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RuhrCampusOnline
Unter dem Dach der Universitätsallianz Metropole
Ruhr (UAMR) haben sich die Unis Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen
2007 zusammengeschlossen, um sich international eine bessere
Wettbewerbsposition zu sichern und vorhandene Ressourcen
effektiver zu nutzen. Ein strategisches Vorhaben der drei
Hochschulen ist das Projekt RuhrCampusOnline. um die Öffnung
von Lehrveranstaltungen für Studierende der Allianz-Unis
mittels E-Learning zu ermöglichen: Studierende einer
Uni können per Internet an Veranstaltungen im Hochschulverbund
teilnehmen und die erworbenen Credit-Points an ihrer eigenen
Uni anrechnen lassen.
Um den RuhrCampusOnline weitflächig auf den Weg zu
bringen, haben die drei Universitäten ein gemeinsames
Förderprogramm aufgesetzt, mit dem die Entwicklung
eines Sets von E-Learning gestützten Kursen angeregt
und umgesetzt werden soll. Die Stiftung Mercator fördert
das Projekt von 2008 bis 2010. In der aktuellen Ausschreibung
geht es darum, E-Learning basierte Kurse zu entwickeln,
die dauerhaft in der UAMR eingesetzt werden. Für
die erste Ausschreibungsrunde stehen 300.000 Euro zur
Verfügung. Die bewilligten Mittel dienen der Entwicklung
eines Kurses und der ersten Erprobung.
Um sich an der Ausschreibung zu beteiligen, genügt
es, ein Online-Formular auszufüllen. Alle eingereichten
Anträge werden durch eine Jury geprüft, es werden
etwa zehn Projekte ausgewählt, die innerhalb der
ersten Runde gefördert werden sollen. So sieht der
Ablauf konkret aus: Projektskizzen müssen bis zum
3. Februar eingereicht werden. Nach einer ersten Juryentscheidung
müssen die ausgearbeiteten Dokumenten bis zum 16.
März eingereicht sein; Anfang April werden die zu
fördernden Projekte ausgewählt, ab Mitte April
werden sie für den Einsatz in der Lehre vorbereitet,
der dann im WS 2008/09 erfolgt. Info: http://www.uamr.org;
Kontakt und Unterstützung: Holger Hansen, RUBel,
Tel. -25871, E-Mail: holger.hansen@rub.de.
Hilfe für Togo
Zurzeit studieren in Togo (bis 1918 deutsche Kolonie)
rund 400 Studierende Germanistik. Das ist angesichts
der politischen und wirtschaftlichen Umstände und
der Größe Togos eine Riesenzahl. Allerdings
ist es schwierig, die Studierenden mit der nötigen
Literatur zu versorgen. Der togoische Verein Germano-Philia
e. V. (http://www.germanophilia.de)
hat daher ein Mentorenprogramm gestartet, bei dem jeweils
ein deutscher Student einen togoischen unterstützt.
Bei einer Tagung an der Uni Lome haben sich kürzlich
100 togoische Studierende für das Programm gemeldet.
Gesucht werden nun deutsche Studierende aller Fachrichtungen,
die mitmachen wollen. Sie wenden sich direkt an den
Verein unter germanophilia@yahoo.de.
Studenten beraten
Die Studienbeiträge machen es möglich: Die
Studentische Unternehmensberatung der Bochumer Wirtschaftspsychologen
Campus 4 Company (C4C) kehrt – nun mit festem
Budget – nach einer Kreativpause zurück.
Dort können Studenten das im Studium erworbene
Wissen sofort anwenden und vertiefen sowie gleichzeitig
die Wirtschaft in der Region unterstützen.
Gegründet wurde C4C im Oktober 2005 von Masterstudenten
der Fakultät für Psychologie. Aktuell bieten
die Berater u.a. Seminare zum Thema Kommunikation an,
sie gehören fest zum Fortbildungslehrgang zur Stationsleitung
der Augusta Akademie Bochum.
C4C sucht neue Mitglieder, hauptsächlich Studenten
mit wirtschaftspsychologischem Schwerpunkt, aber auch
aus betriebswirtschaftlichen, juristischen oder anderen
geisteswissenschaftlichen Bereichen. Infos: http://www.campus4company.de.
Logosuche
Die Suche nach einem Logo für die Universitätsallianz
Metropole Ruhr geht in die entscheidende Phase. Um ihrem
gemeinsamen Auftritt ein unverwechselbares Gesicht zu
geben, hatten die Universitäten Bochum, Dortmund
und Duisburg-Essen – mit Unterstützung der
Stiftung Mercator – für die Entwicklung eines
Corporate Designs einen studentischen Wettbewerb ausgeschrieben:
82 Studierende der drei Unis haben sich mit 148 Beiträgen
daran beteiligt.
Nun ist die Jury gefragt, die im Januar erstmals tagt.
Ihr gehören je zwei Vertreter der Revieruniversitäten
an: Rektor Prof. Elmar Weiler und Kanzler Gerhard Möller
für die RUB, Prorektor Prof. Günther Rager und
Kanzler Dr. Roland Kischkel für die TU Dortmund,
Rektor Prof. Lothar Zechlin und Prorektor Prof. Michael
Kerres für die Uni Duisburg-Essen sowie Robert Faulstich,
Geschäftsführer der Stiftung Mercator. Beraten
werden die sieben Juroren von einer Kommunikations- und
Werbeagentur.
Hochschulball
Der Vorverkauf läuft, über 800 Karten wurden
bis Mitte Dezember bereits verkauft. Am 12. April findet
der 9. Bochumer Hochschulball in der Mensa statt. Das
Akafö organisiert ihn für alle vier Bochumer
Hochschulen. Im Eintrittspreis von 50 Euro (Studierende
30 Euro) enthalten sind das Buffet sowie ein Glas Sekt.
Erstmals werden auch Late-Night-Karten für den Besuch
ab 23 h angeboten. Sie kosten 20 Euro, inklusive Mitternachtsimbiss.
Zudem gibt es Kultur auf mehreren Etagen. Im Saal spielt
das Party Symphonie Orchester, im Foyer die Speedos und
die Funk Monsters und nach dem Feuerwerk wird DJ Benedikt
von Randow zum Tanzen animieren. Karten können online
bestellt werden, http://www.hochschulball.de,
dort gibt’s weitere Infos zum Ball. Eintrittskarten
können auch direkt beim Akafö gekauft werden:
Büro der Geschäftsführung, Heike Brandstädt
(-11101), Studierendenhaus Raum 1/113, Mo-Do 8.30-16 h,
Fr 8.30-14.30 h.
Mathe-Jahr
In jedem Jahr rücken das Bundesforschungsministerium
(BMBF) und die Initiative Wissenschaft im Dialog eine
andere Wissenschaftsdisziplin in den öffentlichen
Blickpunkt. Nach den Jahren der Physik (2000), der Lebenswissenschaften
(2001), der Geowissenschaften (2002), der Chemie (2003),
der Technik (2004), einem speziell Albert Einstein gewidmeten
Jahr (2005) sowie den Jahren der Technik (2006) und
der Geisteswissenschaften (2007) wurde für 2008
das Jahr der Mathematik ausgerufen. „Zwölf
Monate lang wird Mathematik im Mittelpunkt stehen –
als faszinierende Wissenschaft, als ständige Begleiterin
in Beruf und Alltag und als Basis aller Naturwissenschaften
und technischen Entwicklungen“, heißt es
in der offiziellen Ankündigung.
Mittendrin mit verschiedenen Aktionen werden die Mathematiker
der Ruhr-Uni sein. Noch sind nicht alle Planungen abgeschlossen,
doch zwei Programmpunkte stehen bereits fest: Zusammen
mit den Mathematik-Fakultäten der Uni Duisburg-Essen
und der TU Dortmund haben sie das Internet-Portal http://www.mathejahr-im-ruhrgebiet.de
eingerichtet. Von dort kann man sich zu allen Aktionen
und Veranstaltungen durchklicken. Darüber hinaus
veranstaltet die Bochumer Mathematik-Fakultät im
Frühjahr 2008 an der VHS Bochum eine Vortragsreihe
mit folgenden Referenten und Vorträgen:
8.4., Prof. Alexander May: Mathematik und Geheimnisse
– versteckte Botschaften, Codes und Hacker
15.4., Prof. Werner Kirsch: Mathematik und Politik –
von Macht, Quadratwurzeln und Ministern
22.4., Prof. Hans Ulrich Simon: Mathematik und Computerprogramme
– über harte Nüsse für schnelle
Rechner
29.4., Prof. Holger Dette: Mathematik und Medizin –
Medikamente, Behörden und Extrema
6.5., Prof. Rüdiger Verfürth: Mathematik und
Spiel – ohne Glück zum Sieg.
