Leute
Rufe und Ehre
PD Dr. Michael Schemmann, Institut
für Erziehungswissenschaft, hat den Ruf auf die
W3-Professur für Weiterbildung an der Uni Gießen
angenommen.
Prof. Dr. Alexander Ferrauti (Sportwissenschaft)
hat einen Ruf auf eine W3-Professur für „Bewegungs-
und Trainingswissenschaften der Sportarten” an
der Uni Leipzig erhalten, allerdings das Bleibeangebot
einer W3-Professur für „Trainingswissenschaft”
an der Ruhr-Uni angenommen.
Prof. Dr. Ralf Drautz (Materialforschungszentrum
ICAMS) wurde von der University of Oxford zum Visiting
Professor ernannt.
Für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen
in der Hirnforschung wurde der Bochumer Leibniz-Preisträger
Prof. Dr. Ulf Eysel (Medizin) in die
Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt.
Für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet
der Wasserdampfforschung, die weltweit Standards setzten,
hat Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Wagner,
ehemaliger Leiter des Lehrstuhls für Thermodynamik
der RUB, den Gibbs Award erhalten. Er ist die höchste
Auszeichnung der Internationalen Vereinigung für
Stoffeigenschaften von Wasser und Wasserdampf (IAPWS).
Ende September wurde Prof. em. Waldemar Kozuschek
(links), dem langjährigem Direktor der Medizinischen
Uni-Klinik am Knappschaftskrankenhaus Bochum-Langendreer,
die Ehrendoktorwürde der Uni Wroclaw (Breslau)
verliehen. Prof. Kozuschek hat in Breslau studiert und
dort seine Weiterbildung in Chirurgie absolviert, bevor
er zuerst nach Bonn und von dort als Ordinarius an die
RUB kam. Für die Medizinische Fakultät der
RUB sprach während der Feier Prof. em. Helmut Schatz
(Bergmannsheil, rechts) das Grußwort des Dekans
und überreichte ein Geschenke der Fakultät.
An den Feierlichkeiten nahmen seitens der RUB auch deren
ehemaliger Rektor, Prof. Knut Ipsen und Prof. Irmgard
Müller, teil.
Für ihre Entwicklung eines neuen Operationsverfahrens
beim Grauen Star (Katarakt) erhielten Bochumer Forscher
um Prof. Dr. Burkhard Dick (Direktor
der Universitätsaugenklinik im Knappschaftskrankenhaus
Langendreer) den mit 15.000 Euro dotierten Leonard Klein-Preis
2008. Die neue Methode erlaubt die digitale Einspielung
von Daten in das Operationsgebiet und gibt dem Operateur
damit eine zuverlässige Leitlinie. Den Preis der
Deutsche Ophtalmologische Gesellschaft (DOG) nahm Prof.
Dick (rechts, daneben DOG-Präsident Prof. Dr. Frank
Holz) Ende September entgegen. Das Preisgeld wird die
Arbeitsgruppe wie von der Stiftung vorgesehen für
weitere Forschung im Bereich der Mikrochirurgie einsetzen.
„Auf unermüdliche und vorbildliche Weise”
hat sich Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Maßberg
„für den Austausch in Wissenschaft und Bildung
zwischen Deutschland und China eingesetzt und die Kontakte
zwischen Firmen beider Länder gefördert”:
Mit dieser Begründung erhielt der ehemalige Rektor
der RUB Ende September in der Großen Halle des
Volkes in Peking den „Freundschaftspreis”.
Das ist die höchste Auszeichnung der chinesischen
Regierung für ausländische Experten, die in
China tätig sind. Für seine langjährigen
herausragenden Verdienste um die freundschaftliche Verständigung
zwischen Deutschland und China wurde Prof. Maßberg
bereits mehrfach in China geehrt, u. a. mit dem „Magnolia-Award”
der Stadt Shanghai im Jahr 2006. Ende November erhält
er auf der Akademischen Jahresfeier der RUB die Universitätsmedaille.
Mit seiner Roboterplattform „Hilfe bei der Haus-
und Objektüberwachung” hat der 20-jährige
RUB-Student Philipp Wehner (Elektro-
und Informationstechnik, Vierter von links) den Sonderpreis
für patente Studierende gewonnen. Ende September
vergab NRW- Innovationsminister Andreas Pinkwart (Bildmitte)
den Preis für „patente Erfinder” und
„patente Studierende”. Für den mit
10.000 Euro dotierten Preis der patenten Studenten meldeten
sich acht Studententeams mit selbst entwickelten Home-Robotern
an. Die Gewinner erhalten die finanzielle Unterstützung
für den Bau von Funktionsmustern und Prototypen.
Die Jury der Initiative „Sachen machen”
des VDI entschied, Philipp Wehner einen Sonderpreis
zu überreichen, der mit einer Prämie von 2000
Euro verbunden ist.
Dr. Marie Katrin Schröter entführt
ihre Leser in die Nanowelt. In ihrer Doktorarbeit hat
sich die Chemikerin und RUB-Absolventin mit Kupfer-
und Zinkoxid-Teilchen von wenigen Nanometern Größe
befasst. Das sind Teilchen, die nur einige Millionstel
Millimeter groß sind. Aus diesen Nanoteilchen
hat sie Katalysatoren designt, um Methanol zu produzieren.
Die Ergebnisse ihrer Arbeit fasste sie in dem Beitrag
„Die Partnervermittlung der kleinen Teilchen”
anschaulich zusammen. Dafür erhielt sie im Oktober
in Heidelberg den mit 5.000 Euro dotierten Klaus Tschira
Preis „Klartext” im Fach Chemie. Damit prämiert
die Klaus Tschira Stiftung die verständliche und
spannende Darstellung von Wissenschaft.
Dr. Suzan van Dijk heißt die
Marie-Jahoda-Gastprofessorin im WS 08/09. Sie ist Senior
Researcher an der Uni Utrecht und forscht auf dem Gebiet
der vergleichenden Literaturwissenschaft. Ihre Themen
sind Autorinnenschaft, Weiblichkeitskonzepte in der
Literatur sowie Rezeption und Kanonisierung der Werke
von Autorinnen im europäischen Kontext vom 17.
bis zum 19. Jahrhundert. Im Rahmen eines von ihr geleiteten
und von der NWO (Nederlandse organisatie voor Wetenschappelijk
Onderzoek) geförderten Projekts (s. http://www.womenwriters.nl),
in dem u.a. eine einzigartige Datenbank zur Rezeption
von Autorinnen im europäischen Kontext (vor 1900)
entwickelt wurde, kooperiert sie bereits mit der Bochumer
Romanistin Prof. Lieselotte Steinbrügge. Diese
Kooperation wird während ihres Aufenthaltes durch
die gemeinsame Vorlesung „Gender und Genre –
der französische Roman im 17. und 18. Jahrhundert“
am Romanischen Seminar fortgesetzt; diese Vorlesung
ist auch für den MA-Studiengang Gender Studies
geöffnet. Suzan van Dijk wird ihre Bochumer Zeit
auch dazu nutzen, gemeinsam mit Prof. Steinbrügge
an den Vorbereitungen einer von der NWO, DFG und RUB
geförderten internationalen Tagung zu arbeiten,
die im Mai 2009 an der RUB stattfinden wird.
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