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RUBENS 120

30. November 2007

Dokumentarfilme in der City

Internationale Tagung Visible Evidence in Bochum





Vom 18. bis 21. Dezember findet in der Bochumer Innenstadt „Visible Evidence XVI“ statt, eine internationale Tagung zum Dokumentarfilm. „Visible Evidence“ ist ein internationales Netzwerk von Künstlern, Kuratoren, Filmemachern und Wissenschaftern, die sich mit aktuellen Fragen des Dokumentarfilms auseinandersetzen und zur nicht-fiktionalen Medienkultur selbst wichtige Beiträge leisten. Gegründet als Tagung 1993, findet „Visible Evidence“ seither jährlich an einem anderen Ort statt, mittlerweile auch jedes Jahr auf einem anderen Kontinent. Nach Montreal 2005 und Sao Paulo 2006 ist „Visible Evidence XIV“ in Bochum die erste deutsche Ausgabe. Erwartet werden 80 Referenten, Filmemacher und Künstler (aus Europa, den USA, Asien und Südamerika) für einen intensiven Austausch über Fragen der jüngsten Entwicklungen im Bereich der nicht-fiktionalen Bildmedien. Es gibt drei Schwerpunkte: „Dokumentarfilm und Geschichte“, „Dokumentarfilm und dokumentarische Bilder im (Kunst)Museum“ sowie „Dokumentarfilm und Wissenschaft“.
Zu jedem Schwerpunkt findet ein Plenarvortrag statt. Am 18. Dezember (16 h) stellt Sylvie Lindeperg (Paris) im Haus der Geschichte „Nuit et bruillard“ (1958) von Alain Resnais vor, einen der frühesten Filme über die Nazi-Vernichtungslager und für viele einer der wichtigsten Dokumentarfilme überhaupt. Am 20. Dezember (17.30 h) spricht die Performance-Künstlerin Marina Abramovic (New York) im Casablanca über die Rekonstruktion von Performance-Kunst und die Schwierigkeiten der Dokumentation dieser flüchtigen Kunstform. Am 21. Dezember (17.30 h) referiert Michael Renov (Los Angeles) im Haus der Geschichte über Dokumentarfilm, Wissenschaft und Unterricht.
Als Tagungszentrum dient das Schauspielhaus. Weitere Tagungsorte sind das Haus der Geschichte (Clemensstraße 17-19), die GLS-Bank (Christstraße 9) sowie das Kino Casablanca im Bermuda-Dreieck, in dem ein Teil der Vorträge und Vorführungen von wichtigen neuen Dokumentarfilmen stattfinden. Viele Filme behandeln die Abwicklung von Industriestädten und Industrieanlagen im Ruhrgebiet und in den USA.
Die Tagung wird veranstaltet vom Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftungslehrstuhl für Theorie und Geschichte bilddokumentarischer Formen (Institut für Medienwissenschaft der RUB) zusammen mit dem Haus des Dokumentarfilms, Stuttgart, und der Dokumentarfilm Initiative NRW, Mülheim. Sie wird gefördert von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Tagung, Vorträge und Filme sind öffentlich.

Infos: Tel. -27414, Internet: http://www.visible-evidence.org

 

 


 





Vinzenz Hediger
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Letzte Änderung: 30.11.2007| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik