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RUBENS 122

1. Februar 2008


Gemeldet



Nachrichten vom Campus



Magersucht-Therapie

Die Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der LWL-Klinik Dortmund, Universitätsklinik der RUB, sucht für eine kostenlose Studie Frauen ab 18, die an Magersucht (Anorexia nervosa) leiden und sich ambulant behandeln lassen möchten. Die bundesweite Studie ist die bisher größte Untersuchung weltweit zur Wirksamkeit ambulanter Psychotherapie bei Magersucht, sie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.
Verglichen werden zwei spezifische Behandlungsansätze für Anorexia nervosa mit der bisher üblichen Standardbehandlung. Sowohl der psychodynamische und der verhaltenstherapeutisch orientierte Behandlungsansatz wurden nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen speziell für Magersucht weiterentwickelt. Die Therapie wird durchgehend wissenschaftlich begleitet. Wer teilnimmt, erhält innerhalb von zehn Monaten 40 Stunden ambulante Einzeltherapie an der LWL-Klinik Dortmund. Für vier zusätzliche diagnostische Termine bekommen die Teilnehmerinnen eine Aufwandsentschädigung. Infos: Dipl. Psych. Pia Thiemann, Tel. 0231-45032610, pia.thiemann@wkp.lwl.org, http://www.rub.de/psy-som-do

Geschützte Nichtraucher
Seit dem 1. Januar 2008 gilt das Nichtraucherschutzgesetz in NRW, das Rauchen in allen öffentlichen Gebäuden ist damit generell verboten. Das betrifft auch die Ruhr-Universität, die ihre seit 2004 bestehende hauseigene Regelung „Rauchfreie RUB“ anpassen muss. Das Rauchen in Büros ist demnach ab sofort untersagt, auch wenn sich dort ausschließlich Raucher befinden. Die bisherigen Ausnahmen – reine Raucherbüros ohne Publikumsverkehr – gelten nicht mehr. Auch Veranstaltungen in der RUB, zum Beispiel Studierendenpartys, sind zukünftig rauchfrei.
Weiterhin erlaubt ist das Rauchen in den Außenbereichen. Vor den Gebäuden wurden bereits 2004 entsprechende Zonen mit großen Aschenbechern eingerichtet. „Rauchen verboten“ steht hingegen bald deutlich sichtbar auf den Haupteingangstüren der Gebäude – auch am Audimax, wo bisher im Foyer geraucht werden durfte. Verstöße gegen das Verbot sind eine Ordnungswidrigkeit und können laut Gesetz mit Bußgeldern zwischen fünf und 1.000 Euro geahndet werden.
Ziel des Gesetzes ist, Bürger vor den Gesundheitsgefahren durch Passivrauchen in der Öffentlichkeit zu schützen. Das weitreichende Rauchverbot betrifft alle öffentlichen Gebäude wie Behörden, Schulen, Hochschulen, Flughäfen, Bahnhöfe, Theater, Sporthallen usw. Für die Gastronomie gilt eine „Schonfrist“ bis zum 1. Juli 2008 – unter diese Regelung fällt auch das Kulturcafé des Asta. Zudem besteht eine Rauchmöglichkeit im Gebäude GB in einem von der Cafeteria des Akafö abgetrennten Raucherraum. Infos: Dr. Ursula Fornefeld-Schwarz, Dezernat 5 – Technischer Hochschulbetrieb, Tel. -27070, E-Mail: ursula.fornefeld-schwarz@uv.rub.de

Mitmachen im Schülerlabor
Mit einem bunten Mitmach-Programm für Groß und Klein lädt das Alfried Krupp-Schülerlabor alle Interessierten zum Tag der offenen Tür ein. Entdecken, Schnuppern und selbst Hand anlegen heißt die Devise bei physikalischen Flugexperimenten, Mineralien-Bestimmung, Kerzengießen und vielem mehr. Der Tag der offenen Tür findet statt am Samstag, 9. Februar 2008 von 10 bis 15 Uhr in NB 03/242. Er richtet sich auch an die Mitglieder und Angehörigen der Ruhr-Uni. Das ausführliche Programm steht im Internet unter http://www.rub.de/schuelerlabor.

Viren im Visier
Hilft die Klimaanlage einem Virus, sich schneller und besser auszubreiten? Dieser Frage gehen zurzeit Forscher des Herz- und Diabeteszentrums NRW (Universitätsklinik der RUB) nach. Konkret wird in dem Projekt am Institut für Laboratoriums- und Transfusionsmedizin die Verbreitung von Viren über Raumlufttechnische (RLT) Anlagen untersucht. Gleichzeitig überprüft das Team um Dr. Jens Dreier in einem Modell, inwiefern UV-C-Strahlen die Übertragung von Viren durch RLT-Anlagen hemmen können. Die derzeit vorgeschriebenen Filtersysteme in den Anlagen können Viren nicht oder nur unzureichend zurückhalten, so dass neue Verfahren entwickelt und getestet werden müssen.


