Neues vom
Campus 1
Meldungen
Neue Förderung
Die Ruhr-Uni freut sich über einen weiteren
großen Erfolg für ihre Doktorandenausbildung:
Die NRW Research School of Medical Neuroscience Bochum
BoNeuroMed (Sprecher: Prof. Onur Güntürkün)
wird aus dem Programm NRW-Forschungsschulen des Ministeriums
für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie
gefördert. Die Schule wird in Kooperation mit der
Research School der RUB arbeiten, die aus der Exzellenzinitiative
des Bundes und der Länder hervorgegangen ist.
Die RUB ist an drei weiteren Graduiertenschulen aus
dem NRW-Forschungsschulen-Programm beteiligt: Die Ruhr
Graduate School in Economics (RGS Econ, Sprecher: Prof.
Wolfgang Leininger, TU Dortmund) wird getragen von der
Universitätsallianz Metropole Ruhr (RUB, TU Dortmund,
Uni Duisburg-Essen) und dem Rheinisch-Westfälischen
Institut für Wirtschaftsforschung (RWI). Träger
der Forschungsschule für Energieeffiziente Produktion
und Logistik (Sprecher: Prof. Jochen Deuse, TU Dortmund)
ist die im letzten Jahr von RUB und TU Dortmund gegründete
Engineering Unit Ruhr. An der Dortmunder Forschungsschule
Synchrotonstrahlung in den Nano- und Biowissenschaften
sind Chemiker und Physiker der RUB entscheidend beteiligt.
Das strukturierte Doktorandenangebot der Forschungsschulen
eröffnet herausragenden Studierenden die Chance,
auf hohem internationalen Niveau bei den jeweiligen
Spitzenforscherteams der Hochschulen zu promovieren.
Mit dem neuen Angebot, dass meist von mehreren Unis
gemeinsam getragen wird, sollen insbesondere Bewerber
aus dem Ausland geworben werden. Wer in einer Forschungsschule
aufgenommen wird, erhält ein monatliches Stipendium
von bis zu 1.300 Euro. Die Forschungsschulen werden
in der Regel zu gleichen Teilen von der jeweiligen Hochschule
und dem Land finanziert.
Verwendung online
Mittlerweile sind ja alle, die mit Bildung und Hochschule
zu tun haben, so weit konditioniert, dass sie beim Stichwort
„Verwendung“ automatisch an die Einnahmen
aus den Studienbeiträgen denken – und wofür
diese schließlich verwendet werden. Diesen Umstand
machte sich die Leitung der RUB zunutze, als sie nach
einer griffigen URL suchte, um im Internet lückenlos
zu dokumentieren, wohin die eingenommen Gelder konkret
fließen: www.rub.de/verwendung. Die Seiten bieten
aber nicht nur eine Übersicht über die Verwendung,
sondern auch über die Entscheidungsprozesse, die
bestimmen, wie viel Geld wofür verwendet werden
soll. Das Rektorat und die Fakultäten sind darüber
hinaus verpflichtet, jährlich einen Rechenschaftsbericht
herauszugeben, in dem die Verwendung der Mittel festgehalten
wird. Die erste Ausgabe erscheint voraussichtlich im
Mai 2008.
Wahlen
Der Fahrplan für die Wahlen zum Senat und zu den
Fakultätsräten steht. Die ein- bzw. dreijährige
Amtszeit für die Vertreter/innen der vier Mitgliedergruppen
läuft für diese universitären Gremien
zum 30. September 2008 ab. Spätestens ab dem 15.
April erfolgen Wahlbekanntmachung und Auslegung der
Wählerverzeichnisse. Die Frist für die Abgabe
der Wahlvorschläge und für die Änderung
der Wählerverzeichnisse endet am 29. April. Spätestens
am 20. Mai werden die Wahlvorschläge veröffentlicht
und am 30. Mai endet die Frist für die Briefwahl.
Gewählt wird schließlich am Dienstag, 3.
Juni 2008, zwischen 9 und 15 h. Weitere Infos gibt es
im Wahlbüro unter E-Mail christian.hoser@uv.rub.de
oder anja.lischka@uv.rub.de.
Neue Akademie
Seit Anfang 2008 haben die Technikwissenschaften in
Deutschland eine Interessenvertretung in Form einer
nationalen Akademie, wie sie in den meisten Industrienationen
bereits verwirklicht worden ist. Unter dem Namen acatech
– Deutsche Akademie der Technikwissenschaften
– wird sich die Institution mit Sitz in München
und Hauptstadtbüro in Berlin dafür einsetzen,
dass technologische und technologiepolitische Themen
in Deutschland ausgewogen und auf wissenschaftlicher
Grundlage diskutiert und bewertet werden können.
Zu ihren Mitgliedern zählen rund 260 herausragende
Wissenschaftler aus einer Vielzahl an wissenschaftlichen
Disziplinen. Darunter befinden sich auch Wissenschaftler
der Ruhr-Uni: Prof. em. Dr.-Ing. Johann Friedrich Böhme,
Prof. em. Dr.-Ing. Manfred Depenbrock, Prof. Dr.-Ing.
Helmut Ermert, Prof. em. Dr.-Ing. Aflred Fettweis (alle
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik),
Prof. Dr.-Ing. Dietrich Hartmann (Fakultät für
Bau- und Umweltingenieurwissenschaften) und Prof. em.
Dr.-Ing. Erhard Hornbogen (Fakultät für Maschinenbau).
Karriereportal
Internationale Spitzenwissenschaftler und wissenschaftlicher
Nachwuchs sind für deutsche Hochschulen unentbehrlich.
Doch wie kommt man am besten an die richtigen Leute?
Klar, auf dem internationalen Stellenmarkt mit englischsprachigen
Ausschreibungen. Mit academics.com ist seit Anfang März
die geeignete Plattform online. Die Idee ist bekannt
von academics.de, dem führenden Karriereportal
der Wissenschaft in Deutschland, Österreich und
der Schweiz. academics ist eine Initiative der ZEIT
und der Zeitschrift Forschung & Lehre. Für
die internationale Version wurde zusätzlich der
Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ins Boot
geholt. Infos: http://www.academics.com
Kuratorium verabschiedet
Am 8. Februar hat das Rektorat die Mitglieder des Kuratoriums
verabschiedet. Mit dem Inkrafttreten der neuen Verfassung
der RUB (Dezember 2007) und der Ernennung der Mitglieder
des Hochschulrats (Januar 2008) endete automatisch die
Arbeit des Gremiums. Vier ehemalige Mitglieder des Kuratoriums
gehören dem neuen Hochschulrat an (s. u.). Der
mit sechs externen Experten besetzte Rat tritt als neues
Aufsichts- und Kontrollorgan der Hochschule an die Stelle
des beratenden Kuratoriums.
Dem 2003 gewählten Kuratorium der RUB gehörten
folgende Mitglieder aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft
an: Prof. Dr. Karin Donhauser (Professorin für
Geschichte der deutschen Sprache an der Humboldt-Universität
Berlin), Birgit Fischer (stellvertretende Vorstandsvorsitzende
der Barmer Ersatzkasse, Vorsitzende der Gesellschaft
der Freunde der RUB), Dr. Norbert Lammert (Präsident
des Deutschen Bundestages), Prof. Dr. Ulrich Middelmann
(stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der ThyssenKrupp
AG), Dr. Werner Müller (Vorsitzender des Vorstandes
der Evonik Industries AG), Ministerialdirigent Jürgen
Schlegel (Generalsekretär der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz)
sowie als „geborene Mitglieder“ die Oberbürgermeisterin
der Stadt Bochum, Dr. Ottilie Scholz, und der Vorsitzende
der Gesellschaft der Freunde der RUB (bis August 2007
Fritz Bahlo). Ergänzt wurde das Kuratorium um beratende
Mitglieder, dazu zählten u. a. der jeweilige Asta-Vorsitzende
und Prof. Monika Schmitz-Emans (Fakultät für
Philologie).
Karin Donhauser, Birgit Fischer, Ulrich Middelmann und
Jürgen Schlegel gehören nun dem Hochschulrat
der RUB an. Dorothee Dzwonnek (Generalsekretärin
der Deutschen Forschungsgemeinschaft) und Prof. Dr.
Daniel Fallon (Leiter der Abteilung „Higher Education“
der Carnegie Corporation, New York) komplettieren das
neue Gremium.
Preise
Die Wissenschaftliche Gesellschaft zur Förderung
der Enzymtherapie schreibt den mit 10.000 Euro dotierten
Deutschen Enzym-Preis aus. Zur Teilnahme aufgerufen
sind alle Wissenschaftler und Praktiker, die sich mit
Enzymtherapie befassen. Einsendeschluss ist der 30.
April 2008. Infos: http://www.wgfe.org.
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Die Philosophische Fakultät der Uni Düsseldorf
schreibt zusammen mit dem Wissenschaftszentrum NRW zum
dritten Mal den mit 20.000 Euro dotierten Dr. Meyer-Struckmann-Preis
für herausragenden Arbeiten in Kultur- und Geisteswissenschaften
aus – 2008 zum Thema „Deutsch-Französische
Beziehungen in Kultur und Gesellschaft“; Einsendeschluss
ist der 30. April 2008. Infos: http://www.meyer-struckmann.de/preis08.
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Der Club of Vienna schreibt den mit 1.000 Euro dotierten
Rupert-Riedl-Preis für Arbeiten aus, die sich mit
Nachhaltigkeit befassen. Gefördert werden abgeschlossene,
interdisziplinäre und praxisbezogene Arbeiten aus
Sozial- und Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften,
Wirtschaft und Technik. Bewerbungsschluss: 1. Juni 2008.
Weitere Infos: http://www.clubofvienna.org.
+++
Der FAG Kugelfischer Innovation Award (20.000 Euro)
prämiert herausragende Arbeiten zu den Themenbereichen
Product Innovation, Enhanced Manufacturing sowie Market
Strategy. Bewerbungsschluss: 30. Juni 2008; Infos: http://www.fag.de/career.
Ab mit euch!
„Wir wollen euch loswerden“ lautete 2002
das Motto der Auslandsmesse Grenzenlos im Audimax. Dabei
wurden Studierenden Wege gezeigt, wie sie am besten
einen Teil ihres Studiums im Ausland absolvieren. Ähnlich
funktioniert die Tagung „Go out! Studieren weltweit“
am 24. April in Berlin. Veranstalter sind das Bundesministerium
für Bildung und Forschung und der Deutsche Akademische
Austauschdienst. Präsentiert werden z.B. Konzepte
zur Förderung des internationalen Austauschs von
Studierenden und Graduierten. Die Konferenz leitet zugleich
die Study World 2008 ein, die 3. Internationale Messe
für Studium, Praktikum und akademische Weiterbildung.
Sie findet am 25. und 26. April im Russischen Haus der
Wissenschaft und Kultur in Berlin statt. Infos: http://www.studyworld2008.com
Leserbrief zum Artikel "Allons
Enfants"
Ich selbst hatte auch im letzten Jahr das Problem, eine
Kinderbetreuung für unter Dreijährige zu finden.
Jetzt habe ich einen Platz in einer Spielgruppe hier
im Uni-Center gefunden und bin super zufrieden da. Diese
Gruppe (eine Elterninitiative) hat sogar noch Plätze
frei! Ich würde gerne vermitteln, wenn noch Eltern
solche Plätze suchen! Katharina Sadin, Katharina.Sadin@uv.rub.de
Gottesdienst
Zu Beginn des Sommersemesters feiern wir am 15. April
um 18 h in der Apostelkirche (direkt hinter der U-Bahn-Brücke
rechts) einen evangelischen Universitätsgottesdienst.
Das Collegium Vocale unter Leitung von UMD Hans Jaskulsky
wird ihn musikalisch gestalten und Sätze aus der
Messe von Johannes Brahms singen. Prof. Isolde Karle
hält die Predigt. Wir laden herzlich dazu ein.
Alle Neune
Das Rechnungsbuch der Kegelgilde war sein liebstes Objekt
im Xantener Stiftsarchiv. Dr. Dieter Scheler (Fakultät
für Geschichtswissenschaft) präsentierte es
all seinen Studenten. Das kam offenbar prima an, wie
überhaupt Schelers Lehre bei seinen Studenten viel
Gefallen fand. Wie sonst wäre es zu erklären,
dass der Dozent zur Pensionierung, bei gleichzeitiger
Ernennung zum Honorarprofessor, so reich beschenkt wurde?
Ralf Molkenthin und Bodo Gundelach, ehemalige Studenten
und nun selbst Lehrende der RUB, sowie einige weitere
Ehemalige, haben Scheler einen Aufsatzband gewidmet
und im Scriptorium-Verlag veröffentlicht. Das Buch
trägt den Titel „De Ludo Kegelorum“
(über das Kegelspiel).
Mit dieser einmaligen Aktion wollen die Herausgeber
zeigen, welchen großen Beitrag Dr. Schelers Lehre
für sie in Mediävistik hatte: Das für
alle Geschichtsstudenten obligatorische „Integrierte
Proseminar“ (IPS) beinhaltete außer dem
theoretischen Teil auch eine Exkursion nach Xanten.
Dabei wurde natürlich der Archäologische Park
besichtigt, aber auch das Stiftsarchiv. Hier zeigte
Dieter Scheler den wissenschaftliche Anfängern
die konzentrierte Wucht der schriftlichen Überlieferungen
– darunter stets das Rechnungsbuch der Bauhütte.
Es verzeichnet die Einnahmen und Ausgaben der Kegelgilde,
die vom Stift unterhalten wurde, um Geld für den
Bau der Xantener Stiftskirche einzunehmen.
Siegreiche eLearning-Projekte
Mit „5 x 5000“ Euro wollte die Stabsstelle
eLearning der RUB (RUBeL) fünf eLearning-Projekte
fördern und veranstaltete einen campusweiten Wettbewerb.
Die eingereichten Ideen und Konzepte waren jedoch so
gut, dass man vom Titel des Wettbewerbs etwas abgewichen
ist: 5.000 Euro gehen jeweils an die Juristische Fakultät
(Kriminologie), an die Medizin sowie ans Historische
Institut. Die Sieger des Wettbewerbs setzen u. a. ein
„Praktikum der Medizinischen Terminologie“
und einen „Multimedialen Methodentrainer Mediävistik“
um. Darüber hinaus unterstützt RUBeL vier
Projekte mit jeweils 2.500 Euro: in der Romanistik,
in Geographie, Biologie und im Zentrum für Fremdsprachenausbildung.
Das Besondere am Wettbewerb war die Mitarbeit von Studierenden.
Andreas Deese, eTutor und studentisches Jurymitglied,
sagt: „Als Student freue ich mich natürlich,
dass ich in der Jury an einer Entscheidung über
unser Geld so direkt beteiligt war.“ Die Mittel
stammen aus den Studienbeiträgen und fließen
somit direkt in Projekte, die die Präsenzlehre
ergänzen und einen erkennbaren Mehrwert für
die Studierenden haben. „Es ist faszinierend,
welch kreatives Potenzial dieser Wettbewerb hervorgebracht
hat“, so Deese. Aufgrund des großen Erfolgs
– mehr als 20 Projekte wurden eingereicht –
wird der Wettbewerb im Sommersemester wiederholt. Info:
http://www.rubel.rub.de.
Gute Rede
Nach nur einem Jahr Unterricht schon der zweitbeste
Redner weit und breit: Marvin Porkies belegte Anfang
März beim landesweiten Japanisch-Redewettbewerb
in Düsseldorf (initiiert vom Japanischen Generalkonsulat)
den zweiten Platz. Dabei lernt der Wirtschaftsstudent
erst seit Anfang 2007 am Zentrum für Fremdsprachenausbildung
der RUB (ZFA) Japanisch; dort zählte Porkies allerdings
zu den besten Absolventen des ersten Japanisch-Kurses.
Sein gutes Abschneiden ist zugleich ein großer
Erfolg für das noch junge Fremdspracheninstitut
der Ruhr-Uni. Aber nicht der einzige, was auch die hohe
Zahl der Teilnehmer am Intensivkurs in Japanisch im
März zeigte: Rund 30 Studierende und wissenschaftliche
Mitarbeiter nahmen erfolgreich teil. Insgesamt ist die
Zahl der zu erlernenden Fremdsprachen am ZFA mittlerweile
auf 17 gestiegen, hinzu kommt Deutsch als Fremdsprache.
Ein Überblick der Angebote steht unter http://www.rub.de/zfa.
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