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RUBENS 121

3. Januar 2008




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Personalmeldungen aus der RUB




Rückkehrer
Als vom Land NRW geförderter Rückkehrer kommt Dr. Lars Leichert aus Michigan nach Deutschland zurück: Ab Mai wird der Biochemiker mit Landesmitteln (rund 1,25 Mio. Euro) für fünf Jahre eine eigene Forschergruppe an der Ruhr-Uni aufbauen. Schwerpunkt wird die Erforschung von Sauerstoffstress in Zellen sein, der u. a. für Alterungsprozesse und Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Krebs verantwortlich gemacht wird. Der 32-Jährige, der in Greifswald studiert hat, hat sich als einer von vier jungen Forschern, die derzeit im Ausland arbeiten, unter 45 Bewerbern um die NRW-Rückkehrerförderung durchgesetzt.
Leichert hatte sich drei Unis angeschaut, bevor er sich für Bochum entschied. Hier wird er unter dem Dach des Proteomcenters in der Medizinischen Fakultät arbeiten. Als Teil des geplanten Forschungsdepartments „Protein-Networks“ fühlt er sich wissenschaftlich bestens aufgehoben. Denn auf Proteine hat er es abgesehen, genauer auf solche, die als Bestandteil die Aminosäure Cystein enthalten. Neben der Professionalität der Forscher und der Einrichtungen an der RUB hat Leichert auch das Dual Career Konzept der Uni überzeugt: „Meiner Frau, die sich in ihrer wissenschaftlichen Karriere gerade ebenfalls auf dem Sprung in die Eigenständigkeit befindet, hat man hier eine Juniorprofessur angeboten“, erzählt er. In Deutschland sind solche Programme noch Mangelware. Ziel des Konzepts ist es, hochqualifizierten Partnern von hierher berufenen Wissenschaftlern ebenfalls eine berufliche Perspektive zu bieten und so dafür zu sorgen, dass Familie und Forschung besser vereinbar werden.

