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RUBENS 122

1. Februar 2008




Nashörner, Spuren, Radioaktivität



Kulturmeldungen vom Campus



Plötzlich ein Nashorn
In den letzten beiden Wochen des Wintersemesters geben sich die Künstler im Theaterbereich des Musischen Zentrums wieder gegenseitig die Klinke in die Hand. Los geht’s mit der Semesterproduktion der Studiobühne. Unter Leitung von Karin Freymeyer haben Studierende aller Fachbereiche diesmal ein Stück von Eugène Ionesco, einem Pionier des absurden Theaters, einstudiert: „Die Nashörner“, geschrieben 1960. Der gebürtige Rumäne und Wahlfranzose beschreibt in einer fiktiven Gesellschaft die fortschreitende Umwandlung der Personen in Nashörner, wobei dieser Prozess nur von einigen wenigen wahrgenommen wird. Letztlich verwandeln sich – bis auf den Protagonisten Behringer – alle in Nashörner. Ionescos bissiger Humor richtet sich gegen totalitäre Systeme und die Menschen, die sich von ihnen beeinflussen lassen. „Die Nashörner“ ist dreimal auf der Studiobühne zu sehen: 1., 2. und 3. Februar, je 19.30 h.
An zwei Abenden zeigen Studierende des Optionalbereichs, was sie im vergangenen Semester im Theaterbereich gelernt haben. Am 5. Februar (19.30 h) findet die Abschlusspräsentation im „Rollenstudium“ statt und am 12. Februar (19.30 h) die im Bereich „Hörspiel“.
Dazwischen wird auf der Studiobühne ein Wochenende lang (8./9. Februar, je 19.30 h) Englisch gesprochen. Verantwortlich ist die freie Theatertruppe The Edna’s, die ein Stück von Tennessee Williams zeigen: Im Mittelpunkt des 1958 uraufgeführten Stückes „Suddenly, Last Summer“ steht die reiche Violet Venable, eine Witwe, die seit Jahren mit ihrem Sohn Sebastian prahlt. Als Violet von seiner grausigen Ermordung erfährt, konsultiert sie den erfahrenen Psychiater Dr. Cukrowicz. Auch Mrs. Venables Nichte Catherine, die am Tag des Mordes bei Sebastian war, will sich von ihrem Trauma befreien; sie geht zusammen mit ihrer Tante zu den Sitzungen. Bis Violet von Cukrowicz verlangt, Catherine „die grässliche Geschichte aus ihrem Kopf zu schneiden“... Infos: http://www.rub.de/mz-theater


42 Spuren
Seit fünf Jahren organisiert Treibgut, die Literaturinitiative an der RUB, Partys, Kleinkunst, Konzerte und vor allem Lesungen. Hierbei stellen in der Regel noch unentdeckte Autorinnen und Autoren ihre Werke vor. Aber auch bekannte Schriftsteller wie Frank Goosen, Matthias Schamp oder Oliver Uschmann tauchen regelmäßig auf und lesen aus ihren Büchern. Einen Querschnitt der Lesungen legt Treibgut nun in Buchform vor: Getreu dem Motto der Leseabende, „Gestrandet“, heißt das Buch „42 Spuren am Strand“. Es enthält – natürlich – 42 Texte (Storys, Gedichte etc.) aus 42 verschiedenen Federn. Das 200 Seiten starke Buch ist im Duisburger Universitätsverlag Rhein-Ruhr erschienen (ISBN: 978-3-940251-12-1) und kostet 14,80 Euro; es kann auch als E-Book (ISBN: 978-3-940251-13-8) zum Preis von 12,80 Euro geordert werden.

GAU
Gleich zu Beginn liefert Elmar Träbert einen passenden Kernsatz: „Ohne Radioaktivität gäbe es die Welt, die wir kennen, nicht – und uns selbst damit auch nicht“, heißt es im Vorwort des Buches. Erklärt wird diese Aussage im zweiten Kapitel mit dem anschaulichen Bild der „Fußbodenheizung“: Radioaktiver Zerfall trägt maßgeblich dazu bei, dass auf der Erde gemäßigte Temperaturen herrschen und wir hier leben können.
Doch in seinem Werk „Radioaktivität – verständlich“ zählt der Physiker Träbert nicht nur positive Beispiele der Radioaktivität auf, genauso erinnert er die Leserschaft an Katastrophen wie die Atombombe, Tschernobyl oder den jüngsten Störfall im schwedischen Kernreaktor Forsmark-1. Doch egal, ob Positives oder Negatives, in Träberts Buch steht allein im Vordergrund, die Dinge nachvollziehbar zu erklären:
Der Autor stellt dabei die physikalischen Zusammenhänge ohne Formeln vor, er erläutert Strahlenarten, Strahlungsmessung, Strahlungsquellen (in Medizin, Kraftwerken und Waffentechnik) und den Umgang damit. Er beschreibt zudem Kernkraftwerke und deren Sicherheitsprobleme, Sonnenbrand, Strahlentherapie, Uranmunition und Uranbergbau. Sein Ziel: „Wer diese Zusammenhänge kennt, kann mit seinen eigenen Ängsten besser umgehen und einige davon vielleicht auch abbauen. Er kann auch durchschauen, was die verschiedenen Interessengruppen im Zusammenhang mit radioaktivem Material behaupten – und sich dazu seine eigene Meinung bilden.“ Das kann man nach der Lektüre in der Tat und findet so nebenbei noch eine neue Bedeutung der Abkürzung GAU: Gelungene Allgemeinverständliche Unterhaltung.
Elmar Träbert ist außerplanmäßiger Professor für Experimentalphysik an der RUB, wo er sich seit über 30 Jahren mit Atomphysik, vor allem an schnellen Ionenstrahlen, beschäftigt. Er forscht auch regelmäßig am Lawrence Livermore National Laboratory der University of California. Info: Elmar Träbert: „Radioaktivität – verständlich“, 150 Seiten, 12 Euro, ISBN 9783833493447; das Buch ist als Book on Demand veröffentlicht, http://www.bod.de, dort Titel, Autor oder ISBN in der Suchmaske eingeben und das Buch bestellen.

Boskoptermine
8.2., 21 h, Bochumer Blues Session im Kulturcafé mit den Grend All Stars (Eintritt frei)
21.2., 20.30 h, Campus Club, Studenten rocken im Kulturcafé (Eintritt frei)
7.3., 21 h, Bochumer Blues Session im Kulturcafé mit Khalif Walling Walter (Eintritt frei)
Dazu an den letzten beiden Mittwochen im Semester um 20 h im Euro-Eck (Spechtsweg 20) der osteuropäische Filmabend (Eintritt frei): 6.2., „Frühling im Herbst“; 13.2., „Dekalog IX und X“. Weitere Infos zu allen Veranstaltungen von Boskop: http://www.akafoe.de/kultur.


Café Olé
Seit Beginn des neuen Jahres wird im Foyer des Verwaltungsgebäudes wieder Kaffee serviert. Hinter dem Tresen des Café Olé wird aber nicht nur Filterkaffee gebrüht, es werden auch Espresso, Cappuccino, Latte Macchiato und andere heiße Getränke zubereitet. Für den kleinen Hunger zwischendurch gibt es süße und herzhafte Snacks wie Kuchen, Waffeln, Sandwichs oder Antipasti. Das Café Olé hat montags bis freitags von acht bis 17 Uhr geöffnet.

Gottesdienst
Zum Abschluss des Wintersemesters feiern wir am 6. Februar um 18 h in der Apostelkirche (Uni-Center) einen evangelischen Universitätsgottesdienst mit Abendmahl. Gestaltet wird er von Prof. Dr. Franz-Heinrich Beyer und Studierendenpfarrer Michael Drees von der ESG. Die Predigt wird Prof. Beyer halten. Wir laden herzlich dazu ein.

Kino im HZO
5.2., 18 u. 21 h: „Hot Fuzz“ (UK/F 2007), Krimi-Persiflage in der englischen Provinz.
7.2., 18 u. 20.30 h: Wunschfilm „From Dusk Till Dawn“ (USA 1996), es beginnt als Roadmovie und endet als Vampirschocker.
Alle Filme werden im Hörsaal HZO 20 gezeigt, der Semesterausweis kostet 1,50 Euro, einzelne Filme zusätzlich 2,50 Euro, alles weitere: http://skf.speutel.de.

 

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Letzte Änderung: 31.1.2008| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik