Denkmal für Straßenhunde
Acht Bochumer Studierende in Moskau
Moskau, in drei Stunden per Flugzeug zu erreichen
und trotzdem eine ganz andere Welt. Wer rechnet schon
damit, plötzlich vor einem Denkmal für Straßenhunde
zu stehen? Oder sich mitten auf der Straße mit
einem kleinen Tiger fotografieren lassen zu können?
Gefördert vom Institut für Slawistik erlebten
acht Studierende der RUB viele spannende Dinge in der
russischen Metropole.
Die Moskauer sind immer sehr in Eile und manchmal angespannt.
Das Leben auf engstem Raum, auch in der Metro, ist nicht
immer einfach. Darüber hinaus sind Lebensmittel
enorm teuer, viele Menschen müssen sich täglich
um ihr Überleben sorgen. Das haben wir sogar auf
den Zugfahrten gemerkt. Dort wird fast pausenlos etwas
zum Kauf angeboten: Socken, Stadtpläne, Schreibtischlampen
... Anders als in Deutschland kaufen viele Menschen
die Waren und sind dankbar für die niedrigen Preise.
Natürlich ist Moskau anders als Bochum. Für
uns war es beispielsweise nur sehr schwer zu verstehen,
warum unser Wohnheim um Mitternacht komplett geschlossen
und erst um sechs Uhr morgens wieder aufgemacht wurde.
So mussten wir halt die Nacht durchfeiern – in
einer lebendigen Stadt wie Moskau ist das jedoch kein
Problem!
Auch Tierliebhaber müssen sich erst an einige der
russischen Gepflogenheiten gewöhnen. Oft werden
Katzen und Hunde auf offener Straße verkauft oder
wildlebende Tiere wie Affen oder kleine Tiger zum Fotoshooting
angeboten. Andererseits entdeckten wir zu unserer Verblüffung
ein Denkmal für Straßenhunde – und
auch eines für Betrunkene.
Spontane Preisanhebung
Vor allem aber trafen wir in Moskau viele liebe Menschen,
die sich über den Besuch aus dem Ausland freuten.
Meist waren es gerade die „kleinen Leute“,
die uns mit ihrer Offenheit und ihren Lebensgeschichten
fasziniert haben. Viele Moskauer lernen Deutsch und
Englisch, was unsere Kommunikation erheblich erleichtert
hat. Denn Russisch ist schwer, speziell die perfekte
Aussprache. Beherrscht man sie nicht, lässt einen
das auf Märkten und in Geschäften schnell
als Ausländer auffliegen, was eventuell eine kleine
Preisanhebung zur Folge haben kann.
Alles in allem war es ein schöner Monat, der natürlich
viel zu schnell vorüberging. Wer selber Lust bekommen
hat, Moskau zu entdecken, kann das günstig über
das Institut für Slawistik der Ruhr-Uni machen,
jeweils im März oder im September gibt es Reisen.
Insgesamt kostet der einmonatige Aufenthalt an unserer
Partneruniversität in Moskau (inklusive Sprachkurs,
Unterkunft, Flug, Verpflegung und Souvenirs) zirka 950
Euro. Unbedingt dabei haben sollte man einen internationalen
Studentenausweis, bequeme Schuhe und jede Menge Fotofilme.
Mitfahren kann jeder, bei rechtzeitiger Anmeldung finanziert
eventuell der DAAD die Reise.
Infos: http://www.lotman.rub.de,
Unterpunkt „Studium“ und dort „Auslandsaufenthalte“.
Lisa
Siebelmann
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