Runde Sache mit dem Eck
Gebäudeserie: Euro-Eck
Jeder von uns kann sich noch an sein erstes Semester
an der RUB erinnern. Wer hat sich da anfangs nicht in
den Kellerräumen verirrt und verzweifelt nach einem
Ausgang gesucht? Wieso liegt der mal auf 02 und mal auf
01? Und warum gibt es nicht überall eine Cafeteria?
RUBENS liefert die Infos – diesmal zum Euro Eck.
Inmitten des Gebäudekomplexes aus Haus der Nationen
und Studierendenwohnheim „Europa-Haus“ liegt
es sozusagen als Herzstück: das Euro Eck, ein zweigeschossiges
Haus mit großen Fenstern, Anlaufstelle für
alle Fakultäten, obwohl es gar nicht auf dem Campus
der RUB liegt, sondern am Spechtsweg vis-à-vis
vom Hallenbad im Uni-Center.
Ursprünglich war das Haus als Aufenthaltsstätte
und Treffpunkt für Gastprofessor/innen und deren
Familien geplant, die während ihres Aufenthalts an
der Ruhr-Uni im Haus der Nationen wohnen. Nach der Fertigstellung
(1995) und einer Phase des Ausprobierens, welche Veranstaltungsformate
sich am besten realisieren lassen, stellte sich jedoch
heraus, dass das Ursprungskonzept nicht aufging. Das Euro-Eck
wurde sämtlichen Fakultäten zur Verfügung
gestellt, nun finden dort Workshops, Tagungen, Kulturveranstaltungen
etc. statt.
Betritt man das Gebäude, fällt einem zunächst
die freundliche Atmosphäre auf. Man kommt in einen
hellen Flur, an den sich zur Linken eine kleine Küchenzeile
anschließt. Sie ist nur durch eine Theke von einem
großen gemütlichen Raum mit Kamin und blauen
Sesseln getrennt. Die großen Fenster lassen den
Raum auch im Winter hell erscheinen und bieten einen wunderbaren
Ausblick auf die gepflegte Terrasse mit dem Blumenbeet
davor. An den Wänden hängen Bilder aus der Bochumer
Geschichte. Beate Seidemann (Dezernat 2/International
Office, Ansprechpartnerin für das Euro-Eck) hat sie
im Archiv der Stadt Bochum aufgestöbert. Beim Rundgang
kann man anhand der Bilder auch die Entstehung der Ruhr-Uni
nachempfinden.
Osteuropäische Filmabende
Aber nicht nur die Geschichte der RUB ist im Euro Eck
ein zentrales Thema. An jedem zweiten und vierten Mittwoch
im Monat finden hier die Treffen der Frauenkontaktgruppe
statt. 15 bis 20 Frauen aus aller Welt kochen gemeinsam
Köstlichkeiten aus ihren Heimaten und schauen sich
Filme an. Nebenbei werden Kontakte geknüpft und
Vorurteile abgebaut. An jedem Donnerstagabend dürfen
die Studierenden aus dem Europa-Haus im Euro-Eck feiern
und bei Bier, Wein und Wasser ins Gespräch kommen.
Früher war das Euro Eck auch für private Feiern
zu mieten, doch aus Rücksichtnahme auf die Gast-Familien
mit Kleinkindern ist dies nicht mehr möglich.
Für größere Veranstaltung (bis 80 Personen)
steht der große Raum in der ersten Etage zu Verfügung.
Mit Overheadprojektor, Beamer, Rednerpult, CD-Recorder,
DVD-Player, TV und Leinwänden ist das Euro Eck
technisch gut gerüstet. Wer bei seiner Veranstaltung
ein Buffet anbieten möchte, dem steht im Erdgeschoss
ein kleiner Buffetraum zur Verfügung.
Die Fenster in der ersten Etage lassen sich komplett
abdunkeln. Das ist perfekt für die osteuropäischen
Filmabende am Mittwochabend, die Boskop organisiert.
Die besten polnischen, russischen, bulgarischen oder
tschechischen Dramen, Krimis und Komödien flimmern
dann über die Leinwand – meist in der Originalversion
mit Untertiteln. Vor und nach den Aufführungen
unterhält man sich in gemütlicher Runde über
Filme, Land und Leute. Der Eintritt ist frei; kommen
kann wer mag.
Alles in Allem also eine runde Sache, das mit dem Euro-Eck
– und von daher auch kein Wunder, dass Beate Seidemann
schon jetzt Anmeldungen für 2010 entgegen nehmen
kann.
Übrigens: Im Dezember bekommt das angrenzende Haus
der Nationen eine Verschönerungskur verpasst: mit
neuen Küchen und Möbeln. Zudem stiftet Heinrich
Koch vom Musischen Zentrum (Bildende Kunst) 30 Werke
aus seiner Privatsammlung. Sie werden in den Fluren
und in den Appartements aufgehängt.
Infos zum Euro-Eck inkl. Reservierung:
Beate Seidemann, International Office, Tel. -22279,
E-Mail: beate.seidemann@uv.rub.de
Anne
Pöppinghaus
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