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RUBENS 125

1. Juni 2008



Generation Golfstudent



Die Sportfakultät und der Bochumer Golfclub kooperieren erfolgreich

Heutzutage spricht man gern von einer „Win-Win-Situation“, wenn zwei oder mehr Beteiligte von einer Sache profitieren. In diesem Fall sind dies der Bochumer Golfclub, die Fakultät für Sportwissenschaft und deren Studierende. Club und Fakultät arbeiten seit 2006 zusammen, sportlich und wissenschaftlich. Rund 20 Studierende absolvieren alljährlich Golflehrgänge in Stiepel.

Der Golfclub mit seinen Präsidenten Matthias Knälmann und Prof. Dr. Jürgen Barmeyer möchte mit der Partnerschaft neue (junge, sportliche) Mitglieder gewinnen. Die Sportfakultät mit ihren Dozenten Marianne Bäcker und Peter Lange möchte das Angebot in der Sportlehrerausbildung erweitern und den Golfsport wissenschaftlich begleiten (u. a. Trainingswissenschaft, Sportpsychologie und Sportmedizin). Die Studierenden finden mit dem Golfsport ein mögliches Thema für die Abschlussarbeit und sammeln praktische und naturnahe Erfahrungen, die zudem Spaß machen. Die Nachbarschaft von Golfplatz und Uni macht all das sehr einfach.
Drei Profi-Golflehrer leiten im Wechsel die Lehrgänge: Ralf Pütter, Hendrik Wannagat und Iris Troitsch. Jeden Dienstagmorgen unterrichten sie die Studierenden in Materialkunde, Regelkunde und der Etikette des Golfsports. Die Studierenden ergänzen den Theorieteil um Referate zu Themen wie Golf für Kinder, Belastungsstrukturen im Golf, Golf in der Halle, Golf in der Schule, Golf auf einem Sportplatz und Golf als Volkssport.

Abschlagmatte auf dem Sportplatz

Da auch beim Golf die Wahrheit auf dem Platz liegt, wird zudem kräftig trainiert. Bereits beim ersten Durchgang 2006 wurde schnell deutlich, wie viel Übung das Golfspiel braucht, und dass zwei Stunden unter Anleitung bei weitem nicht reichen, die sog. Platzreife zu schaffen. Deshalb wurde schon 2006 eine Abschlagmatte auf dem Universitätsportplatz an der Markstraße installiert. Dort können die Sportstudierenden nach einem Leichtathletikkurs oder einer Vorlesung rasch die Schläger auspacken und trainieren: Putten, Chippen, Pitchen oder das Bunkerspiel in der Weitsprunggrube.
Das zusätzliche Training zahlt sich auch für die aktuelle Gruppe aus, schon nach einigen Wochen können die Studierenden drei Bahnen (Loch 1, 8 und 9) auf dem Platz spielen, ohne die Spieler des Golfclubs zu stören oder zu gefährden. Vor allem unkontrollierte Abschläge können gefährlich werden. Ohnehin ist die Anlage des Bochumer Golfclubs in Stiepel sehr anspruchsvoll. Die großen Höhenunterschiede erschweren das Spiel und wirken sich auf Kondition und Konzentration aus.
Höhepunkt eines Lehrgangs ist die Abnahme der Platzreife, wenn die Studenten erstmals auf die komplette 9er-Lochrunde geschickt werden. Zweieinhalb bis drei Stunden dauert sie. Danach ist es immer ein Trost, wenn die Golflehrer die Punkte ausrechnen und verkünden können: „Ziel erreicht, Platzreife mit Handicap 54 erlangt“. Die letzte Hürde, die Prüfung in Regelkunde, dürfte die Gruppe dann auch noch schaffen. Denn aus den Sportstudenten sind längst begeisterte Golfstudenten geworden – und eventuell sogar neue Mitglieder im Golfclub.







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Letzte Änderung: 31.5.2008| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik