Geschafft
Steigende
Absolventenzahlen
Die frühzeitige Umstellung auf die gestuften
Studiengänge Bachelor und Master hat der Ruhr-Universität
erheblich mehr Absolventinnen und Absolventen beschert.
Und: Sehr viele von ihnen schließen ihr Studium
innerhalb der Regelstudienzeit ab.
In den Jahren 2001 und 2002 setzte die Ruhr-Universität
als eine der ersten deutschen Hochschule die sog. Bologna-Erklärung
(mit der Forderung nach einem einheitlichen europäischen
Hochschulraum) um. In den Geistes- und Naturwissenschaften
stellte sie flächendeckend von den bisherigen Abschlüssen
Magister, Diplom und Lehramt Sekundarstufe II auf gestufte
Studiengänge (Bachelor und Master) um. Dabei verfolgte
die RUB zwei große Ziele: Zum einen sollte die
Zahl der Absolventen insgesamt erhöht werden. Zum
anderen sollten möglichst viele ihr Studium innerhalb
der Regelzeit erfolgreich beenden. Mittlerweile liegen
aussagekräftige Statistiken für die beiden
Studienjahre vor, in denen die ersten umfangreichen
Jahrgänge sechs Semester Bachelorstudium hinter
sich hatten, 2005 und 2006. Das Ergebnis ist überaus
erfreulich, denn beide Ziele wurden erreicht.
Zur Erinnerung: In den Jahren 2000 bis 2004 brachte
die RUB zwischen 2.476 (2002) und maximal 2.760 (2000)
Absolventinnen und Absolventen hervor. 2005 stieg die
Zahl auf 3.190, im Jahre 2006 lag sie bereits bei 3.893.
Diese absoluten Erfolge drücken sich auch in Relationen
aus. Jahr für Jahr ermittelt das Landesamt für
Datenverarbeitung und Statistik die Gesamtzahl der Absolventen
in NRW – und den Anteil der jeweiligen Hochschule
daran. Hier konnte sich die RUB von zirka acht Prozent
(2000-2004) auf 10,4 Prozent (2006) verbessern, überholte
dabei die etwa gleichgroßen Hochschulen in Aachen
und Bonn und liegt nun landesweit auf Platz drei (hinter
den größeren Universitäten Köln
und Münster).
Weitere Steigerung in Sicht
Bei der Regelstudienzeit sind die positiven Veränderungen
noch prägnanter: Im Studienjahr 2003 hatten von
1.992 Absolventen (ohne Promotion) gerade einmal 321
(16 Prozent) ihr Studium in der Regelstudienzeit beendet.
Im Studienjahr 2006 hingegen beendeten 354 von 863 Absolventen
(41 Prozent) des 2-Fach-Bachelors ihr Studium innerhalb
der sechssemestrigen Regelstudienzeit. Beim 1-Fach-Bachelor
waren es sogar 59 Prozent (151 von 258). In einigen
Fächern wie der Geographie (67 Prozent) liegt diese
Quote noch höher.
Da sich der Anteil der leistungsbezogenen Landesmittel
auch anhand der Absolventenzahlen bemisst, zahlen sich
diese Verbesserungen für die RUB bald auch in barer
Münze aus. Darüber hinaus sind für die
kommenden Jahre weitere Erhöhungen der Absolventenzahlen
zu erwarten. Schließlich haben vier größere
Fakultäten der Ruhr-Uni Wirtschaftswissenschaft,
Bauingenieurwesen, Maschinenbau sowie Elektrotechnik
& Informationstechnik erst in diesem Wintersemester
vom Diplom auf Bachelor umgestellt; siehe auch das Editorial
auf dieser Seite.
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