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RUBENS 121

3. Januar 2008


Meldungen

Nachrichten vom Campus


RuhrCampusOnline

Unter dem Dach der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) haben sich die Unis Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen 2007 zusammengeschlossen, um sich international eine bessere Wettbewerbsposition zu sichern und vorhandene Ressourcen effektiver zu nutzen. Ein strategisches Vorhaben der drei Hochschulen ist das Projekt RuhrCampusOnline. um die Öffnung von Lehrveranstaltungen für Studierende der Allianz-Unis mittels E-Learning zu ermöglichen: Studierende einer Uni können per Internet an Veranstaltungen im Hochschulverbund teilnehmen und die erworbenen Credit-Points an ihrer eigenen Uni anrechnen lassen.
Um den RuhrCampusOnline weitflächig auf den Weg zu bringen, haben die drei Universitäten ein gemeinsames Förderprogramm aufgesetzt, mit dem die Entwicklung eines Sets von E-Learning gestützten Kursen angeregt und umgesetzt werden soll. Die Stiftung Mercator fördert das Projekt von 2008 bis 2010. In der aktuellen Ausschreibung geht es darum, E-Learning basierte Kurse zu entwickeln, die dauerhaft in der UAMR eingesetzt werden. Für die erste Ausschreibungsrunde stehen 300.000 Euro zur Verfügung. Die bewilligten Mittel dienen der Entwicklung eines Kurses und der ersten Erprobung.
Um sich an der Ausschreibung zu beteiligen, genügt es, ein Online-Formular auszufüllen. Alle eingereichten Anträge werden durch eine Jury geprüft, es werden etwa zehn Projekte ausgewählt, die innerhalb der ersten Runde gefördert werden sollen. So sieht der Ablauf konkret aus: Projektskizzen müssen bis zum 3. Februar eingereicht werden. Nach einer ersten Juryentscheidung müssen die ausgearbeiteten Dokumenten bis zum 16. März eingereicht sein; Anfang April werden die zu fördernden Projekte ausgewählt, ab Mitte April werden sie für den Einsatz in der Lehre vorbereitet, der dann im WS 2008/09 erfolgt. Info: http://www.uamr.org; Kontakt und Unterstützung: Holger Hansen, RUBel, Tel. -25871, E-Mail: holger.hansen@rub.de.

Hilfe für Togo
Zurzeit studieren in Togo (bis 1918 deutsche Kolonie) rund 400 Studierende Germanistik. Das ist angesichts der politischen und wirtschaftlichen Umstände und der Größe Togos eine Riesenzahl. Allerdings ist es schwierig, die Studierenden mit der nötigen Literatur zu versorgen. Der togoische Verein Germano-Philia e. V. (http://www.germanophilia.de) hat daher ein Mentorenprogramm gestartet, bei dem jeweils ein deutscher Student einen togoischen unterstützt. Bei einer Tagung an der Uni Lome haben sich kürzlich 100 togoische Studierende für das Programm gemeldet. Gesucht werden nun deutsche Studierende aller Fachrichtungen, die mitmachen wollen. Sie wenden sich direkt an den Verein unter germanophilia@yahoo.de.

Studenten beraten
Die Studienbeiträge machen es möglich: Die Studentische Unternehmensberatung der Bochumer Wirtschaftspsychologen Campus 4 Company (C4C) kehrt – nun mit festem Budget – nach einer Kreativpause zurück. Dort können Studenten das im Studium erworbene Wissen sofort anwenden und vertiefen sowie gleichzeitig die Wirtschaft in der Region unterstützen.
Gegründet wurde C4C im Oktober 2005 von Masterstudenten der Fakultät für Psychologie. Aktuell bieten die Berater u.a. Seminare zum Thema Kommunikation an, sie gehören fest zum Fortbildungslehrgang zur Stationsleitung der Augusta Akademie Bochum.
C4C sucht neue Mitglieder, hauptsächlich Studenten mit wirtschaftspsychologischem Schwerpunkt, aber auch aus betriebswirtschaftlichen, juristischen oder anderen geisteswissenschaftlichen Bereichen. Infos: http://www.campus4company.de.

Logosuche
Die Suche nach einem Logo für die Universitätsallianz Metropole Ruhr geht in die entscheidende Phase. Um ihrem gemeinsamen Auftritt ein unverwechselbares Gesicht zu geben, hatten die Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen – mit Unterstützung der Stiftung Mercator – für die Entwicklung eines Corporate Designs einen studentischen Wettbewerb ausgeschrieben: 82 Studierende der drei Unis haben sich mit 148 Beiträgen daran beteiligt.
Nun ist die Jury gefragt, die im Januar erstmals tagt. Ihr gehören je zwei Vertreter der Revieruniversitäten an: Rektor Prof. Elmar Weiler und Kanzler Gerhard Möller für die RUB, Prorektor Prof. Günther Rager und Kanzler Dr. Roland Kischkel für die TU Dortmund, Rektor Prof. Lothar Zechlin und Prorektor Prof. Michael Kerres für die Uni Duisburg-Essen sowie Robert Faulstich, Geschäftsführer der Stiftung Mercator. Beraten werden die sieben Juroren von einer Kommunikations- und Werbeagentur.


Hochschulball
Der Vorverkauf läuft, über 800 Karten wurden bis Mitte Dezember bereits verkauft. Am 12. April findet der 9. Bochumer Hochschulball in der Mensa statt. Das Akafö organisiert ihn für alle vier Bochumer Hochschulen. Im Eintrittspreis von 50 Euro (Studierende 30 Euro) enthalten sind das Buffet sowie ein Glas Sekt. Erstmals werden auch Late-Night-Karten für den Besuch ab 23 h angeboten. Sie kosten 20 Euro, inklusive Mitternachtsimbiss.
Zudem gibt es Kultur auf mehreren Etagen. Im Saal spielt das Party Symphonie Orchester, im Foyer die Speedos und die Funk Monsters und nach dem Feuerwerk wird DJ Benedikt von Randow zum Tanzen animieren. Karten können online bestellt werden, http://www.hochschulball.de, dort gibt’s weitere Infos zum Ball. Eintrittskarten können auch direkt beim Akafö gekauft werden: Büro der Geschäftsführung, Heike Brandstädt (-11101), Studierendenhaus Raum 1/113, Mo-Do 8.30-16 h, Fr 8.30-14.30 h.

Mathe-Jahr
In jedem Jahr rücken das Bundesforschungsministerium (BMBF) und die Initiative Wissenschaft im Dialog eine andere Wissenschaftsdisziplin in den öffentlichen Blickpunkt. Nach den Jahren der Physik (2000), der Lebenswissenschaften (2001), der Geowissenschaften (2002), der Chemie (2003), der Technik (2004), einem speziell Albert Einstein gewidmeten Jahr (2005) sowie den Jahren der Technik (2006) und der Geisteswissenschaften (2007) wurde für 2008 das Jahr der Mathematik ausgerufen. „Zwölf Monate lang wird Mathematik im Mittelpunkt stehen – als faszinierende Wissenschaft, als ständige Begleiterin in Beruf und Alltag und als Basis aller Naturwissenschaften und technischen Entwicklungen“, heißt es in der offiziellen Ankündigung.
Mittendrin mit verschiedenen Aktionen werden die Mathematiker der Ruhr-Uni sein. Noch sind nicht alle Planungen abgeschlossen, doch zwei Programmpunkte stehen bereits fest: Zusammen mit den Mathematik-Fakultäten der Uni Duisburg-Essen und der TU Dortmund haben sie das Internet-Portal http://www.mathejahr-im-ruhrgebiet.de eingerichtet. Von dort kann man sich zu allen Aktionen und Veranstaltungen durchklicken. Darüber hinaus veranstaltet die Bochumer Mathematik-Fakultät im Frühjahr 2008 an der VHS Bochum eine Vortragsreihe mit folgenden Referenten und Vorträgen:
8.4., Prof. Alexander May: Mathematik und Geheimnisse – versteckte Botschaften, Codes und Hacker
15.4., Prof. Werner Kirsch: Mathematik und Politik – von Macht, Quadratwurzeln und Ministern
22.4., Prof. Hans Ulrich Simon: Mathematik und Computerprogramme – über harte Nüsse für schnelle Rechner
29.4., Prof. Holger Dette: Mathematik und Medizin – Medikamente, Behörden und Extrema
6.5., Prof. Rüdiger Verfürth: Mathematik und Spiel – ohne Glück zum Sieg.
Die Vorträge finden jeweils von 18.30 bis 20.15 h statt, VHS Bochum, Clubraum; dort stehen etwa 100 Plätze zur Verfügung. Infos: http://www.jahr-der-mathematik.de

