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RUBENS 120

30. November 2007

Denkmal für Straßenhunde


Acht Bochumer Studierende in Moskau



Moskau, in drei Stunden per Flugzeug zu erreichen und trotzdem eine ganz andere Welt. Wer rechnet schon damit, plötzlich vor einem Denkmal für Straßenhunde zu stehen? Oder sich mitten auf der Straße mit einem kleinen Tiger fotografieren lassen zu können? Gefördert vom Institut für Slawistik erlebten acht Studierende der RUB viele spannende Dinge in der russischen Metropole.

Die Moskauer sind immer sehr in Eile und manchmal angespannt. Das Leben auf engstem Raum, auch in der Metro, ist nicht immer einfach. Darüber hinaus sind Lebensmittel enorm teuer, viele Menschen müssen sich täglich um ihr Überleben sorgen. Das haben wir sogar auf den Zugfahrten gemerkt. Dort wird fast pausenlos etwas zum Kauf angeboten: Socken, Stadtpläne, Schreibtischlampen ... Anders als in Deutschland kaufen viele Menschen die Waren und sind dankbar für die niedrigen Preise.
Natürlich ist Moskau anders als Bochum. Für uns war es beispielsweise nur sehr schwer zu verstehen, warum unser Wohnheim um Mitternacht komplett geschlossen und erst um sechs Uhr morgens wieder aufgemacht wurde. So mussten wir halt die Nacht durchfeiern – in einer lebendigen Stadt wie Moskau ist das jedoch kein Problem!
Auch Tierliebhaber müssen sich erst an einige der russischen Gepflogenheiten gewöhnen. Oft werden Katzen und Hunde auf offener Straße verkauft oder wildlebende Tiere wie Affen oder kleine Tiger zum Fotoshooting angeboten. Andererseits entdeckten wir zu unserer Verblüffung ein Denkmal für Straßenhunde – und auch eines für Betrunkene.

Spontane Preisanhebung

Vor allem aber trafen wir in Moskau viele liebe Menschen, die sich über den Besuch aus dem Ausland freuten. Meist waren es gerade die „kleinen Leute“, die uns mit ihrer Offenheit und ihren Lebensgeschichten fasziniert haben. Viele Moskauer lernen Deutsch und Englisch, was unsere Kommunikation erheblich erleichtert hat. Denn Russisch ist schwer, speziell die perfekte Aussprache. Beherrscht man sie nicht, lässt einen das auf Märkten und in Geschäften schnell als Ausländer auffliegen, was eventuell eine kleine Preisanhebung zur Folge haben kann.
Alles in allem war es ein schöner Monat, der natürlich viel zu schnell vorüberging. Wer selber Lust bekommen hat, Moskau zu entdecken, kann das günstig über das Institut für Slawistik der Ruhr-Uni machen, jeweils im März oder im September gibt es Reisen. Insgesamt kostet der einmonatige Aufenthalt an unserer Partneruniversität in Moskau (inklusive Sprachkurs, Unterkunft, Flug, Verpflegung und Souvenirs) zirka 950 Euro. Unbedingt dabei haben sollte man einen internationalen Studentenausweis, bequeme Schuhe und jede Menge Fotofilme. Mitfahren kann jeder, bei rechtzeitiger Anmeldung finanziert eventuell der DAAD die Reise.

Infos: http://www.lotman.rub.de, Unterpunkt „Studium“ und dort „Auslandsaufenthalte“.


 

 


 





Lisa Siebelmann
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Letzte Änderung: 30.11.2007| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik