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RUBENS 123

1. April 2008


Neues vom Campus 2



Kulturmeldungen



Zwei Fotoausstellungen im MZ-Foyer
Einerseits ungewöhnliche Reisefotos, andererseits die Resultate eines Experiments aus Foto und Druckgrafik. Zurzeit sind im Foyer des Musischen Zentrums gleich zwei Fotoausstellungen zu sehen.
Dass Studierende und Unibeschäftigte mobil und reiselustig sind, ist bekannt. Im Bereich Fotografie des Musischen Zentrums zeigen einige von ihnen jetzt Bilderserien, die sie von unterwegs mitgebracht haben. Es ist keineswegs die übliche Urlaubsfotografie, die da jetzt an den Wänden im MZ-Foyer großformatig präsentiert wird, stattdessen ein Reigen von teilweise erstaunlichen Zielen studentischer Mobilität. So zeigt René Pollrich faszinierende Landschaften am Polarkreis, wo er sich mit seinem Igluzelt niedergelassen hatte. André Schuster fotografierte Jugendliche in Nowa Huta, einer Krakauer Vorstadtsiedlung. Alltagsszenen in den Nebenstraßen von Palermo präsentiert Tamara Tsopurashvili; Emine Topcu war in einem kleinen anatolischen Dorf und hat Innenräume der Häuser fotografiert. Weitere Serien stammen von Babette Sponheuer (weiße Dörfer in Andalusien), Meinhard Kamphausen (Ostsee-Strandgut) und Matthias Wach (Alpenlandschaften). Die 43 ausgewählten Fotos sind als „von unterwegs I“ bis zum 28. Mai im MZ-Foyer (werktags 10-18 h) zu sehen. Die I verweist darauf, dass sich ob der Menge der Bilder „von unterwegs II“ anschließen wird.
In einer weiteren Ausstellung werden erstaunliche Ergebnisse eines experimentellen Workshops zur Foto-Radierung gezeigt. Was Fotografie ist, dürfte bekannt sein, jeder annähernd Kunstinteressierte kennt auch die Drucktechnik der Radierung. Die Verknüpfung beider künstlerischer Medien beherrschen allerdings nur wenige Personen in Europa. Unter Leitung der MZ-Dozenten Meinhard Kamphausen und Ortrud Kabus wurden von den Teilnehmern digital gerasterte Fotos auf lichtempfindliche Leiterplatten aus dem Elektronikbereich belichtet und in die Metallschicht der Platte hineingeätzt, mit Farbe belegt und anschließend mit einer traditionellen Druckerpresse ins Papier gedruckt. Die Ergebnisse sind reproduzierbar, weisen jedoch durch den manuellen Farbauftrag Unterschiede auf. Die schwarzweißen Fotodrucke kombinieren den weichen Charakter einer Radierung mit den modernen Motivwelten der Fotografie und sind ein kreativer Gegenpol zur technisch-präzisen digitalen Bilderwelt. Die ausgestellten Foto-Radierungen werden durch eine lehrreiche Fotodokumentation des Herstellungsprozesses ergänzt; zu sehen noch bis zum 22. Mai im MZ-Foyer (werktags 10- 18 h).


Wieder aufgenommen
Große Erfolge, volle Häuser, unbefriedigte Kartenwünsche – da bleibt als letztes Mittel nur die Wiederaufnahme. Zuletzt wurde dies fürs Ensemble der Studiobühne schon zur Routine. So auch diesmal: Ionescos „Nashörner“ waren im Februar zwar dreimal zu sehen, aber das reichte längst nicht, um allen Interessierten das Stück zu zeigen. Also ist die absurde Geschichte um Menschen, die zu Nashörnern mutieren, im April noch zweimal zu sehen: am 12. und 13.4. (je 19.30 h).
Was für die Studiobühne gilt, gilt auch für die Schauspieler des Germanistischen Instituts, denn das Ensemble um Dozent Bernhard Jeßing darf ebenfalls in die Wiederaufnahme: Goethes Satire auf den Sturm und Drang, der „Triumph der Empfindsamkeit“, war im November dreimal im Musischen Zentrum zu sehen, im April wird die opulent ausgestattete Produktion (mit aufwändigem Bühnenbild und großartigen Kostümen) drei Mal wiederholt: 26.-28.4., je 19.30 h.
Dazwischen gastiert das studentische Ensemble Theatralia mal wieder auf den Brettern des MZ. Am 19. und 20. 4. (je 19.30 h) zeigt die Truppe „4 Rooms“, eine Bühnenfassung frei nach der gleichnamigen Film-Komödie von Robert Rodriguez, Quentin Tarantino, Allison Anders und Alexandre Rockwell. In vier Episoden wird aus Sicht des Hotelpagen Ted ein ereignisreicher Silvesterabend im Hotel Mon Signor geschildert, einer früher angesagten Absteige für Hollywood-Stars. Infos: http://www.rub.de/mz-theater bzw. http://www.theatralia.de


10 Bands, 3 Abende, 1 Gewinner
Jubiläum für das Bochumer Newcomer Festival: Es findet 2008 zum zehnten Mal statt. 1999 wurde es vom Asta ins Leben gerufen und u. a. zusammen mit dem Kulturbüro Boskop realisiert, um musikalische Talente zu fördern. Chancen für den Nachwuchs abseits des Mainstream bot die Kulturszene des Ruhrgebiets damals nur vereinzelt. Wie groß der Bedarf an Auftrittsmöglichkeiten war, dokumentierten die über 50 Einsendungen für die erste Austragung. Mittlerweile wird das Festival von Boskop, dem Asta, dem Kulturamt der Stadt Bochum, von der Veranstaltungsagentur Cooltour und von CT das Radio ausgerichtet bzw. unterstützt.
Bewerben kann sich jede Band, deren Durchschnittsalter unter 28 liegt und die mindestens zwei an einer Hochschule des Ruhrgebiets eingeschriebene Mitglieder zählt. Nicht nur die Kriterien erfüllt, sondern vor allem musikalisch überzeugt haben in diesem Jahr wie üblich zehn Bewerber (s. Kasten). In den beiden Vorrunden bestimmt das Publikum, welche zwei Bands die jeweils besten des Abends sind. Im Finale am 8. Mai spielen die vier Vorrundengewinner im RIFF. Eine fachkundige Jury wählt daraus den „Bochumer Newcomer 2008“.
Während die Vorrunden immer im Kulturcafé ausgetragen werden, fanden die Finals früher auf dem Unifest statt. Seit 2004 wird das Finale im RIFF ausgetragen, was einen Sprung vom Campus in die Innenstadt sowie deutlich höhere Besucherzahlen bedeutete. Infos: http://www.bochumer-newcomer.de


Kultur schaffen
Neues Semester, neues Glück: Auch im Sommersemester 2008 bietet das Musische Zentrum (MZ) wieder allen Studierenden und Beschäftigten der RUB die Chance, sich in Kursen und Aufführungen künstlerisch zu betätigen: Im Bereich Fotografie werden klassische Fotothemen ebenso behandelt wie experimentelle Versuche, neue mediale Bilderwelten zu schaffen. Bei praktischen Projekten und freien fotografischen Arbeiten wird kompetente fachliche Hilfestellung geboten. Die Fotograf/innen verfügen über einen Digitalbereich, ein professionelles Fotostudio und ein Schwarzweiß-Fotolabor. Die Ausstellungen im MZ-Foyer finden überregionales Interesse.
Wer sich lieber mit Pinsel oder Bleistift erproben will, sich für Bildhauerei oder Radierung interessiert, findet im Atelier der Bildenden Kunst einen spannenden Arbeitsplatz. Die klassischen Techniken werden erweitert und vertieft durch experimentelles und spielerisches Erforschen zeitgenössischer künstlerischer Gestaltungsmöglichkeiten. Weitere Kursthemen sind z. B. Druckgrafik, Aktzeichnen oder Naturstudien.
Zum Bereich Musik gehören neben Chor und Orchester der RUB die Ensembles Collegium vocale, Collegium instrumentale Bochum und Uni-Brass. Interessierte können an der Einstudierung und Aufführung von Programmen der Chor- und Orchestersymphonik, der Kammermusik und der a cappella-Literatur mitwirken. Die Konzertorgel im Audimax gehört ebenfalls zum Bereich.
Im Bereich Studiobühne dreht sich alles um die Theaterpraxis. Wer mag, kann in den Sparten Schauspiel, Bühne, Regieassistenz, Dramaturgie und Organisation bei einer Inszenierung der Studiobühne mitarbeiten. Den Instituten und freien Theatergruppen der RUB ermöglicht die Studiobühne zudem, ihre Inszenierungen auf der Probebühne zu erarbeiten und im Theatersaal aufzuführen.
Für Studierende in Bachelor- und Masterstudiengängen werden von allen MZ-Bereichen Module für den Optionalbereich angeboten. Die wichtigsten Themen und Termine für das jeweilige Semester sind im aktuellen Programmheft und auf der MZ-Webseite aufgeführt: http://www.rub.de/mz.

Musikfilme
Bis zum Redaktionsschluss stand das Programm vom Studienkreis Film noch nicht in allen Einzelheiten fest. Klar war aber, dass sich ein Großteil der Filme mit Musik beschäftigt. Zweimal werden die Beatles dabei sein, direkt mit „Yellow Submarine“, indirekt mit „Across The Universe“. Ringo taucht sogar noch ein drittes Mal auf, in „The Last Waltz“. Weiterhin werden Musicals wie die „Rocky Horror Picture Show“ oder „Sweeny Todd“ gezeigt. Alle Filme sind im HZO 20 zu sehen, alles weitere: http://skf.speutel.de.

 







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Letzte Änderung: 31.3.2008| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik