Neues vom Campus 2
Kulturmeldungen
Zwei Fotoausstellungen im MZ-Foyer
Einerseits ungewöhnliche Reisefotos, andererseits
die Resultate eines Experiments aus Foto und Druckgrafik.
Zurzeit sind im Foyer des Musischen Zentrums gleich
zwei Fotoausstellungen zu sehen.
Dass Studierende und Unibeschäftigte mobil und
reiselustig sind, ist bekannt. Im Bereich Fotografie
des Musischen Zentrums zeigen einige von ihnen jetzt
Bilderserien, die sie von unterwegs mitgebracht haben.
Es ist keineswegs die übliche Urlaubsfotografie,
die da jetzt an den Wänden im MZ-Foyer großformatig
präsentiert wird, stattdessen ein Reigen von teilweise
erstaunlichen Zielen studentischer Mobilität. So
zeigt René Pollrich faszinierende Landschaften
am Polarkreis, wo er sich mit seinem Igluzelt niedergelassen
hatte. André Schuster fotografierte Jugendliche
in Nowa Huta, einer Krakauer Vorstadtsiedlung. Alltagsszenen
in den Nebenstraßen von Palermo präsentiert
Tamara Tsopurashvili; Emine Topcu war in einem kleinen
anatolischen Dorf und hat Innenräume der Häuser
fotografiert. Weitere Serien stammen von Babette Sponheuer
(weiße Dörfer in Andalusien), Meinhard Kamphausen
(Ostsee-Strandgut) und Matthias Wach (Alpenlandschaften).
Die 43 ausgewählten Fotos sind als „von unterwegs
I“ bis zum 28. Mai im MZ-Foyer (werktags 10-18
h) zu sehen. Die I verweist darauf, dass sich ob der
Menge der Bilder „von unterwegs II“ anschließen
wird.
In einer weiteren Ausstellung werden erstaunliche Ergebnisse
eines experimentellen Workshops zur Foto-Radierung gezeigt.
Was Fotografie ist, dürfte bekannt sein, jeder
annähernd Kunstinteressierte kennt auch die Drucktechnik
der Radierung. Die Verknüpfung beider künstlerischer
Medien beherrschen allerdings nur wenige Personen in
Europa. Unter Leitung der MZ-Dozenten Meinhard Kamphausen
und Ortrud Kabus wurden von den Teilnehmern digital
gerasterte Fotos auf lichtempfindliche Leiterplatten
aus dem Elektronikbereich belichtet und in die Metallschicht
der Platte hineingeätzt, mit Farbe belegt und anschließend
mit einer traditionellen Druckerpresse ins Papier gedruckt.
Die Ergebnisse sind reproduzierbar, weisen jedoch durch
den manuellen Farbauftrag Unterschiede auf. Die schwarzweißen
Fotodrucke kombinieren den weichen Charakter einer Radierung
mit den modernen Motivwelten der Fotografie und sind
ein kreativer Gegenpol zur technisch-präzisen digitalen
Bilderwelt. Die ausgestellten Foto-Radierungen werden
durch eine lehrreiche Fotodokumentation des Herstellungsprozesses
ergänzt; zu sehen noch bis zum 22. Mai im MZ-Foyer
(werktags 10- 18 h).
Wieder aufgenommen
Große Erfolge, volle Häuser, unbefriedigte
Kartenwünsche – da bleibt als letztes Mittel
nur die Wiederaufnahme. Zuletzt wurde dies fürs
Ensemble der Studiobühne schon zur Routine. So
auch diesmal: Ionescos „Nashörner“
waren im Februar zwar dreimal zu sehen, aber das reichte
längst nicht, um allen Interessierten das Stück
zu zeigen. Also ist die absurde Geschichte um Menschen,
die zu Nashörnern mutieren, im April noch zweimal
zu sehen: am 12. und 13.4. (je 19.30 h).
Was für die Studiobühne gilt, gilt auch für
die Schauspieler des Germanistischen Instituts, denn
das Ensemble um Dozent Bernhard Jeßing darf ebenfalls
in die Wiederaufnahme: Goethes Satire auf den Sturm
und Drang, der „Triumph der Empfindsamkeit“,
war im November dreimal im Musischen Zentrum zu sehen,
im April wird die opulent ausgestattete Produktion (mit
aufwändigem Bühnenbild und großartigen
Kostümen) drei Mal wiederholt: 26.-28.4., je 19.30
h.
Dazwischen gastiert das studentische Ensemble Theatralia
mal wieder auf den Brettern des MZ. Am 19. und 20. 4.
(je 19.30 h) zeigt die Truppe „4 Rooms“,
eine Bühnenfassung frei nach der gleichnamigen
Film-Komödie von Robert Rodriguez, Quentin Tarantino,
Allison Anders und Alexandre Rockwell. In vier Episoden
wird aus Sicht des Hotelpagen Ted ein ereignisreicher
Silvesterabend im Hotel Mon Signor geschildert, einer
früher angesagten Absteige für Hollywood-Stars.
