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RUBENS 128

1. November 2008

Leute


Rufe und Ehre

PD Dr. Michael Schemmann, Institut für Erziehungswissenschaft, hat den Ruf auf die W3-Professur für Weiterbildung an der Uni Gießen angenommen.

Prof. Dr. Alexander Ferrauti (Sportwissenschaft) hat einen Ruf auf eine W3-Professur für „Bewegungs- und Trainingswissenschaften der Sportarten” an der Uni Leipzig erhalten, allerdings das Bleibeangebot einer W3-Professur für „Trainingswissenschaft” an der Ruhr-Uni angenommen.

Prof. Dr. Ralf Drautz (Materialforschungszentrum ICAMS) wurde von der University of Oxford zum Visiting Professor ernannt.

Für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen in der Hirnforschung wurde der Bochumer Leibniz-Preisträger Prof. Dr. Ulf Eysel (Medizin) in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt.

Für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Wasserdampfforschung, die weltweit Standards setzten, hat Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Wagner, ehemaliger Leiter des Lehrstuhls für Thermodynamik der RUB, den Gibbs Award erhalten. Er ist die höchste Auszeichnung der Internationalen Vereinigung für Stoffeigenschaften von Wasser und Wasserdampf (IAPWS).

Ende September wurde Prof. em. Waldemar Kozuschek (links), dem langjährigem Direktor der Medizinischen Uni-Klinik am Knappschaftskrankenhaus Bochum-Langendreer, die Ehrendoktorwürde der Uni Wroclaw (Breslau) verliehen. Prof. Kozuschek hat in Breslau studiert und dort seine Weiterbildung in Chirurgie absolviert, bevor er zuerst nach Bonn und von dort als Ordinarius an die RUB kam. Für die Medizinische Fakultät der RUB sprach während der Feier Prof. em. Helmut Schatz (Bergmannsheil, rechts) das Grußwort des Dekans und überreichte ein Geschenke der Fakultät. An den Feierlichkeiten nahmen seitens der RUB auch deren ehemaliger Rektor, Prof. Knut Ipsen und Prof. Irmgard Müller, teil.

Für ihre Entwicklung eines neuen Operationsverfahrens beim Grauen Star (Katarakt) erhielten Bochumer Forscher um Prof. Dr. Burkhard Dick (Direktor der Universitätsaugenklinik im Knappschaftskrankenhaus Langendreer) den mit 15.000 Euro dotierten Leonard Klein-Preis 2008. Die neue Methode erlaubt die digitale Einspielung von Daten in das Operationsgebiet und gibt dem Operateur damit eine zuverlässige Leitlinie. Den Preis der Deutsche Ophtalmologische Gesellschaft (DOG) nahm Prof. Dick (rechts, daneben DOG-Präsident Prof. Dr. Frank Holz) Ende September entgegen. Das Preisgeld wird die Arbeitsgruppe wie von der Stiftung vorgesehen für weitere Forschung im Bereich der Mikrochirurgie einsetzen.

„Auf unermüdliche und vorbildliche Weise” hat sich Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Maßberg „für den Austausch in Wissenschaft und Bildung zwischen Deutschland und China eingesetzt und die Kontakte zwischen Firmen beider Länder gefördert”: Mit dieser Begründung erhielt der ehemalige Rektor der RUB Ende September in der Großen Halle des Volkes in Peking den „Freundschaftspreis”. Das ist die höchste Auszeichnung der chinesischen Regierung für ausländische Experten, die in China tätig sind. Für seine langjährigen herausragenden Verdienste um die freundschaftliche Verständigung zwischen Deutschland und China wurde Prof. Maßberg bereits mehrfach in China geehrt, u. a. mit dem „Magnolia-Award” der Stadt Shanghai im Jahr 2006. Ende November erhält er auf der Akademischen Jahresfeier der RUB die Universitätsmedaille.

Mit seiner Roboterplattform „Hilfe bei der Haus- und Objektüberwachung” hat der 20-jährige RUB-Student Philipp Wehner (Elektro- und Informationstechnik, Vierter von links) den Sonderpreis für patente Studierende gewonnen. Ende September vergab NRW- Innovationsminister Andreas Pinkwart (Bildmitte) den Preis für „patente Erfinder” und „patente Studierende”. Für den mit 10.000 Euro dotierten Preis der patenten Studenten meldeten sich acht Studententeams mit selbst entwickelten Home-Robotern an. Die Gewinner erhalten die finanzielle Unterstützung für den Bau von Funktionsmustern und Prototypen. Die Jury der Initiative „Sachen machen” des VDI entschied, Philipp Wehner einen Sonderpreis zu überreichen, der mit einer Prämie von 2000 Euro verbunden ist.

Dr. Marie Katrin Schröter entführt ihre Leser in die Nanowelt. In ihrer Doktorarbeit hat sich die Chemikerin und RUB-Absolventin mit Kupfer- und Zinkoxid-Teilchen von wenigen Nanometern Größe befasst. Das sind Teilchen, die nur einige Millionstel Millimeter groß sind. Aus diesen Nanoteilchen hat sie Katalysatoren designt, um Methanol zu produzieren. Die Ergebnisse ihrer Arbeit fasste sie in dem Beitrag „Die Partnervermittlung der kleinen Teilchen” anschaulich zusammen. Dafür erhielt sie im Oktober in Heidelberg den mit 5.000 Euro dotierten Klaus Tschira Preis „Klartext” im Fach Chemie. Damit prämiert die Klaus Tschira Stiftung die verständliche und spannende Darstellung von Wissenschaft.

Dr. Suzan van Dijk heißt die Marie-Jahoda-Gastprofessorin im WS 08/09. Sie ist Senior Researcher an der Uni Utrecht und forscht auf dem Gebiet der vergleichenden Literaturwissenschaft. Ihre Themen sind Autorinnenschaft, Weiblichkeitskonzepte in der Literatur sowie Rezeption und Kanonisierung der Werke von Autorinnen im europäischen Kontext vom 17. bis zum 19. Jahrhundert. Im Rahmen eines von ihr geleiteten und von der NWO (Nederlandse organisatie voor Wetenschappelijk Onderzoek) geförderten Projekts (s. http://www.womenwriters.nl), in dem u.a. eine einzigartige Datenbank zur Rezeption von Autorinnen im europäischen Kontext (vor 1900) entwickelt wurde, kooperiert sie bereits mit der Bochumer Romanistin Prof. Lieselotte Steinbrügge. Diese Kooperation wird während ihres Aufenthaltes durch die gemeinsame Vorlesung „Gender und Genre – der französische Roman im 17. und 18. Jahrhundert“ am Romanischen Seminar fortgesetzt; diese Vorlesung ist auch für den MA-Studiengang Gender Studies geöffnet. Suzan van Dijk wird ihre Bochumer Zeit auch dazu nutzen, gemeinsam mit Prof. Steinbrügge an den Vorbereitungen einer von der NWO, DFG und RUB geförderten internationalen Tagung zu arbeiten, die im Mai 2009 an der RUB stattfinden wird.

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Letzte Änderung: 31.10.2008| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik