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RUBENS 123

1. April 2008

Neues vom Campus 1

Meldungen


Neue Förderung
Die Ruhr-Uni freut sich über einen weiteren großen Erfolg für ihre Doktorandenausbildung: Die NRW Research School of Medical Neuroscience Bochum BoNeuroMed (Sprecher: Prof. Onur Güntürkün) wird aus dem Programm NRW-Forschungsschulen des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie gefördert. Die Schule wird in Kooperation mit der Research School der RUB arbeiten, die aus der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder hervorgegangen ist.
Die RUB ist an drei weiteren Graduiertenschulen aus dem NRW-Forschungsschulen-Programm beteiligt: Die Ruhr Graduate School in Economics (RGS Econ, Sprecher: Prof. Wolfgang Leininger, TU Dortmund) wird getragen von der Universitätsallianz Metropole Ruhr (RUB, TU Dortmund, Uni Duisburg-Essen) und dem Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI). Träger der Forschungsschule für Energieeffiziente Produktion und Logistik (Sprecher: Prof. Jochen Deuse, TU Dortmund) ist die im letzten Jahr von RUB und TU Dortmund gegründete Engineering Unit Ruhr. An der Dortmunder Forschungsschule Synchrotonstrahlung in den Nano- und Biowissenschaften sind Chemiker und Physiker der RUB entscheidend beteiligt.
Das strukturierte Doktorandenangebot der Forschungsschulen eröffnet herausragenden Studierenden die Chance, auf hohem internationalen Niveau bei den jeweiligen Spitzenforscherteams der Hochschulen zu promovieren. Mit dem neuen Angebot, dass meist von mehreren Unis gemeinsam getragen wird, sollen insbesondere Bewerber aus dem Ausland geworben werden. Wer in einer Forschungsschule aufgenommen wird, erhält ein monatliches Stipendium von bis zu 1.300 Euro. Die Forschungsschulen werden in der Regel zu gleichen Teilen von der jeweiligen Hochschule und dem Land finanziert.

Verwendung online
Mittlerweile sind ja alle, die mit Bildung und Hochschule zu tun haben, so weit konditioniert, dass sie beim Stichwort „Verwendung“ automatisch an die Einnahmen aus den Studienbeiträgen denken – und wofür diese schließlich verwendet werden. Diesen Umstand machte sich die Leitung der RUB zunutze, als sie nach einer griffigen URL suchte, um im Internet lückenlos zu dokumentieren, wohin die eingenommen Gelder konkret fließen: www.rub.de/verwendung. Die Seiten bieten aber nicht nur eine Übersicht über die Verwendung, sondern auch über die Entscheidungsprozesse, die bestimmen, wie viel Geld wofür verwendet werden soll. Das Rektorat und die Fakultäten sind darüber hinaus verpflichtet, jährlich einen Rechenschaftsbericht herauszugeben, in dem die Verwendung der Mittel festgehalten wird. Die erste Ausgabe erscheint voraussichtlich im Mai 2008.

Wahlen
Der Fahrplan für die Wahlen zum Senat und zu den Fakultätsräten steht. Die ein- bzw. dreijährige Amtszeit für die Vertreter/innen der vier Mitgliedergruppen läuft für diese universitären Gremien zum 30. September 2008 ab. Spätestens ab dem 15. April erfolgen Wahlbekanntmachung und Auslegung der Wählerverzeichnisse. Die Frist für die Abgabe der Wahlvorschläge und für die Änderung der Wählerverzeichnisse endet am 29. April. Spätestens am 20. Mai werden die Wahlvorschläge veröffentlicht und am 30. Mai endet die Frist für die Briefwahl. Gewählt wird schließlich am Dienstag, 3. Juni 2008, zwischen 9 und 15 h. Weitere Infos gibt es im Wahlbüro unter E-Mail christian.hoser@uv.rub.de oder anja.lischka@uv.rub.de.

Neue Akademie
Seit Anfang 2008 haben die Technikwissenschaften in Deutschland eine Interessenvertretung in Form einer nationalen Akademie, wie sie in den meisten Industrienationen bereits verwirklicht worden ist. Unter dem Namen acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften – wird sich die Institution mit Sitz in München und Hauptstadtbüro in Berlin dafür einsetzen, dass technologische und technologiepolitische Themen in Deutschland ausgewogen und auf wissenschaftlicher Grundlage diskutiert und bewertet werden können. Zu ihren Mitgliedern zählen rund 260 herausragende Wissenschaftler aus einer Vielzahl an wissenschaftlichen Disziplinen. Darunter befinden sich auch Wissenschaftler der Ruhr-Uni: Prof. em. Dr.-Ing. Johann Friedrich Böhme, Prof. em. Dr.-Ing. Manfred Depenbrock, Prof. Dr.-Ing. Helmut Ermert, Prof. em. Dr.-Ing. Aflred Fettweis (alle Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik), Prof. Dr.-Ing. Dietrich Hartmann (Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften) und Prof. em. Dr.-Ing. Erhard Hornbogen (Fakultät für Maschinenbau).

Karriereportal
Internationale Spitzenwissenschaftler und wissenschaftlicher Nachwuchs sind für deutsche Hochschulen unentbehrlich. Doch wie kommt man am besten an die richtigen Leute? Klar, auf dem internationalen Stellenmarkt mit englischsprachigen Ausschreibungen. Mit academics.com ist seit Anfang März die geeignete Plattform online. Die Idee ist bekannt von academics.de, dem führenden Karriereportal der Wissenschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz. academics ist eine Initiative der ZEIT und der Zeitschrift Forschung & Lehre. Für die internationale Version wurde zusätzlich der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ins Boot geholt. Infos: http://www.academics.com

Kuratorium verabschiedet
Am 8. Februar hat das Rektorat die Mitglieder des Kuratoriums verabschiedet. Mit dem Inkrafttreten der neuen Verfassung der RUB (Dezember 2007) und der Ernennung der Mitglieder des Hochschulrats (Januar 2008) endete automatisch die Arbeit des Gremiums. Vier ehemalige Mitglieder des Kuratoriums gehören dem neuen Hochschulrat an (s. u.). Der mit sechs externen Experten besetzte Rat tritt als neues Aufsichts- und Kontrollorgan der Hochschule an die Stelle des beratenden Kuratoriums.
Dem 2003 gewählten Kuratorium der RUB gehörten folgende Mitglieder aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft an: Prof. Dr. Karin Donhauser (Professorin für Geschichte der deutschen Sprache an der Humboldt-Universität Berlin), Birgit Fischer (stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Barmer Ersatzkasse, Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde der RUB), Dr. Norbert Lammert (Präsident des Deutschen Bundestages), Prof. Dr. Ulrich Middelmann (stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der ThyssenKrupp AG), Dr. Werner Müller (Vorsitzender des Vorstandes der Evonik Industries AG), Ministerialdirigent Jürgen Schlegel (Generalsekretär der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz) sowie als „geborene Mitglieder“ die Oberbürgermeisterin der Stadt Bochum, Dr. Ottilie Scholz, und der Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde der RUB (bis August 2007 Fritz Bahlo). Ergänzt wurde das Kuratorium um beratende Mitglieder, dazu zählten u. a. der jeweilige Asta-Vorsitzende und Prof. Monika Schmitz-Emans (Fakultät für Philologie).
Karin Donhauser, Birgit Fischer, Ulrich Middelmann und Jürgen Schlegel gehören nun dem Hochschulrat der RUB an. Dorothee Dzwonnek (Generalsekretärin der Deutschen Forschungsgemeinschaft) und Prof. Dr. Daniel Fallon (Leiter der Abteilung „Higher Education“ der Carnegie Corporation, New York) komplettieren das neue Gremium.


Preise
Die Wissenschaftliche Gesellschaft zur Förderung der Enzymtherapie schreibt den mit 10.000 Euro dotierten Deutschen Enzym-Preis aus. Zur Teilnahme aufgerufen sind alle Wissenschaftler und Praktiker, die sich mit Enzymtherapie befassen. Einsendeschluss ist der 30. April 2008. Infos: http://www.wgfe.org.
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Die Philosophische Fakultät der Uni Düsseldorf schreibt zusammen mit dem Wissenschaftszentrum NRW zum dritten Mal den mit 20.000 Euro dotierten Dr. Meyer-Struckmann-Preis für herausragenden Arbeiten in Kultur- und Geisteswissenschaften aus – 2008 zum Thema „Deutsch-Französische Beziehungen in Kultur und Gesellschaft“; Einsendeschluss ist der 30. April 2008. Infos: http://www.meyer-struckmann.de/preis08.
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Der Club of Vienna schreibt den mit 1.000 Euro dotierten Rupert-Riedl-Preis für Arbeiten aus, die sich mit Nachhaltigkeit befassen. Gefördert werden abgeschlossene, interdisziplinäre und praxisbezogene Arbeiten aus Sozial- und Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften, Wirtschaft und Technik. Bewerbungsschluss: 1. Juni 2008. Weitere Infos: http://www.clubofvienna.org.
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Der FAG Kugelfischer Innovation Award (20.000 Euro) prämiert herausragende Arbeiten zu den Themenbereichen Product Innovation, Enhanced Manufacturing sowie Market Strategy. Bewerbungsschluss: 30. Juni 2008; Infos: http://www.fag.de/career.

Ab mit euch!
„Wir wollen euch loswerden“ lautete 2002 das Motto der Auslandsmesse Grenzenlos im Audimax. Dabei wurden Studierenden Wege gezeigt, wie sie am besten einen Teil ihres Studiums im Ausland absolvieren. Ähnlich funktioniert die Tagung „Go out! Studieren weltweit“ am 24. April in Berlin. Veranstalter sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Deutsche Akademische Austauschdienst. Präsentiert werden z.B. Konzepte zur Förderung des internationalen Austauschs von Studierenden und Graduierten. Die Konferenz leitet zugleich die Study World 2008 ein, die 3. Internationale Messe für Studium, Praktikum und akademische Weiterbildung. Sie findet am 25. und 26. April im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin statt. Infos: http://www.studyworld2008.com

Leserbrief zum Artikel "Allons Enfants"
Ich selbst hatte auch im letzten Jahr das Problem, eine Kinderbetreuung für unter Dreijährige zu finden. Jetzt habe ich einen Platz in einer Spielgruppe hier im Uni-Center gefunden und bin super zufrieden da. Diese Gruppe (eine Elterninitiative) hat sogar noch Plätze frei! Ich würde gerne vermitteln, wenn noch Eltern solche Plätze suchen! Katharina Sadin, Katharina.Sadin@uv.rub.de

Gottesdienst
Zu Beginn des Sommersemesters feiern wir am 15. April um 18 h in der Apostelkirche (direkt hinter der U-Bahn-Brücke rechts) einen evangelischen Universitätsgottesdienst. Das Collegium Vocale unter Leitung von UMD Hans Jaskulsky wird ihn musikalisch gestalten und Sätze aus der Messe von Johannes Brahms singen. Prof. Isolde Karle hält die Predigt. Wir laden herzlich dazu ein.