Alarmierende Daten
Im Herbst 2007 hatte das Arbeitsmedizinische Vorsorgezentrum an der RUB zweimal zur Hautkrebsprophylaxe geladen. Ein Team von niedergelassenen Hautärzten aus Witten hatte diese wichtige Vorsorgeuntersuchung an der RUB übernommen. Schließlich ist Hautkrebs die am schnellsten zunehmende Krebsart in Deutschland. Die Früherkennung ist oft die einzige Chance zur Heilung.
Mittlerweile liegen die Ergebnisse des Screenings von 209 Beschäftigten der RUB vor. Bei 149 von ihnen war der Befund völlig unauffällig. Bei 29 Untersuchten war das Ergebnis jedoch so auffällig, dass die Hautärzte eine sechsmonatige Kontrolle mit Videodokumentation empfahlen. Noch ernster fiel die Diagnose für die restlichen 31 aus. Ihnen rieten die Ärzte zur sofortigen Operation. Bei drei von ihnen besteht der Verdacht auf malignes Melanom (Schwarzer Hautkrebs) und sechs von ihnen wurde ein Basalzellcarcinom (Weißer Hautkrebs) attestiert.
Für Dr. Dirk Hannemann (Leitender Betriebsarzt für die RUB) unterstreichen diese Daten einmal mehr die Notwendigkeit der Hautkrebsprophylaxe. „Wenn die Uni einverstanden ist und uns unterstützt, würden wir zusammen mit den Hautärzten so eine Aktion im Mai 2008 gerne wiederholen“, erklärt er.


Ausschreibungen
Zum 29. Mal schreibt die Krupp-Stiftung den auf fünf Jahre angelegten und mit 1 Mio. Euro ausgestatteten Alfried Krupp-Förderpreis aus. Mit ihm werden junge Hochschullehrer/innen aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften gefördert, die trotz hervorragender fachlicher und persönlicher Qualifikationen – aufgrund bestehender Stellenengpässe – noch keinen Ruf auf eine voll ausgestattete Professur erhalten konnten. Die Bewerber sollten nicht älter als 38 sein; Kandidaten vorschlagen (bis zum 14. März) können Einzelpersonen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Selbstbewerbungen sind ausgeschlossen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören die RUB-Wissenschaftler Prof. Onur Güntürkün (Psychologie) und Prof. Roland Fischer (Chemie). Infos: http://www.krupp-stiftung.de/
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Mit dem Klaus Tschira Preis wird die verständliche Darstellung von herausragenden Ergebnissen naturwissenschaftlicher Forschung ausgezeichnet. Bewerben können sich Promovierte der Fächer Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik, Neurowissenschaften und Physik, die ihre Dissertation in einem Artikel allgemeinverständlich darstellen. Vergeben werden bis zu sechs Preise à 5.000 Euro; Einsendeschluss ist der 29. Februar. Infos: http://www.klaus-tschira-preis.info.


Endspurt
Das Studienbüro bietet erstmals ein Gruppen-Coaching für Studierende an. Es richtet sich an jene, die sich als Langzeitstudierende angesprochen fühlen und sich für die Abschlussphase ihres Studiums eine Unterstützung wünschen. Willkommen sind auch diejenigen, die an ihrem Abschlussziel zweifeln und/oder nach Alternativen suchen. Die Gruppe bietet die Möglichkeit, die individuelle Situation zu analysieren und die nächsten Schritte gemeinsam zu planen und anzugehen. Das Coaching findet nach dem ersten Termin (21. Februar, 16-18 h, OASE) an jedem zweiten Donnerstag im Monat (ebenfalls 16-18 h) in der OASE (Selbsthilfe- und Kommunikationszentrum der RUB, Buscheyplatz 3) statt. Die Teilnahme ist nur nach Anmeldung und kurzem Vorgespräch möglich. Für Studierende ist das Angebot kostenlos. Kontakt und Anmeldung: Studienbüro (Zentrale Studienberatung & psychologische Beratung), Elli Gurack (Diplompsychologin) und Judith Knoche (Psychologin B. Sc.), E-mail: judith.knoche@rub.de, Anmeldung bitte über das Internet: http://www.rub.de/zsb/langzeit-gruppe.htm

Planspiel
Auf Einladung des Instituts für Unternehmensführung (ifu) und mit Unterstützung von ThyssenKrupp besuchten fünf Studierende der Tongji Universität (Shanghai) und ihr Betreuer, Prof. Dr. Wang Xuyi, vom 10. bis 16. Dezember die Ruhr-Uni. Die Studienreise nach Deutschland war der Preis für ihre hervorragende Leistung beim internationalen Planspielwettbewerb, der im Mai 2007 anlässlich der 100 Jahr-Feier der Tongji Universität simultan an der RUB, der TU Berlin und der Tongji Universität vom ifu durchgeführt wurde. Das vom ifu betreute Programm beinhaltete neben Besuchen bei ThyssenKrupp auch kulturelle Highlights des Ruhrgebiets sowie des Münster- und des Rheinlands.
Der Gegenbesuch einer deutschen Studierendengruppe ist fest geplant: Vom 14. bis zum 21. März werden die Sieger des letztjährigen Planspiels „Campus-Unternehmen des Jahres“ in Begleitung des geschäftsführenden Direktors des ifu, Prof. Dr. Roland Gabriel, eine ebenfalls von ThyssenKrupp unterstützte Studienreise nach Shanghai unternehmen und die dortigen Sehenswürdigkeiten sowie die Tongji Universität kennenlernen.
Der Unternehmensplanspielwettbewerb „Campus Unternehmen des Jahres“ wird im Sommersemester fortgesetzt. Interessierte Studierende aus allen Fakultäten können teilnehmen. Die erste Veranstaltung findet am 18.April statt. Die Anmeldung ist obligatorisch (begrenzte Teilnehmerzahl) und erfolgt vom 24.3. bis zum 4.4. über Internet (http://www.winf.rub.de). Infos: Dr. Martin Seidler, ifu, GC 4/32, Tel. -22235, E-Mail: Martin.Seidler@rub.de, http://www.ifu.rub.de



Partituren
Der in Bochum ansässige Armenisch-Akademische Verein hat in seiner Schriftenreihe drei Partituren der in Unna lebenden Pianistin und Komponistin Armine Ghuloyan publiziert: „Wunden Armeniens – 1988. Ouvertüre für symphonisches Orchester“ als Gedenken an das damalige Erdbeben, „Sing, Cello. 5 Stücke für Cello und Klavier“ sowie „Gedanken am Klavier. 17 Stücke für Klavier“. Herausgeber der Schriften ist der Vorstandsvorsitzende des Vereins Azat Ordukhanyan, der momentan an der Fakultät für Geschichtswissenschaft der RUB promoviert. Über ihn können die Partituren (jeweils mit Vorworten und Anmerkungen in Armenisch, Deutsch und Russisch) bezogen werden: AAV1860@yahoo.de.

Philosophische Premieren
Viel frischer Wind weht zurzeit durch das Philosophische Institut der RUB. Nach – beispielsweise – dem Wittgenstein-Projekt, dem Philosophischen Kolloquium und der Ringvorlesung „Philosophie der Kognition“ steht Mitte Februar eine Doppelveranstaltung an. Zum einen startet eine neue Reihe, die am Lehrstuhl Philosophie des Geistes von Prof. Albert Newen ins Leben gerufen wurde: die Rudolf Carnap Lectures, die fortan jährlich an den bedeutenden deutschen Philosophen erinnern soll.
Erster Lecturer wird vom 13. bis 15. Februar im Internationalen Begegnungszentrum der RUB (IBZ) Prof. Alva Noe aus Berkeley sein. Er hält fünf Vorlesungen zum Rahmenthema „Wahrnehmung, Handlung und Verständnis“, eine davon („Roman-Erfahrungen“) wird öffentlich sein: am 14. Februar um 18.15 h im Hörsaal HGA 20.
Am gleichen Tag (14-18 h, IBZ) gibt es den zweiten Teil der Doppelveranstaltung. Auch bei der International Graduate School in Philosophy handelt es sich um eine Premiere. Zusammen mit der International Graduate School of Neuroscience der RUB suchte Prof. Newens Lehrstuhl bis Ende Januar weltweit hochkarätige Aufsätze von Graduierten aus den Bereichen Philosophie des Geistes und Erkenntnistheorie. Die besten vier Aufsätze werden am 14. Februar im IBZ vorgetragen. Die Verfasser erhalten zudem ein Preisgeld von 200 Euro sowie freie Unterkunft während der Carnap Lectures 2008. Infos: http://www.rub.de/philosophy/staff/newen/


Lebendiges Latein

Latein lebt, ganz klar – vor allem, wenn ihm immer wieder neues Leben eingehaucht wird. Von einem neuen Projekt am Lehrstuhl für Latinistik II der Ruhr-Uni profitieren darüber hinaus sowohl die Studierenden als auch die Schüler des Gymnasiums Petrinum in Recklinghausen. Am 8. Januar vereinbarten Schulleiter Detlef Klee und Lehrstuhlleiter Prof. Dr. Reinhold Glei eine Kooperation. Im kommenden Sommersemester werden Studierende in einem besonderen Seminar auf ihren direkten Einsatz in einer neunten Klasse des Petrinums vorbereitet.
Im Gymnasium wird dann das Unterrichtsprojekt „Trier in der Spätantike“ erarbeitet und in die Praxis umgesetzt werden. Am Anfang des nächsten Schuljahres soll es in eine gemeinsame Exkursion nach Trier münden. „Das Projekt ist Teil eines Forschungsprojektes zur verbesserten Praxisorientierung der Lateinlehrerausbildung an der Ruhr-Uni. Wir sind dem Petrinum sehr dankbar für seine große Kooperationsbereitschaft“, sagt Prof. Glei. Umgekehrt freut sich das Gymnasium darauf, von den Fortschritten der Fachdidaktik direkt und zeitnah profitieren zu können.

 

ad/jw
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Letzte Änderung: 31.1.2008| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik