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RUBENS 128

1. November 2008

Nachrichten


Meldungen vom Campus

Neues Gesicht
Nicht nur der Campus der Ruhr-Uni wird saniert, auch der universitäre Auftritt in Bild und Schrift bekommt ein neues Gesicht bzw. um in den Fachjargon zu wechseln: ein neues Corporate Design (CD). Ob Internet, Briefkopf oder Publikation – im Laufe des nächsten Jahres wird alles anders aussehen. Nach einer Ausschreibung im Frühjahr 2008 wurde nun die Bochumer Agentur Oktober beauftragt, dieses CD zu entwickeln. Das geschieht zurzeit in enger Abstimmung mit Rektorat, Pressestelle und anderen Entscheidungsträgern der Uni. Bei regelmäßigen Treffen und Workshops versuchen alle Beteiligten, das Unverwechselbare der RUB herauszuarbeiten; es soll zugleich attraktiv und nachvollziehbar sein. Wie schon bei der Umstellung auf das aktuelle Corporate Design Mitte der 90-Jahre, erhalten die Mitglieder der RUB nach der endgültigen Entscheidung im nächsten Jahr ein sog. Design Manual. Es erklärt anschaulich, wie beispielsweise die neuen Schriften zu erhalten und einzusetzen sind und alle weiteren notwendigen Fakten zur Umstellung auf das neue Corporate Design. Und, na klar, auf diese Weise sollen sich die Mitglieder auch schnell mit dem neuen CD identifizieren.

Campusbefragung
An der Ruhr-Universität findet zurzeit eine Befragung zum Thema „Gewalt gegen Frauen“ statt. Dazu werden alle etwa 15.000 Studentinnen der RUB vom Lehrstuhl für Kriminologie per Brief und E-Mail angeschrieben und zur Teilnahme an einer anonymen Online-Befragung eingeladen. Während weibliche Studierende in den USA regelmäßig zu ihren Erfahrungen und Einstellungen im Zusammenhang mit unerwünschten oder gewalttätigen Verhaltensweisen befragt werden, blieb diese Zielgruppe in Deutschland bislang weitgehend unbeachtet. Umso wichtiger ist es, dass möglichst viele Studentinnen den Fragebogen ausfüllen, um ein genaues Meinungsbild zu gewinnen. Die Unterstützung durch den Asta und die Gleichstellungsbeauftragte soll sicherstellen, dass die Ergebnisse des für Anfang 2009 geplanten Abschlussberichts in Handlungsempfehlungen für die Praxis umgesetzt werden. Wer keinen Brief oder keine E-Mail erhalten hat, kann den Link zur Umfrage durch eine formlose E-Mail an umfrage@kriminologie.com anfordern.
Kontakt: Dipl.-Jur. Andreas Ruch, andreas.ruch@rub.de.


Geld für Jungforscher
Das Innovationsministerium (MIWFT) hat im Oktober ein neues Förderprogramm für Nachwuchsforscher in NRW gestartet. In den nächsten fünf Jahren sollen bis zu 17 Mio. Euro für herausragende Nachwuchsforschergruppen zur Verfügung gestellt werden. Das Ministerium übernimmt die Hälfte der Förderung, den anderen Anteil tragen Universitäten, Drittmittelgeber und Sponsoren. Bewerben können sich alle NRW-Unis, die eine neue Forschergruppe in den Bereichen Energieforschung, Nanotechnologie, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften oder Neurowissenschaften gründen wollen. Insgesamt sollen durch diese individuelle Förderung landesweit bis zu 14 neue Jungforschergruppen entstehen. „Mit dem Rückkehrer-Programm haben wir darum geworben, hervorragende Nachwuchsforscher nach NRW zu holen. Jetzt geht es darum, die Attraktivität des Standorts für unsere eigenen Nachwuchskräfte weiter zu verbessern. Wir wollen als Innovationsland an die Spitze, und dazu brauchen wir die besten Köpfe“, sagte Minister Andreas Pinkwart.
Jede Gruppe erhält bis zu 280.000 Euro pro Jahr – das Ministerium übernimmt einen Anteil von 50 Prozent daran. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die neu gegründete Forschergruppe eine innovative Fragestellung aus einem der wissenschaftlichen Schwerpunktbereiche verfolgt. Zudem muss der jeweilige Projektleiter seine Promotion mit einem ausgezeichneten Ergebnis abgeschlossen haben und bereits über mehrjährige internationale Forschungserfahrung verfügen. Das Ministerium prüft gemeinsam mit externen Gutachtern die Bewerbungen und entscheidet über eine Förderung. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Dezember 2008.
Das Förderprogramm Nachwuchsforschergruppen ist der dritte Baustein des Innovationsministeriums, um die Attraktivität des Standorts für junge Spitzenforscher weiter zu steigern. Die nun gestartete Initiative ergänzt den Aufbau der 17 NRW-Forschungsschulen sowie das erfolgreich angelaufene Rückkehrer-Programm.

Pflichtlektüre
Oha, wird sich Ende Oktober so manch einer gedacht haben, als in den Displays der Cafeten oder auf den Tischen der Mensa auf einmal neben Rubens und BSZ noch eine weitere Uni-Zeitung im handlichen Format lag. „Pflichtlektüre” heißt sie und wird fortan in der Vorlesungszeit alle 14 Tage erscheinen und über Studium, Forschung, Uni-Alltag, Kultur, Sport, Lifestyle etc. berichten.
Das Blatt entsteht zum größten Teil in der Ausbildungsredaktion am Institut für Journalistik der TU Dortmund; von dort stammen auch andere, allerdings nur auf Dortmund bezogene Printprodukte wie das Campusmagazin InDOpendent. Die Pflichtlektüre hingegen richtet sich an die Studierenden aller Ruhr-Allianz-Universitäten mit den Standorten Bochum, Dortmund, Duisburg und Essen.
In Dortmund wird der sog. Mantel mit allgemeineren Themen rund um Uni und Leben produziert. Dieses 16 bis 20-seitige Kernstück wird um etwa vier lokale Seiten ergänzt, die am jeweiligen Standort entstehen. An der RUB beispielsweise ist die Lokalredaktion am Institut für Medienwissenschaft angesiedelt und bringt von dort Bochum-spezifische Themen ins Heft, in diesem Jahr noch am 11.11., am 25.11. und am 9.12.

Senkrechtstarter
Ideen entwickeln – Unternehmer werden. Dieses Ziel ist auch für Studierende erreichbar. Der Senkrechtstarter-Wettbewerb der Wachstumsinitiative Bochum2015 führt in sechs Monaten von der ersten Geschäftsidee zum fertigen Businessplan und damit bis zur Unternehmensgründung, inklusive Beratung – und das alles unentgeltlich.
Das TerraTeam hat es bereits geschafft. Die Diplomgeografie-Studenten der RUB errangen bei der ersten Auflage mit ihrem Konzept vollautomatischer Sensor-Messnetze zur Überwachung von Umweltparametern den 3. Platz und 10.000 Euro. Insgesamt 80.000 Euro Preisgelder gingen an die Sieger des letzten Wettbewerbs. Jetzt gibt es eine neue Chance: Zurzeit geht der Senkrechtstarter in seine 2. Runde. Der branchenoffene Businessplan-Wettbewerb will dazu animieren, neue Unternehmen in Bochum zu gründen. Intensiv unterstützt durch Experten und Gutachter erarbeiten die Teilnehmer/innen aller Fachrichtungen in einem zweistufigen Verfahren professionelle Businesspläne, die der Prüfung durch Kapitalgeber standhalten und den qualifizierten Geschäftsbetrieb ermöglichen. Jetzt mitmachen und durchstarten: Anmeldungen sind jederzeit online möglich unter http://www.senkrechtstarter.de.

W. W. W.
Wer an der Lehre in der berufsbezogenen Weiterbildung interessiert ist und sogar bereits erste Ideen für ein Weiterbildungsprogramm entwickelt hat, kann sich am erstmals ausgeschriebenen „Wettbewerb Wissenschaftliche Weiterbildung“ beteiligen. Er ist ein gemeinsames Projekt des Rektorats, der Akademie der RUB und der Gesellschaft der Freunde. Teilnehmen können Fakultäten, Institute, Forschergruppen oder einzelne Lehrende. Besonders willkommen sind Weiterbildungsvorhaben, die im Anfangsstadium sind. Es können aber auch vollkommen neue Ideen für ein Weiterbildungsangebot entwickelt werden.
Ausgezeichnet werden drei Vorschläge für ein längerfristig angelegtes berufsbegleitendes Weiterbildungsprogramm, das kostendeckend realisiert werden kann. Die Prämie umfasst eine Anschubfinanzierung (pro Vorhaben 3.000 Euro) sowie die organisatorische Unterstützung bei der Durchführung. Die Auszeichnung erfolgt durch eine Jury, der die Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde der RUB, Birgit Fischer, der Prorektor für Lehre, Weiterbildung und Medien, Prof. Bernhard Stöckhert, sowie Experten/innen aus unterschiedlichen Berufsfeldern angehören. Einsendeschluss ist der 31.12.2008.
Ansprechpartner und weitere Infos: Arbeitsstelle Wissenschaftliche Weiterbildung, http://www.rub.de/aww

Frag den Studi
Wenn Angebot und Nachfrage passgenau aufeinandertreffen, brummt der Laden. Bei klassischen Online-Job-Börsen funktioniert dieses Prinzip schon seit geraumer Zeit. Unter Studenten gibt es allerdings Bewerber, die keine feste Anstellung, sondern Praxiserfahrung in Projektarbeit sammeln möchten. Auf der anderen Seite wiederum existieren Unternehmen, die zwar keine Festanstellungen, aber anspruchsvolle Projektaufträge zu vergeben haben. Diese beiden online bisher eher vernachlässigten Zielgruppen bringt das prämierte Web-Portal http://www.askstudents.de zusammen. „Unsere Plattform vermittelt themenbezogene Kontakte zwischen Wirtschaft und Studenten zur Planung und Durchführung branchenspezifischer Projekte“, definiert Geschäftsführer Martin Pauly den Auftritt. „Im Vordergrund steht die Absicht, kompetente Studenten und wissenschaftliche Kräfte temporär als Projektmitarbeiter zu gewinnen.“ Die Idee dahinter: Das Potenzial und Know-how der über zwei Millionen deutschen Studenten soll bereits während der Studienzeit für die Wirtschaft aktiviert werden. „Durch Fokussierung der Projekte auf Studenten werden für Unternehmen Aufträge möglich, die ohne die Plattform aus Kosten- oder Zeitgründen niemals oder nur schwer durchführbar wären“ so Pauly weiter.

Preise
Die Lufthansa Cargo AG schreibt erstmals einen Innovationspreis aus. Prämiert werden innovative Ansätze zur Verbesserung der Umweltbilanz im Frachtflugverkehr. Der „Cargo Climate Care Award” ist mit 10.000 Euro dotiert und wird in den Themenkategorien Flugzeugtechnik und Logistik vergeben. Bewerben können sich Studenten, Hochschulabsolventen und Doktoranden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Einsendeschluss ist der 20. Dezember 2008; Infos: http://www.lufthansa-cargo.de/ccc-award.
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Das Wissensportal hygienic-processing.com schreibt erstmals den Hygienic-Study-Award aus. Prämiert werden innovative Studien-, Diplom-, Bachelor- sowie Masterarbeiten im Bereich der hygienegerechten Produktion. Der Award ist mit 1.000 Euro für die beste Arbeit dotiert, die zweitplatzierte Arbeit erhält 500 Euro, die drittplatzierte 250 Euro. Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2008; Infos: http://www.hygienic-processing.com.
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Die junge Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften sucht bis zum 31. Dezember 2008 eine Antwort auf ihre Preisfrage 2008: „Welchen Raum braucht das Denken?” Die besten Antworten (wissenschaftliche Essays, Gedichte, Fotos etc.) werden mit insgesamt 9.000 Euro belohnt. Infos: http://www.diejungeakademie.de.
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Zum 10. Mal schreibt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den mit 50.000 Euro dotierten Communicator-Preis aus. Er wird an Wissenschaftler/innen vergeben, die sich in herausragender Weise um die Vermittlung ihrer wissenschaftlichen Ergebnisse in die Öffentlichkeit bemüht haben. Bewerbungen müssen bis zum 31.12.08 bei der DFG, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kennedyallee 40, 53175 Bonn, eingegangen sein. Infos: http://www.dfg.de/aktuelles_presse/preise/communicator_preis/index.html
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Die Friedrich-Naumann-Stiftung schreibt 2009 zum 24. Mal den Preis der Wolf-Erich-Kellner-Gedächtnisstiftung aus. Er wird für Arbeiten verschiedener Fachrichtungen verliehen, die in wissenschaftlich wertvoller Weise „Grundlagen, Geschichte und Politik des Liberalismus im deutschen, europäischen und außereuropäischen Raum” behandeln. Einsendeschluss ist der 31.3.2009; Infos: http://www.fnst-freiheit.org/uploads/644/WEK-Ausschreibung2009.pdf.

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