Preise, Ehre, Ämter
Dr. Silja Vocks (Psychologie) wurde Ende November mit dem mit 30.000 Euro dotierten Forschungspreis der Christina-Barz-Stiftung ausgezeichnet. Damit würdigt die Stiftung ihre langjährigen Forschungen zu den Grundlagen von Essstörungen und zur Entwicklung einer Körperbildtherapie. Dabei werden Patientinnen u.a. mit ihrem Spiegelbild konfrontiert und lernen, sich nach und nach wieder mit sich selbst anzufreunden. Mehrere Studien belegten die Wirksamkeit der Therapie.
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Für seine Arbeit „Die offenen Szenen der Städte – Gefahrenabwehr-, kommunal- und straßenrechtliche Maßnahmen zur Wahrung eines integren öffentlichen Raums“ wurde Dr. Thorsten Finger (Jura) Ende November mit der „Kommunalwissenschaftlichen Prämie“ (1.000 Euro) der Stiftung der deutschen Städte, Gemeinden und Kreise ausgezeichnet.
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Einem „Grenzgänger“ hat die Fakultät für Mathematik im Dezember die Ehrendoktorwürde verliehen: Der Ukrainer Prof. Leonid Pastur (links, daneben Dekan Prof. Hans Ulrich Simon) schlägt mit seinen Arbeiten eine Brücke zwischen Mathematik und Physik. Zugleich führte ihn sein erster Weg in den Westen – nach der Öffnung der Sowjetunion – an die Ruhr-Uni. Mit ihr verbindet ihn eine Reihe längerer Forschungsaufenthalte, aus denen zahlreiche fruchtbare Kooperationen und Projekte entstanden sind. „Wissenschaftler und Studierende der RUB haben in Forschungskooperationen und Vortragsreihen von Pasturs Aufenthalten in Bochum profitiert“, heißt es in der Begründung der Ehrenpromotion. Die Zusammenarbeit mit Prof. Pastur hat dem damaligen Sonderforschungsbereich 237 („Unordnung und große Fluktuationen“), einem Gemeinschaftsprojekt von Physikern und Mathematikern der Unis Essen, Bochum und Düsseldorf, wichtige Impulse gegeben. Der 70-jährige Ukrainer ist erst der siebte Wissenschaftler, dem die Fakultät die Ehrendoktorwürde verleiht.
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Mit ihrer Idee, Kohlenstoffnanofasern durch Ätzung aufzuwerten, haben sich Prof. Dr. Martin Muhler und Wei Xia (Lehrstuhl für Technische Chemie) als patente Erfinder erwiesen: Sie belegten den zweiten Platz in dem Hochschulwettbewerb, den das NRW-Innovationsministerium, die Patentverwertungsagentur Provendis und der Patentverbund der Hochschulen in NRW ausgeschrieben haben. Das Preisgeld von 10.000 Euro wollen die Forscher für den Bau von Prototypen einsetzen und so die Weiterentwicklung des Prozesses im Labor vorantreiben.
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Für ihre Dissertation zur Entwicklung von hochleistungsfähigen Nano-Katalysatoren zur Herstellung von Methanol wurde Dr. Marie Schröter mit dem Shell She Study Award 2007 ausgezeichnet. Die 28-jährige Chemikerin, die ihre Arbeit am Lehrstuhl für Anorganische Chemie angefertigt hat, arbeitet jetzt am Lehrstuhl für Technische Chemie. Ihre Entwicklung erlaubt die effizientere Herstellung von Methanol, einem der wichtigsten Ausgangsstoffe für Synthesen in der chemischen Industrie und sauberer Kraftstoff der Zukunft. Der Preis (5.000 Euro) wird seit 1997 an herausragende junge Forscherinnen verliehen.
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Bei den Wahlen der Fachkollegien der Deutschen Forschungsgemeinschaft wurden zwölf Mitglieder der RUB gewählt. Prof. Rudolf Behrens und Prof. Monika Schmitz-Emans (beide ins Fachkollegium Literaturwissenschaft), Prof. Regine Mathias und Prof. Stefan Reichmuth (beide Außereuropäische Sprachen und Kulturen), Prof. Martin Burgi und Prof. Tatjana Hörnle (beide Rechtswissenschaften), Prof. Ralf Erdmann (Grundlagen der Biologie und Medizin), Prof. Ralf Gold, Prof. Ulf Eysel und Prof. Klaus-Peter Hoffmann (alle Neurowissenschaften), Prof. Jörg Winter (Optik, Quantenoptik und Physik der Atome, Moleküle und Plasmen) sowie Prof. Martin Muhler (Verfahrenstechnik, Technische Chemie). Die Gewählten werden in den kommenden Jahren Anträge auf Forschungsförderung bei der DFG bewerten.
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Die Triester Akademie der Wissenschaften für Entwicklungsländer, kurz TWAS (Academy of Sciences for the Developing World) hat im Dezember 2007 Prof. Padma Shukla (Physik und Astronomie) als neues Mitglied aufgenommen. TWAS honoriert damit Shuklas persönlichen Einsatz und wissenschaftliche Beitrag für Dritte-Welt-Länder.
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Für seine herausragende Diplomarbeit, in der er ein globales Modell zur Voraussage in Plasma-Anwendungen entwickelte, erhielt der Bochumer E-Technik-Absolvent Philipp Mertmann im Dezember einen mit 500 Euro dotierten Preis vom VDE Rhein-Ruhr (Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik).
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Dr. Marcus Bieker ist neuer Vorsitzender der Vereinigung Bochumer Wirtschaftswissenschaftler (BOWI). In den Vorstand gewählt wurden zudem Niels Becker (stellvertretender Vorsitzender), Dr. Barbara Wischermann (Beisitzerin, Schatzmeisterin) sowie Kai Jürgen Bieker, Dr. Ulrike Ufer, Dr. André Uhde und Dr. Jens Wiggershaus als Beisitzer. BOWI ist der Alumni-Club der Wirtschaftsfakultät der RUB. Er wurde 1994 gegründet und zählt heute über 1.100 Mitglieder. Ziel ist es, den Zusammenhalt Bochumer Ökonomen nach dem Studium zu fördern, die Ehemaligen mit ihrer Fakultät zu verbinden und die Fakultät zu unterstützen.


 

 







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