Alle Neune
Das Rechnungsbuch der Kegelgilde war sein liebstes Objekt im Xantener Stiftsarchiv. Dr. Dieter Scheler (Fakultät für Geschichtswissenschaft) präsentierte es all seinen Studenten. Das kam offenbar prima an, wie überhaupt Schelers Lehre bei seinen Studenten viel Gefallen fand. Wie sonst wäre es zu erklären, dass der Dozent zur Pensionierung, bei gleichzeitiger Ernennung zum Honorarprofessor, so reich beschenkt wurde? Ralf Molkenthin und Bodo Gundelach, ehemalige Studenten und nun selbst Lehrende der RUB, sowie einige weitere Ehemalige, haben Scheler einen Aufsatzband gewidmet und im Scriptorium-Verlag veröffentlicht. Das Buch trägt den Titel „De Ludo Kegelorum“ (über das Kegelspiel).
Mit dieser einmaligen Aktion wollen die Herausgeber zeigen, welchen großen Beitrag Dr. Schelers Lehre für sie in Mediävistik hatte: Das für alle Geschichtsstudenten obligatorische „Integrierte Proseminar“ (IPS) beinhaltete außer dem theoretischen Teil auch eine Exkursion nach Xanten. Dabei wurde natürlich der Archäologische Park besichtigt, aber auch das Stiftsarchiv. Hier zeigte Dieter Scheler den wissenschaftliche Anfängern die konzentrierte Wucht der schriftlichen Überlieferungen – darunter stets das Rechnungsbuch der Bauhütte. Es verzeichnet die Einnahmen und Ausgaben der Kegelgilde, die vom Stift unterhalten wurde, um Geld für den Bau der Xantener Stiftskirche einzunehmen.

Siegreiche eLearning-Projekte
Mit „5 x 5000“ Euro wollte die Stabsstelle eLearning der RUB (RUBeL) fünf eLearning-Projekte fördern und veranstaltete einen campusweiten Wettbewerb. Die eingereichten Ideen und Konzepte waren jedoch so gut, dass man vom Titel des Wettbewerbs etwas abgewichen ist: 5.000 Euro gehen jeweils an die Juristische Fakultät (Kriminologie), an die Medizin sowie ans Historische Institut. Die Sieger des Wettbewerbs setzen u. a. ein „Praktikum der Medizinischen Terminologie“ und einen „Multimedialen Methodentrainer Mediävistik“ um. Darüber hinaus unterstützt RUBeL vier Projekte mit jeweils 2.500 Euro: in der Romanistik, in Geographie, Biologie und im Zentrum für Fremdsprachenausbildung.
Das Besondere am Wettbewerb war die Mitarbeit von Studierenden. Andreas Deese, eTutor und studentisches Jurymitglied, sagt: „Als Student freue ich mich natürlich, dass ich in der Jury an einer Entscheidung über unser Geld so direkt beteiligt war.“ Die Mittel stammen aus den Studienbeiträgen und fließen somit direkt in Projekte, die die Präsenzlehre ergänzen und einen erkennbaren Mehrwert für die Studierenden haben. „Es ist faszinierend, welch kreatives Potenzial dieser Wettbewerb hervorgebracht hat“, so Deese. Aufgrund des großen Erfolgs – mehr als 20 Projekte wurden eingereicht – wird der Wettbewerb im Sommersemester wiederholt. Info: http://www.rubel.rub.de.


Gute Rede
Nach nur einem Jahr Unterricht schon der zweitbeste Redner weit und breit: Marvin Porkies belegte Anfang März beim landesweiten Japanisch-Redewettbewerb in Düsseldorf (initiiert vom Japanischen Generalkonsulat) den zweiten Platz. Dabei lernt der Wirtschaftsstudent erst seit Anfang 2007 am Zentrum für Fremdsprachenausbildung der RUB (ZFA) Japanisch; dort zählte Porkies allerdings zu den besten Absolventen des ersten Japanisch-Kurses.
Sein gutes Abschneiden ist zugleich ein großer Erfolg für das noch junge Fremdspracheninstitut der Ruhr-Uni. Aber nicht der einzige, was auch die hohe Zahl der Teilnehmer am Intensivkurs in Japanisch im März zeigte: Rund 30 Studierende und wissenschaftliche Mitarbeiter nahmen erfolgreich teil. Insgesamt ist die Zahl der zu erlernenden Fremdsprachen am ZFA mittlerweile auf 17 gestiegen, hinzu kommt Deutsch als Fremdsprache. Ein Überblick der Angebote steht unter http://www.rub.de/zfa.


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