-Gedanke, der als Leitidee über unserem Handeln steht, ebenso aus wie darin, dass die Doktoranden-Förderlinie des RUB-Forschungsfonds ausschließlich von Doktorand(inn)en begutachtet wird. Viele gute Ideen, da bin ich sicher, werden in diesem Jahr noch dazukommen, um die Qualität der Lehre, der Forschung, und das Arbeiten und Leben auf dem Campus zu verbessern. Der Wunsch nach einer Beschäftigten-Kindertagesstätte mit ganz besonderen Angeboten rückt einer Realisierung näher. Gute Ideen einzubringen, dazu ermutige ich Sie ganz herzlich.
Neue Ideen ins Rektorat werden sicherlich auch die beiden neuen Rektoratsmitglieder einbringen: Prof. Dr. Uta Wilkens, die neue Prorektorin für Lehre, Weiterbildung und Medien, und Prof. Dr. Ulf Eysel, Prorektor für Forschung und Wissenstransfer, auf die sich die „Alten“, Tibor Kiss (wie bisher Prorektor für Planung, Struktur und Finanzen), Kanzler Gerhard Möller und der Unterzeichner sehr freuen! Ein besonderer Dank gebührt den beiden ausgeschiedenen Prorektoren, Prof. Awakowicz und Prof. Stöckhert, die zwei Jahre lang das Kunststück fertig brachten, trotz der Doppelbelastung großer lehr- und forschungsstarker Lehrstühle im Rektorat ganze Arbeit zu leisten.
Ihnen allen, den Studierenden, Lehrenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Ruhr-Universität wünsche ich ein gutes Jahr 2009. Helfen Sie bitte mit, dass unsere Universität auch weiterhin so erfolgreich und anerkannt bleibt.

Prof. Dr. Elmar Weiler, Rektor
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Letzte Änderung: 5.1.2009| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik