Editorial
40 Mio. Euro für die Exzellenz
Die Jahre 2006 und 2007 standen im Zeichen der intensiven
Vorbereitung auf den Bund-Länder-Wettbewerb zur Förderung
der Spitzenforschung (Exzellenzinitiative), obwohl andere
Handlungsfelder wie z.B. die Lehre keinesfalls vernachlässigt
wurden. Beide - Forschung und Lehre - gehören für
die Ruhr-Universität zusammen. Sie bedingen sich
gegenseitig: Universitäre Lehre kann nur so gut sein
wie die Forschung, und gute Lehre motiviert den Nachwuchs
wiederum frühzeitig für die Forschung.
Im Verlauf des Exzellenzwettbewerbs hat sich die Ruhr-Universität
viele Sympathien erworben. Ihre Leistungen haben überzeugt,
und als Ergebnis des Begutachtungsprozesses wurden u.a.
die guten Chancen unserer Universität, zur internationalen
Spitze aufschließen zu können, gewürdigt.
Allem zugrunde liegt das Zukunftskonzept der Ruhr-Universität
(auf Englisch: "Research Campus Ruhr University"),
das, ausgehend vom Begriff der "universitas"
(= Gemeinschaft), die Gesamtleistung aller Mitglieder
der Universität, ob in Forschung und Lehre oder
in Technik und Verwaltung, in den Mittelpunkt stellt.
Die Inhalte dieses Zukunftskonzepts wurden im letzten
Jahr ganz ausführlich vorgestellt und hochschulöffentlich
diskutiert. Dank der hervorragenden Unterstützung
durch das Innovationsministerium NRW und durch die Stiftung
Mercator ist es nun soweit: Maßgebliche Teile
unseres Konzepts können realisiert werden! Mehr
dazu lesen Sie in dieser Ausgabe.
Natürlich erbringt auch die Universität einen
Anteil: Sie wird sich aktiv um weitere Unterstützung
ihres Konzepts insbesondere bei privaten Förderern
einsetzen und bis 2010 einen Eigenanteil von 3,5 Mio.
Euro in neue Forschungsinitiativen investieren. Dazu
gehört auch eine neue Programmlinie für den
wissenschaftlichen Nachwuchs, für die alle Wissenschaftler/innen,
also auch Doktoranden und Doktorandinnen, antragsberechtigt
sind. Der neue Forschungsfonds wird übrigens aus
"Overhead"-Mitteln, also aus dem zusätzlichen
Leistungsanteil der Drittmittelförderung, gespeist.
Er zieht demnach keinerlei Mittel aus dem regulären
Universitätshaushalt ab.
Prof.
Elmar Weiler, Rektor der RÚB
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