Studiobühne: Manchmal
„Manchmal möchte man einfach vergessen.“ Demütigungen, falsche Entscheidungen, Schicksalsschläge. „Manchmal wird alles gut.“ Sechs Personen und der Traum vom Glück, ein Leben ohne Angst und der Wunsch nach Liebe beseelen die Theaterproduktion „Manchmal“ von Thorsten Sperzel. Ein Stück über ein Wort, das einen kleinen Einblick hinter das Geheimnis des Lebens gewährt. Das Ensemble von T-ater präsentiert Sperzels Erstlingswerk am 12. und 13. Januar im Musischen Zentrum, je 19.30 h. Kartenreservierung und Infos unter http://www.t-ater.de.

Gottesdienst
Zum neuen Jahr feiern wir am 15. Januar um 18 h in der Apostelkirche (Uni-Center) einen evangelischen Universitätsgottesdienst. Die Predigt wird Prof. Günter Thomas halten, Predigttext zur Reihe „Krankheit und Gesundheit“ ist Markus 5, 1-20. Stadtkantor Arno Harmann wird den Gottesdienst musikalisch gestalten. Wir laden herzlich ein.

Rezension: Über die Hintertreppe
Wir bitten gleich zu Beginn um sehr sorgfältiges Lesen: „Gleichwohl ist die Lage der Geisteswissenschaften mit Hartz-IV-Empfängern nur insofern vergleichbar, als auch diese hin und wieder zu klagen gelernt haben, ohne wirklich zu leiden, und, wichtiger noch, sich auch um sie ungebetene Anwälte der Beleidigten und Entrechteten drängen, die bestenfalls stellvertretend klagen können.“ So skizziert Prof. Claus Leggewie (Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts KWI, das von den Unis Duisburg-Essen, Bochum und Dortmund gemeinsam getragen wird) die Lage der Geisteswissenschaften in Deutschland – in kräftigen Bildern und sprachlich anspruchsvoll.
Dieser Stil prägt das gesamte Buch „Die akademische Hintertreppe“, das der renommierte Politologe gemeinsam mit Elke Mühlleitner verfasst hat. In 177 Aufsätzen beschreiben die beiden, wie Wissenschaftler kommunizieren: als Kollegen in Instituten und Laboren, mit Studenten, mit Geldgebern, mit Entscheidungsträgern oder mit der Öffentlichkeit. Aufgebaut ist das Ganze wie ein Lexikon, alphabetisch sortiert von A wie Abstract bis Z wie Zunft; zwischendrin tauchen beispielsweise Begehung, Cluster, Drittmittelantrag, Evaluation, Freisemester, Gender, Hiwi, Impulsreferat, Juniorprofessor, Kopie, Laudatio, Mittelbau, Nachruf, Open Access, Plagiat, Ranking, Teamwork, Vorsingen oder Wikipedia auf. Oder die Sprechstunde, über die es u. a. heißt: „Feste Sprechstunden markieren den Zeitraum, in dem jemand nicht zu sprechen sein mag. Nur nach Vereinbarung heißt es bei den einen, die sich durch einen griesgrämigen Zerberus im Vorzimmer zusätzlich abschotten.“ Info: Claus Leggewie und Elke Mühlleitner: „Die akademische Hintertreppe“, Campus Verlag, Frankfurt 2007, 296 Seiten, 22 Euro.

Suchmaschine
Ohne Suchmaschinen läuft längst gar nichts mehr im weltweiten Netz, das Wörtchen „googeln“ hat es sogar als neues deutsches Verb in den Duden geschafft. Jetzt gibt es eine Suchmaschine, die einen guten Zweck erfüllt: Wer auf hornvogel.de sucht, unterstützt die Umwelt: Je mehr Leute dort suchen, desto attraktiver wird die Seite für Werbekunden. Je mehr Werbekunden dort Anzeigen schalten, desto höher sind die Einnahmen, die wiederum allesamt für ökologische Projekte verwendet werden, z. B. zum Schutz des Korallenschnabel-Hornvogels, der auf den Philippinen lebt. Natürlich dürfen auf hornvogel.de nur Firmen werben, die nachweislich zum Umweltschutz beitragen. Die Idee zur Suchmaschine (die sich auf Google stützt) stammt von Prof. Dr. Eberhard Curio (Fakultät für Biologie) und wird vom Rektorat der RUB unterstützt. Infos: http://www.rub.de/suche/suchmaschinen.htm oder direkt http://www.hornvogel.de.

Gedruckt
Eine einwöchige Arbeitsexkursion führte die Druckgrafiker des Musischen Zentrums diesmal nicht wie üblich in die Landschaft: In der Letter Presse konnten sie die Grundlagen des Steindrucks kennen lernen und selbst erproben. Für die neun Teilnehmer, die sich sonst hauptsächlich der Radierung widmen, eine spannende Erfahrung. Die Ergebnisse können noch bis zum 6. Februar im MZ besichtigt werden, Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-20 h, Sa 9-14 h.

Ausschreibungen
Im Rahmen einer Kooperationen mit Israel hat das Land NRW das Fellowship-Programm „Europäische Studien“ eingerichtet. Ziel ist, dass pro Jahr zwei Wissenschaftler aus NRW für je ein Semester in Israel in Lehre und Forschung arbeiten. Das Programm ist mit 20.000 Euro pro Semester und Fellow ausgestattet. Die Ausschreibung fürs WS 08/09 endet am 1. Februar. Projektträger ist das Wissenschaftszentrum NRW; Infos: http://www.wznrw.de/wz/nrw-fellowship08.htm.
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Die Franzke‘sche Stiftung lobt zusammen mit der Gesellschaft von Freunden der TU Berlin zum vierten Mal einen mit 3.000 Euro dotierten Preis aus. Prämiert werden Dissertationen aller Fachrichtungen, die das geistes- und sozialwissenschaftliche Denken mit dem naturwissenschaftlich-technischen verbinden. Einsendeschluss: 8. Februar; Infos: http://www2.tu-berlin.de/freunde.
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Das Deutsche Studentenwerk sucht zum dritten Mal Studierende, die sich für andere Studierende einsetzen. Einsendeschluss für den Studentenwerkspreis für besonderes soziales Engagement ist der 9. Januar. Studierende können sich nicht selbst vorschlagen, sie müssen von Personen, Institutionen etc. aus dem Hochschulbereich nominiert werden. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 12.500 Euro verliehen. Weitere Infos: http://www.studentenwerke.de.

SP-Wahl
Das Studierendenparlament (SP) der Ruhr-Uni ist fast so alt wie die Uni selbst. Zurzeit tagt regelmäßig die 40. Auflage des Organs. Doch schon bald wird die Nummer 41 gesucht. Die SP-Wahlen finden in der vorletzten Januarwoche (21.-25.1.2008) statt. Wahlberechtigt und wählbar sind die Mitglieder der Studentenschaft, die am 19. Dezember 2007 an der Ruhr-Uni eingeschrieben sind. In der Regel sind die Kandidaten in Listen organisiert, die sich an politischen Parteien orientieren. Die Wahllokale befinden sich in den Cafeten der Gebäude GA, GB, GC, IB, MA, NA, NC und im Unihochhaus West und haben an den fünf Wahltagen von 9-16 h geöffnet. Wer wo zu wählen hat richtet sich nach der Fakultätszugehörigkeit.
Die Wahlbeteiligung war zuletzt sehr niedrig (etwa zehn Prozent) und kann nur besser werden. Darum die explizite Bitte, wählen zu gehen - und sich auch nicht von den Querelen um den letzten Asta, um Mensaparty oder Haushaltslöcher davon abbringen zu lassen.




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