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Neues vom Campus
Ab in die Selbständigkeit
Mut und gute Ideen allein reichen nicht aus
auf dem Weg in die Selbständigkeit. Wem kaufmännische
und rechtliche Kenntnisse fehlen, für den kann
die Gründung der eigenen Firma schnell in einer
Pleite enden. In der Seminarreihe „Vom Studium
in die Selbständigkeit“ an der RUB (5./12./19./26.11.,
Technologiezentrum Ruhr, TZR) können sich (angehende)
Existenzgründer bei Fachleuten Rat holen. Themen
wie persönliche Eignung, sachliche und rechtliche
Voraussetzungen für die Selbstständigkeit,
Nutzung öffentlicher Finanzierungshilfen, Standortwahl
und Umsetzung von Ideen am Markt stehen im Mittelpunkt.
Veranstalter sind die rubitec GmbH, das TZR und das
Campus Startercenter Mittleres Ruhrgebiet. Die Seminarreihe
findet zum 14. Mal statt.
19 angehende Unternehmer/innen nutzten bereits im Sommer
die Gelegenheit, ihr Wissen in der 14-tägigen Summer
School „Gründungsmanagement“ auszubauen.
„Die Summer School war eine einmalige Chance für
angehende Unternehmer, weil sie umfassende Einblicke
in viele relevante Themen für Gründer gibt“,
blickt Sarah Meyer-Dietrich auf die arbeitsintensive
Zeit zurück. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin
plant gemeinsam mit drei anderen Gründerinnen die
Vermittlung von Soft Skills anhand von Kunst und Kultur.
Basierend auf den Erkenntnissen aus der Summer School
soll der Businessplan für das neue Dienstleistungsangebot
für Unternehmen und Privatkunden erstellt werden.
Sportwissenschaftler Jörn Menger hat diese Schritte
bereits abgeschlossen und ist nun dabei, seinen Geschäftsplan
vor Venture-Kapital-Gebern zu präsentieren. Genau
wie die anderen Teilnehmer konnte er von dem breit gefächerten
Angebot der Summer School profitieren.
Anmeldung: Interessenten für die
Seminarreihe (75 Euro) können sich bei rubitec
anmelden; Infos: Dr. Gordon Heinemann, -11951, http://www.rubitec.de,
oder Christian Kolb, 0234/5475339, http://www.startercenter-bochum.de
Dezernat 2 wieder da
Zum 1. Juli hat die RUB ein neues Dezernat 2 in der
Verwaltung gegründet: Das Dezernat „Studierendenservice
und International Office“ setzt sich zusammen
aus dem Studienbüro (Zentrale Studienberatung),
dem Career-Service, dem Akademischen Auslandsamt, dem
Multimedia Support Zentrum (MSZ), dem Studierendenservice,
dem Studierendensekretariat sowie dem Druckzentrum.
Dezernent ist Dr. Karl-Heinz Schlosser. Im bisherigen
Dezernat 6 „Informations- und Kommunikationsdienste“
verbleiben die Bereiche „Unterstützung universitärer
Prozesse“ und „Telekommunikation“.
Die Leitung übernimmt Martina Rothacker. Zudem
wurden zwei neue Stabsstellen eingerichtet: „Internationalisierung“
(bisher Teil des Auslandsamtes) beim Rektor und „Innenrevision“
beim Kanzler als Teil der gemeinsamen Innenrevision
der Universitätsallianz Metropole Ruhr. jw
Info: Der neue Organisationsplan der
Verwaltung im Netz unter http://www.uv.rub.de/org-plan.
Okkulte Hassobjekte
Wer, wie wir, schon das gesamte Semesterprogramm der
Studiobühne gesehen hat, der weiß: Im Herbst
und Winter haben wir einiges zu erwarten. Aber der Reihe
nach. Kaum hat die Vorlesungszeit begonnen, da legen
die Theatermacher auch schon los. Am ersten Wochenende
(16.-19.10, je 19.30 h, Eintritt frei) präsentiert
die Studiobühne erneut ihr Stück vom letzten
Semester: „Lieblingsmenschen und Hassobjekte“.
