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Nachrichten vom Campus
Magersucht-Therapie
Die Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
der LWL-Klinik Dortmund, Universitätsklinik der RUB,
sucht für eine kostenlose Studie Frauen ab 18, die
an Magersucht (Anorexia nervosa) leiden und sich ambulant
behandeln lassen möchten. Die bundesweite Studie
ist die bisher größte Untersuchung weltweit
zur Wirksamkeit ambulanter Psychotherapie bei Magersucht,
sie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
gefördert.
Verglichen werden zwei spezifische Behandlungsansätze
für Anorexia nervosa mit der bisher üblichen
Standardbehandlung. Sowohl der psychodynamische und der
verhaltenstherapeutisch orientierte Behandlungsansatz
wurden nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen
speziell für Magersucht weiterentwickelt. Die Therapie
wird durchgehend wissenschaftlich begleitet. Wer teilnimmt,
erhält innerhalb von zehn Monaten 40 Stunden ambulante
Einzeltherapie an der LWL-Klinik Dortmund. Für vier
zusätzliche diagnostische Termine bekommen die Teilnehmerinnen
eine Aufwandsentschädigung. Infos:
Dipl. Psych. Pia Thiemann, Tel. 0231-45032610, pia.thiemann@wkp.lwl.org,
http://www.rub.de/psy-som-do
Geschützte Nichtraucher
Seit dem 1. Januar 2008 gilt das Nichtraucherschutzgesetz
in NRW, das Rauchen in allen öffentlichen Gebäuden
ist damit generell verboten. Das betrifft auch die Ruhr-Universität,
die ihre seit 2004 bestehende hauseigene Regelung „Rauchfreie
RUB“ anpassen muss. Das Rauchen in Büros
ist demnach ab sofort untersagt, auch wenn sich dort
ausschließlich Raucher befinden. Die bisherigen
Ausnahmen – reine Raucherbüros ohne Publikumsverkehr
– gelten nicht mehr. Auch Veranstaltungen in der
RUB, zum Beispiel Studierendenpartys, sind zukünftig
rauchfrei.
Weiterhin erlaubt ist das Rauchen in den Außenbereichen.
Vor den Gebäuden wurden bereits 2004 entsprechende
Zonen mit großen Aschenbechern eingerichtet. „Rauchen
verboten“ steht hingegen bald deutlich sichtbar
auf den Haupteingangstüren der Gebäude –
auch am Audimax, wo bisher im Foyer geraucht werden
durfte. Verstöße gegen das Verbot sind eine
Ordnungswidrigkeit und können laut Gesetz mit Bußgeldern
zwischen fünf und 1.000 Euro geahndet werden.
Ziel des Gesetzes ist, Bürger vor den Gesundheitsgefahren
durch Passivrauchen in der Öffentlichkeit zu schützen.
Das weitreichende Rauchverbot betrifft alle öffentlichen
Gebäude wie Behörden, Schulen, Hochschulen,
Flughäfen, Bahnhöfe, Theater, Sporthallen
usw. Für die Gastronomie gilt eine „Schonfrist“
bis zum 1. Juli 2008 – unter diese Regelung fällt
auch das Kulturcafé des Asta. Zudem besteht eine
Rauchmöglichkeit im Gebäude GB in einem von
der Cafeteria des Akafö abgetrennten Raucherraum.
Infos: Dr. Ursula Fornefeld-Schwarz,
Dezernat 5 – Technischer Hochschulbetrieb, Tel.
-27070, E-Mail: ursula.fornefeld-schwarz@uv.rub.de
Mitmachen im Schülerlabor
Mit einem bunten Mitmach-Programm für Groß
und Klein lädt das Alfried Krupp-Schülerlabor
alle Interessierten zum Tag der offenen Tür ein.