Infos: http://www.rub.de/mz-theater
bzw. http://www.theatralia.de
10 Bands, 3 Abende, 1 Gewinner
Jubiläum für das Bochumer Newcomer Festival:
Es findet 2008 zum zehnten Mal statt. 1999 wurde es
vom Asta ins Leben gerufen und u. a. zusammen mit dem
Kulturbüro Boskop realisiert, um musikalische Talente
zu fördern. Chancen für den Nachwuchs abseits
des Mainstream bot die Kulturszene des Ruhrgebiets damals
nur vereinzelt. Wie groß der Bedarf an Auftrittsmöglichkeiten
war, dokumentierten die über 50 Einsendungen für
die erste Austragung. Mittlerweile wird das Festival
von Boskop, dem Asta, dem Kulturamt der Stadt Bochum,
von der Veranstaltungsagentur Cooltour und von CT das
Radio ausgerichtet bzw. unterstützt.
Bewerben kann sich jede Band, deren Durchschnittsalter
unter 28 liegt und die mindestens zwei an einer Hochschule
des Ruhrgebiets eingeschriebene Mitglieder zählt.
Nicht nur die Kriterien erfüllt, sondern vor allem
musikalisch überzeugt haben in diesem Jahr wie
üblich zehn Bewerber (s. Kasten). In den beiden
Vorrunden bestimmt das Publikum, welche zwei Bands die
jeweils besten des Abends sind. Im Finale am 8. Mai
spielen die vier Vorrundengewinner im RIFF. Eine fachkundige
Jury wählt daraus den „Bochumer Newcomer
2008“.
Während die Vorrunden immer im Kulturcafé
ausgetragen werden, fanden die Finals früher auf
dem Unifest statt. Seit 2004 wird das Finale im RIFF
ausgetragen, was einen Sprung vom Campus in die Innenstadt
sowie deutlich höhere Besucherzahlen bedeutete.
Infos: http://www.bochumer-newcomer.de
Kultur schaffen
Neues Semester, neues Glück: Auch im Sommersemester
2008 bietet das Musische Zentrum (MZ) wieder allen Studierenden
und Beschäftigten der RUB die Chance, sich in Kursen
und Aufführungen künstlerisch zu betätigen:
Im Bereich Fotografie werden klassische Fotothemen ebenso
behandelt wie experimentelle Versuche, neue mediale
Bilderwelten zu schaffen. Bei praktischen Projekten
und freien fotografischen Arbeiten wird kompetente fachliche
Hilfestellung geboten. Die Fotograf/innen verfügen
über einen Digitalbereich, ein professionelles
Fotostudio und ein Schwarzweiß-Fotolabor. Die
Ausstellungen im MZ-Foyer finden überregionales
Interesse.
Wer sich lieber mit Pinsel oder Bleistift erproben will,
sich für Bildhauerei oder Radierung interessiert,
findet im Atelier der Bildenden Kunst einen spannenden
Arbeitsplatz. Die klassischen Techniken werden erweitert
und vertieft durch experimentelles und spielerisches
Erforschen zeitgenössischer künstlerischer
Gestaltungsmöglichkeiten. Weitere Kursthemen sind
z. B. Druckgrafik, Aktzeichnen oder Naturstudien.
Zum Bereich Musik gehören neben Chor und Orchester
der RUB die Ensembles Collegium vocale, Collegium instrumentale
Bochum und Uni-Brass. Interessierte können an der
Einstudierung und Aufführung von Programmen der
Chor- und Orchestersymphonik, der Kammermusik und der
a cappella-Literatur mitwirken. Die Konzertorgel im
Audimax gehört ebenfalls zum Bereich.
Im Bereich Studiobühne dreht sich alles um die
Theaterpraxis. Wer mag, kann in den Sparten Schauspiel,
Bühne, Regieassistenz, Dramaturgie und Organisation
bei einer Inszenierung der Studiobühne mitarbeiten.
Den Instituten und freien Theatergruppen der RUB ermöglicht
die Studiobühne zudem, ihre Inszenierungen auf
der Probebühne zu erarbeiten und im Theatersaal
aufzuführen.
Für Studierende in Bachelor- und Masterstudiengängen
werden von allen MZ-Bereichen Module für den Optionalbereich
angeboten. Die wichtigsten Themen und Termine für
das jeweilige Semester sind im aktuellen Programmheft
und auf der MZ-Webseite aufgeführt: http://www.rub.de/mz.
Musikfilme
Bis zum Redaktionsschluss stand das Programm vom Studienkreis
Film noch nicht in allen Einzelheiten fest. Klar war
aber, dass sich ein Großteil der Filme mit Musik
beschäftigt. Zweimal werden die Beatles dabei sein,
direkt mit „Yellow Submarine“, indirekt
mit „Across The Universe“. Ringo taucht
sogar noch ein drittes Mal auf, in „The Last Waltz“.
Weiterhin werden Musicals wie die „Rocky Horror
Picture Show“ oder „Sweeny Todd“ gezeigt.
Alle Filme sind im HZO 20 zu sehen, alles weitere: http://skf.speutel.de.
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