In „Lieblingsmenschen“ von Laura de Weck
dreht sich alles um die Höhen und Tiefen des Studentenlebens
von Jule, Lili, Darius, Anna und Sven. Mal schlecht,
mal recht navigieren sie sich durch die Erlebnisgesellschaft
und die Hochschulwelt, auf der Suche nach sich selbst,
von Sinnkrisen gepackt.
Zusätzlich hat das Ensemble Kurzszenen verschiedener
Autoren einstudiert, die „Hassobjekte“.
Im Stück „Dahinter“ verschwinden Schauspieler
während der Probe hinter dem Vorhang und klären
Persönliches. In „Grauzonen“ stellt
sich die Frage, was passiert, wenn in einer Dreiecksbeziehung
mehr als drei Leute eine Rolle spielen? Im „Hotel
Arkham“ prallen acht Zeit und Raum überwindende
Bösewichte der fiktiven und realen Weltgeschichte
aufeinander. Es spielen Studierende der RUB unter Leitung
von Karin Freymeyer, Christian Quitschke und Christoph
Todt.
Ein Wochenende später (25./26.10., 19.30 h, Eintritt:
5 Euro/3 Euro ermäßigt) entert eine studentische
Theatertruppe erstmals die Theaterbühne im Musischen
Zentrum. Die Ringgeister zeigen ihr selbst verfasstes,
ironisches Stück „The Future: Oh, Kult“.
Man schreibt das Jahr 2034. Nichts hat sich verändert,
die mittlerweile auf 11.000 Euro angestiegenen Studiengebühren
zwingen weniger betuchte Studenten dazu, als Showmaster
bei QVC zu jobben. Aber je länger sie studieren,
desto klarer wird ihnen, dass es im Leben auch nur drei
Ziele geben kann: Ruhm, Reichtum und Nacktfotos im Playboy.
Infos: http://www.rub.de/mz-theater
Pankok in der UB
Die Uni-Bibliothek zeigt vom 29. Oktober 2008 bis zum
31. Januar 2009 eine Ausstellung mit Holzschnitten aus
dem Nachlass des Malers, Grafikers und Bildhauers Otto
Pankok (1893-1966). Insbesondere Bilder aus dem Werk
„Die Räuber vom Liang Schan Moor“ sind
zu sehen. Zur Vernissage am 29. Oktober (18 h) werden
Dr. Erdmute Lapp (UB-Direktorin), Gerhard Möller
(RUB-Kanzler) und Eva Pankok (Otto Pankoks Tochter)
sprechen; Öffz.: Mo-Fr 8-24, Sa 11-20, So 11-18
h, Eintritt frei.
Infos: http://www.ub.rub.de/DigiBib/Aktuelles/Ausstellungen.html
Kreative Brüder
Die 14-jährige Lara ist erstaunt, was sie alles
mit ihrem neuen PC machen kann; Tom zeigt ihr Sachen,
die wirklich spannend sind. Bis zu dem Tag, an dem Lara
jemanden im Chatroom kennen lernt... Am 19. September
feierten Till und Nils Beckmann mit „Hast du ein
Bild von dir?“ Uraufführung im KRESCHtheater
Krefeld. Die beiden Germanistikstudenten der Ruhr-Uni
möchten mit ihrem Stück Kindern und Jugendlichen
einen kritischen Umgang mit dem Internet nahe legen.
Schon länger arbeiten Till (23) und Nils (25) Beckmann
fürs Theater. Als Darsteller sind sie im jungen
Ensemble des theaterkohlenpott Herne zu sehen. Hier
entdeckten sie ihr Interesse am Schauspiel und an der
Arbeit mit Jugendlichen. Gemeinsam mit Künstlern
und Dozenten des theaterkohlenpott entwickelten Till
und Nils eine Foto-Love-Story. Geschichten wurden geschrieben,
Fotos geschossen, schließlich vertont und als
Foto-Film geschnitten.
Zum KRESCHtheater kamen beide über Tills dortige
Regieassistenz im vergangenen Jahr. Daraus ergab sich
der Auftrag für ein Stück. Zusammen mit dem
Kinderschutzbund Krefeld und dem Kommissariat Vorbeugung
der Krefelder Polizei ist schließlich ein mobiles
Theaterstück entstanden, das auch im Klassenzimmer
aufgeführt werden kann. „Hast du ein Bild
von dir?“ hinterfragt die neuen Medien, explizit
das Internet und seine Gefahren, die bei unbedarftem
Nutzen von Chatrooms lauern können. Es will den
Zuschauern, Jugendlichen und Eltern gleichermaßen,
bewusst machen, dass hier persönliche Daten für
andere einsehbar sind und missbraucht werden können.
Zum Stück ist daher ein umfangreiches theaterpädagogisches
Begleitprogramm entstanden, das Fragen stellt, Gefahren
verdeutlicht und nach einem positiven Umgang mit dem
Internet sucht.
Das nächste Beckmann-Projekt ist schon in Planung:
„Es geht um Männerbilder“ verrät
Till. „Wir treffen uns mit Jugendlichen und sprechen
mit ihnen über ihre Erfahrungen. Wie erlebt ihr
Männer zuhause? Wie in der Schule? In der Öffentlichkeit?
Es geht um kulturelle Diskrepanzen. Daraus machen wir
ein Stück. Zusammen mit den Jugendlichen.“
Anne Pöppinghaus
Infos: Den kompletten Spielplan, Karten
sowie weitere Infos zum KRESCHtheater gibt’s unter
http://www.kresch.de.
„Hast du ein Bild von dir?“ wird dort noch
bis Ende Dezember aufgeführt.
Praktikum
Einmal unmittelbar am Sommerfest, der Akademischen Jahresfeier
oder anderen Sport- bzw. Kulturveranstaltungen an der
RUB beteiligt sein? Diesen Wunsch erfüllt UNIversaal,
die Veranstaltungsagentur der Ruhr-Uni, sie sucht regelmäßig
Studierende, die dort Praktika absolvieren möchten;
die Details verrät Belén Daza (-29515).
PR-Fuchs 2008
Für ihre Jubiläumsbroschüre „40
Jahre – 40 Menschen” hat die Pressestelle
der Ruhr-Uni den PR-Fuchs 2008 in der Kategorie Print
erhalten. „Die Broschüre überzeugt durch
die Leitidee, die inhaltlich und gestalterisch konsequent
umgesetzt ist”, begründete die Jury die Preisvergabe
unter anderem. Den Preis nahm Mitte September Pressestellen-Leiter
Dr. Josef König auf der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft
der Hochschulpressestellen in Jena entgegen. „Ich
freue mich sehr über den Preis, einerseits, weil
er aus der Kollegenschaft kommt, andererseits, weil
damit die Arbeit des Teams der Pressestelle ausgezeichnet
wird, das komplett an dieser Jubiläumsbroschüre
zusammen gearbeitet hat.”
Die außergewöhnliche Broschüre entstand
2005 zum 40-jährigen Jubiläum der RUB. 40
Menschen werden darin in Wort und Bild porträtiert.
Dabei werden nicht wie üblich nur die Repräsentanten
vorgestellt, sondern Menschen aus allen Statusgruppen:
vom Studenten über die Professorin bis zum Fahrer
und zur Raumpflegerin. „Das spiegelt die Vielfalt
einer universitas wieder”, meinte die mit Journalisten,
Werbeexperten und Wissenschaftlern besetzte Jury.
Den mit 3.000 Euro dotierten Preis lobt der Verein Pro
Wissenschaft seit 2001 zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft
der Hochschulpressestellen in Deutschland aus. Der gemeinnützige
Verein will den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit
verstärken und mit geeigneten Instrumenten fördern.
Der PR-Fuchs soll die beste und kreativste PR-Arbeit
einer Pressestelle an einer deutschen Hochschule auszeichnen,
die in ein nachhaltiges Kommunikationskonzept eingebunden
ist, vorbildliche Aktivitäten einem größeren
Publikum kenntlich machen sowie zur Nachahmung empfehlen.
Qualifizierte Tauchlehrer
Sechs Tauchlehrer des Hochschulsports haben sich im
Sommer erfolgreich fortgebildet. Eine Woche lang standen
sie dabei in der Bretagne unter Dauerstress: Bootstauchgänge
bei Wellengang und Strömung standen täglich
auf dem Programm, hinzu kamen alle erdenklichen Rettungsübungen.
