Persönliches
Leute an der RUB
Neu ernannt
Seit Januar 2008 ist Dr. Claudia
A. Trepmann (Jahrgang 1970) Juniorprofessorin
für Endogene Geologie – Materialwissenschaft
der Gesteine am Institut für Geologie, Mineralogie
und Geophysik. Sie analysiert die Gefügeentwicklung
von Gesteinen zur Rekonstruktion von Prozessen, die
im Erdinneren ablaufen und die der direkten Beobachtung
nicht zugänglich sind. Ihre Arbeitsschwerpunkte
lassen sich in drei Themenbereiche zusammenfassen: Deformation
von Gesteinen bei großen Erdbeben; Gesteine in
Meteoritenkratern sowie magmatische und metamorphe Prozesse
in der Erdkruste. Claudia Trepmann studierte 1989/90
zunächst Chemie in Dortmund, anschließend
Geologie in Bonn und Bochum. An der RUB erwarb sie im
November 1997 ihr Diplom. Während der anschließenden
Promotionsphase arbeitete sie u. a. als Wissenschaftliche
Mitarbeiterin im Sonderforschungsbereich 526 (Rheologie
der Erde). Nach der Dissertation (Mai 2002) forschte
Trepmann zwei Jahre lang in New Brunswick, Kanada, bevor
sie nach Bochum zurückkehrte, wo sie bis zu ihrem
Ruf als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut
für Geologie, Mineralogie und Geophysik tätig
war.
Neuer Inhaber des Lehrstuhls für Osteuropäische
Geschichte des Historischen Instituts ist Prof.
Dr. Stefan Plaggenborg. Als Forschungsschwerpunkte
nennt er die Sozialgeschichte des ausgehenden Zarenreiches;
Politik, Gesellschaft und Kultur in der Sowjetunion
sowie historische Gewaltforschung. In der Lehre vermittelt
Plaggenborg die osteuropäische Geschichte der Neuzeit
und setzt dabei den Schwerpunkt auf Russland und Ostmitteleuropa.
Stefan Plaggenborg (Jahrgang 1956) studierte Geschichte
und Germanistik in Freiburg, wo er 1981 das 1. Staatsexamen
fürs Lehramt ablegte. Im Dezember 1986 wurde er
promoviert und im Juni 1987 legte er das 2. Staatsexamen
ab. Anschließend arbeitete Plaggenborg zunächst
als Wissenschaftlicher Angestellter, später als
Wissenschaftlicher Assistent am Historischen Seminar
der Uni Freiburg (Lehrstuhl für Neuere und Osteuropäische
Geschichte). Im September 1993 wurde ihm die Venia legendi
für Neuere und Osteuropäische Geschichte verliehen.
Von Oktober 1994 bis März 1999 besetzte Prof. Plaggenborg
den Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte
an der Uni Jena und von April 1999 bis September 2007
den Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte
an der Uni Marburg.
Rufe & Ehre
Prof. Dr. Werner Kirsch (Mathematik)
hat einen Ruf auf eine Professur für Stochastik
an der Fern-Universität Hagen erhalten.
Prof. Dr. Tatjana Hörnle
(Jura) wurde im Februar in den Fachbeirat des Max-Planck-Instituts
für ausländisches und internationales Strafrecht
in Freiburg berufen.
In Würdigung seiner Verdienste um die Förderung
der Plasmaforschung an der Fakultät für Physik
der Uni Sofia erhält der Bochumer Plasmaforscher
Prof. em. Dr. Hans Schlüter
(Physik & Astronomie) die Ehrendoktorwürde
der St. Kliment Ochridiski-Universität Sofia.
Prof. Dr. Barbara Thomaß
(Medienwissenschaft) wurde im Januar vom Vorsitzenden
der Ministerpräsidentenkonferenz in den Rundfunkrat
des Zweiten Deutschen Fernsehens berufen.
Bei der Weltmeisterschaft der International Karate Federation
(IKF) Ende Januar in Rimini waren die Mitglieder der
Hochschulsportgruppe Modernes Sportkarate der RUB von
Trainer Christian Hausen erfolgreich.
Silke Götze (Biochemie)
wurde in der Kategorie Damen braun/blau/grün bis
60 kg Weltmeisterin. In der Kategorie Damen braun/blau
über 60 kg erreichte Katrin Faust
(Wirtschaftswissenschaft) den dritten Platz.
Dipl.-Ing. Sascha Riedner
(Werkstofftechnik) hat den ersten Preis des FAG Kugelfischer
Innovation Award im Segment „Product Innovation“
gewonnen. Die ausgezeichnete Arbeit „Nichtmagnetisierbarer,
warmbeständiger, nichtrostender Stahl für
Wälzlager“ hat Riedner zusammen mit Dr.
Andriy Tyshchenko vom Institut für
Metallphysik der Nationalen Akademie der Wissenschaften
der Ukraine (Kiew) verfasst und eingereicht. Die Institute
in Bochum und Kiew arbeiten seit einiger Zeit erfolgreich
zusammen. U. a. wurde dabei ein Stahl entwickelt, der
durch seine Eigenschaftskombination neben dem Einsatz
als Wälzlagerstahl auch als Kappenring oder Pumpengehäuse
verwendet werden kann. Die Arbeit von Riedner und Tyshchenko
beschreibt den neu entwickelten Stahl, der, obwohl er
zu einer klassischerweise weichen Stahlgruppe gehört,
eine hohe Festigkeit besitzt und, ohne magnetisierbar
zu werden, die für Wälzlager nötige hohe
Härte entwickelt.
Zwei Personalentscheidungen traf der Senat am 7. Februar:
Zum neuen Vorsitzenden des Gremiums wurde Prof.
Michael Pohl (Maschinenbau), zu seinem
Stellvertreter Prof. Axel Schölmerich
(Psychologie) gewählt. Prof. Pohl
übernimmt das Amt des Senatsvorsitzenden von Rektor
Prof. Elmar Weiler. Das Hochschulgesetz NRW und die
neue Verfassung der RUB sehen vor, dass der Rektor nicht
mehr Vorsitzender des Senats ist, sondern die Mitglieder
einen Vorsitzenden bzw. eine Vorsitzende aus ihren Reihen
wählen.
Im Amt bestätigt und für weitere drei Jahre
als Gleichstellungsbeauftragte der RUB bestellt wurde
auf der selben Senatssitzung Dr. Masha Gerding
(Sozialwissenschaft). Neu im Gleichstellungsbüro
sind ihre beiden Stellvertreterinnen: Dr.
Heike Hunneshagen, seit 2002 Koordinatorin
von MINT (Mädchen in Mathematik, Ingenieur-, Naturwissenschaften
und Technik), sowie aus den Reihen der Studierenden
Christiane Borowy (Sozialwissenschaft).
Dem „ersten Ansprechpartner“ auf dem Gebiet
der Stochastischen Mechanik und des Konstruktiven Ingenieurbaus,
Prof. Dr.-Ing. Gerhart Schuëller,
hat die Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaft
am 15. Februar die Ehrendoktorwürde verliehen.
Mit einer neuen Herangehensweise an stochastische Probleme
von Unschärfe und Ungewissheiten in Ingenieurmodellen
hat Schuëller die Forschung in neue Bahnen gelenkt.
Mit seiner international anerkannten „Schule Schuëller“,
die er in Innsbruck etabliert hat, trug er dazu bei,
dass sich die Bochumer Fakultät für Bauingenieurwesen
im Bereich der Unschärfebehandlung ingenieurtechnischer
Systeme einen Namen machen konnte und weltweit an Reputation
und Gewicht gewonnen hat.
Für herausragende Studienleistungen hat der Verein
Bochumer Arbeitswissenschaft (VBA) 2008 erstmals den
VBA-Award verliehen. Mit einem Preisgeld von 500 Euro
sowie einem Wanderpokal würdigte der Alumni-Club
am 8. Februar die Leistung von Christina
Weiß. Innerhalb von nur drei Semestern
– und damit in Rekordzeit – absolvierte
sie berufsbegleitend den „Master of Organizational
Management“ am Institut für Arbeitswissenschaft
der RUB und erzielte ein überdurchschnittlich gutes
Prüfungsergebnis. Darüber hinaus ist sie die
erste Absolventin, die das Studium nach der neuen Prüfungsordnung
abgeschlossen hat.
Beim Semesterkonzert am 5. Februar wurden Rachel
Glaves (Fakultät für Chemie
und Biochemie), Dr. Torsten Waldminghaus
(Fakultät für Biologie und Biotechnologie)
und Dr.-Ing. Martin Schulze
(Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik)
für ihre herausragenden Dissertationen und Diplomarbeiten
geehrt.
Wenn Patienten mit Multipler Sklerose bei einem starken
Schub auch hoch dosiertes Cortison nicht mehr hilft,
kann ein Blutwäscheverfahren schlimme Folgen häufig
verhindern. Für ihre Arbeiten zu dieser Plasmapherese
bei MS wurden Prof. Dr. Ralf Gold,
Direktor der RUB-Neurologie im St. Josef Hospital, und
sein Göttinger Kollege Prof. Dr. Wolfgang
Brück mit dem mit 5.000 Euro dotierten
Hans-Georg Mertens Preis ausgezeichnet. Den Preis haben
die Deutsche Gesellschaft für Neurologie und die
Deutsche Gesellschaft für Neurologische Intensivmedizin
am 1. Februar verliehen. Prof. Gold ist seit August
2006 an der Neurologischen Klinik des St. Josef Hospitals
tätig, wo monatlich durchschnittlich drei Patienten
mit schweren MS-Schüben durch Plasmapherese behandelt
werden.
Prof. Dr. Helmut Schatz (Medizin)
ist seit Februar Ehrenmitglied der Rheinisch-Westfälischen
Gesellschaft für Innere Medizin. Diese ehrt damit
Schatz’ besondere Verdienste für die Gesellschaft
und die Innere Medizin.
Universitätsmusikdirektor Dr. Hans
Jaskulsky wurde im Februar zum Honorarprofessor
der Folkwang Hochschule Essen ernannt.
Für ihre Abschlussarbeit „Simulation des
Wasserstoff-Freisetzungsversuchs HYJET Jx4 mit dem Containment-Analyseprogramm
COCOSYS“ hat Dipl.-Ing. Miriam Klöcker
(Elektrotechnik & Informationstechnik) im Februar
eine Prämie vom Bochumer Bezirksverein im Verein
Deutscher Ingenieure (VDI) bekommen.
Anfang März wurden die Preise im Gewinnspiel des
Projekts „Energiebewusste RUB“ verliehen.
Khashayar Nazifi (Maschinenbau)
gewann den ersten Preis und damit ein energiesparendes
Notebook im Wert von 600 Euro; Olaf Kletke
(Biologie) erhielt Eintrittskarten für den Bochumer
Hochschulball im April, Richard Möhlendick
(Verwaltung, Dezernat 6) bekam Karten für die Zoom-Erlebniswelt
in Gelsenkirchen. Insgesamt hatten sich 226 Beschäftigte
der RUB am Gewinnspiel beteiligt.
ad,
md, jw
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