Die Vorträge finden jeweils von 18.30 bis 20.15
h statt, VHS Bochum, Clubraum; dort stehen etwa 100
Plätze zur Verfügung. Infos: http://www.jahr-der-mathematik.de
Studiobühne: Manchmal
„Manchmal möchte man einfach vergessen.“
Demütigungen, falsche Entscheidungen, Schicksalsschläge.
„Manchmal wird alles gut.“ Sechs Personen
und der Traum vom Glück, ein Leben ohne Angst und
der Wunsch nach Liebe beseelen die Theaterproduktion
„Manchmal“ von Thorsten Sperzel. Ein Stück
über ein Wort, das einen kleinen Einblick hinter
das Geheimnis des Lebens gewährt. Das Ensemble
von T-ater präsentiert Sperzels Erstlingswerk am
12. und 13. Januar im Musischen Zentrum, je 19.30 h.
Kartenreservierung und Infos unter http://www.t-ater.de.
Gottesdienst
Zum neuen Jahr feiern wir am 15. Januar um 18 h in der
Apostelkirche (Uni-Center) einen evangelischen Universitätsgottesdienst.
Die Predigt wird Prof. Günter Thomas halten, Predigttext
zur Reihe „Krankheit und Gesundheit“ ist
Markus 5, 1-20. Stadtkantor Arno Harmann wird den Gottesdienst
musikalisch gestalten. Wir laden herzlich ein.
Rezension: Über die Hintertreppe
Wir bitten gleich zu Beginn um sehr sorgfältiges
Lesen: „Gleichwohl ist die Lage der Geisteswissenschaften
mit Hartz-IV-Empfängern nur insofern vergleichbar,
als auch diese hin und wieder zu klagen gelernt haben,
ohne wirklich zu leiden, und, wichtiger noch, sich auch
um sie ungebetene Anwälte der Beleidigten und Entrechteten
drängen, die bestenfalls stellvertretend klagen
können.“ So skizziert Prof. Claus Leggewie
(Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts KWI,
das von den Unis Duisburg-Essen, Bochum und Dortmund
gemeinsam getragen wird) die Lage der Geisteswissenschaften
in Deutschland – in kräftigen Bildern und
sprachlich anspruchsvoll.
Dieser Stil prägt das gesamte Buch „Die akademische
Hintertreppe“, das der renommierte Politologe
gemeinsam mit Elke Mühlleitner verfasst hat. In
177 Aufsätzen beschreiben die beiden, wie Wissenschaftler
kommunizieren: als Kollegen in Instituten und Laboren,
mit Studenten, mit Geldgebern, mit Entscheidungsträgern
oder mit der Öffentlichkeit. Aufgebaut ist das
Ganze wie ein Lexikon, alphabetisch sortiert von A wie
Abstract bis Z wie Zunft; zwischendrin tauchen beispielsweise
Begehung, Cluster, Drittmittelantrag, Evaluation, Freisemester,
Gender, Hiwi, Impulsreferat, Juniorprofessor, Kopie,
Laudatio, Mittelbau, Nachruf, Open Access, Plagiat,
Ranking, Teamwork, Vorsingen oder Wikipedia auf. Oder
die Sprechstunde, über die es u. a. heißt:
„Feste Sprechstunden markieren den Zeitraum, in
dem jemand nicht zu sprechen sein mag. Nur nach Vereinbarung
heißt es bei den einen, die sich durch einen griesgrämigen
Zerberus im Vorzimmer zusätzlich abschotten.“
Info: Claus Leggewie und Elke Mühlleitner: „Die
akademische Hintertreppe“, Campus Verlag, Frankfurt
2007, 296 Seiten, 22 Euro.
Suchmaschine
Ohne Suchmaschinen läuft längst gar nichts
mehr im weltweiten Netz, das Wörtchen „googeln“
hat es sogar als neues deutsches Verb in den Duden geschafft.
Jetzt gibt es eine Suchmaschine, die einen guten Zweck
erfüllt: Wer auf hornvogel.de sucht, unterstützt
die Umwelt: Je mehr Leute dort suchen, desto attraktiver
wird die Seite für Werbekunden. Je mehr Werbekunden
dort Anzeigen schalten, desto höher sind die Einnahmen,
die wiederum allesamt für ökologische Projekte
verwendet werden, z. B. zum Schutz des Korallenschnabel-Hornvogels,
der auf den Philippinen lebt. Natürlich dürfen
auf hornvogel.de nur Firmen werben, die nachweislich
zum Umweltschutz beitragen. Die Idee zur Suchmaschine
(die sich auf Google stützt) stammt von Prof. Dr.
Eberhard Curio (Fakultät für Biologie) und
wird vom Rektorat der RUB unterstützt. Infos: http://www.rub.de/suche/suchmaschinen.htm
oder direkt http://www.hornvogel.de.
Gedruckt
Eine einwöchige Arbeitsexkursion führte die
Druckgrafiker des Musischen Zentrums diesmal nicht wie
üblich in die Landschaft: In der Letter Presse
konnten sie die Grundlagen des Steindrucks kennen lernen
und selbst erproben. Für die neun Teilnehmer, die
sich sonst hauptsächlich der Radierung widmen,
eine spannende Erfahrung. Die Ergebnisse können
noch bis zum 6. Februar im MZ besichtigt werden, Öffnungszeiten:
Mo-Fr 9-20 h, Sa 9-14 h.
Ausschreibungen
Im Rahmen einer Kooperationen mit Israel hat das Land
NRW das Fellowship-Programm „Europäische
Studien“ eingerichtet. Ziel ist, dass pro Jahr
zwei Wissenschaftler aus NRW für je ein Semester
in Israel in Lehre und Forschung arbeiten. Das Programm
ist mit 20.000 Euro pro Semester und Fellow ausgestattet.
Die Ausschreibung fürs WS 08/09 endet am 1. Februar.
Projektträger ist das Wissenschaftszentrum NRW;
Infos: http://www.wznrw.de/wz/nrw-fellowship08.htm.
+++
Die Franzke‘sche Stiftung lobt zusammen mit der
Gesellschaft von Freunden der TU Berlin zum vierten
Mal einen mit 3.000 Euro dotierten Preis aus. Prämiert
werden Dissertationen aller Fachrichtungen, die das
geistes- und sozialwissenschaftliche Denken mit dem
naturwissenschaftlich-technischen verbinden. Einsendeschluss:
8. Februar; Infos: http://www2.tu-berlin.de/freunde.
+++
Das Deutsche Studentenwerk sucht zum dritten Mal Studierende,
die sich für andere Studierende einsetzen. Einsendeschluss
für den Studentenwerkspreis für besonderes
soziales Engagement ist der 9. Januar. Studierende können
sich nicht selbst vorschlagen, sie müssen von Personen,
Institutionen etc. aus dem Hochschulbereich nominiert
werden. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von
12.500 Euro verliehen. Weitere Infos: http://www.studentenwerke.de.
SP-Wahl
Das Studierendenparlament (SP) der Ruhr-Uni ist fast
so alt wie die Uni selbst. Zurzeit tagt regelmäßig
die 40. Auflage des Organs. Doch schon bald wird die
Nummer 41 gesucht. Die SP-Wahlen finden in der vorletzten
Januarwoche (21.-25.1.2008) statt. Wahlberechtigt und
wählbar sind die Mitglieder der Studentenschaft,
die am 19. Dezember 2007 an der Ruhr-Uni eingeschrieben
sind. In der Regel sind die Kandidaten in Listen organisiert,
die sich an politischen Parteien orientieren. Die Wahllokale
befinden sich in den Cafeten der Gebäude GA, GB,
GC, IB, MA, NA, NC und im Unihochhaus West und haben
an den fünf Wahltagen von 9-16 h geöffnet.
Wer wo zu wählen hat richtet sich nach der Fakultätszugehörigkeit.
Die Wahlbeteiligung war zuletzt sehr niedrig (etwa zehn
Prozent) und kann nur besser werden. Darum die explizite
Bitte, wählen zu gehen - und sich auch nicht von
den Querelen um den letzten Asta, um Mensaparty oder
Haushaltslöcher davon abbringen zu lassen.
ad/md |