Schließlich mussten die Tauchlehrer unter Beweis
stellen, dass sie Anfänger sicher unter Wasser
begleiten können und auch bei unvorhergesehen Schwierigkeiten
kühlen Kopf bewahren. Neben den Tauchgängen
mussten die Kursteilnehmer die Schulbank drücken,
Vorträgen zu Technik, Medizin oder Natur und Umwelt
lauschen und Klausuren schreiben.
Mit dieser Fortbildung hat der Hochschulsport Bochum
weitere qualifizierte Tauchlehrer gewonnen. Davon profitieren
viele Studenten und Hochschulangehörige. Bochum
ist mit seinem breiten Angebot im Tauchen in der Hochschulszene
führend. Als Highlight findet jeden Herbst eine
einwöchige Exkursion ans Mittelmeer statt. Wie
schon 2007 fahren auch in diesem Oktober wieder 20 Taucher
nach Kroatien.
Doppelmaster vereinbart
Für ein Masterstudium zwei Abschlüsse bekommen
– einen in Deutschland und einen in China: Diese
Möglichkeit haben chinesische Studierende aus Shanghai
voraussichtlich schon ab 2009 in Bochum. Ruhr-Uni und
Tongji Universität unterzeichneten dazu im August
eine Vereinbarung. Ausgewählte Studierende des
Chinesisch-Deutschen-Hochschulkollegs der Shanghaier
Partneruni machen den doppelten Masterabschluss in Financial
Services, einer Vertiefungsrichtung in der Wirtschaftswissenschaft
mit hohem Praxisbezug. Starten wird das Programm mit
zunächst fünf chinesischen Studierenden. Wenn
sich die Kooperation bewährt, soll der Doppelmaster
in Zukunft auch für deutsche Studierende angeboten
werden.
So läuft das doppelte Masterstudium ab: Die Studierenden
absolvieren zunächst drei Semester an ihrer Heimatuni,
zwei davon mit intensiven Deutschkursen sowie ein fachliches
Semester. Die Leistungen werden ihnen in Bochum anerkannt,
wo sie drei weitere Semester studieren, mit dem „Master
of Science in Management“ abschließen und
zugleich an der Tongji einen chinesischen Abschluss
bekommen. Damit intensivieren RUB und Tongji ihre bereits
seit Jahrzehnten bestehende enge Kooperation insbesondere
in den Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften.
RUB Total
Natürlich will man sich noch nicht festlegen, was
man am 7. März 2009 gerne machen würde. Wer
jedoch schon mal eine Vorstellung davon haben möchte,
was an diesem Tag oder beispielsweise am 22. Januar
2009 los ist, der sollte sich schnell die erste Ausgabe
von „RUB Kultur“ schnappen. Mit diesem Magazin
möchten Pressestelle, Musisches Zentrum und Boskop
zeigen, dass die Ruhr-Uni nicht nur in Forschung und
Lehre exzellent ist, sondern auch für vielfältige
Kultur steht.
„RUB Kultur“ erscheint ab sofort zu Beginn
eines jeden Semesters und bietet einen Überblick
aller Kulturveranstaltungen der RUB für jeweils
ein halbes Jahr. Die erste Nummer deckt das Wintersemester
08/09 ab, also den Zeitraum vom 1. Oktober 2008 bis
31. März 2009. Die Broschüre wird um einen
täglich aktualisierten Auftritt im Internet ergänzt:
http://www.rub.de/kulturportal.
„RUB Kultur“ zählt aber nicht nur alle
Termine auf, sondern stellt die einzelnen Kulturschaffenden
und Kulturorte der Ruhr-Uni vor: von Asta bis UNIversaal
bzw. von Audimax bis Situation Kunst. Außerdem
kommt der Bochumer Kulturdezernent Michael Townsend
ausführlich zu Wort. Entstanden sind so 40 liebevoll
gestaltete Seiten mit vielen eindrucksvollen Fotos.
Und übrigens: Am 7. März 2009 endet im Museum
Bochum die höchst interessante Vorlesungsreihe
der Fakultät für Physik und Astronomie „Saturday
Morning Physics“, die im WS einen Blick ins Universum
wirft; und am 22. Januar steigt im Audimax ein Chorkonzert
mit dem Chor der Ruhr-Uni, den Bochumer Symphonikern
und Solisten.
ad,
jw, jk
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