Jubiläum
1111te
Promotion im Maschinenbau
Fast pünktlich zum 11.11. feiert die Fakultät
für Maschinenbau die 1111te Promotion seit 1971:
Die Chinesin Xuemei Wang legte am 15. November ihre
Doktorprüfung erfolgreich ab. Wang, die inzwischen
als Wissenschaftlerin am Max Planck Institut für
Eisenforschung (MPIE) in Düsseldorf arbeitet, erforschte
in ihrer Dissertation die Herstellung und Eigenschaften
von dünnsten Plasmapolymerschichten mit eingelagerten
Silber-Nanopartikeln. Damit leistet sie einen wertvollen
Beitrag zur Grundlagenforschung mit solchen Funktionsschichten,
die z. B. dazu dienen können, Stahl haltbarer zu
machen und zu schützen.
Xuemei Wang forschte von 2004 bis 2007 hauptsächlich
an der IMPRS-SurMat (International Max Planck Research
School for Surface and Interface Engineering in Advanced
Materials) in Düsseldorf, einer gemeinsamen Graduiertenschule
der RUB und des MPIE. „Es ist bezeichnend, dass
Xuemei Wang an einer Kooperationseinrichtung der Fakultät
mit einem außeruniversitären Partner promoviert
wurde“, sagt Prof. Gunther Eggeler, Institut für
Werkstoffe der RUB. „Das ist ein Ausdruck für
die starke fachübergreifende Vernetzung, die die
Fakultät in den letzten Jahren gezielt ausgebaut
hat.“
Xuemei Wang ist mit ihrem Lebenslauf nicht nur ein Beispiel,
wie international und interdisziplinär Forschung
im Maschinenbau heute ist, sondern insbesondere auch
für die Forschungsstärke und den Wandel in
der Bochumer Fakultät. So beträgt der Frauenanteil
heute fast 20 Prozent, vor 20 Jahren lag er unter fünf
Prozent. In den neuen Studiengängen der Fakultät
ist er noch höher (Sales Engineering and Product
Management: 25 Prozent; Umwelttechnik und Ressourcenmanagement:
37 Prozent).
Jährlich nimmt die Fakultät neun Mio. Euro
über Forschungsprojekte ein, um damit mehr als
100 zusätzliche wissenschaftliche Mitarbeiter –
wie Xuemei Wang – zu finanzieren. „Diese
Mittel müssen wir im harten Wissenschaftswettbewerb
gewinnen. Das geht nur, wenn die Geldgeber aus Industrie,
Land und Bund von der Qualität der wissenschaftlichen
Arbeit in Bochum überzeugt sind“, so Prof.
Eggeler. Die Fakultät schaue daher zuversichtlich
auf weitere 1111 Doktorarbeiten, die Grundlage so spannender
Berufe wie „Formel 1-Rennsportdirektor bei BMW“
sein können – wie man an Dr. Mario Theissen
sieht, der 1989 an der Fakultät für Maschinenbau
promoviert hat.
jw
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