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RUBENS 129

1. Dezember 2008

Runde Sache mit dem Eck

Gebäudeserie: Euro-Eck


Jeder von uns kann sich noch an sein erstes Semester an der RUB erinnern. Wer hat sich da anfangs nicht in den Kellerräumen verirrt und verzweifelt nach einem Ausgang gesucht? Wieso liegt der mal auf 02 und mal auf 01? Und warum gibt es nicht überall eine Cafeteria? RUBENS liefert die Infos – diesmal zum Euro Eck.

Inmitten des Gebäudekomplexes aus Haus der Nationen und Studierendenwohnheim „Europa-Haus“ liegt es sozusagen als Herzstück: das Euro Eck, ein zweigeschossiges Haus mit großen Fenstern, Anlaufstelle für alle Fakultäten, obwohl es gar nicht auf dem Campus der RUB liegt, sondern am Spechtsweg vis-à-vis vom Hallenbad im Uni-Center.
Ursprünglich war das Haus als Aufenthaltsstätte und Treffpunkt für Gastprofessor/innen und deren Familien geplant, die während ihres Aufenthalts an der Ruhr-Uni im Haus der Nationen wohnen. Nach der Fertigstellung (1995) und einer Phase des Ausprobierens, welche Veranstaltungsformate sich am besten realisieren lassen, stellte sich jedoch heraus, dass das Ursprungskonzept nicht aufging. Das Euro-Eck wurde sämtlichen Fakultäten zur Verfügung gestellt, nun finden dort Workshops, Tagungen, Kulturveranstaltungen etc. statt.
Betritt man das Gebäude, fällt einem zunächst die freundliche Atmosphäre auf. Man kommt in einen hellen Flur, an den sich zur Linken eine kleine Küchenzeile anschließt. Sie ist nur durch eine Theke von einem großen gemütlichen Raum mit Kamin und blauen Sesseln getrennt. Die großen Fenster lassen den Raum auch im Winter hell erscheinen und bieten einen wunderbaren Ausblick auf die gepflegte Terrasse mit dem Blumenbeet davor. An den Wänden hängen Bilder aus der Bochumer Geschichte. Beate Seidemann (Dezernat 2/International Office, Ansprechpartnerin für das Euro-Eck) hat sie im Archiv der Stadt Bochum aufgestöbert. Beim Rundgang kann man anhand der Bilder auch die Entstehung der Ruhr-Uni nachempfinden.

Osteuropäische Filmabende

Aber nicht nur die Geschichte der RUB ist im Euro Eck ein zentrales Thema. An jedem zweiten und vierten Mittwoch im Monat finden hier die Treffen der Frauenkontaktgruppe statt. 15 bis 20 Frauen aus aller Welt kochen gemeinsam Köstlichkeiten aus ihren Heimaten und schauen sich Filme an. Nebenbei werden Kontakte geknüpft und Vorurteile abgebaut. An jedem Donnerstagabend dürfen die Studierenden aus dem Europa-Haus im Euro-Eck feiern und bei Bier, Wein und Wasser ins Gespräch kommen. Früher war das Euro Eck auch für private Feiern zu mieten, doch aus Rücksichtnahme auf die Gast-Familien mit Kleinkindern ist dies nicht mehr möglich.
Für größere Veranstaltung (bis 80 Personen) steht der große Raum in der ersten Etage zu Verfügung. Mit Overheadprojektor, Beamer, Rednerpult, CD-Recorder, DVD-Player, TV und Leinwänden ist das Euro Eck technisch gut gerüstet. Wer bei seiner Veranstaltung ein Buffet anbieten möchte, dem steht im Erdgeschoss ein kleiner Buffetraum zur Verfügung.
Die Fenster in der ersten Etage lassen sich komplett abdunkeln. Das ist perfekt für die osteuropäischen Filmabende am Mittwochabend, die Boskop organisiert. Die besten polnischen, russischen, bulgarischen oder tschechischen Dramen, Krimis und Komödien flimmern dann über die Leinwand – meist in der Originalversion mit Untertiteln. Vor und nach den Aufführungen unterhält man sich in gemütlicher Runde über Filme, Land und Leute. Der Eintritt ist frei; kommen kann wer mag.
Alles in Allem also eine runde Sache, das mit dem Euro-Eck – und von daher auch kein Wunder, dass Beate Seidemann schon jetzt Anmeldungen für 2010 entgegen nehmen kann.
Übrigens: Im Dezember bekommt das angrenzende Haus der Nationen eine Verschönerungskur verpasst: mit neuen Küchen und Möbeln. Zudem stiftet Heinrich Koch vom Musischen Zentrum (Bildende Kunst) 30 Werke aus seiner Privatsammlung. Sie werden in den Fluren und in den Appartements aufgehängt.

Infos zum Euro-Eck inkl. Reservierung: Beate Seidemann, International Office, Tel. -22279, E-Mail: beate.seidemann@uv.rub.de

Anne Pöppinghaus
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Letzte Änderung: 1.12.2008| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik