Generation Golfstudent
Die Sportfakultät und der Bochumer Golfclub kooperieren
erfolgreich
Heutzutage spricht man gern von einer „Win-Win-Situation“,
wenn zwei oder mehr Beteiligte von einer Sache profitieren.
In diesem Fall sind dies der Bochumer Golfclub, die
Fakultät für Sportwissenschaft und deren Studierende.
Club und Fakultät arbeiten seit 2006 zusammen,
sportlich und wissenschaftlich. Rund 20 Studierende
absolvieren alljährlich Golflehrgänge in Stiepel.
Der Golfclub mit seinen Präsidenten Matthias Knälmann
und Prof. Dr. Jürgen Barmeyer möchte mit der
Partnerschaft neue (junge, sportliche) Mitglieder gewinnen.
Die Sportfakultät mit ihren Dozenten Marianne Bäcker
und Peter Lange möchte das Angebot in der Sportlehrerausbildung
erweitern und den Golfsport wissenschaftlich begleiten
(u. a. Trainingswissenschaft, Sportpsychologie und Sportmedizin).
Die Studierenden finden mit dem Golfsport ein mögliches
Thema für die Abschlussarbeit und sammeln praktische
und naturnahe Erfahrungen, die zudem Spaß machen.
Die Nachbarschaft von Golfplatz und Uni macht all das
sehr einfach.
Drei Profi-Golflehrer leiten im Wechsel die Lehrgänge:
Ralf Pütter, Hendrik Wannagat und Iris Troitsch.
Jeden Dienstagmorgen unterrichten sie die Studierenden
in Materialkunde, Regelkunde und der Etikette des Golfsports.
Die Studierenden ergänzen den Theorieteil um Referate
zu Themen wie Golf für Kinder, Belastungsstrukturen
im Golf, Golf in der Halle, Golf in der Schule, Golf
auf einem Sportplatz und Golf als Volkssport.
Abschlagmatte auf dem Sportplatz
Da auch beim Golf die Wahrheit auf dem Platz liegt,
wird zudem kräftig trainiert. Bereits beim ersten
Durchgang 2006 wurde schnell deutlich, wie viel Übung
das Golfspiel braucht, und dass zwei Stunden unter Anleitung
bei weitem nicht reichen, die sog. Platzreife zu schaffen.
Deshalb wurde schon 2006 eine Abschlagmatte auf dem
Universitätsportplatz an der Markstraße installiert.
Dort können die Sportstudierenden nach einem Leichtathletikkurs
oder einer Vorlesung rasch die Schläger auspacken
und trainieren: Putten, Chippen, Pitchen oder das Bunkerspiel
in der Weitsprunggrube.
Das zusätzliche Training zahlt sich auch für
die aktuelle Gruppe aus, schon nach einigen Wochen können
die Studierenden drei Bahnen (Loch 1, 8 und 9) auf dem
Platz spielen, ohne die Spieler des Golfclubs zu stören
oder zu gefährden. Vor allem unkontrollierte Abschläge
können gefährlich werden. Ohnehin ist die
Anlage des Bochumer Golfclubs in Stiepel sehr anspruchsvoll.
Die großen Höhenunterschiede erschweren das
Spiel und wirken sich auf Kondition und Konzentration
aus.
Höhepunkt eines Lehrgangs ist die Abnahme der Platzreife,
wenn die Studenten erstmals auf die komplette 9er-Lochrunde
geschickt werden. Zweieinhalb bis drei Stunden dauert
sie. Danach ist es immer ein Trost, wenn die Golflehrer
die Punkte ausrechnen und verkünden können:
„Ziel erreicht, Platzreife mit Handicap 54 erlangt“.
Die letzte Hürde, die Prüfung in Regelkunde,
dürfte die Gruppe dann auch noch schaffen. Denn
aus den Sportstudenten sind längst begeisterte
Golfstudenten geworden – und eventuell sogar neue
Mitglieder im Golfclub.
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