Entdecken, Schnuppern und selbst Hand anlegen heißt
die Devise bei physikalischen Flugexperimenten, Mineralien-Bestimmung,
Kerzengießen und vielem mehr. Der Tag der offenen
Tür findet statt am Samstag, 9. Februar 2008 von
10 bis 15 Uhr in NB 03/242. Er richtet sich auch an
die Mitglieder und Angehörigen der Ruhr-Uni. Das
ausführliche Programm steht im Internet unter http://www.rub.de/schuelerlabor.
Viren im Visier
Hilft die Klimaanlage einem Virus, sich schneller und
besser auszubreiten? Dieser Frage gehen zurzeit Forscher
des Herz- und Diabeteszentrums NRW (Universitätsklinik
der RUB) nach. Konkret wird in dem Projekt am Institut
für Laboratoriums- und Transfusionsmedizin die
Verbreitung von Viren über Raumlufttechnische (RLT)
Anlagen untersucht. Gleichzeitig überprüft
das Team um Dr. Jens Dreier in einem Modell, inwiefern
UV-C-Strahlen die Übertragung von Viren durch RLT-Anlagen
hemmen können. Die derzeit vorgeschriebenen Filtersysteme
in den Anlagen können Viren nicht oder nur unzureichend
zurückhalten, so dass neue Verfahren entwickelt
und getestet werden müssen.
Alarmierende Daten
Im Herbst 2007 hatte das Arbeitsmedizinische Vorsorgezentrum
an der RUB zweimal zur Hautkrebsprophylaxe geladen.
Ein Team von niedergelassenen Hautärzten aus Witten
hatte diese wichtige Vorsorgeuntersuchung an der RUB
übernommen. Schließlich ist Hautkrebs die
am schnellsten zunehmende Krebsart in Deutschland. Die
Früherkennung ist oft die einzige Chance zur Heilung.
Mittlerweile liegen die Ergebnisse des Screenings von
209 Beschäftigten der RUB vor. Bei 149 von ihnen
war der Befund völlig unauffällig. Bei 29
Untersuchten war das Ergebnis jedoch so auffällig,
dass die Hautärzte eine sechsmonatige Kontrolle
mit Videodokumentation empfahlen. Noch ernster fiel
die Diagnose für die restlichen 31 aus. Ihnen rieten
die Ärzte zur sofortigen Operation. Bei drei von
ihnen besteht der Verdacht auf malignes Melanom (Schwarzer
Hautkrebs) und sechs von ihnen wurde ein Basalzellcarcinom
(Weißer Hautkrebs) attestiert.
Für Dr. Dirk Hannemann (Leitender Betriebsarzt
für die RUB) unterstreichen diese Daten einmal
mehr die Notwendigkeit der Hautkrebsprophylaxe. „Wenn
die Uni einverstanden ist und uns unterstützt,
würden wir zusammen mit den Hautärzten so
eine Aktion im Mai 2008 gerne wiederholen“, erklärt
er.
Ausschreibungen
Zum 29. Mal schreibt die Krupp-Stiftung den auf fünf
Jahre angelegten und mit 1 Mio. Euro ausgestatteten
Alfried Krupp-Förderpreis aus. Mit ihm werden junge
Hochschullehrer/innen aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften
gefördert, die trotz hervorragender fachlicher
und persönlicher Qualifikationen – aufgrund
bestehender Stellenengpässe – noch keinen
Ruf auf eine voll ausgestattete Professur erhalten konnten.
Die Bewerber sollten nicht älter als 38 sein; Kandidaten
vorschlagen (bis zum 14. März) können Einzelpersonen,
Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Selbstbewerbungen
sind ausgeschlossen. Zu den bisherigen Preisträgern
gehören die RUB-Wissenschaftler Prof. Onur Güntürkün
(Psychologie) und Prof. Roland Fischer (Chemie). Infos:
http://www.krupp-stiftung.de/
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Mit dem Klaus Tschira Preis wird die verständliche
Darstellung von herausragenden Ergebnissen naturwissenschaftlicher
Forschung ausgezeichnet. Bewerben können sich Promovierte
der Fächer Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik,
Neurowissenschaften und Physik, die ihre Dissertation
in einem Artikel allgemeinverständlich darstellen.
