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RUBENS 123

1. April 2008


Persönliches



Leute an der RUB



Neu ernannt
Seit Januar 2008 ist Dr. Claudia A. Trepmann (Jahrgang 1970) Juniorprofessorin für Endogene Geologie – Materialwissenschaft der Gesteine am Institut für Geologie, Mineralogie und Geophysik. Sie analysiert die Gefügeentwicklung von Gesteinen zur Rekonstruktion von Prozessen, die im Erdinneren ablaufen und die der direkten Beobachtung nicht zugänglich sind. Ihre Arbeitsschwerpunkte lassen sich in drei Themenbereiche zusammenfassen: Deformation von Gesteinen bei großen Erdbeben; Gesteine in Meteoritenkratern sowie magmatische und metamorphe Prozesse in der Erdkruste. Claudia Trepmann studierte 1989/90 zunächst Chemie in Dortmund, anschließend Geologie in Bonn und Bochum. An der RUB erwarb sie im November 1997 ihr Diplom. Während der anschließenden Promotionsphase arbeitete sie u. a. als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sonderforschungsbereich 526 (Rheologie der Erde). Nach der Dissertation (Mai 2002) forschte Trepmann zwei Jahre lang in New Brunswick, Kanada, bevor sie nach Bochum zurückkehrte, wo sie bis zu ihrem Ruf als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geologie, Mineralogie und Geophysik tätig war.


Neuer Inhaber des Lehrstuhls für Osteuropäische Geschichte des Historischen Instituts ist Prof. Dr. Stefan Plaggenborg. Als Forschungsschwerpunkte nennt er die Sozialgeschichte des ausgehenden Zarenreiches; Politik, Gesellschaft und Kultur in der Sowjetunion sowie historische Gewaltforschung. In der Lehre vermittelt Plaggenborg die osteuropäische Geschichte der Neuzeit und setzt dabei den Schwerpunkt auf Russland und Ostmitteleuropa. Stefan Plaggenborg (Jahrgang 1956) studierte Geschichte und Germanistik in Freiburg, wo er 1981 das 1. Staatsexamen fürs Lehramt ablegte. Im Dezember 1986 wurde er promoviert und im Juni 1987 legte er das 2. Staatsexamen ab. Anschließend arbeitete Plaggenborg zunächst als Wissenschaftlicher Angestellter, später als Wissenschaftlicher Assistent am Historischen Seminar der Uni Freiburg (Lehrstuhl für Neuere und Osteuropäische Geschichte). Im September 1993 wurde ihm die Venia legendi für Neuere und Osteuropäische Geschichte verliehen. Von Oktober 1994 bis März 1999 besetzte Prof. Plaggenborg den Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte an der Uni Jena und von April 1999 bis September 2007 den Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte an der Uni Marburg.

Rufe & Ehre
Prof. Dr. Werner Kirsch (Mathematik) hat einen Ruf auf eine Professur für Stochastik an der Fern-Universität Hagen erhalten.

Prof. Dr. Tatjana Hörnle (Jura) wurde im Februar in den Fachbeirat des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg berufen.

In Würdigung seiner Verdienste um die Förderung der Plasmaforschung an der Fakultät für Physik der Uni Sofia erhält der Bochumer Plasmaforscher Prof. em. Dr. Hans Schlüter (Physik & Astronomie) die Ehrendoktorwürde der St. Kliment Ochridiski-Universität Sofia.

Prof. Dr. Barbara Thomaß (Medienwissenschaft) wurde im Januar vom Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz in den Rundfunkrat des Zweiten Deutschen Fernsehens berufen.

Bei der Weltmeisterschaft der International Karate Federation (IKF) Ende Januar in Rimini waren die Mitglieder der Hochschulsportgruppe Modernes Sportkarate der RUB von Trainer Christian Hausen erfolgreich. Silke Götze (Biochemie) wurde in der Kategorie Damen braun/blau/grün bis 60 kg Weltmeisterin. In der Kategorie Damen braun/blau über 60 kg erreichte Katrin Faust (Wirtschaftswissenschaft) den dritten Platz.

Dipl.-Ing. Sascha Riedner (Werkstofftechnik) hat den ersten Preis des FAG Kugelfischer Innovation Award im Segment „Product Innovation“ gewonnen. Die ausgezeichnete Arbeit „Nichtmagnetisierbarer, warmbeständiger, nichtrostender Stahl für Wälzlager“ hat Riedner zusammen mit Dr. Andriy Tyshchenko vom Institut für Metallphysik der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine (Kiew) verfasst und eingereicht. Die Institute in Bochum und Kiew arbeiten seit einiger Zeit erfolgreich zusammen. U. a. wurde dabei ein Stahl entwickelt, der durch seine Eigenschaftskombination neben dem Einsatz als Wälzlagerstahl auch als Kappenring oder Pumpengehäuse verwendet werden kann. Die Arbeit von Riedner und Tyshchenko beschreibt den neu entwickelten Stahl, der, obwohl er zu einer klassischerweise weichen Stahlgruppe gehört, eine hohe Festigkeit besitzt und, ohne magnetisierbar zu werden, die für Wälzlager nötige hohe Härte entwickelt.


Zwei Personalentscheidungen traf der Senat am 7. Februar: Zum neuen Vorsitzenden des Gremiums wurde Prof. Michael Pohl (Maschinenbau), zu seinem Stellvertreter Prof. Axel Schölmerich (Psychologie) gewählt. Prof. Pohl übernimmt das Amt des Senatsvorsitzenden von Rektor Prof. Elmar Weiler. Das Hochschulgesetz NRW und die neue Verfassung der RUB sehen vor, dass der Rektor nicht mehr Vorsitzender des Senats ist, sondern die Mitglieder einen Vorsitzenden bzw. eine Vorsitzende aus ihren Reihen wählen.

Im Amt bestätigt und für weitere drei Jahre als Gleichstellungsbeauftragte der RUB bestellt wurde auf der selben Senatssitzung Dr. Masha Gerding (Sozialwissenschaft). Neu im Gleichstellungsbüro sind ihre beiden Stellvertreterinnen: Dr. Heike Hunneshagen, seit 2002 Koordinatorin von MINT (Mädchen in Mathematik, Ingenieur-, Naturwissenschaften und Technik), sowie aus den Reihen der Studierenden Christiane Borowy (Sozialwissenschaft).

Dem „ersten Ansprechpartner“ auf dem Gebiet der Stochastischen Mechanik und des Konstruktiven Ingenieurbaus, Prof. Dr.-Ing. Gerhart Schuëller, hat die Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaft am 15. Februar die Ehrendoktorwürde verliehen. Mit einer neuen Herangehensweise an stochastische Probleme von Unschärfe und Ungewissheiten in Ingenieurmodellen hat Schuëller die Forschung in neue Bahnen gelenkt. Mit seiner international anerkannten „Schule Schuëller“, die er in Innsbruck etabliert hat, trug er dazu bei, dass sich die Bochumer Fakultät für Bauingenieurwesen im Bereich der Unschärfebehandlung ingenieurtechnischer Systeme einen Namen machen konnte und weltweit an Reputation und Gewicht gewonnen hat.

Für herausragende Studienleistungen hat der Verein Bochumer Arbeitswissenschaft (VBA) 2008 erstmals den VBA-Award verliehen. Mit einem Preisgeld von 500 Euro sowie einem Wanderpokal würdigte der Alumni-Club am 8. Februar die Leistung von Christina Weiß. Innerhalb von nur drei Semestern – und damit in Rekordzeit – absolvierte sie berufsbegleitend den „Master of Organizational Management“ am Institut für Arbeitswissenschaft der RUB und erzielte ein überdurchschnittlich gutes Prüfungsergebnis. Darüber hinaus ist sie die erste Absolventin, die das Studium nach der neuen Prüfungsordnung abgeschlossen hat.

Beim Semesterkonzert am 5. Februar wurden Rachel Glaves (Fakultät für Chemie und Biochemie), Dr. Torsten Waldminghaus (Fakultät für Biologie und Biotechnologie) und Dr.-Ing. Martin Schulze (Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik) für ihre herausragenden Dissertationen und Diplomarbeiten geehrt.

Wenn Patienten mit Multipler Sklerose bei einem starken Schub auch hoch dosiertes Cortison nicht mehr hilft, kann ein Blutwäscheverfahren schlimme Folgen häufig verhindern. Für ihre Arbeiten zu dieser Plasmapherese bei MS wurden Prof. Dr. Ralf Gold, Direktor der RUB-Neurologie im St. Josef Hospital, und sein Göttinger Kollege Prof. Dr. Wolfgang Brück mit dem mit 5.000 Euro dotierten Hans-Georg Mertens Preis ausgezeichnet. Den Preis haben die Deutsche Gesellschaft für Neurologie und die Deutsche Gesellschaft für Neurologische Intensivmedizin am 1. Februar verliehen. Prof. Gold ist seit August 2006 an der Neurologischen Klinik des St. Josef Hospitals tätig, wo monatlich durchschnittlich drei Patienten mit schweren MS-Schüben durch Plasmapherese behandelt werden.

Prof. Dr. Helmut Schatz (Medizin) ist seit Februar Ehrenmitglied der Rheinisch-Westfälischen Gesellschaft für Innere Medizin. Diese ehrt damit Schatz’ besondere Verdienste für die Gesellschaft und die Innere Medizin.

Universitätsmusikdirektor Dr. Hans Jaskulsky wurde im Februar zum Honorarprofessor der Folkwang Hochschule Essen ernannt.

Für ihre Abschlussarbeit „Simulation des Wasserstoff-Freisetzungsversuchs HYJET Jx4 mit dem Containment-Analyseprogramm COCOSYS“ hat Dipl.-Ing. Miriam Klöcker (Elektrotechnik & Informationstechnik) im Februar eine Prämie vom Bochumer Bezirksverein im Verein Deutscher Ingenieure (VDI) bekommen.

Anfang März wurden die Preise im Gewinnspiel des Projekts „Energiebewusste RUB“ verliehen. Khashayar Nazifi (Maschinenbau) gewann den ersten Preis und damit ein energiesparendes Notebook im Wert von 600 Euro; Olaf Kletke (Biologie) erhielt Eintrittskarten für den Bochumer Hochschulball im April, Richard Möhlendick (Verwaltung, Dezernat 6) bekam Karten für die Zoom-Erlebniswelt in Gelsenkirchen. Insgesamt hatten sich 226 Beschäftigte der RUB am Gewinnspiel beteiligt.

 







ad, md, jw
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Letzte Änderung: 31.3.2008| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik