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RUBENS 123

1. April 2008


Wahrzeichen unterm Hammer


RUB versteigert klappernde Betonplatten


Nachdem die Sanierung der Ruhr-Uni beschlossene Sache ist, sucht das Rektorat zusätzliche Finanzquellen für die Baumaßnahme. Es hat entschieden, frühere Wahrzeichen der RUB meistbietend zu versteigern. Als erstes kommen die klappernden Betonplatten unter den sprichwörtlichen Hammer, das wohl bekannteste und beliebteste Wahrzeichen der Bochumer Architektur. Nur die erste auf dem Forum verlegte „Betonplatte“ bekommt einen Ehrenplatz. Mit den Unterschriften von allen noch lebenden Bochumer Rektoren und Kanzlern wird sie ab dem 1.4. in den Kunstsammlungen der RUB ausgestellt.

Kaum ein Studierender, Mitarbeiter oder Besucher bleibt unbeeindruckt vom „Geklapper“ auf den Wegen der Ruhr-Uni. Es ist die Begleitmusik in den Ohren der meisten Universitätsmitglieder; viele Alumni erinnern sich noch Jahre später mit Wehmut an die vertraute Geräuschkulisse auf dem Campus. Deshalb dient die aktuelle Entscheidung nicht nur dazu, neue Finanzquellen für die Sanierung sprudeln zu lassen, sondern versteht sich auch als Maßnahme, die Identität mit der Alma Mater zu stärken.

Auktion im Netz

Interessenten können ihre Gebote für die ersten 500 Platten (1m x 1m; 120 Kilo) auf der Internetseite www.rub.de/betonplatten abgeben. Sie wird zum 1.4. frei geschaltet. Die Platten gibt es in drei Ausführungen mit jeweils folgenden Anfangsmindestgeboten: a) 100 Platten versehen mit den Unterschriften der Architekten der RUB – Mindestgebot: 1.000 Euro pro Platte; b) 100 Platten tragen die faksimilierten Unterschriften aller Bochumer Rektoren und Kanzler – 1.500 Euro pro Platte; c) 300 Platen sind signiert vom gegenwärtigen Rektorat, 600 Euro pro Platte – jeweils bei Selbstabholung. Für Lieferung frei Haus berechnet die Uni 25 Euro.
Die Verantwortlichen haben sich darauf verständigt, dass es sich um eine absolut limitierte und durchnummerierte Edition der Platten handeln wird. Wegen dieser Begrenzung steht ab Semesteranfang – für die breite Allgemeinheit – zusätzlich eine Audiodatei im Netz, die die typische Geräuschkulisse der Ruhr-Uni wiedergibt. Sie kann gegen eine Schutzgebühr von 2,99 Euro heruntergeladen werden kann, z.B. als Klingelton für das Handy. Da die RUB eventuell unter Denkmalschutz gestellt wird, gibt es Überlegungen, bei der Sanierung auch ihr akustisches Ambiente zu erhalten.
Im Verlauf der Sanierung sollen auch andere historische Zeugnisse in einem schon konkret geplanten „Museum der Architektur der Ruhr-Universität Bochum“ Eingang finden, andere werden ebenfalls versteigert. Zudem sollen von Zeit zu Zeit Bruchstücke der Architektur (auch von kaputten Betonplatten) auf Messeständen oder bei besonderen Gelegenheiten wie Sommerfest, Jahresfeier oder Semesterkonzert als Andenken verkauft werden. Ebenfalls wird überlegt, das Mobiliar der Uni Zug um Zug zu verkaufen bzw. zu versteigern. Dazu holen die Verantwortlichen zurzeit bei Spezialisten Schätzungen über antiquarische Werte ein.



jk
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Letzte Änderung: 31.3.2008| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik