Nachrichten
Meldungen vom Campus
Neues
Gesicht
Nicht nur der Campus der Ruhr-Uni wird saniert, auch der
universitäre Auftritt in Bild und Schrift bekommt
ein neues Gesicht bzw. um in den Fachjargon zu wechseln:
ein neues Corporate Design (CD). Ob Internet, Briefkopf
oder Publikation – im Laufe des nächsten Jahres
wird alles anders aussehen. Nach einer Ausschreibung im
Frühjahr 2008 wurde nun die Bochumer Agentur Oktober
beauftragt, dieses CD zu entwickeln. Das geschieht zurzeit
in enger Abstimmung mit Rektorat, Pressestelle und anderen
Entscheidungsträgern der Uni. Bei regelmäßigen
Treffen und Workshops versuchen alle Beteiligten, das
Unverwechselbare der RUB herauszuarbeiten; es soll zugleich
attraktiv und nachvollziehbar sein. Wie schon bei der
Umstellung auf das aktuelle Corporate Design Mitte der
90-Jahre, erhalten die Mitglieder der RUB nach der endgültigen
Entscheidung im nächsten Jahr ein sog. Design Manual.
Es erklärt anschaulich, wie beispielsweise die neuen
Schriften zu erhalten und einzusetzen sind und alle weiteren
notwendigen Fakten zur Umstellung auf das neue Corporate
Design. Und, na klar, auf diese Weise sollen sich die
Mitglieder auch schnell mit dem neuen CD identifizieren.
Campusbefragung
An der Ruhr-Universität findet zurzeit eine Befragung
zum Thema „Gewalt gegen Frauen“ statt. Dazu
werden alle etwa 15.000 Studentinnen der RUB vom Lehrstuhl
für Kriminologie per Brief und E-Mail angeschrieben
und zur Teilnahme an einer anonymen Online-Befragung
eingeladen. Während weibliche Studierende in den
USA regelmäßig zu ihren Erfahrungen und Einstellungen
im Zusammenhang mit unerwünschten oder gewalttätigen
Verhaltensweisen befragt werden, blieb diese Zielgruppe
in Deutschland bislang weitgehend unbeachtet. Umso wichtiger
ist es, dass möglichst viele Studentinnen den Fragebogen
ausfüllen, um ein genaues Meinungsbild zu gewinnen.
Die Unterstützung durch den Asta und die Gleichstellungsbeauftragte
soll sicherstellen, dass die Ergebnisse des für
Anfang 2009 geplanten Abschlussberichts in Handlungsempfehlungen
für die Praxis umgesetzt werden. Wer keinen Brief
oder keine E-Mail erhalten hat, kann den Link zur Umfrage
durch eine formlose E-Mail an umfrage@kriminologie.com
anfordern.
Kontakt: Dipl.-Jur. Andreas Ruch, andreas.ruch@rub.de.
Geld für Jungforscher
Das Innovationsministerium (MIWFT) hat im Oktober ein
neues Förderprogramm für Nachwuchsforscher
in NRW gestartet. In den nächsten fünf Jahren
sollen bis zu 17 Mio. Euro für herausragende Nachwuchsforschergruppen
zur Verfügung gestellt werden. Das Ministerium
übernimmt die Hälfte der Förderung, den
anderen Anteil tragen Universitäten, Drittmittelgeber
und Sponsoren. Bewerben können sich alle NRW-Unis,
die eine neue Forschergruppe in den Bereichen Energieforschung,
Nanotechnologie, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften
oder Neurowissenschaften gründen wollen. Insgesamt
sollen durch diese individuelle Förderung landesweit
bis zu 14 neue Jungforschergruppen entstehen. „Mit
dem Rückkehrer-Programm haben wir darum geworben,
hervorragende Nachwuchsforscher nach NRW zu holen. Jetzt
geht es darum, die Attraktivität des Standorts
für unsere eigenen Nachwuchskräfte weiter
zu verbessern. Wir wollen als Innovationsland an die
Spitze, und dazu brauchen wir die besten Köpfe“,
sagte Minister Andreas Pinkwart.
Jede Gruppe erhält bis zu 280.000 Euro pro Jahr
– das Ministerium übernimmt einen Anteil
von 50 Prozent daran. Voraussetzung für eine Förderung
ist, dass die neu gegründete Forschergruppe eine
innovative Fragestellung aus einem der wissenschaftlichen
Schwerpunktbereiche verfolgt. Zudem muss der jeweilige
Projektleiter seine Promotion mit einem ausgezeichneten
Ergebnis abgeschlossen haben und bereits über mehrjährige
internationale Forschungserfahrung verfügen. Das
Ministerium prüft gemeinsam mit externen Gutachtern
die Bewerbungen und entscheidet über eine Förderung.
Die Bewerbungsfrist endet am 31. Dezember 2008.
Das Förderprogramm Nachwuchsforschergruppen ist
der dritte Baustein des Innovationsministeriums, um
die Attraktivität des Standorts für junge
Spitzenforscher weiter zu steigern. Die nun gestartete
Initiative ergänzt den Aufbau der 17 NRW-Forschungsschulen
sowie das erfolgreich angelaufene Rückkehrer-Programm.
Pflichtlektüre
Oha, wird sich Ende Oktober so manch einer gedacht haben,
als in den Displays der Cafeten oder auf den Tischen
der Mensa auf einmal neben Rubens und BSZ noch eine
weitere Uni-Zeitung im handlichen Format lag. „Pflichtlektüre”
heißt sie und wird fortan in der Vorlesungszeit
alle 14 Tage erscheinen und über Studium, Forschung,
Uni-Alltag, Kultur, Sport, Lifestyle etc. berichten.
Das Blatt entsteht zum größten Teil in der
Ausbildungsredaktion am Institut für Journalistik
der TU Dortmund; von dort stammen auch andere, allerdings
nur auf Dortmund bezogene Printprodukte wie das Campusmagazin
InDOpendent. Die Pflichtlektüre hingegen richtet
sich an die Studierenden aller Ruhr-Allianz-Universitäten
mit den Standorten Bochum, Dortmund, Duisburg und Essen.
In Dortmund wird der sog. Mantel mit allgemeineren Themen
rund um Uni und Leben produziert. Dieses 16 bis 20-seitige
Kernstück wird um etwa vier lokale Seiten ergänzt,
die am jeweiligen Standort entstehen. An der RUB beispielsweise
ist die Lokalredaktion am Institut für Medienwissenschaft
angesiedelt und bringt von dort Bochum-spezifische Themen
ins Heft, in diesem Jahr noch am 11.11., am 25.11. und
am 9.12.
Senkrechtstarter
Ideen entwickeln – Unternehmer werden. Dieses
Ziel ist auch für Studierende erreichbar. Der Senkrechtstarter-Wettbewerb
der Wachstumsinitiative Bochum2015 führt in sechs
Monaten von der ersten Geschäftsidee zum fertigen
Businessplan und damit bis zur Unternehmensgründung,
inklusive Beratung – und das alles unentgeltlich.
Das TerraTeam hat es bereits geschafft. Die Diplomgeografie-Studenten
der RUB errangen bei der ersten Auflage mit ihrem Konzept
vollautomatischer Sensor-Messnetze zur Überwachung
von Umweltparametern den 3. Platz und 10.000 Euro. Insgesamt
80.000 Euro Preisgelder gingen an die Sieger des letzten
Wettbewerbs. Jetzt gibt es eine neue Chance: Zurzeit
geht der Senkrechtstarter in seine 2. Runde. Der branchenoffene
Businessplan-Wettbewerb will dazu animieren, neue Unternehmen
in Bochum zu gründen. Intensiv unterstützt
durch Experten und Gutachter erarbeiten die Teilnehmer/innen
aller Fachrichtungen in einem zweistufigen Verfahren
professionelle Businesspläne, die der Prüfung
durch Kapitalgeber standhalten und den qualifizierten
Geschäftsbetrieb ermöglichen. Jetzt mitmachen
und durchstarten: Anmeldungen sind jederzeit online
möglich unter http://www.senkrechtstarter.de.
W. W. W.
Wer an der Lehre in der berufsbezogenen Weiterbildung
interessiert ist und sogar bereits erste Ideen für
ein Weiterbildungsprogramm entwickelt hat, kann sich
am erstmals ausgeschriebenen „Wettbewerb Wissenschaftliche
Weiterbildung“ beteiligen. Er ist ein gemeinsames
Projekt des Rektorats, der Akademie der RUB und der
Gesellschaft der Freunde. Teilnehmen können Fakultäten,
Institute, Forschergruppen oder einzelne Lehrende. Besonders
willkommen sind Weiterbildungsvorhaben, die im Anfangsstadium
sind. Es können aber auch vollkommen neue Ideen
für ein Weiterbildungsangebot entwickelt werden.
Ausgezeichnet werden drei Vorschläge für ein
längerfristig angelegtes berufsbegleitendes Weiterbildungsprogramm,
das kostendeckend realisiert werden kann. Die Prämie
umfasst eine Anschubfinanzierung (pro Vorhaben 3.000
Euro) sowie die organisatorische Unterstützung
bei der Durchführung. Die Auszeichnung erfolgt
durch eine Jury, der die Vorsitzende der Gesellschaft
der Freunde der RUB, Birgit Fischer, der Prorektor für
Lehre, Weiterbildung und Medien, Prof. Bernhard Stöckhert,
sowie Experten/innen aus unterschiedlichen Berufsfeldern
angehören. Einsendeschluss ist der 31.12.2008.
Ansprechpartner und weitere Infos:
Arbeitsstelle Wissenschaftliche Weiterbildung, http://www.rub.de/aww
Frag den Studi
Wenn Angebot und Nachfrage passgenau aufeinandertreffen,
brummt der Laden. Bei klassischen Online-Job-Börsen
funktioniert dieses Prinzip schon seit geraumer Zeit.
Unter Studenten gibt es allerdings Bewerber, die keine
feste Anstellung, sondern Praxiserfahrung in Projektarbeit
sammeln möchten. Auf der anderen Seite wiederum
existieren Unternehmen, die zwar keine Festanstellungen,
aber anspruchsvolle Projektaufträge zu vergeben
haben. Diese beiden online bisher eher vernachlässigten
Zielgruppen bringt das prämierte Web-Portal http://www.askstudents.de
zusammen. „Unsere Plattform vermittelt themenbezogene
Kontakte zwischen Wirtschaft und Studenten zur Planung
und Durchführung branchenspezifischer Projekte“,
definiert Geschäftsführer Martin Pauly den
Auftritt. „Im Vordergrund steht die Absicht, kompetente
Studenten und wissenschaftliche Kräfte temporär
als Projektmitarbeiter zu gewinnen.“ Die Idee
dahinter: Das Potenzial und Know-how der über zwei
Millionen deutschen Studenten soll bereits während
der Studienzeit für die Wirtschaft aktiviert werden.
„Durch Fokussierung der Projekte auf Studenten
werden für Unternehmen Aufträge möglich,
die ohne die Plattform aus Kosten- oder Zeitgründen
niemals oder nur schwer durchführbar wären“
so Pauly weiter.
Preise
Die Lufthansa Cargo AG schreibt erstmals einen Innovationspreis
aus. Prämiert werden innovative Ansätze zur
Verbesserung der Umweltbilanz im Frachtflugverkehr.
Der „Cargo Climate Care Award” ist mit 10.000
Euro dotiert und wird in den Themenkategorien Flugzeugtechnik
und Logistik vergeben. Bewerben können sich Studenten,
Hochschulabsolventen und Doktoranden aus Deutschland,
Österreich und der Schweiz. Einsendeschluss ist
der 20. Dezember 2008; Infos: http://www.lufthansa-cargo.de/ccc-award.
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Das Wissensportal hygienic-processing.com schreibt erstmals
den Hygienic-Study-Award aus. Prämiert werden innovative
Studien-, Diplom-, Bachelor- sowie Masterarbeiten im
Bereich der hygienegerechten Produktion. Der Award ist
mit 1.000 Euro für die beste Arbeit dotiert, die
zweitplatzierte Arbeit erhält 500 Euro, die drittplatzierte
250 Euro. Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2008;
Infos: http://www.hygienic-processing.com.
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Die junge Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie
der Wissenschaften sucht bis zum 31. Dezember 2008 eine
Antwort auf ihre Preisfrage 2008: „Welchen Raum
braucht das Denken?” Die besten Antworten (wissenschaftliche
Essays, Gedichte, Fotos etc.) werden mit insgesamt 9.000
Euro belohnt. Infos: http://www.diejungeakademie.de.
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Zum 10. Mal schreibt die Deutsche Forschungsgemeinschaft
(DFG) den mit 50.000 Euro dotierten Communicator-Preis
aus. Er wird an Wissenschaftler/innen vergeben, die
sich in herausragender Weise um die Vermittlung ihrer
wissenschaftlichen Ergebnisse in die Öffentlichkeit
bemüht haben. Bewerbungen müssen bis zum 31.12.08
bei der DFG, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Kennedyallee 40, 53175 Bonn, eingegangen sein. Infos:
http://www.dfg.de/aktuelles_presse/preise/communicator_preis/index.html
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Die Friedrich-Naumann-Stiftung schreibt 2009 zum 24.
Mal den Preis der Wolf-Erich-Kellner-Gedächtnisstiftung
aus. Er wird für Arbeiten verschiedener Fachrichtungen
verliehen, die in wissenschaftlich wertvoller Weise
„Grundlagen, Geschichte und Politik des Liberalismus
im deutschen, europäischen und außereuropäischen
Raum” behandeln. Einsendeschluss ist der 31.3.2009;
Infos: http://www.fnst-freiheit.org/uploads/644/WEK-Ausschreibung2009.pdf.
ad
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