Vergeben werden bis zu sechs Preise à 5.000 Euro;
Einsendeschluss ist der 29. Februar. Infos:
http://www.klaus-tschira-preis.info.
Endspurt
Das Studienbüro bietet erstmals ein Gruppen-Coaching
für Studierende an. Es richtet sich an jene, die
sich als Langzeitstudierende angesprochen fühlen
und sich für die Abschlussphase ihres Studiums
eine Unterstützung wünschen. Willkommen sind
auch diejenigen, die an ihrem Abschlussziel zweifeln
und/oder nach Alternativen suchen. Die Gruppe bietet
die Möglichkeit, die individuelle Situation zu
analysieren und die nächsten Schritte gemeinsam
zu planen und anzugehen. Das Coaching findet nach dem
ersten Termin (21. Februar, 16-18 h, OASE) an jedem
zweiten Donnerstag im Monat (ebenfalls 16-18 h) in der
OASE (Selbsthilfe- und Kommunikationszentrum der RUB,
Buscheyplatz 3) statt. Die Teilnahme ist nur nach Anmeldung
und kurzem Vorgespräch möglich. Für Studierende
ist das Angebot kostenlos. Kontakt und Anmeldung:
Studienbüro (Zentrale Studienberatung & psychologische
Beratung), Elli Gurack (Diplompsychologin) und Judith
Knoche (Psychologin B. Sc.), E-mail: judith.knoche@rub.de,
Anmeldung bitte über das Internet: http://www.rub.de/zsb/langzeit-gruppe.htm
Planspiel
Auf Einladung des Instituts für Unternehmensführung
(ifu) und mit Unterstützung von ThyssenKrupp besuchten
fünf Studierende der Tongji Universität (Shanghai)
und ihr Betreuer, Prof. Dr. Wang Xuyi, vom 10. bis 16.
Dezember die Ruhr-Uni. Die Studienreise nach Deutschland
war der Preis für ihre hervorragende Leistung beim
internationalen Planspielwettbewerb, der im Mai 2007
anlässlich der 100 Jahr-Feier der Tongji Universität
simultan an der RUB, der TU Berlin und der Tongji Universität
vom ifu durchgeführt wurde. Das vom ifu betreute
Programm beinhaltete neben Besuchen bei ThyssenKrupp
auch kulturelle Highlights des Ruhrgebiets sowie des
Münster- und des Rheinlands.
Der Gegenbesuch einer deutschen Studierendengruppe ist
fest geplant: Vom 14. bis zum 21. März werden die
Sieger des letztjährigen Planspiels „Campus-Unternehmen
des Jahres“ in Begleitung des geschäftsführenden
Direktors des ifu, Prof. Dr. Roland Gabriel, eine ebenfalls
von ThyssenKrupp unterstützte Studienreise nach
Shanghai unternehmen und die dortigen Sehenswürdigkeiten
sowie die Tongji Universität kennenlernen.
Der Unternehmensplanspielwettbewerb „Campus Unternehmen
des Jahres“ wird im Sommersemester fortgesetzt.
Interessierte Studierende aus allen Fakultäten
können teilnehmen. Die erste Veranstaltung findet
am 18.April statt. Die Anmeldung ist obligatorisch (begrenzte
Teilnehmerzahl) und erfolgt vom 24.3. bis zum 4.4. über
Internet (http://www.winf.rub.de).
Infos: Dr. Martin Seidler, ifu, GC
4/32, Tel. -22235, E-Mail: Martin.Seidler@rub.de,
http://www.ifu.rub.de
Partituren
Der in Bochum ansässige Armenisch-Akademische Verein
hat in seiner Schriftenreihe drei Partituren der in
Unna lebenden Pianistin und Komponistin Armine Ghuloyan
publiziert: „Wunden Armeniens – 1988. Ouvertüre
für symphonisches Orchester“ als Gedenken
an das damalige Erdbeben, „Sing, Cello. 5 Stücke
für Cello und Klavier“ sowie „Gedanken
am Klavier. 17 Stücke für Klavier“.
Herausgeber der Schriften ist der Vorstandsvorsitzende
des Vereins Azat Ordukhanyan, der momentan an der Fakultät
für Geschichtswissenschaft der RUB promoviert.
Über ihn können die Partituren (jeweils mit
Vorworten und Anmerkungen in Armenisch, Deutsch und
Russisch) bezogen werden: AAV1860@yahoo.de.
Philosophische Premieren
Viel frischer Wind weht zurzeit durch das Philosophische
Institut der RUB. Nach – beispielsweise –
dem Wittgenstein-Projekt, dem Philosophischen Kolloquium
und der Ringvorlesung „Philosophie der Kognition“
steht Mitte Februar eine Doppelveranstaltung an. Zum
einen startet eine neue Reihe, die am Lehrstuhl Philosophie
des Geistes von Prof. Albert Newen ins Leben gerufen
wurde: die Rudolf Carnap Lectures, die fortan jährlich
an den bedeutenden deutschen Philosophen erinnern soll.
Erster Lecturer wird vom 13. bis 15. Februar im Internationalen
Begegnungszentrum der RUB (IBZ) Prof. Alva Noe aus Berkeley
sein. Er hält fünf Vorlesungen zum Rahmenthema
„Wahrnehmung, Handlung und Verständnis“,
eine davon („Roman-Erfahrungen“) wird öffentlich
sein: am 14. Februar um 18.15 h im Hörsaal HGA
20.
Am gleichen Tag (14-18 h, IBZ) gibt es den zweiten Teil
der Doppelveranstaltung. Auch bei der International
Graduate School in Philosophy handelt es sich um eine
Premiere. Zusammen mit der International Graduate School
of Neuroscience der RUB suchte Prof. Newens Lehrstuhl
bis Ende Januar weltweit hochkarätige Aufsätze
von Graduierten aus den Bereichen Philosophie des Geistes
und Erkenntnistheorie. Die besten vier Aufsätze
werden am 14. Februar im IBZ vorgetragen. Die Verfasser
erhalten zudem ein Preisgeld von 200 Euro sowie freie
Unterkunft während der Carnap Lectures 2008. Infos:
http://www.rub.de/philosophy/staff/newen/
Lebendiges Latein
Latein lebt, ganz klar – vor allem, wenn ihm immer
wieder neues Leben eingehaucht wird. Von einem neuen
Projekt am Lehrstuhl für Latinistik II der Ruhr-Uni
profitieren darüber hinaus sowohl die Studierenden
als auch die Schüler des Gymnasiums Petrinum in
Recklinghausen. Am 8. Januar vereinbarten Schulleiter
Detlef Klee und Lehrstuhlleiter Prof. Dr. Reinhold Glei
eine Kooperation. Im kommenden Sommersemester werden
Studierende in einem besonderen Seminar auf ihren direkten
Einsatz in einer neunten Klasse des Petrinums vorbereitet.
Im Gymnasium wird dann das Unterrichtsprojekt „Trier
in der Spätantike“ erarbeitet und in die
Praxis umgesetzt werden. Am Anfang des nächsten
Schuljahres soll es in eine gemeinsame Exkursion nach
Trier münden. „Das Projekt ist Teil eines
Forschungsprojektes zur verbesserten Praxisorientierung
der Lateinlehrerausbildung an der Ruhr-Uni. Wir sind
dem Petrinum sehr dankbar für seine große
Kooperationsbereitschaft“, sagt Prof. Glei. Umgekehrt
freut sich das Gymnasium darauf, von den Fortschritten
der Fachdidaktik direkt und zeitnah profitieren zu können.
ad/jw
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