Schneller, höher, weiter mit Studienbeiträgen
Sanierte Sportanlage an der Markstraße verbessert
die Lehre
Wer an den Sportanlagen der Ruhr-Universität
an der Markstraße vorbeikommt, wundert sich: Wo
sonst Sportstudierende ihre Bahnen laufen und Sprints
üben, Speere werfen, Kugeln stoßen und Fußball
spielen, bestimmen in diesem Semester Bagger, Planierraupen
und LKWs das Bild. Seit Mitte August ist ein großer
Teil der Sportanlagen Baustelle. Rund um das Fußballfeld
entsteht eine neue Laufbahn, und im Zuge der Arbeiten
verbessert man aus Studienbeiträgen gleich noch die
Situation für eine Handvoll weiterer Sportarten.
„Wir sind heilfroh und selig, dass die alte Anlage
endlich erneuert wird”, sagt Marianne Bäcker,
Leiterin des Arbeitsbereichs Sportarten an der Fakultät
für Sportwissenschaft. Die ehemalige Aschenbahn aus
der Gründungszeit der Fakultät war bereits seit
Mitte der 80er-Jahre sanierungsbedürftig: „Die
Mängel waren nicht mehr zu übersehen”,
so Bäcker. Finanziert aus Studienbeiträgen wird
das 400 Meter lange Oval nun komplett saniert und mit
einem modernen Kunststoffbelag überzogen. Zugleich
bekommt der Rasenplatz eine Beregnungsanlage, wodurch
er sich in Zukunft besser pflegen lässt. Am Rande
des Platzes gibt es neue Anlagen für Weit- und Hochspringer,
Kugelstoßer und Speerwerfer.
Die Vollsanierung kostet insgesamt 610.000 Euro, die aus
dem zentralen Anteil der Studienbeiträge stammen.
„Als Fakultät dürfen wir aus den Studienbeiträgen
nicht solche Maßnahmen finanzieren”, erklärt
Bäcker. Also beantragte man die Mittel aus dem zentralen
Topf des Rektorats, das ein Drittel der Studienbeiträge
vergibt. Über die Verwendung dieser Mittel entscheiden
das Rektorat und der Senat mit ausdrücklicher Zustimmung
der Studierenden – und die waren für die Sanierung.
„Die Studierenden stehen voll hinter uns, denn eine
intakte Sportanlage gehört zur Grundausstattung einer
Sportfakultät”, so Bäcker. Die Ausstattung
der Fakultäten zu verbessern, ist neben Qualitätsmanagement,
Verbesserung von Lehre und Service eine von vier Maßnahmen,
die das Rektorat aus dem zentralen Topf unterstützt.
Lautsprecher und Tribüne
Und wie profitieren die Studierenden davon? Mehr, als
man auf den ersten Blick denken mag. Sie müssen
in Zukunft keine Angst mehr haben, sich auf einer maroden
Weitsprunganlage zu verletzen – das sieht man
gleich, wenn man die fast fertige Baustelle betritt.
Weniger offensichtlich ist, dass es jetzt zum Beispiel
auch Strom gibt. „Dadurch können wir hier
Zeitmessungsanlagen anschließen und in der Lehre
ganz anders arbeiten”, sagt Bäcker. Gleiches
gilt für Lautsprecher, die erstmals installiert
werden, eine kleine Tribüne mit Stehstufen am Rande
oder eine zusätzliche 100-Meter-Bahn für Sprintübungen
auf der Gegengeraden. „All dies bedeutet bessere
Bedingungen für die Studierenden und bietet uns
Dozenten mehr Möglichkeiten in der Lehre.”
Zum Ende des Wintersemesters, spätestens zu Beginn
des Sommersemesters sollen alle Arbeiten abgeschlossen
sein. Bis dahin müssen die Studierenden allerdings
ausweichen. Die Fußballer etwa nutzen das viel
kleinere, so genannte Werferfeld nebenan, wo normalerweise
nur Hammer und Diskus fliegen. Laufkurse finden auf
anderen Sportplätzen in Bochum statt.
Fertig sind die Sportanlagen der Fakultät indes
noch lange nicht. Auch die Tennisplätze sind in
die Jahre gekommen und müssten erneuert werden,
was die Fakultät wiederum nicht aus „ihren”
Mitteln der Studienbeiträge finanzieren darf, sondern
aus dem zentralen Topf beantragen müsste. Wofür
setzt denn die Fakultät ihren Anteil der Studienbeiträge
ein? „Erstmals gibt es Tutorien in allen Sportarten.
Wir haben mehr studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte
eingestellt, um die Tutorien und die Studienberatung
auszubauen”, so Bäcker, „und wir haben
neue Stellen in der Lehre geschaffen. Darüber hinaus
verbessern wir die Ausstattung von Seminarräumen
und die Ausrüstung mit Sportgeräten –
das reicht von Großgeräten im Kraftraum oder
in der Sportmedizin bis hin zum einzelnen Ball.”
Info: Über die Verwendung der
Studienbeiträge informiert die RUB im Internet
unter http://www.rub.de/studienbeitrag/verwendung/
jw
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