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RUBENS 125

1. Juni 2008

Ein Barschrank als Gesellenstück



Serie Ausbildungsberufe an der Ruhr-Uni: Tischler



Mit 130 Auszubildenden ist die Ruhr-Universität drittgrößter Ausbildungsbetrieb in Bochum. Die Liste der 17 Ausbildungsberufe reicht vom Feinwerkmechaniker über den Tierpfleger bis hin zum Glasapparatebauer. Doch was genau steckt hinter diesen Bezeichnungen? RUBENS liefert die Antworten. Dieses Mal wird der Ausbildungsberuf Tischler vorgestellt. Fünf Azubis lernen momentan den Beruf.

Die Arbeit des Tischlers ist enorm vielfältig. Zunächst erfährt der Auszubildende in der Schreinerei der Biologen u. a. alles über Arten und Merkmale von Holz. über das Herstellen von Holzverbindungen oder über die einzelnen Handwerkzeuge. Später geht’s an die Maschinen. „Dann werden die Aufgaben breiter und aufwendiger und schließen selbstständige Projekte ein“, erzählt Karl-Heinz Sandermann, der Meister im Betrieb. Dazu gehören die Herstellung von Rahmen, Gestellen, Büro- und Labormöbeln, sowie die Bearbeitung von Kunststoffen, Metallen und Glas, die Durchführung von Demontagearbeiten, Reparaturarbeiten und vieles mehr. „Erst kürzlich haben die Auszubildenden ein Zeitschriftenregal für die Uni-Verwaltung gebaut“, ergänzt Geselle Lukas Oppenberg. „Sie helfen auch beim Bau von Teeküchen für die Lehrstühle mit.“

120 Stunden Zeit

Die Ausbildung wird mit der dreigeteilten Gesellenprüfung beendet. Dabei wird großer Wert auf die Eigenständigkeit der Lehrlinge gelegt. In der Theorie werden die Kenntnisse abgefragt, die die Azubis in der Schule gelernt haben. In der Praxis folgen die sog. Handprobe und das Gesellenstück. Bei der Handprobe stellt die Prüfungskommission eine Aufgabe, die der Lehrling in einer vorgegebenen Zeit zu bewältigen hat. Beim Gesellenstück haben die angehenden Tischler 120 Arbeitsstunden Zeit, etwas Persönliches zu kreieren. Bislang hatten die Azubis ihr Können ausschließlich unter Beweis gestellt, indem sie Vorgegebenes fertigten: einen Schuhputzkasten, einen kleinen Bollerwagen für Puppen, eine Wanduhr oder einen Blumenhocker.
Johannes Wagner (23 Jahre) ist im dritten Ausbildungsjahr und plant für seine Gesellenprüfung einen Barschrank. Dafür muss er zunächst die technischen Zeichnungen fertig stellen, ehe er mit der praktischen Umsetzung beginnen kann. Die Arbeit als Tischler liebt er. Nach der Ausbildung überlegt er, eine Weiterbildung zu machen. „Ob ich mich anschließend spezialisieren will, halte ich mir offen.“ Schließlich gibt es verschiedene Möglichkeiten. „Neben dem Möbelbau ist auch der Laden-, Fenster- und Türen- oder Treppenbau möglich“, so Wagner. „Man könnte sich auch als Restaurator weiterbilden.“ Aber ehe er sich über die berufliche Zukunft weitere Gedanken macht, freut er sich auf den Bau des Barschranks. Zwar gibt es feste Regeln, an die er sich halten muss, aber er arbeitet von Anfang bis Ende ganz alleine daran.


Sheila Patel
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Letzte Änderung: 31.5.2008| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik